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StrategieOmaha

Bankrollmanagement

Einleitung

In diesem Artikel
  • Die Prinzipien des Bankrollmanagement
  • Was das für dich in der Praxis bedeutet
  • Der Spagat zwischen Profitmaximierung und Lernfortschritt

Wie in jeder Pokervariante ist es auch beim Pot Limit Omaha absolut unerlässlich, ein gutes Bankrollmanagement zu betreiben. Die Gründe dafür sind natürlich die selben, wie bei Texas Hold'em. Deine Bankroll ist dein Spielkapital und ohne dieses kannst du nicht spielen. Ein gutes Bankrollmanagment schützt dich vor dem Totalverlust, da du immer rechtzeitig im Limit absteigst. Andererseits sagt es dir auch, wann du ein Limit aufsteigen kannst, wenn deine Bankroll dafür ausreichend ist.

Es gilt also immer, zwischen Risikominimierung und Gewinnmaximierung abzuwägen. Dieser Artikel wird dir dabei helfen, ein passendes Bankrollmanagement für deine Omaha-Karriere zu betreiben.

Kapitalerhaltung

Kapitalerhaltung sollte bei jedem Bankroll Management an oberster Stelle stehen. Ohne Kapital kann man nicht pokern (das Pokern um Playmoney hat mit Realmoney Poker den Namen gemein, mehr nicht). Es ist ja nicht nur so, dass man das Geld beim Pokern zum Wetten braucht. Vielmehr ist es (in Gestalt der Chips) so etwas wie eine Spielfigur. Schach spielen ohne König ist ebenso undenkbar.

Kapitalerhaltung ist ein bedeutendes Thema, weil dem Kapital beim Poker kurzfristig große Gefahren drohen. Diese Gefahren nennt man Downswings (Pechsträhnen). Downswings können, wenn es besonders schlecht läuft, in kurzer Zeit einen großen Teil der Bankroll kosten.

Jeder Spieler, auch jeder Fortgeschrittene oder Profi, kennt es, wenn tage- oder sogar wochenlang einfach nichts läuft, und man in Situationen, in denen man eigentlich der Favorit ist, immer wieder verliert. Um dabei nicht bankrott zu gehen, braucht man ausreichend große Rücklagen für das Limit, das man gerade spielt. Reichen die Rücklagen nicht mehr, muss man ein Limit mit niedrigeren Einsätzen wählen.

Nachhaltigkeit

Bevor man auf ein höheres Limit wechselt, sollte man das gegenwärtige Niveau nachhaltig geschlagen haben. Man erreicht damit mehrere Ziele. Zum einen bestätigt man seine Reife für das höhere Limit, böse Überraschungen werden vermieden, und die Erfolgserlebnisse gegen die unterlegene Gegnerschaft stärken das Selbstbewusstsein.

Im Psycho-Krieg Poker ist ein gesundes Selbstbewusstsein das A und O. Übrigens beweist man durch die disziplinierte Einhaltung bankrollspezifischer Grundsätze, dass man über die nötige Geduld verfügt, die einen starken Pokerspieler auszeichnet. Hier sei es noch einmal explizit erwähnt: Poker ist auch ein Geduldsspiel! Das betrifft sowohl das Bankroll Management als auch das strategische Herangehen.

Flexibilität

Der Aufstieg in den Limits muss sich flexibel an der Bankroll ausrichten. Sollte die Bankroll Schaden nehmen, ist ein Abstieg auf das vorherige Limit erforderlich. Mir ist bewusst, dass jeder Abstieg eine psychologische Barriere darstellt, denn keiner geht gerne zurück. Trotzdem ist es in manchen Fällen absolut erforderlich.

Wichtig ist dabei die richtige Einstellung, d.h. ein Abstieg sollte keinesfalls als Niederlage aufgefasst werden. Er ist einfach das Resultat einer Pechsträhne. Glück und Pech sind Faktoren, die nicht in der eigenen Macht liegen. Natürlich bedeutet der Abstieg auch nicht zwangsläufig, dass man den Spielern unterlegen ist, deren Limit man gerade verlässt. Er bedeutet schlichtweg, dass man momentan nicht genügend Kapital hat. Und natürlich bedeutet er auch, dass man intelligent und beweglich genug ist, eine Krisensituation zu meistern.

Komfortzone

Die Wahl des richtigen Limits hat auch viel mit der eigenen Komfortzone zu tun. Für jeden hat das Geld einen individuellen Wert.
Spielt man auf einem zu niedrigen Limit, kann es sein, dass man den Einsatz nicht genügend achtet und anfängt, zu lässig zu spielen.
Spielt man dagegen auf einem Niveau über der eigenen Komfortzone, stellt sich leicht eine Art Beklommenheit ein, und man verhält sich passiver als es die strategische Vernunft gebietet.

Vermögende Anfänger sollten nicht in Cent-Einheiten sondern in Big Bets (“Erfolgspunkte”) denken!
Disziplin

Kein noch so gutes Bankroll Management schützt Euch vor Dummheiten, wenn es nicht eingehalten wird. Haltet Euch bitte strikt an die Vorgaben, egal was passiert. Aufgrund der oben genannten Swings kann es sehr leicht passieren, dass Ihr mehrere Sessions in Folge gewinnt. Das ist sehr ermutigend, jedoch kein Grund, die Bodenhaftung zu verlieren. Die Pechsträhne wartet schon hinter der nächsten Ecke.

Auf keinen Fall vorzeitig in den Limits aufsteigen!

Die 50 Buy In-Regel

Wir empfinden es für Pot Limit Omaha als ideal, mit 50 Buy-ins zu spielen. Da man sich an die Pot Limit Omaha Tische mit 100 Big Blinds setzen sollte, entsprechen 50 Buy-ins genau 5.000 Big Blinds.

Das flexible Bankroll Management

Die 50 Buy-in Regel entspricht einem starren Bankroll Managment. Unser Bankroll Management ist jedoch flexibel. Bei Verlusten geht man im Limit zurück und vermeidet dadurch einen Totalverlust.

Auf- und Abstieg:

  • Limitaufstieg: 50 Buy-ins des höheren Limits
  • Limitabstieg: 50 Buy-ins des tieferen Limits

Die Table Bankroll

Beim Poker gilt die Table Stakes Regelung: Man kann in jeder Hand nur das einsetzen, was vor einem auf dem Tisch liegt.

Es sollte stets Sorge getragen werden, dass man über genügend Mittel verfügt, maximalen Wert aus seinen starken Händen zu ziehen.
Es wäre doch ein Jammer, die Nuts zu floppen und bereits auf dem Turn keine Chips mehr zu haben, mit denen man setzen kann, und daher nur noch den (nun leider ja relativ kleinen) Main Pot zu gewinnen.

Theoretisch sollte man in der Lage sein, in jeder Betting Round das Maximum einzuzahlen. Von daher, schaut immer, dass Euer Stack mindestens auf dem Maximum Buy-in ist und nicht darunter, das Maximum Buy-in entspricht meistens 100 Big Blinds.

Tischanzahl

Aufgrund der geringen Anzahl an Händen, die gespielt werden, kann direkt mit mehreren Tischen parallel begonnen werden.

Einige Fortgeschrittene und Profis bei uns im Forum spielen sogar an acht oder noch mehr Tischen. Da stellt sich die Frage: “Wie viel Tische sind sinnvoll?” Natürlich kann es eine pauschale Antwort darauf nicht geben, denn zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen eines jeden einzelnen Mitglieds bezüglich Alter, Auffassungsgabe, Augen-Hand-Koordination, Kondition etc.

Profit oder Lerneffekt?

Unter dem Gesichtspunkt “Profitmaximierung” ist Folgendes anzumerken:

Die beste Leistung pro Tisch erzielt man, wenn man an nur einem Tisch spielt. Für den Profit zählt aber nicht die Leistung pro Tisch, sondern die Leistung pro Zeit. Nehmen wir an, ich erziele an einem Tisch 5 Big Blinds pro Stunde und an zwei Tischen jeweils 3 Big Blinds pro Stunde. In letzterem Fall ist meine Stundenleistung höher, nämlich 6 Big Blinds pro Stunde.

Unter Profitgesichtspunkten sollte man also die Tischzahl auswählen, die einem den größten Verdienst pro Stunde beschert. Profit zu machen, ist wichtig, um die nötige Bankroll für das nächsthöhere Limit zu erreichen. Je höher man spielt, desto größer ist der Hebel, den man ansetzen kann, desto größer die Belohnung für die eigenen Pokerleistungen.

Um nun aber den Lerneffekt zu maximieren, ist es wichtig, sich während des Spielens Gedanken zu machen. Man sollte gespielte Hände Revue passieren lassen und sich überlegen, wo man vielleicht Fehler gemacht hat. Dies gilt übrigens auch für gewonnene Hände! Des Weiteren sollte man versuchen, Hand Reading (den Gegner auf eine „Range of Hands" setzen) zu praktizieren und zu perfektionieren. Dies benötigt Zeit. Multitabler sind zum schnellen Handeln gezwungen. Sie müssen Standard Moves ausführen und können daher nicht in die Tiefe gehen.

Ich empfehle jedem, der in seinen Leistungen stagniert, eventuell die Tischanzahl zurückzufahren und sich viele Dinge wieder bewusster durch den Kopf gehen zu lassen.

 

Kommentare (20)

#1 Charly1982, 02.01.08 05:45

Hi. Könnt ihr bitte für die 50 Buy in Regel ein paar Zahlen nennen? Bei holdem (No limit) habt ihr genau in Beispielen angegeben mit wieviel <br /> Geld auf dem Account man welchen Blind am besten Spielt. Bei Omaha PLO ist es mir etwas unklar. Heisst es bei der 50 Buy in Regel, dass ich bei <br /> PLO 0,05/0.10 cent mindestens 500€ auf meinem Account haben sollte?<br /> <br /> Danke,<br /> <br /> Gruß

#2 Genius7, 07.01.08 19:45

Ja, wenn ich das richtig verstanden habe ist genau das der Fall....

#3 MARIST, 09.02.08 10:20

Leider kann ich bei PP die Tischgrößen bei PLO nicht verleinern und somit sind auf meinem Bildschirm nicht mehr als 3 Tische gleichzeitig spielbar. Im Gegensatz zu NL Holdém fehlen auch die Symbole für die Tischanordnung. Handelt es sich hierbei um einen Bedienungsfehler oder ist das Standard?

#4 DerShadow, 16.02.08 18:48

Hab dasselbe Problem wie Marist beim 7card-Stud... Und die PS.de Table-Layoutshaben dabei auch Macken...

#5 MARIST, 17.02.08 08:20

Eventuell steht dieses Tool ausschließlich für Holdém zur Verfügung. Wie auch immer, wenn uns ein Moderator auf die Sprünge helfen könnte, wäre es hilfreich.

#6 Charly1982, 17.02.08 14:51

Hi Pokerstrategy team,<br /> ich würde gerne meinen Status erweitern um die restlichen Omaha Artikel zu lesen. Das Problem ist, dass ich jetzt bei Noiq Poker spiele. Ich spiele kaum noch bei titan. Das ist aber leider der account mit dem ich bei euch angefangen habe. Kann ich meine NoIq Daten bei euch angeben so dass ihr mir die Points von dort berechnet?<br /> <br /> Gruß

#7 uuue1, 04.04.08 19:06

ja genau.<br /> bei PLO 0,05/0.10 cent gehst du mit 10,-$ an den tisch.<br /> das ist dein stack, dein buy-in.<br /> den mal 50 sind 500,-$

#8 Sasch0r, 26.07.08 13:11

@ #6 Geht nicht :-(<br /> <br /> @ #3 ist standart soweit ich weis

#9 HansiBasel, 11.12.08 11:25

ich denke 0.05/.10$-0.25/0.50 kann man auch mit 30-35 buy ins spielen.<br /> ab 0.50/1.00$ ist min 50 buy in pflicht und in höheren limits würde ich sogar 100 buy ins empfehlen, oder den aufstieg erst bei 100buy ins fürs höhere limit machen. fühlt man sich auf dem niveau unwohl und verliert so 10-20 stacks, geht man wieder aufs alte limit zurück und 140buy ins :) ist also schnell wieder auf den 100buy ins fürs höhere lvl und kann wenn man sich dazu in der lage fühlt wieder hoch.<br /> geht man mit 50buy ins rein, kassiert ne gute klatsche, kann man danach nicht einmal mehr das alte lvl richtig spielen, heisst man ist 2 lvl down.

#10 wechner, 20.03.09 11:19

Hi Leute,<br /> <br /> warum sind denn die PLO Artikel alle nur für Silber-Mitglieder?<br /> Ich würde die auch gerne lesen, weil ich auch gern PLO spiele :)<br /> <br /> Grüße

#11 Huckebein, 20.03.09 15:06

Die Artikel sind alle auf Silber, da PL Omaha ein sehr varianzreiches Spiel ist und Anfänger sehr schnell frustrieren kann. Deshalb haben wir uns entschlossen,die Artikel erst ab Silber freizugeben. Einsteiger können mit Hold'em und SnG viel besser die Grundlagen erlernen.

#12 moneymanni11, 11.04.09 00:00

@ 10 und 11: Ist bestimmt auch, weil man mit den 50$ Startguthaben kein gutes BRM zustande bringen kann! Außerdem bietet nicht jede Plattform Limits von 0.01$/0.02$ an! Sondern teilweise erst ab <br /> 0.10$/0.25$! (Da ist dann nichts mehr mit 50 Buy-Ins^^).

#13 Skyhand, 30.05.09 04:34

"Aufgrund der geringen Anzahl an Händen, die gespielt werden, kann direkt mit mehreren Tischen parallel begonnen werden.<br /> <br /> Einige Fortgeschrittene und Profis bei uns im Forum spielen sogar an acht oder noch mehr Tischen."<br /> <br /> Das musste ich jetzt 5 mal lesen, hab gedacht ich spinne. Kann ja wohl nicht euer Ernst sein!!<br /> 1. ist PLO leicht 3 mal so kompliziert wie THE und daher kann man es unmöglich genauso stark multitablen.<br /> 2. sind bei PLO sehr wohl mehr Hände profitabel spielbar als bei THE.<br /> 3. wird PLO oft Shorthanded gespielt, da ist man fast permanent involviert und muss sich konzentrieren.<br /> <br /> THE 16-table ich gern mal, aber bei 6 Tischen PLO ist bei mir das Maß voll.<br /> Auf jeden Fall völlig daneben, Einsteigern zu empfehlen, dass sie bei PLO gleich multitablen anfangen sollen.

#14 LordAnubiz, 25.06.09 04:58

naja bei THE mußte halt viel mit conti, bluffen, marginale hände etc arbeiten - bei PLO kannste fast immer wegwerfen wenn du kein Monster hast

#15 NoSekiller, 02.09.09 06:57

Skyhand: das kommt wohl auf den Spielstil an...bahmrockk propagiert in seinen micro-limit-plo-Videos z.B. einen sehr tighten Stil, den man wirklich recht locker multi-tablen kann.

#16 JKAHSDFF, 23.09.09 02:47

ich persönlich multitable Texas Holdem an 14-24 Tischen, je nach Lust und Laune. Bei Holdem dagegen hab ich bei 6 Tischen mein Max erreicht.<br /> Mehr geht net.<br /> Das Video schaue ich mir gleich ma an.<br /> Aber ich denke, man sollte nicht zu tight Omaha playen und schon gar nicht an den 6-max tablen... Da heißt es von Barrel zu Barrel durchfeuern;)

#17 n00bmare, 22.12.09 21:48

"Da man sich an die Pot Limit Omaha Tische mit maximal 100 Big Blinds setzen kann, entsprechen 50 Buy-ins genau 5.000 Big Blinds."<br /> <br /> Das ist so nicht ganz richtig, es gibt auf mehreren Plattformen auch deep tables :)

#18 R0r5chach, 04.01.10 08:22

Gibt es einen Unterschied zwischen FR und SH?

#19 Huckebein, 27.01.10 08:50

@17: Du hast sicher Recht, aber als default Buy-in wird von 100BB ausgegangen. Einsteiger, an die sich der Artikel richtet, sollten nicht deep spielen, das ist in PLO noch schwieriger als in NLHE.

#20 Huckebein, 27.01.10 08:54

@18: Generell ist SH noch swingiger als FR. Deshalb solltest du hier als Einsteiger ein noch tighteres BRM fahren.<br /> <br /> @17: Habe vergessen zu schreiben, dass ich den Artiel geringfügig angepasst habe ;)