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StrategiePsychologie

Poker nach Mustern

Einleitung

In diesem Artikel
  • dein Handeln wird von erlernten Mustern bestimmt
  • wie Muster dir helfen, am Pokertisch den Überblick zu behalten
  • Poker-Muster gewinnbringend erlernen und anwenden
  • Erfolgskontrolle – wie du dein Spiel effektiv überprüfst

Du hast dich entschieden. Du willst die Strategien lernen, die dich am Pokertisch zum Gewinner machen. Du hast die ersten Artikel gelesen und vielleicht auch einige Videos angeschaut. Am Tisch fühlst du dich aber noch unsicher.

Vielleicht hast du auch die Grundlagen schon hinter dir gelassen und dich durch einige Artikel in der Bronze- und Silbersektion gekämpft. Aber du fürchtest, irgendwo stecken zu bleiben. Du hast Schwierigkeiten, die Inhalte in dein Spiel zu integrieren.

Warum fällt es dir so schwer, dich spontan richtig zu entscheiden? Warum kann dagegen der Coach von PokerStrategy.com vier Tische gleichzeitig spielen und dabei noch Konzepte erklären und Fragen beantworten? Warum weiß er mit einem Blick, was zu tun ist?

Eine Situation am Pokertisch, die dich ratlos macht, hat der Coach schon unzählige Male erlebt. Genauer: Ihm sind ähnliche Hände schon oft begegnet. Er wertet diese Erfahrung aus und trifft danach seine Entscheidung.

Niemand kann sich aber an jede einzelne Hand erinnern, die er irgendwann einmal gespielt hat. Im menschlichen Gehirn ist dafür nicht genug Platz. Er behilft sich daher mit einem Trick. Gleichartige Vorgänge verschmelzen im Gedächtnis zu einem Muster.

Ob es dir gefällt oder nicht, mit deiner ersten Pokerhand beginnt dein Gedächtnis Muster anzulegen. Anders kann es die Menge von 60 bis 100 Händen pro Stunde (an einem Online-Tisch) gar nicht bewältigen.

Du kannst dir zum Beispiel merken, dass ein Set (ein Drilling mit einem Paar auf der Hand und der dritten Karte auf dem Board) ein sehr starkes Blatt ist. Je öfter du so ein Muster gebrauchst, umso leichter und schneller kannst du es aus deinem Gedächtnis wieder abrufen.

Die äußeren Abläufe am Pokertisch sind immer gleich. 52 Karten werden nach demselben Rhythmus ausgegeben. Du triffst Spielentscheidungen, die stark vereinfacht immer auf dieselben Fragen hinauslaufen. Investierst du Geld in den Pot? Wenn ja, wie viel? Oder lässt du es besser bleiben?

Andererseits kennst du niemals alle Fakten, die du für eine optimale Entscheidung brauchst. Fast nie hast du genug Zeit, wenigstens die vorhandenen Informationen vollständig zu analysieren. Es bleibt dir gar nichts anderes übrig, als dich bei deiner Entscheidung auf erlernte Muster zu stützen.

Die Frage ist nur: Helfen dir diese Muster, zu gewinnen?

Dein Gehirn ist zwar sehr kreativ bei der Bildung von Mustern. In seinem Bemühen, Ordnung in das Chaos zu bringen, unterlaufen ihm jedoch auch Irrtümer. Es stellt manchmal Zusammenhänge her, wo es gar keine gibt. So kommen Aussagen zustande wie: „Mit AK kann man nicht gewinnen!“ oder: „Wenn du auf XYZ-Poker einen Bonus freispielst, bekommst du jedes Mal schlechte Karten!“

Nicht immer liegen solche Irrtümer an der Oberfläche. Vielleicht hast du mehrmals in kurzer Zeit beim Texas Hold’em mit einem Flush einen großen Pot gewonnen, ein schönes Erlebnis. Es könnte sein, dass danach zwei beliebige gleichfarbige Startkarten für dich gut aussehen. Wenn du damit jetzt zu oft in einen Pot einsteigst, wird das auf die Dauer ein teurer Fehler.

Offensichtlich reicht es nicht aus, einfach viele Hände zu spielen, um Erfahrungen zu sammeln. Viele Spieler verzocken Monat für Monat Geld. Sie spielen und spielen. Manchmal gewinnen sie, öfter verlieren sie. Sicher lernen sie auch irgendwie dazu. Eins aber geschieht nicht: Sie werden nicht entscheidend klüger.

Poker-Muster gewinnbringend erlernen

Professionelle Pokerspieler – viele davon sind Mathematiker – haben herausgefunden: Es kommt nicht darauf an, ob du in einer bestimmten Hand gewinnst oder verlierst. Du hast keinen Einfluss darauf, welche Karten gerade jetzt kommen. Was du aber beeinflussen kannst, sind deine Chancen zu gewinnen.

Die logische Schlussfolgerung lautet: In einer bestimmten Spielsituation musst du genau die Muster aus deinem Gedächtnis abrufen, die dir die besten Gewinnchancen bieten.

Du gewinnst nur dann Geld beim Poker, wenn die in deinem Gehirn angelegten Muster einer Gewinnstrategie folgen.

Hier setzen die Strategieartikel von PokerStrategy.com an. Sie stecken voller Muster, die du für deine Gewinnchancen nutzen kannst. Deine Aufgabe ist es, sie für dich zu entdecken, sie zu erlernen und anzuwenden.

Dazu genügt es aber nicht, die Artikel nur zu überfliegen. Durch einmaliges, oberflächliches Lesen bringst du dein Gehirn nicht dazu, die Inhalte als Muster abzuspeichern.

Muster beschreiben gleichartige Vorgänge. Oft werden in den Strategieartikeln dafür bestimmte Begriffe eingeführt und verwendet. Dieses deutsche Wort beschreibt sehr anschaulich, worum es auch beim Erlernen von Mustern geht. Ein Kleinkind nimmt einen fremden Gegenstand in die Hände, tastet ihn ab, hält ihn sich ans Ohr, schüttelt ihn, steckt ihn oft sogar in den Mund. In ähnlicher Weise betrachtest du ein Poker-Muster gedanklich von allen Seiten, befühlst es, eignest es dir an, bis du es schließlich begriffen hast.

Schritt 1: Du druckst die Strategieartikel aus

Das hat gegenüber der Darstellung am Bildschirm einen großen Vorteil. Du nimmst den Inhalt nicht nur mit den Augen auf, du kannst auch Hand anlegen. Das verstärkt den Lerneffekt enorm. Dagegen machen sich Buntstiftstriche auf deinem Monitor nicht besonders gut.

Schritt 2: Du suchst in den Artikeln nach möglichen Mustern und markierst sie im Text

Fast alles, was an einem Pokertisch häufig vorkommt, eignet sich als Muster. Die Artikel beschreiben z.B. Handkategorien, die Entwicklungsmöglichkeiten einer Hand, die Position, die Anzahl der Gegner, bestimmte Gegnertypen, die Einsätze vor und nach dem Flop. Du benutzt verschiedene Farben. Kommt dir ein spontaner Gedanke oder fällt dir etwas auf, notierst du es am Rand oder im Text. Benutze großzügig Pfeile oder andere Symbole.

Schritt 3: Du suchst nach Beziehungen zwischen den Mustern. Du skizzierst sie auf einem leeren Blatt Papier

Oft, vor allem in den Artikeln für Einsteiger, handelt es sich um relativ einfache Beziehungen der Form: wenn …, dann … .

BEISPIEL 1:

Aus dem Fixed Limit Artikel „Vor dem Flop – Die erste Setzrunde“:

„Wenn vor dir mehr als einmal erhöht wurde, dann legst du alle Karten weg bis auf die Hände aus der Gruppe der sehr starken Hände, also AA, KK, QQ, AKs und AKo. Mit diesen Händen erhöhst du weiter.“

Wie könntest du diese Aussage grafisch darstellen?

Werde kreativ. Benutze auch hier Farben, Pfeile und Symbole. Denke an Ablaufpläne oder Tabellen. Vielleicht hast du schon einmal etwas von Mind Mapping gehört?

Das „dann“ muss nicht immer gleichbedeutend sein mit einer Aktion, die du ausführst. Manchmal führt es nur zu einem Zwischenschritt, z. B. der Bewertung deiner Hand als sehr stark, mittelstark oder doch nur marginal. Welche Folgen diese Bewertung auf deinen nächsten Spielzug hat, wird dir vielleicht erst an anderer Stelle erklärt.

Fast immer musst du mehrere Informationen in deine Entscheidung einbeziehen. Es gibt nicht nur ein einziges „wenn“ sondern eine Mehrzahl von Bedingungen, die entweder gleichzeitig eintreten müssen oder auch alternativ.

BEISPIEL 2:

Aus dem No-Limit BSS-Artikel „Nach dem Flop – Du hast vor dem Flop erhöht“:

„Die Continuationbet am Flop, nachdem man vor dem Flop erhöht hat, ist ein grundlegender Spielzug.

Sie kann ein Bluff sein, kann aber auch mit einer starken Hand gemacht werden. Das bedeutet, dass du sehr häufig eine Contibet setzen wirst, auch wenn du nichts getroffen hast. Natürlich sind nicht jeder Flop und jeder Gegner geeignet dafür.

Wenn der Gegner selten am Flop aufgibt, dann ist die Contibet als Bluff wirkungslos. Ist der Flop von der Gestalt, dass er vielen Händen irgendwie weiterhilft, z. B. wenn viele Draws möglich sind, dann ist sie als Bluff ebenfalls sinnlos. Es gibt gute Flops und schlechte Flops für eine Continuationbet als Bluff …“

Schon das kurze Zitat sollte ausreichen, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Welche Informationen musst du auswerten, um dich für oder gegen eine Continuationbet zu entscheiden?
  • Kannst du die grundlegenden Bedingungen für eine Contibet grafisch darstellen?

Der Artikel beschäftigt sich noch über mehrere Seiten mit der Contibet am Flop. Hier musst du einfache Muster schon zu komplizierteren Strukturen zusammensetzen. Deine Skizzen werden umfangreicher.

Schritt 4: Sieh deine Notizen am nächsten Tag noch einmal durch

Du heftest die Ausdrucke der Strategieartikel zusammen mit deinen Notizen und deinen Skizzen ab. Du schaust dir beides am nächsten oder am übernächsten Tag nochmals gründlich an und arbeitest daran weiter.

Kannst du allein mithilfe deiner Skizzen den wesentlichen Inhalt des Strategieartikels erklären? Wo müsstest du deine Skizzen noch ändern oder ergänzen?

Wiederholung ist ein wesentliches Element des Lernens. Dadurch werden die Muster in deinem Gedächtnis vertieft.

Schritt 5: Du setzt dich an einen Pokertisch und wendest die gelernten Konzepte an

Auch wenn deine Skizzen bunt sein sollten, grau ist bekanntlich alle Theorie. Du hast zwar schon viel geleistet und einiges gelernt. Dein Ziel ist es jedoch, am Pokertisch spontan auf die Muster zurückgreifen zu können. Du hast ja keine Zeit, in deinen Aufzeichnungen zu kramen.

Der entscheidende Schritt dazu ist die Übung. Auch damit vertiefst du das neu erworbene Wissen, bis es dir zuverlässig als Erinnerungsmuster zur Verfügung steht.

In einer solchen Übungssession verfolgst du andere Absichten als sonst. Hier geht es ausnahmsweise nicht darum, in kurzer Zeit möglichst viel Geld zu gewinnen. Manchmal ist es eine gute Idee, zu Übungszwecken ein niedrigeres Limit zu spielen.

  • Du stellst die Software deines Pokeranbieters so ein, dass die gespielten Hände als Dateien auf deiner Festplatte abgelegt werden.
  • Du spielst nur einen oder zwei Tische, jedenfalls deutlich weniger als sonst.
  • Du überforderst dich nicht. Du baust so viel von dem neuen Stoff in dein Spiel ein, wie du überschauen kannst.
  • Du legst deine Skizzen neben deinen Computer. Wenn die Zeit es erlaubt, ziehst du sie für deine Entscheidungen heran.
  • Du markierst oder notierst die Hände, die du dir später noch einmal genau ansehen willst (wie du das machst, steht im Anhang zu diesem Artikel).
  • Du notierst dir spontane Fragen oder Einfälle. Notfalls setzt du eine Runde mit dem Spiel aus.
  • Es ist keine Schande, Fehler zu machen. Fehler sind sehr nützlich, vorausgesetzt du lernst daraus.

Erfolgskontrolle – Überprüfe dein Spiel

Gute und schlechte Entscheidungen werden im Gedächtnis als Muster abgelegt. Erfolgreiches willst du wiederholen und ausbauen. Fehler willst du künftig möglichst vermeiden. Wichtige Fähigkeiten hast du in deinem Leben nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum erlernt. Deswegen legst du deine Hände nicht auf heiße Herdplatten.

Dieses Prinzip ist für das Pokerspiel nur bedingt geeignet.

Du hast schon gelernt, dass der Gewinn oder Verlust eines Pots kein guter Maßstab ist. Du kannst zum Beispiel mit AA und einem weiteren A auf dem Board das Maximum setzen. Trotzdem kann dir ein Gegner den Pot abnehmen, der idiotischerweise mit 72 am River einen Flush trifft. Aber wie oft wird das passieren?

Du überprüfst also deine gespielten Hände im Nachhinein darauf, ob du dich an deinen Plan gehalten hast. Erneut helfen dir besonders deine Skizzen, mit denen du das erlernte Wissen für dich auf anschauliche Weise zusammengefasst hast.

  • Du nimmst diese Kontrolle am besten erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand vor. Du solltest dich aber noch in etwa daran erinnern können, was während des Spiels in dir vorging. Ideal sind ein paar Stunden später oder der nächste Tag.
  • Du überprüfst alle Hände, die du während deiner Übungssession markiert hast.
  • Je nachdem nimmst du noch Hände dazu, bei denen du besonders viel gewonnen oder verloren hast, oder die dir aus anderen Gründen nachträglich auffallen.
  • Du legst wieder die ausgedruckten Strategieartikel und deine Skizzen daneben.
  • Hast du dich an die erlernten Muster gehalten?
  • Wo bist du von den empfohlenen Mustern abgewichen? Aus welchem Grund?
  • Wo hast du dich an die empfohlenen Muster gehalten, bist aber unsicher, ob das auch gut war?

Bei der Beschäftigung mit deinen gespielten Händen wirst du mit Sicherheit auf Fragen stoßen, die du nicht allein für dich beantworten kannst. PokerStrategy.com bietet dir die Möglichkeit, solche Fragen mit anderen Mitgliedern zu diskutieren. In den Handbewertungsforen geben erfahrene und kompetente Mitglieder ihre Meinung über deine Spielweise ab und beantworten deine Fragen.

  • Du postest jede zweifelhafte Hand in den Handbewertungsforen von PokerStrategy.com.
  • Du stellst deine Fragen präzise, weil du schon intensiv über die Hand nachgedacht hast. Das hilft dem Handbewerter auf deine speziellen Probleme einzugehen.

Zu den No-Limit Handbewertungsforen

Zu den Fixed Limit Handbewertungsforen

Zu den SNG und MTT Handbewertungsforen

Wie es weitergeht

Die hier vorgestellte Lernmethode verlangt dir einiges an Arbeit ab. Aber deine Anstrengung wird belohnt. Du gewinnst einen besseren Überblick über das, was an den Tischen passiert. Deine Entscheidungen werden sicherer. Das zahlt sich für dich aus, weil du teure Fehlentscheidungen vermeidest.

Vielleicht erkennst du auch in der Spielweise deiner Gegner gewisse Muster. Das hilft dir bei der Einschätzung, welche Karten sie auf der Hand halten könnten. Damit kommst du wieder einen großen Schritt voran!

  • Du nutzt auch die weiteren Ausbildungsangebote von PokerStrategy.com.
  • Du besuchst die öffentlichen Coachings und siehst dir Videos an.

Du schaust dabei erfahrenen und erfolgreichen Pokerspielern über die Schulter. Du suchst in ihrem Spiel nach den Mustern, die du gelernt hast. Oft werden diese ausdrücklich mit ihren zugehörigen Begriffen angesprochen.

Manchmal wirst du feststellen, dass die Coaches anders spielen, als du es getan hättest. Wenn sie den Grund dafür nicht ohnehin erklären, fragst du nach. In den öffentlichen Coachings kannst du die Frage direkt stellen. Bei den Videos gibt es zwei mögliche Plätze für deine Frage. Du kannst sie z.B als Kommentar unterbringen. Eine ausführlichere Diskussion führst du in dem Forum „Feedback zu Live Coachings, Videos und Handbewertungen“.

Jeder Meinungsaustausch mit anderen Pokerspielern bringt dich voran. Du kannst auch im Handbewertungsforum deine Gedanken zu den Händen äußern, die andere Mitglieder eingestellt haben.

Lernfortschritt gestaltet sich meist nicht linear sondern in Schüben. Gelegentlich wirst du das in Form eines „Aha-Erlebnisses“ spüren. Auf einmal werden dir Zusammenhänge klar, die du bisher nicht gesehen hast.

Von Zeit zu Zeit nimmst du dir die bearbeiteten Strategieartikel noch einmal vor. Nachdem du einiges an Erfahrung gesammelt und die Muster in deinem Gedächtnis gefestigt hast, wirst du wahrscheinlich neue Aspekte finden. Überprüfe deine Skizzen und überlege, ob du sie an der einen oder anderen Stelle erweitern kannst.

Vielleicht hast du schon Warnungen vor einem schematischen, an Mustern orientierten Spiel gelesen („ABC-Poker“). Das braucht dich zunächst nicht zu stören. Auf den Micro-Limits findest du nur sehr selten Gegner, die dein Spiel lesen und sich darauf einstellen können.

Wenn du in den Limits aufsteigst, steigen die Ansprüche an dein Spiel. Du wirst die Konzepte erweitern und neue Muster erlernen müssen.

In den Artikeln für Fortgeschrittene verlieren Anweisungen der Sorte „wenn …, dann …“ an Bedeutung. Es gibt immer seltener eine zu hundert Prozent eindeutige Lösung. Dir werden stattdessen unterschiedliche Konzepte vorgestellt, die du in dein Spiel einbauen sollst. Dennoch geht es auch hier um Muster. Du stellst dir mit der Zeit eine Art geistigen Werkzeugkasten oder Musterkoffer zusammen, aus dem du dich bedienen kannst.

Während du in deinem Spiel vorankommst, beziehst du immer mehr Informationen in dein Spiel ein. In den ersten Strategieartikeln lernst du, wie du gegen die Gegner gewinnbringend spielst, die du auf den niedrigsten Limits am häufigsten antriffst. Auf höheren Limits und besonders an Shorthanded Tischen hast du es am Flop oft nur noch mit einem Gegner zu tun. Ein Schwerpunkt der späteren Artikel liegt darin, wie du deine Strategie an die Spielweise bestimmter Gegnertypen anpasst.

Du lernst auch mehr über die grundlegenden Konzepte, denen die Empfehlungen für Anfänger folgen. Dann weißt du auch, wann du von diesen Empfehlungen besser abweichen solltest.

Schließlich werden dir auch die Möglichkeiten aufgezeigt, die Stärke deiner Hand zu verschleiern. Die Stichworte heißen hier: Deception und Balancing.

Mit den hier vorgestellten Methoden kannst du dir auch die weiterführenden Strategieartikel von PokerStrategy.com erarbeiten. Denn auch dann geht es immer noch um dasselbe: das Erlernen und Anwenden von Mustern.

Zusammenfassung

Du hast gelernt, dass dir bestimmte Spielsituationen immer wieder begegnen. Du kannst dahinter Muster erkennen, die dir helfen, deine Lage richtig zu bewerten, gute Entscheidungen zu treffen und damit langfristig Gewinne zu erzielen.

Du hast gesehen, wie du deine Kreativität einsetzen kannst, um solche Muster richtig zu verstehen und anzuwenden. Die regelmäßige nachträgliche Kontrolle deiner Hände hilft dir, Fehler zu entdecken und zu vermeiden. In öffentlichen Coachings, Videos und Handbewertungsforen siehst du, welche Muster andere Spieler anwenden und wie sie es tun.

Wenn du aktiv lernst, wirst du dir in ziemlich kurzer Zeit einen großen Vorsprung vor anderen Spielern erarbeiten. Im Gegensatz zu den meisten deiner Gegner auf den kleinen Limits weißt du dann nämlich, was du tust und warum du es tust. Damit wirst du auf mittlere Sicht zu einem Gewinner an den Pokertischen. Wenn du schon ein Gewinner bist, dann versuche, noch besser zu werden.

Viel Spaß und Erfolg dabei!

Anhang – Während des Spiels eine Hand markieren oder notieren

Hände aufzeichnen und markieren mit dem PokerStrategy Elephant

Am einfachsten hast du es, wenn du während deines Spiels ein Programm laufen lässt, das deine Hände aufzeichnet. Ein solches Programm ist z. B. der pokerstrategy.com Elephant, den du kostenlos herunterladen und für eine Probezeit uneingeschränkt nutzen kannst. Näheres über dieses Programm, die aktuelle Version und die Lizenzbedingungen findest du hier.

Auch wenn du die notwendigen StrategyPoints für die Vollversion noch nicht erspielt hast, stehen dir die Funktionen zur Verfügung, um die es hier geht. Du kannst mit einem Mausklick die Hand markieren, die du gerade gespielt hast. Unter der Menüauswahl „Hände“ werden dir in einem gut lesbaren Format alle gespielten Hände angezeigt. Du kannst die Anzeige auf die zuvor markierten Hände filtern. Mit dem PokerStrategy.com Elephant überträgst du deine Hände auch auf sehr komfortable Weise in das Handbewertungsforum.

Hände aufzeichnen mit der Windows Zwischenablage

Diese Methode eignet sich für alle Pokerseiten, die dir eine gerade gespielte Hand im Text-Format anzeigen. Du kannst den angezeigten Text dann in die Zwischenablage kopieren und mit STRG+V in eine txt-Datei einfügen, die du zuvor geöffnet hast. So speicherst du alle Hände, die du später genauer untersuchen willst, in einer Datei.

Handnummern notieren

Alle Pokeranbieter versehen die ausgeteilten Hände mit fortlaufenden Nummern. In der Regel werden die Nummern der am Tisch laufenden und der letzten gespielten Hand angezeigt. Du notierst die Nummer der Hand, die du weiter verfolgen möchtest. Nach der Session öffnest du die Datei, die das Programm auf deiner Festplatte angelegt hat, um die Hände zu speichern. Dort suchst du die betreffende Hand unter der notierten Nummer heraus.

 

Kommentare (17)

#1 jefi, 15.10.09 11:37

#1.

#2 PeterPilz, 15.10.09 12:05

#2

#3 pbk, 15.10.09 12:08

#3 bin ich auch mal so einer ;)<br /> aber guter Artikel

#4 browns1954, 15.10.09 12:18

Für mich ein sehr hilfreicher Artikel. Danke!

#5 cjheigl, 15.10.09 12:57

Guter Artikel. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt von Mustern ist, sie zu erkennen, wenn man sie gegen sich angewandt sieht. Daraus kann man dann im Zusammenhang mit dem Bild, das man vom Gegner hat, ableiten, welche Hand er haben könnte. So kann man auch die eigene Situation besser einschätzen.<br /> <br /> Man sollte sich nicht nur ein Repertoire an Mustern für die eigene Spielweise anlegen, sondern auch eines für die verschiedenen Gegnertypen. Fische spielen oft ganz andere Linien als die hier gelehrten.<br /> <br />

#6 Haselnuss1989, 15.10.09 17:22

Schöner Artikel, der vor allem Einsteigern die Komplexität von Poker skiziert.<br /> Lustig finde ich jedoch, das Worte wie "setzen" (Z.B."Hier setzen die Strategieartikel...") kontextbezogen falsch erklärt werden^^

#7 wespetrev, 16.10.09 08:25

@5<br /> Danke für diese hilfreiche Ergänzung! <br /> <br /> Spätestens mit dem Umstieg auf Shorthanded-Tische wird es unabdingbar, sich auf die Spieltendenzen der Gegner einzustellen. Das ist in sehr vielen Stragieartikel und Videos ein Thema. Und - ja - auch das gegenerische Setzverhalten eignet sich hervorragend, um als Muster wahrgenommen, gelernt und in das eigene Spiel einbezogen zu werden. <br /> <br /> Die Einstufung der Gegner in Spielertypen (Calling Station, Rock, Maniac etc.) ist nur ein grobes Raster und bedarf einer ständigen Verfeinerung.<br /> <br /> Ein Anfänger ist damit imo eher überfordert; ein Grund mehr, warum man an Fullring-Tischen beginnen sollte.

#8 RaoulDuke101, 12.02.10 08:43

Soll das heißen wenn ich meine ausgedruckten Strategien in den Mund stecke dann lerne ich sie besser? :D Kleiner Spaß am Rande.<br /> <br /> Guter Artikel.

#9 Jimmey69, 26.02.10 11:11

ich mach mir schon eine weile notitzen zu allen spielern über die ich was in Erfahrung bringen konnte und das hat mich schon vor so mancher Fehlentscheidung gerettet!<br /> Guter Artikel

#10 moneymanni11, 11.03.11 15:26

Sehr guter Artikel, der mich hoffentlich viel weiterbringt.

#11 deghos, 27.09.11 18:15

Super artikel.

#12 notwhatuthink, 14.10.11 00:03

very nice

#13 D2theJ, 05.11.11 09:41

Super, dass auch Artikel dieser Art angeboten werden!

#14 rdeuschle, 20.04.12 19:11

test

#15 Sickcore, 07.06.12 11:44

Super Artikel! Werde das mal ausprobieren.

#16 Paelzabub, 10.09.12 07:57

Guter Artikel :) Jedoch muss ich sagen versteh ich das mit dem skizzieren nicht? Ich analysiere nach jeder Session meine Hände ob ich sie richtig gespielt habe oder nicht und mache mir auch Notizen zu meinen Gegnern. :) Wäre schön wenn mir da jemand helfen könnte wie das gemeint ist.

#17 GrandPulse, 19.08.15 21:55

:)