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StrategieOmaha

PLO Hi/Lo Strategie Guide - Teil 1

Einleitung

In diesem Artikel
  • Die Regeln von Pot Limit Omaha Hi/Lo
  • Die Fachbegriffe dieser Variante
  • Wie du das Board liest

Dieser Artikel soll den Einsteigern ein solides Grundverständnis aller Aspekte von Pot Limit Omaha Hi/Lo vermitteln.

Pot limit Omaha Hi/Lo ist eine High/Low Split-Variante von Pot Limit Omaha.

Jeder Spieler bekommt 4 Karten und teilt sich mit den anderen Spielern die 5 Gemeinschaftskarten. Die insgesamt 4 Setzrunden werden von einem Showdown gefolgt. In einem Pot Limit Spiel kann jeder Spieler um nicht mehr als die aktuelle Größe des Pots erhöhen.

Jeder Spieler bildet mit einer Kombination aus den besten zwei Karten in seiner Hand und drei der fünf Gemeinschaftskarten die bestmögliche Pokerhand mit 5 Karten. Dann bildet jeder Spieler eine gültige Low-Hand, indem er 2 Karten aus seiner Starthand mit 3 Gemeinschaftskarten kombiniert. Der Spieler bzw. die Spieler mit der besten gültigen Low-Hand gewinnt bzw. gewinnen die Hälfte des Pottes. Die andere Hälfte geht an den Spieler bzw. die Spieler mit der besten High-Hand. Wenn es keine gültige Low-Hand gibt, geht der ganze Pot an den Spieler bzw. die Spieler mit der besten High-Hand.

Um eine gültige Low-Hand zu bilden, musst du eine Pokerhand aus 5 Karten bilden, in der alle Karten niedriger als die 9 sind und keine Paare enthalten sind. Je niedriger die Karten sind, desto stäker ist die Hand. Die beste Low-Hand ist A2345 und die schlechteste Low-Hand 45678. Straßen und Flushes spielen für die Low-Hand keine Rolle. Ein einfacher Weg, um die niedrigere Hand herauszufinden ist, die Karten in absteigender Reihenfolge zu sortieren und sie wie eine fünfstellige Zahl zu lesen. Je niedriger diese Zahl dann ist, desto besser ist die Hand.

A2348 wird zu 84321 und 23567 wird zu 76532. Du siehst, dass 23567 die bessere Low-Hand ist.

Terminologie

Die Terminologie beim PLO Hi/Lo zu kennen ist deshalb so wichtig, weil es einige exklusiv für PLO Hi/Lo gebrauchte Ausdrücke gibt.

Nut-Low: Die bestmögliche Low-Hand bestehend aus zwei niedrigsten Wheel-Karten die uns helfen ein A-5 Wheel zu komplettieren, wie z.B. A 2 auf einem 368 Board oder 2 4 auf einem A38 Board.

Nut-Nut: Die bestmögliche High- und Low-Hand, zum Beispiel A2s auf einem 358 Flush-Board.

Counterfeit: Dies ist der Fall, wenn man am Flop oder Turn die Nut-Low-Hand hält und die nächste Gemeinschaftskarte eine neue Kombination aus zwei Karten zur besten Low-Hand macht. Wenn man auf einem 357-Board A2xx hält und eine 2 kommt, so ist die eigene Hand counterfeited und A4 wird zu einer neuen bestmöglichen Low-Hand.

Chop: Dies ist der Fall, wenn sich zwei Spieler den Pot teilen, üblicherweise einer mit der High-Hand und der andere mit der Low-Hand. Live-Spieler rufen dann des öfteren „Chop Chop” (oder im Fall von Scotty Nguyen „Chop it up, Baby”). Wenn zu den Blinds gefoldet wurde und sich diese Spieler dann einen großen Pot teilen, wird mit Sicherheit jemand schadenfroh „Das Haus gewinnt!” rufen, da nach Abzug des Rakes beide Spieler Geld verloren haben werden.

Freerolling: Dies ist der Fall, wenn ein Spieler am Flop oder Turn eine Hälfte des Pots sicher hat und die Möglichkeit bekommt, die andere Hälfte völlig ohne Risiko ebenfalls zu gewinnen. Auf einem geht das mit gegen einen Spieler mit 88. A2 gewinnt als Low-Hand eine Hälfte des Pots und kann durch das Treffen eines Flushes gegen den Spieler mit dem Topset auch die andere Hälfte für die High-Hand gewinnen.

Quartering: Hier teilen sich zwei Spieler eine Hälfte des Low- oder High-Pots und erhalten somit je ein Viertel. „Ich habe mit meinem Nut-Low und Nut-Flush gegen ihn gequartered.” Auch möglich, aber seltener ist es, „gesixthed” oder „geeighted” zu werden, wenn Low oder High an drei oder vier Spieler verteilt werden.

Trapped: Ein Spieler mit einer mittelstarken High- und Low-Hand, der in einem Raising-War zwischen einer besseren High- und einer besseren Low-Hand steckt, ist „getrapped”. Er wird beide Pötte verlieren, callt aber trotzdem in der Hoffnung, eine Hälfte des Pots zu gewinnen und dass die anderen Spieler mit dem Raisen aufhören.

Scoop: Das Gewinnen des gesamten Pots wenn eine Low-Hand möglich ist. Viel wahrscheinlicher, wenn man Nut-Nut hält.

Protection: Wenn man auf dem Flop oder Turn die beste Low-Hand hält und dies keine kommende Karte mehr ändern wird. Beispiel: Man hält AK23 auf einem 678-Board. Hier hat man die Nut-Low mit Protection, da man, selbst wenn am Turn A, 2 oder 3 kommt, immer noch die Nut-Low hat.

Wheel Cards: Ass, 2, 3, 4 und 5. Diese Karten werden als „Wheel Cards” bezeichnet und bilden zusammen die Nut-Low, die nicht geschlagen werden kann.

Steel Wheel: Ass bis 5 in derselben Farbe.

Wrap: Eine 4-Card-Straight, bei der mehrere Karten auf der nächsten Staße eine Straight bringen können. Mit QJ98 hat man auf einem KT7-Board einen Wrap und 20 Outs, da jedes A, Q, J, 9, 8 oder 6 am River eine Straße bringen.

Wheel Wrap: Mit einer Hand wie A25x auf einem 34x-Board beschert einem jede non-pairing Low-Card die Nut-Low-Hand.

Da du jetzt Experte in der PLO Hi/Lo-Terminologie bist, wenden wir uns nun der Betrachtung des Boards beim PLO Hi/Lo zu und verwenden die eben kennengelernten Begriffe.

Das Board lesen

BEISPIEL 1:

Im ersten Beispiel hältst du AsAcKdQs auf der Hand und auf dem Board liegt ein Wheel – Ad2c3h4c5d. Du hältst also ein Set Asse und keine Low-Hand. Du brauchst zwei Karten niedriger als 8 in deiner Hand, um eine Low-Hand bilden zu können, hast aber nur eine, nämlich ein Ass. Jeder Spieler mit zwei Low-Cards würde den Pot mit dir teilen und mit zwei Wheel Cards oder einer 6 mit einer 2 bis 7 den Pot scoopen. Alle diese Hände bilden eine Straight für High und scoopen den Pot – gewinnen also High und Low.

BEISPIEL 2:

Hier hältst du Ah8h7s6s und das Board ist das gleiche wie oben. Es zeigt ein Wheel von Ass bis 5.

In dieser Hand benutzt du die 7s6s für die Nut-High, hast aber wie im ersten Beispiel nicht die Nut-Low. Du nimmst also das Ah und die 6s deiner Hand für die 2nd Nut-Low. Die Nut-Low hätte jeder Spieler mit zwei Wheel-Cards, die du nicht hast. Du teilst die 2nd Nut-Low mit jedem, der A6, 26, 36 oder 46 und damit insgesamt A2346 in seiner Hand hat. 56 wäre nicht gut, da damit das A23 auf dem Board zu A2356 kombiniert würde, was schlechter ist als A2346.

BEISPIEL 3:

Du hältst Ac2c6h5d und siehst den Flop 3d4s8h. Du hast mit dem Ass und der 2 die Nut-Low und gleichzeitig die Nut-Low-Hand mit Protection. Du kannst den Low-Pot nicht verlieren, da jedes Ass, jede 2 oder 5 ein Wheel bringt, das auf diesem Board nicht counterfeited werden kann. Das steigert sich zu einem starken Wheel Wrap-Draw zu einem Scoop des Pots. Jedes Ass, jede 2 und 7 bringen uns die Nut-Straight für High. Wenn eine 5 kommt, hast du eine 6-High-Straight mit der 2c und der 6h und wenn eine 6 kommt, hast du eine 6-High-Straight mit der 2c und 5d.

BEISPIEL 4:

Das Board kommt Ah8hAs8c9h und du hältst AcKhQh2c.

Auf diesem Board ist keine Low-Hand möglich, da nur zwei einzelne Low-Cards offen liegen. Die High-Hand wird in diesem Fall also den Pot scoopen. Weil du zwei Karten aus deiner Starthand nutzen musst, hast du kein Full House. Wenn du ein Ass nutzt, müsste deine zweite Karte ein Ass, eine 9 oder eine 8 zum Full House oder Quads sein. In diesem Fall nimmst du den König und die Dame in Herz und bildest mit den drei Herzen auf dem Board einen Flush.

BEISPIEL 5:
Du hältst Ac6c4d2d und das Board kommt 6d6h4c3h2s. Du hast mit einem Full House Sixes over Fours die Nut-High gefloppt und hältst zusätzlich einen Nut-Low-Draw. Die 3h auf dem Turn brachte dir die Nut-Nut, da du aber keine Protection hattest, hat der River deine Nut-Low counterfeited. Nut-Low ist jetzt ein Wheel mit Ass und 5 auf der Hand. Du hast mit Ac2d und 3h4c6d vom Board die 2nd Nut-Low-Hand. Ein anderer Spieler mit A3, A4 oder A6 hätte ebenfalls die 2nd Nut-Low und es würde gequartered.
BEISPIEL 6:

Du hältst Ad5h2d2c auf dem Board 3h6d3d3s3c. Hier gibt es keine Low-Hand. Es gibt nur zwei Karten niedriger als 8 auf dem Board, also ist nicht viel möglich. Für deine High-Hand musst du zwei Karten deiner Starthand nutzen, die in diesem Fall 2d2c wären. Mit 3h3d3s vom Board hast du also ein Full House, Threes over Deuces.

Zusammenfassung

Du solltest jetzt ein Grundverständnis der Regeln haben und die Terminologie kennen, die du zum Bilden deiner Hand verwendest. Im folgenden Artikel werfen wir einen Blick auf die Anforderungen an deine Starthand und die Gründe, warum sie spielbar bzw. unspielbar ist.

 

Kommentare (3)

#2 SniffvsSnaf, 14.12.10 14:04

Fürst... <br /> <br /> und ich wollte anfügen, das ich lieber auf ein Steel Wheel drawe, als auf einen starken Wheel wrap draw, da ich ja mit meinem Steel Wheel auch die 2nd Nut-Low hand und die Quads schlage und damit natürlich fast immer den Pot scoope außer, wenn jemand hat mit mir das Nut-Low, dann wird gequartert, gesixthed oder geeighted. Wobei ich in diesem Fall trozdem nicht "Chop, Chop" rufe weil ich ja in der Hand profitiert habe. Außer jemand hält 67s in der Farbe meines angekommen Steel Wheel draws und quartert, sixthed oder eighted mit mir, weil er auch das Nut-low hält. In diesem Fall würde ich dann meinen Monitor aus dem Fenster werfen und "Chop, Chop FUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUCK" rufen ^^

#3 said065, 23.07.11 23:32

lol

#4 allstarpokerfan, 08.02.12 22:15

versteh Bahnhof SniffvsSnaf. :)