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StrategiePsychologie

Die Einstellung eines Pokerspielers

Einleitung

In diesem Artikel
  • Die Downswing-Ausrede
  • Das Popstars-Prinzip
  • 4 Wege zum besseren Spieler

Ein Pokerspieler benötigt eine professionelle Einstellung, um erfolgreich zu sein. Leider stellt dies eine der am häufigsten unterschätzten Qualitäten eines guten Spielers dar. Talent allein ist nichts wert, solange keine vernünftige Einstellung gegenüber Lesen, Lernen und der Optimierung der eigenen Fähigkeiten besteht.

Das Wichtigste vorab: Um auch auf den mittleren Limits als Pokerspieler Erfolg zu haben, sollte man sich einer Tatsache bewusst sein, nämlich der, dass man zu diesem Zeitpunkt noch kein besonders guter Spieler ist. Unglücklicherweise scheitern die meisten Pokerkarrieren bereits an diesem Punkt. Die Pokerlaufbahn endet, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Die Downswing-Ausrede

Um wenigstens ansatzweise gewinnbringend zu pokern, sollte man eine Regel besonders beherzigen. Hierbei handelt es sich um die so genannte „Downswing-Ausrede“, von der es sich zu lösen gilt.

Folgenden Satz sollte sich jeder Anfänger besonders gut einprägen:

Es gibt beim Pokern keinen Downswing - es gibt nur schlecht gespielte Hände.

Spätestens jetzt werden wohl alle selbst ernannten Pokerprofis aufspringen und laut lachen. Sollten die ganzen Sklanskys und Greensteins dieser Welt denn wirklich Unrecht haben?

Der Mensch besitzt eine, so scheint es, angeborene Fähigkeit: Er ist der Großmeister im Ausreden finden und erfinden. Nichts anderes als Vorwände und Ausflüchte, die die Verhaltensweisen, das Unglück oder begangene Fehler rechtfertigen sollen. Man findet solche Ausreden tagtäglich, egal ob auf der Arbeit, im Privatleben oder beim Sport.

„Die große Liebe meines Lebens hat mich armen Kerl einfach so verlassen und hat jetzt einen anderen!“ Es ist doch viel schöner, sich selbst als den bemitleidenswerten Menschen darzustellen, anstatt sich einzugestehen, dass man an dem ganzen Dilemma vielleicht selbst die Schuld trägt, weil man es vorzog, lieber unzählige Abende mit den Freunden beim Billard zu verbringen, als sich um die Freundin zu kümmern, die alleine zu Hause saß.

Oder der gute Kollege wurde befördert, und man selbst findet, dass diese Ehre vielmehr einem selbst hätte zuteil werden müssen. Aber auch hier verdrängt man dann gerne die Realität: Der Mitarbeiter setzte sich für den Betrieb ein und arbeitete auch mal 10 Stunden mehr die Woche, während man selbst seine Präferenz darin sah, die äußerst akute Krankheit namens Schnupfen mal besser eine Woche zu Hause im Bett auszukurieren.

Oder sei es auch einfach nur das Fußballspiel mit dem unfähigen Schiedsrichter, der die andere Mannschaft favorisiert. Seit dem Fall Robert Hoyzer ist so eine Ausrede natürlich naheliegend, erst recht in der Kreisliga C, wo es ja schließlich noch um die Ehre geht.

Wie man sieht, kennt der Mensch keine Grenzen beim Suchen und erst recht nicht beim Finden von Ausreden und Entschuldigungen, die das eigene fehlerhafte Verhalten, kurzum Versagen, erklären.

Dieses Verhalten des Menschen stellt jedoch nichts anderes als einen reinen Abwehrmechanismus dar. Ähnlich wie wir unsere Augen reflexartig schließen, wenn sich ihnen ein Gegenstand nähert (hoffen wir mal, dass es sich in den meisten Fällen um eine Fliege handelt und keine Faust), so schützen wir ebenfalls unser Ego. Die oben angesprochenen Beispiele sind in der Regel Abwehrmechanismen, oder anders ausgedrückt aufgebaute geistige Mauern, die unser eigenes Selbstwertgefühl davor bewahren sollen, Schaden zu nehmen.

Und jeder, der ehrlich zu sich selbst ist, wird feststellen, dass er von diesem Mechanismus sicherlich schon das ein oder andere Mal Gebrauch gemacht hat.

Wie schnell schalten wir bei der Kritik unserer Person oder unseres Verhaltens in einen Zustand der völligen Abwehr, basierend auf dem Anspruch: „Mein Gegenüber hat Unrecht!“ Fällt es uns nicht allen unheimlich schwer, auch mal darüber nachzudenken, ob die Kritik vielleicht gerechtfertigt ist? Das Standardverhalten in solchen Situationen ist sogar meistens, dass man mit Argumenten kontert, die nicht weiter von der augenblicklichen Situation entfernt sein könnten:

„Findest du nicht, dass du manchmal ziemlich arrogant bist?“

Antwort: „Dafür bin ich nicht so kleinlich wie du!“

Die perfekte Grundlage für eine hervorragende Diskussion. Anstatt erst einmal darüber nachzudenken, was einem vorgeworfen wird und ob es vielleicht der Realität entsprechen könnte, gehen wir lieber in die Offensive, weil wir uns in die Enge gedrängt fühlen.

Was hat das alles aber mit Pokern zu tun?

Die Antwort ist recht simpel. Die genannten Situationen, denen wir im täglichen Leben andauernd begegnen, können bzw. werden auf Dauer tödlich für unser Pokerspiel sein, bzw. tödlich für unsere Bankroll.

Das Problem jedoch ist, dass in vielen Artikeln und Büchern dem Pokerspieler die perfekte Ausrede auf einem Silbertablett präsentiert wird. Es gibt zahlreiche Artikel über Bad Beats und ebenso über Downswings. Und sobald ein Anfänger diese Artikel/Bücher gelesen hat, bekommt er für den Rest seiner Pokerkarriere (welche mit der Befolgung dieser Ratschläge nicht lange dauern wird) die wohl beste Ausrede für sein Versagen serviert.

Ist es nicht viel leichter zu behaupten, dass man ein paar Bad Beats kassiert hat oder sich gerade in einem schrecklichen Downswing befindet, anstatt darüber nachzudenken, was man denn in der zuletzt verlorenen Hand so alles falsch gemacht hat?

Ist es nicht auch viel leichter zu behaupten, man habe ein Bad Beat erhalten, anstelle sich die Hand des Spiels noch einmal in Ruhe anzusehen, sie zu kopieren und im Beispielhände-Forum zu posten, so dass ein bereits erfolgreicher Spieler diese analysieren kann?

Natürlich ist das Ganze mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden, aber nur so können wir erfolgreicher werden - und das Geld des Gegners kassieren.

Lustig wird es natürlich, wenn Mister Downswing dann tatsächlich eine Hand unglücklich verliert, bei der sein Nutflush am River noch von einem Full House mit 72o gebustet wird. Da hat man dann doch direkt mal eine äußerst gute Hand (von etwa 100 gespielten Händen), die es sich lohnt zu posten, um das ganze Mitleid zu ernten, das man als Profispieler doch so sehr verdient!

Die vorherigen 99 Hände jedoch, bei denen man durch dumme Calls und völlig realitätsfremde Raises hier und da einen SB oder BB verschenkt (in der Regel sind es gerade bei Anfängern oft noch mehr), werden hierbei natürlich geflissentlich übersehen.

Wäre es denn nicht viel motivierender, wenn man nach einer verlustreichen Session seine Hände analysiert und feststellen muss, dass man mit schlechtem Spiel aus einer eigentlichen Break-even-Session erst eine verlustreiche Pokerrunde eingeläutet hat?

Ein häufig zu lesender Satz bei Anfängern ist der Folgende: „...mir ist schon klar, dass ich hier und da ein paar Leaks habe...“

Wenn man solche Sätze liest, nimmt man an, dass die betreffende Person insgeheim von sich behauptet, dass ihr Spiel einen Perfektionsgrad von 70 bis 80 % besitzt. Denn „hier und da“ bedeutet sicherlich nicht, dass mehr als 30 Prozent an Leaks vorhanden sind.

Barry Greenstein schreibt in seinem Buch „Ace on the River“, dass er an jedem Pokerabend etwa 10% schlechte Calls/Raises/Folds macht. In diesem Fall können wir unserem Anfänger von oben nur gratulieren, denn er ist gerade einmal 10 bis 20% vom Niveau Barry Greensteins entfernt. Ärgerlich nur, dass er noch nicht auf seinem Limit spielt.

Jedoch gibt es eine bestimmte Gruppe von Pokerspielern, auf die die oben erwähnte Situation sehr häufig zutrifft. Hierbei handelt es sich um die Spieler, die direkt mit einem Upswing einsteigen und zunächst keinen Downswing durchlaufen. Sie erstürmen die Limits in einem unglaublich großen Tempo mit 4 - 5 BB/100 Hände, kommen in ihrem Upswing auch recht schnell auf die Limits von $1/$2 oder höher.

Scheinbar gibt es nicht den geringsten Grund, an ihren Fähigkeiten zu zweifeln. Daran zu denken, dass sie schlechte Spieler sind, wäre absurd (Anm. d. Autors: So ist es übrigens auch mir zu Beginn meiner Pokerzeit ergangen).

Aber auf einmal schlägt die Pokerwelt zurück und das ziemlich hart. Man erfährt seinen ersten richtig großen Downswing, bei dem es sich ja eigentlich um keinen richtigen Downswing handelt, sondern viel eher um schlechtes Spiel, das aufgrund des höheren Limits nur noch härter zum Tragen kommt. Man verliert innerhalb von knapp 1000 Händen 150 BB oder mehr und büßt die Hälfte seiner Bankroll ein. Psychologisch gesehen ist dies natürlich eine äußerst ungünstige Situation.

Nun startet aber ein interessanter Denkprozess in den Köpfen der meisten Spieler:

  • These 1: Ich habe auf knapp 20.000 Händen eine Winrate von +1,5 BB/100.
  • These 2: „Winning Player“ haben eine Winrate von +1 BB/100.
  • Konklusion: Ich bin ein „Winning Player“.

Daraufhin folgt:

  • These 1: Ich weiß, selbst „Winning Player“ können Dowswings in der Größenordnung von 200 BB oder sogar mehr haben.
  • These 2: Ich bin ein „Winning Player“.
  • Konklusion: Mein Verlust von -150 BB muss ein Downswing sein. Ich kann also weiter spielen wie bisher und mein Glück wird bald wiederkehren.

Leider handelt es sich um eine Ausnahme, dass Spieler diese Alarmglocke hören, die solch ein Downswing doch zwangsläufig mit sich bringt. Diese Spieler gehen den Weg des geringsten Widerstandes und greifen mit Vorliebe zurück auf die Downswing-Ausrede.

An dieser Stelle ein passendes Zitat von Thomas Jefferson: „I'm a great believer in luck and I find the harder I work, the more I have of it.“

Doch kommen wir zurück zur anfänglichen Aussage: Es gibt keinen Downswing im Poker! Ein kleines Beispiel hierzu: Ein Bekannter meiner Familie arbeitet als klassischer Glasbläser. In seinem Betrieb wird eine bestimmte Sorte Glas hergestellt. Beim Glasblasen kann es dennoch immer wieder vorkommen, dass das Glas trotz eines unveränderten Herstellungsprozesses zerspringt oder einen Riss bekommt und dadurch unbrauchbar wird. Fakt jedoch ist: Je erfahrener der Glasbläser, desto unwahrscheinlicher ist das Eintreffen dieses Ereignisses.

Nehmen wir also an, in diesem Betrieb gäbe es einen Lehrling, der früher oder später auch an diesen Gläsern arbeiten darf. Jedoch gelingt ihm das Glasblasen beim ersten Mal nicht, das Glas wird unbrauchbar und landet im Müll. Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fehler auf die derzeitige Unfähigkeit des Lehrlings zurückzuführen ist oder auf die Tatsache, dass so etwas halt ab und zu mal passieren kann, ungeachtet der Professionalität des Glasbläsers?

Worauf ich hinaus will ist, dass gerade im Anfängerstadium die Wahrscheinlichkeit eines großen Verlustes durch schlechtes Spiel höher ist als durch einen generellen Downswing.

Im Pokern gibt es zwei Möglichkeiten, mit denen man Erfolg messen kann.

  • Die Qualität der geposteten Hände: Angenommen Spieler A fängt an zu pokern und postet am Ende einer Session jeweils 20 Hände. So wird man mit der Zeit feststellen, dass die geposteten Hände immer besser werden und weniger fehlerhaft sind. Der Grad des Erfolgs wird dadurch bestimmt, wie schnell und gut sich die Qualität der geposteten Hände verbessert.

  • Das Geld, sprich die Winrate: Je mehr Hände wir auf einem Limit spielen, umso näher kommen wir unserer tatsächlichen Spielstärke, in gängiger Weise ausgedrückt durch x BB/100.

Zu Beginn der Pokerkarriere ist Methode Nummer 2 völlig wertlos. Egal welche Winrate man auf 3000, 4000 oder 8000 Hände hat, sie wird einem in den seltensten Fällen einen adäquaten Maßstab bieten. Methode Nummer 1 hingegen ist die verlässlichere Methode in der Anfangszeit.

Was man jedoch tun kann um sein Spiel zu verbessern wird in Teil 2 und 3 dieses Artikels besprochen. Zum Abschluss möchte ich nur noch einmal alle Anfänger darauf hinweisen, dass Downswings zu Beginn der Pokerzeit viel öfter das Resultat spielerischer Schwäche als tatsächliches Pech sind.

Daher sollte man bei verlustreichen Abenden zunächst davon ausgehen, dass man nicht gut gespielt hat, und vielleicht mehr Zeit ins Training investieren sollte.

Das Popstars-Prinzip

Fangen wir dieses Kapitel mit einer kleinen Geschichte an. Es ist Donnerstagabend und vor wenigen Minuten habe ich eine zweistündige Pokersession beendet, um mich nun ein wenig auszuruhen. Und ich mache das, was ich meistens tue, um mich auszuruhen, nämlich etwas, bei dem ich nicht viel nachdenken muss. Also schalte ich den Fernseher ein und lande dann bei Pro7, wo gerade eine junge Dame mit verzerrtem Gesicht ins Mikro trällert. „Popstars“ der Name der Sendung.

Der Sinn dieser Show ist (abgesehen davon gelangweilte Zuschauer wie mich zu unterhalten), Nachwuchskünstlern die Möglichkeit zu geben, ihr Talent unter Beweis zu stellen und sich durch ihre Fähigkeiten von den anderen Teilnehmern abzuheben.

Doch je länger ich meine Aufmerksamkeit diesem Spektakel widme, desto mehr frage ich mich: Welche der Teilnehmerinnen kommt weiter, welche fliegt wohl raus?

Aber vor allem: Warum? Anders gesagt: Was sind die Kriterien, auf die die Juroren achten, wenn sie einen zukünftigen „Popstar“ aufbauen wollen?

Davon abgesehen, dass man im Fernsehen natürlich nicht alles für bare Münze nehmen sollte, war ein Trend bei der Jury klar zu erkennen. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren in der Maschinerie der Popmusik immer mehr herauskristallisiert hat und der sich fast unverändert auf die Pokerwelt übertragen lässt. Nämlich dass nicht (wie man es erwarten könnte) in erster Linie auf Talent oder Stimme geachtet wird, wenn es darum geht, einen neuen Gesangsstar aufzubauen, sondern um etwas ganz anderes.

Nimm an, dir würde die verheißungsvolle Aufgabe übertragen, als Musikproduzent einem neuen Popstar den Weg nach ganz oben zu ebnen. Worauf würdest du achten?

Auf die Stimme? Das würde natürlich naheliegen, aber gerade in Zeiten von technisch immer weiter entwickelten Tonstudios und der Möglichkeit, selbst bei Live-Auftritten die Stimme technisch zu optimieren und zu unterstützen, rückt dieser Punkt wohl immer mehr in den Hintergrund.

Auf das Aussehen? Natürlich wäre es nett, wenn dein Popstar eine Schönheit ist, doch auch hier eröffnen Make-up, Styling und bei Bedarf chirurgische Eingriffe ein breites Spektrum an Möglichkeiten, so dass wohl auch dieser Punkt eher als sekundär angesehen werden kann.

Auf die tänzerischen Fähigkeiten? Zwei linke Beine sind sicherlich kein Vorteil auf dem Weg einer Popstar-Karriere, aber gerade für solche Fälle gibt es etliche Trainer, die sich des Popstars annehmen würden, um in etlichen Stunden Arbeit selbst aus ihm einen passablen Tänzer zu machen.

Und genau damit wären wir beim eigentlichen Hauptkriterium angelangt: Denn gerade um den letzten Punkt in die Tat umzusetzen, benötigt dein Schützling vor allem eins: Bereitschaft! Die Bereitschaft zu tun, was nötig ist, um erfolgreich zu werden!

Wie bereits erwähnt, kannst du als Musikproduzent auf eine Maschinerie zurückgreifen, die bereits seit Jahren erprobt ist und funktioniert: Werbeauftritte, Autogrammstunden, stundenlanges Training oder ähnlich viel Schweiß und Fleiß im Tonstudio.

Das einzige, dessen du dir nicht sicher sein kannst, ist: Macht mein zukünftiger Popstar das alles mit? Hält er durch und ist er bereit, diesen harten Weg zu gehen?

Selbstverständlich wärst du als Musikproduzent auf der Suche nach dem perfekten Künstler mit hervorragender Stimme und einem großem Maß an Bereitschaft. Da du jedoch kein Träumer, sondern Realist bist, verabschiedest du dich recht schnell von diesem Gedanken und stellst eine persönliche Prioritätenliste auf.

Und auf dieser Liste steht: Es ist möglich, fehlendes Talent zu kompensieren durch die Bereitschaft hart zu arbeiten. Aber es ist unmöglich, die fehlende Bereitschaft, hart zu arbeiten, durch Talent wettzumachen.

Kurzum: Die Stimme des Jahrhunderts ist keinen Cent wert, wenn nicht die nötige Bereitschaft vorhanden ist, für den Erfolg zu kämpfen. Und ob man will oder nicht, genau so verhält es sich auch mit dem Pokern.

Man muss das Rad (bzw. in unserem Fall das Pokern) nicht neu erfinden. Das ganze Material, die ganzen Abhandlungen zu spezifischen Situationen sind bereits bei PokerStrategy vorhanden. Und sie sind nicht einfach nur vorhanden, sondern auch schon von hunderten Leuten erfolgreich genutzt worden. Nur was nützt einem das alles, wenn man nicht die nötige Bereitschaft aufbringt, sich auch damit zu beschäftigen?

Es ist natürlich von Vorteil, wenn man ein gewisses mathematisches Wissen mit sich bringt. Andererseits gibt es für fast jede Situation die entsprechende Tabelle und so benötigt man nur ein wenig Bereitschaft, das System dahinter zu verstehen. Ein Albert Einstein muss man dafür aber noch lange nicht sein.

Es ist gut, wenn man emotional in der Lage ist, Bad Beats und Downswings beim Pokern einfach hinzunehmen, ohne sich den Kopf großartig zu zerbrechen. Nur das allein wird einen nicht zum winning Player machen.

Wenn du ein Talent dafür hast, Board-Strukturen angemessen zu analysieren, kann sich dies vorteilhaft auf dein Spiel auswirken. Aber auch mit der nötigen Bereitschaft und Erfahrung lässt sich dies problemlos erlernen.

Was ich versuche, hier deutlich zu machen, ist die Tatsache, dass du mit Pokern nur erfolgreich wirst, wenn du bereit bist, dein Können und Wissen immer wieder neu zu hinterfragen, und wenn du gewillt bist, kontinuierlich an deinem Leistungsniveau zu arbeiten. Das einzige, das du mitbringen musst, ist die nötige Bereitschaft zu tun, was getan werden muss. Und was getan werden muss, wird im nächsten Teil besprochen.

Praktische Anwendung

Nachdem wir nun geklärt haben, welcher Voraussetzungen es bedarf, um erfolgreich zu pokern, sollten wir ab jetzt davon ausgehen, dass du diese besitzt und/oder bereit bist, hart zu arbeiten, um eben diese zu erlangen. Aber was muss denn nun getan werden?

Hände posten/Session Review

Poste so viele Hände wie möglich! Poste so viele Hände wie möglich! Poste so vie ...! OK, ich denke es sollte klar sein, wie wichtig dieser Punkt ist. Es gibt definitiv keinen besseren und kostengünstigeren Weg, sein Spiel zu verbessern, als kontinuierlich (es hat schon seinen Grund, warum manche Wörter fett gedruckt sind) seine Hände zu posten.

Worauf sollte man achten?

  • Die Nutzung von Trackingtools wie PokerTracker 4, Holdem Manager 2 oder unserem kostenlosen SideKick ermöglicht die Nachbetrachtung von gespielten Händen und die einfache Umwandlung dieser in das entsprechende Format unseres Forums.

  • Notier dir jede Hand, bei der du dir unsicher bist, und analysiere sie im Nachhinein oder lass sie im Forum analysieren. Selbst winning Player auf den Mid- und Highstakes hören nie auf, ihre gespielten Hände immer wieder zu hinterfragen.

  • Es gibt für jedes Forum professionelle Handbewerter. Achte vor allem auf deren Meinung.

  • Lies selbst viel in den Beispielhände-Foren. Verschwende nicht zu viel Zeit und vor allem Energie in das Lesen von Texten, die dich spielerisch nicht weiterbringen können.

Mit Artikeln arbeiten

Arbeiten bedeutet NICHT, einen Artikel nur einmal zu lesen. Arbeiten bedeutet: Einen Artikel so oft zu lesen, bis man den Inhalt ohne Zögern einem Dritten wiedergeben kann.

Arbeiten bedeutet: Den Artikel zusammenzufassen und die Zusammenfassung noch einmal zusammenzufassen.

Arbeiten bedeutet: Einen Artikel mit einem bestimmten Thema zu suchen und im Forum passende Beispielhände dazu zu suchen.

Arbeiten bedeutet: Lieber nur einen Artikel mehrmals zu lesen, als mehrere Artikel einmal zu lesen. Denn gerade bei letzterem führt das angelesene Halbwissen meist nur zu einer erhöhten Anzahl schlecht gespielter Hände.

Fokussiert bleiben/Arbeitsumgebung

Wenn du pokerst, dann solltest du pokern! Und nicht pokern und fernsehen oder dabei im Internet surfen oder mit der Freundin telefonieren. All dies sind Faktoren, die deine Konzentration beeinflussen. Lies dazu unbedingt den folgenden Artikel durch: Wie bleibst du konzentriert?

Natürlich sieht man Pokern erst mal „nur“ als Hobby an. Aber es spielen wahrscheinlich auch viele Leute als Hobby Fußball im Verein. Und wenn man am Wochenende ein Ligaspiel hat, geht man auch mit den passenden Fußballschuhen auf den Platz und telefoniert nicht in der Halbzeit mit der Freundin.

Die richtige Ausrüstung beim Pokern sind nun mal das Starting Hands Chart und die Odds- und Outs-Tabelle. Und der Anpfiff erfolgt mit dem Posten des ersten Big Blinds und das Spiel endet erst wieder, wenn du alle Tische verlassen hast.

Natürlich sollte am Anfang der Spaß im Vordergrund stehen. Wenn wir jedoch ehrlich sind, so wissen wir, dass das am meisten Spaß bereitet, was wir erfolgreich betreiben. Ich kann ein noch so großer Fußballfan sein, wenn ich beim Spiel aber immer nur auf der Bank sitze und mir die Mitspieler beim Training den Ball nicht zuspielen wollen, weil ich so schlecht bin, so werden früher oder später auch der Spaß und die Motivation darunter leiden. Wenn Leute dann immer noch regelmäßig zum Training kommen, haben sie vielleicht andere Motive, zum Beispiel die Gemeinschaft im Verein, aber garantiert nicht den Spaß am Fußball. Im Übrigen trifft dies auf fast jede Tätigkeit zu, die man betreibt.

Coachings

PokerStrategy bietet seinen Mitgliedern ein umfangreiches Public Coaching Programm an. Zu jedem Thema, sei es NL, FL, SNGs oder MTTs, findest du hier Topspieler, die bereit sind ihr Wissen mit anderen zu teilen. Und es kostet nichts außer der Bereitschaft, Zeit zu investieren. Es gibt keinen triftigen Grund für einen ambitionierten Pokerspieler, dieses Angebot nicht REGELMäSSIG zu nutzen.

Hinzu kommt ein Angebot von sehr guten Private Coaches mit fairen Preisen. Man sollte übrigens das Private Coaching Angebot nicht als Ausgabe, sondern als Investition in das Unternehmen „Poker“ sehen.

Nehmen wir an, du buchst alle zwei Wochen eine Stunde Private Coaching, was Ausgaben in Höhe von $50 pro Monat entspricht. Du selbst spielst auf dem Limit $1/$2. Du spielst am Tag etwa 500 Hände, was 15.000 Händen im Monat entspricht. Jetzt musst du aufgrund des Coachings nur einen kleinen Fehler in deinem Spiel entdecken, der dich auf 100 Hände nur 0.2 BB kostet, und du machst sogar einen Gewinn von 5 BB.

In diesem Beispiel habe ich absichtlich versucht, möglichst „klein“ zu rechnen. In der Regel spielt man vielleicht noch mehr Hände und gerade als Anfänger ist der Gewinn oft größer als nur 0.2 BB auf 100 Hände.

Warnen möchte ich hier noch vor folgendem Phänomen: Ein Spieler hat aufgrund eines Upswings eine Bankroll, die nicht seinem Wissensstand entspricht, sprich: er hatte einfach Glück - siehe erstes Kapitel. Zu diesem Zeitpunkt hätte er ohne Probleme das nötige Kapital, um sein Wissen durch Private Coaching anzugleichen, jedoch warum sollte er dieses tun? Der Erfolg gibt ihm Recht. Wenn dann jedoch die Realität zurückkehrt, befindet sich seine Bankroll wieder auf dem Stand seines Wissens und er kann sich kein Private Coaching mehr leisten. Er hat hier den Vorteil durch den Upswing nicht richtig ausgenutzt und muss sich weiter nach vorne arbeiten - allein.

Warum ich hier explizit über Private Coaching spreche? Nun ja, es gibt als Anfänger zwei Möglichkeiten, was man mit Gewinnen aus Pokern machen kann, außer es einfach in seinem Pokerkapital zu belassen.

  • Auscashen und sich eine Kleinigkeit kaufen. Warum das nicht immer der beste Weg ist, aber manchmal eben doch, wird im Artikel Bankrollmanagment für Fortgeschrittene angesprochen.

  • Das Geld investieren in Bücher oder eben Private Coaching.

Nur erachte ich hier den Weg des Private Coachings für sinnvoller. Jeder Private Coach besitzt bereits das Wissen aus diesen Büchern und ist so in der Lage, dieses direkt auf ihr Spiel anzuwenden.

Fazit

Das waren die 4 wichtigsten Punkte, die einen erfolgreichen Pokerspieler von einem erfolglosen Pokerspieler unterscheiden. Der Grund warum die wenigsten Leute beim Poker erfolgreich werden, ist folgender: Man muss bereit sein, über mehrere Monate sehr viel Zeit und sehr viel Arbeit in sein Training zu stecken, ohne dafür einen nennenswerten Gegenwert zu erhalten. Wer bereit ist diesen Weg zu gehen, wird sich am Ende über ein Hobby erfreuen können, aus dem vielleicht sogar mal mehr wird als „nur“ ein Hobby. Und vielleicht ermutigt dieser Artikel, den ein oder anderen Leser, diesen Weg zu gehen.

Wer zudem noch bereit ist, an den tiefergehenden Qualitäten eines Pokerspielers, die im ersten Kapitel besprochen wurden, zu arbeiten, wird nicht nur beim Pokern davon profitieren.

 

Kommentare (87)

#1 Pantalaimon, 25.01.08 16:03

Der bisslang beste Artikel in diesem Abschnitt!

#2 Keno83, 30.01.08 16:36

Genau das sag ich auch ...

#3 Nakaschi, 04.03.08 00:25

Ich habe nicht damit gerechnet, hier so viel Fachkompetenz zu finden. Was ich hier in den letzten zwei Stunden gelesen habe, übersteigt an Basiswissen und Information bei weitem das, was ich in 5 Pokerbüchern gelesen habe. Vielen Dank dafür!

#4 Indy1701e, 20.03.08 16:01

Der Artikel ist ganz gut, passt aber leider nicht zu den anderen Artikeln. Da ist von Downswings und BadBeats die Rede und wenn sich BadBeats aneinander reihen, ist das dann kein Downswing?<br /> Ich halte auch nicht viel davon, darin eine Ausrede zu suchen, aber es passiert eben manchmal über längere Zeit, dass man Hände verliert, die man korrekt gespielt hat und in denen man auch Favorit war.

#5 Jaycup, 31.03.08 14:30

#4<br /> <br /> ich denke der verfasser des artikels zweifelt dies auch nicht im geringsten an. in diesem artiekl soll jedoch klar herausgestellt werden, dass es noch eine vielzahl anderer faktoren gibt, welche zu einem langfritsigen verlust von geld führen können und für die dann der "downswing" meist als universalausrede herhalten muss. man kann nun mal nur aus fehlern lernen. wenn man aber immer der meinung ist, man macht keine, wirds echt schwierig besser zu werden.<br /> <br /> im übrigen muss auch ich sagen, dass dieser artikel einer der besten ist, die ich hier bisher gelesen habe.

#6 Jahan, 15.04.08 11:27

Super Artikel! Absolut top!

#7 bxjasonxm, 18.04.08 11:50

jepp, respekt :-) ich find die Seite von Tag zu Tag immer besser!<br /> kann mich nakaschi nur anschliessen!

#8 Xyon666, 01.05.08 23:37

Warum schreibt jemand Artikel über professionelle Pokereinstellung der mit Motivationsseminaren für Manager ein Vermögen verdienen könnte, grandioser Artikel, bringt mich weiter, danke :)

#9 hazzardous, 16.05.08 21:54

Der Artikel ist echt sehr gut. Wenn man mal wieder die Fresse dick hat, sollte man den einfach noch mal lesen!

#10 MrxMry, 17.05.08 09:40

Klartext wie es sich gehört. Es macht auch Spaß zu lesen, und das gibt einen die Kraft!

#11 pokerface22, 13.06.08 11:20

Kann ich mich nur anschließen. Die Texte lesen sich super und die Informationen sind in guten Beispielen verpackt! Weiter so!<br /> <br /> greetz

#12 PapstRocco, 19.06.08 18:20

Echt super sache! bin heute das erste mal hier,sehr praktisch.

#13 kenfke, 28.06.08 09:43

Supi Artikel sehr nice.<br /> werd mir die anderen auch durchlesen

#14 Fliegus123, 07.07.08 21:53

Großartig geschrieben und als Psychologie- und Literaturstudent darf ich sagen, super Sprache und Leserlenkung, Herr Kollege!<br /> Vom Fachwissen her auch top. Kann ich alles soweit nachvollziehen. Guter Mann! Gute Arbeit, weiter so!

#15 pornojon87, 23.07.08 21:39

Super Artikel!

#16 dieExxe, 19.08.08 16:25

Wie heißt es so schön:<br /> <br /> Glück des Tüchtigen!!!!<br /> <br /> Kompliment, voll ins Schwarze getroffen.

#17 spacekiller, 24.08.08 22:02

sehr gut hätte ich eher lesen sollen

#18 DjSashion, 31.08.08 10:51

guter und empfehlenswerter Artikel<br />

#19 Mojo0711, 05.09.08 11:33

dem artikel kann ich nur zustimmen! thanx

#20 Krusty06, 09.09.08 22:56

Sehr schöner Artikel...<br /> ...aber wo wir grade bei Selbstkritik sind: Freundin abgehauen wegen "unzähliger Abende beim Billard"?! Das Wort Poker wäre in diesem Zusammenhang vielleicht ein wenig ehrlicher gewesen.

#21 raveheart62, 14.09.08 09:24

Der Artikel sagt es recht eindeutig, Talent reicht nicht aus. Der nötige Durchhaltewille muss vorhanden sein. Es ist wohl wie in allen anderen Bereichen des Lebens, wer nicht bereit ist alles zu geben, der wird auch nichts oder nur so viel bekommen wie er gibt. Habe ich das richtig verstanden.

#22 SniffvsSnaf, 16.11.08 19:21

Pfff.. will ich jetzt hart arbeiten oder beim Pokern Spaß am verlieren haben, damit ich meiner Freundin (dieser arroganten F...) schön einen reinwürge, wenn ich unser gemeinsames Haushaltsgeld verzocke!

#23 Ramses1412, 16.12.08 15:14

Sehr guter Artikel, mit vielen (ab und zu traurigen) Wahrheiten. Bin froh, dass du Popstars gucken nicht unter die Vorraussetzung ein guter Spieler zu werden gezählt hast ;)

#24 allgot, 11.01.09 10:24

Einer der besten Texte die ich je über Poker gelesen habe... Note 1+!!!

#25 danrock, 16.01.09 16:49

so was gutes habe ich schon lange nicht mehr gelesen!!! 6!!! (in der schweiz ist das wie eine 1+:))

#26 rictirol, 28.02.09 12:08

Kann mich nur anschließen: toller Artikel! Motiviert dazu sich zu hinterfragen und an seinem Spiel zu arbeiten.

#27 Rapscallion, 05.03.09 15:25

Ich bin auch sehr beeidruckt von diesem Text, hat bzw. wird mir mir noch hilfreich sein :D<br /> Vielen Dank dafür.

#28 PokerPurple, 17.03.09 10:15

Na das ist mal richtig Ausgedrückt!<br /> Das flasht mich richtig hier bei euch so geile sachen zu lesen!<br /> <br /> Thx dafür (1+++++++++++++++)

#29 Lornic1802, 26.03.09 14:17

Ich muss wirklich sagen, dass ich skeptisch war, als ich mich hier angemeldet habe. Doch Artikel wie diese und die zahlreichen anderen Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln sind echt bemerkenswert! Danke dafür!<br /> Komm mir schon fast vor wie in der Poker-Uni ;-) mit Vorlesungen, Skripten, Klausuren, etc. HAMMER!!

#30 Neutronikum, 10.04.09 13:52

ich finde den artikel gut weil er herrausstellt das es vorallem wichtig ist an seinem CHARAKTER zu arbeiten als erstmal an seinem SPIEL. <br /> so würde Poker auch eine soziale komponente enthalten die es uns ermöglicht kontrolliertere "bessere" menschen zu werden da wir permanent an uns arbeiten müssen was selbst profis als "menschen" mit einbezieht. <br /> top artikel der zum weiterkommen gut geeignt ist.

#31 PUNANI88, 11.04.09 01:15

Das hier ist der erste Artikel, den ich hier gelesen habe der von der Psychologie handelt und eben wie der Name es verrät auch darauf eingeht was das Pokern für die jeweilige Person bedeutet. Für mich war das bis lang nur ein Experiment zu pokern, habe auch den Bonus verspielt aber dieser Artikel motiviert mich wirklich sehr weitere Artikel zu lesen um mich so zu verbessern.<br /> Das wichtigste was ich aus diesem Artikel lernen konnte ist, dass man bereit sein muss Zeit und Mühe zu investieren um Erfolg zu ernten und stets long-term denken sollte.<br /> Ich hoffe ich kann mit gleich mit dem Inhalt noch im Unterbewusstsein auseinandersetzen, werde den Artikel womöglich morgen nochmal lesen.

#32 MoneymakerMike, 21.05.09 19:58

MrxMry spricht mir aus der Seele. Diese Artikel zu lesen gibt einem Kraft. Es motiviert mich mein koennen weiter zu entwickeln, meine Fehler zu analysieren und daraus zu lernen.<br />

#33 Vandar111, 25.05.09 10:47

Sehr interessanter und motivierender Artikel

#34 in2fire, 28.06.09 15:21

Es gibt keine Down- aber Upswings.<br /> Interessante These :)

#35 snxs, 02.07.09 17:01

#34: Ich denke, dass mit dieser Aussage die Anfänger vorallem darauf getrimmt werden sollen, dass man sich nicht diese Ausrede "Downwing" sucht, sondern genau in so einer Phase, wo man Verluste einfährt, an seinem Spiel arbeitet und nicht es auf den "Downswing" schiebt und hofft, dass es sich irgendwann wieder ausgleicht.

#36 kompi23, 08.07.09 14:39

absolut genialer, logisch aufgebauter artikel<br />

#37 TheFifthJack, 14.11.09 15:12

hallö,<br /> um es also grob im feinem zu sagen: "BESIEGE DICH ERST EINMAL SELBST":

#38 Th0m4sBC, 19.11.09 14:42

Netter Artikel. Ist nicht das erste Mal, dass ich diesen durchgelesen habe, möchte aber nun "endlich" auch mal meinen Senf dazugeben. Vorab sei noch gesagt, dass ich die Downswing-Ausrede, den Doomswitch etc. auch nicht leiden kann.<br /> <br /> --> Das Gesamtpaket stimmt für mich nicht. PS.com gibt Artikel frei und führt aber Gleichzeitig einen Glossar. Wenn in einem Artikel geschrieben steht, dass ein Downswing nicht existiert und der Neuling dann den Link zum Glossar anklickt wo steht: "Als Downswing bezeichnet man eine Phase oder Zeitspanne, in der ein Spieler trotz korrektem Spiel Verluste einfährt, da die Karten einfach nicht in seinem Sinne fallen oder die Spielsituationen sich häufig unvorteilhaft gestalten, also schlicht und einfach eine Pechsträhne." ...ja, was dann? Als Spieler der schon Erfahrung hat, kannst du den Artikel gelten lassen, doch was macht der Anfänger? Der hat einfach keine Ahnung mehr welcher Aussage er nun glauben schenken soll.<br /> --> Der Artikel wirkt auf mich viel zu agressiv. Es scheint als wollte man damit Spieler wachrütteln welche diese Ausrede lieben. Wenn dem so ist, gehört der Artikel aber nicht in die Einsteiger-Strategie-Sektion. Ferner wird darauf hingewiesen, dass du diese Probleme selbst auch hattest, wie du aber da raus gekommen bist, ist nicht klar.

#39 Huckebein, 21.11.09 16:40

@38: Danke für deinen Post. Ich finde mehrere deiner Argumente nicht stichhaltig. Der Artikel behauptet aus gutem Grund, dass sich Anfänger, die noch nicht gefestigt in ihrem Spiel sind, nicht allein auf ihren Downswing hinausreden, sondern vielmehr versuchen, ihr Spiel zu verbessern. Außerdem gibt es wirklich keinen Downswing, wenn man eine Samplesize wählt, die groß genug ist. Die Annahme, dass sich im Leben alles ausgleicht, und es daher auf lange Sicht keinen Downswing gibt, sondern nur bei zu kurzfristiger Betrachtung, greift hier. Gerade aus diesem Grund richtet er sich an Einsteiger.<br /> <br /> Das Glossar ist erstmal eine Art Wörterbuch, um geläufige Begriffe zu erklären. Es wäre in der Tat seltsam, wenn PokerStrategy.com beginnen würde, bestimmte Wörter zu zensieren, nur weil sie nicht zu einem Artikel passen. <br /> <br /> Ich verstehe nicht ganz, wieso er sich nicht an Einsteiger richten sollte.... Kannst du das noch näher erklären?

#40 FemaleF, 28.12.09 20:15

sehr sehr guter Artikel!<br /> thx

#41 Dyonis88, 29.12.09 14:50

Ein sehr guter und nützlicher Artikel, den ich natürlich noch mehrere Male durchlesen werde.<br /> Sehen uns dann "On top"<br /> MfG

#42 tslimshady, 03.06.10 12:18

Dieser Artikel hat mein Problem schamlos aufgedeckt! Vielen Dank!!

#43 AustrianGame, 01.10.10 18:00

Sehr guter Artikel, bis jetzt das Beste was ich auf PS gelesen habe.<br /> Die Aussage "es gibt keine Downswings" finde ich dennoch zu provokativ. Es gibt nuneinmal Zeiten wo kein Draw aufgehen will bzw jedesmal aufgehen muss. Selbst die besten Profispieler sind dagegen machtlos, denn um das Wissen, dass der Fish am anderne Ende der Welt gerade seine runner runner insight Str8 gekauft hat, kann man sich leider nix kaufen.<br /> <br /> Es sollte daher nicht heißen <br /> "Es gibt keine Downswings" sondern<br /> sondern<br /> "Ja, es gibt diese Downswings, aber wie kannst <br /> du dir 100%ig sicher sein, dass dies der EINZIGE <br /> Grund für dein Scheitern ist ?!"<br /> <br /> Besonders in verlustreichen Zeiten ist es wichtig das eigene Spiel ZWISCHEN den unglaublichen BadBeats zu analysieren (lassen) und die Zeit besser für Weiterbildung als fürs Pokern zu nutzen - <br /> <br /> lg Stefan

#44 KeyLargo, 08.11.10 12:07

Für mich als Anfänger sehr wertvoll. Wer die Message des Verfassers beherzigt und nachhaltig für sich umsetzt, der wird daraus nicht nur Nutzen für sein Pokerspiel ziehen, sondern darüber hinaus ganz allgemein seine soziale Kompetenz verbessern können.

#45 Falke149, 10.11.10 09:40

Ich liebe Artikel wie diese, sie sind sehr aufschlussreich und sagen ein wichtige Dinge, man muss diese Dinge bei sich sebst finden oder man ist für das erfolgreiche Poker spielen nicht geeignet, danke an den Autor.

#46 Martisss83, 10.11.10 16:45

Ja finde ich auch !!<br /> <br /> Der Artikel ist einfach super und gut <br /> zu verstehn

#47 DeinSchatten, 10.11.10 17:52

Klasse Artikel. Ich fühl mich motiviert mehr zu tun auch in anderen Bereichen.

#48 DeinSchatten, 10.11.10 17:55

Eine Anmerkung noch. Die Kommentare von den Goldstatusleuten sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen oder zumindest gelesen haben.

#49 Stronz70, 14.11.10 22:01

Guter Artikel...

#50 BluecherXX, 14.11.10 22:34

das erste mal nehme ich stellung zu einem artikel. ausgezeichnet, sehr gut.

#51 Vilco14, 26.11.10 14:52

@neutronikum: poker WÜRDE eine soziale komponente erhalten..???

#52 Goliad, 29.11.10 06:29

ICH MUSS EINS SAGEN ICH HAB GERADE JETZT SEHR VIEL ZEIT INVESTIERT IN BÜCHER ! EINEN MONAT NUR GELERNT NICHT GESPIELT NUR GELESEN UND DIESER ARTIKEL IST DAS BESTE WAS ICH IN DIESEM MONAT GELESEN HAB SOWAS GUTES HAT SELBST EIN HARRINGTON ODER SLANSKY NICHT GESCHRIEBEN SUPER SUPER GEIL DER ARTIKEL VIELEN DANK FÜR DIESEN ARTIKEL

#53 David, 29.11.10 16:38

@52: Vielen Dank für den Lob! :)

#54 Outbreaker5832, 22.12.10 01:25

Da ist man schon eine Weile dabei und merkt, dass er nach Wiederbeginn, ein Tilt-Problem bekommen hat und sucht nach Lektüren und findet hier ganz abseits interessante Artikel! Thx Ps.de

#55 powersexfriend, 11.01.11 06:44

ECHT EIN SPITZENARTIKEL DA GOBTS NIX ZU MEKEKRN. HAT MIR SEHR GEHOLFEN DANKE PS-TEAM :)

#56 Moon4lisa, 25.01.11 14:00

von mir auch ein Danke schön.. sehr guter Artikel.

#57 Asphxy, 27.01.11 01:15

Servus

#58 Heiamann, 13.02.11 01:39

ich kann mich meinen vor"rednern" nur anschließen. Klasse Artikel, Klasse und kompetente Autoren. Danke schön dafür und weiter so!!!

#59 kingmecki87, 24.02.11 22:39

super artikel beifall echt top und auch von mir ein danke schön

#60 NooriAslam, 25.03.11 14:04

Sehr Motivierender Artikel ,Danke

#61 pisaopfer71, 30.03.11 09:26

100% Agree NooriAslam ...

#62 DirtyGizza, 13.05.11 09:45

Bester Artikel auf PS.com

#63 elsadaj100, 03.06.11 23:02

Hallo alle zusammen,<br /> <br /> Die seite ist einfach zu gut.<br /> erste klasse arbeit pokerstrategy.com.

#64 pokertomb, 08.06.11 23:48

ja... auch ich bin begeistert von diesem artikel, denn es geht (eigentlich) nicht um poker.<br /> egal welchen sport oder beruf einer betreibt, der artikel wird passen, weil es um grundsätzliches erfolgsorientiertes verhalten geht.<br /> täler sind dafür da, um berge zu erklimmen :)<br /> danke und daumen hoch an den verfasser...

#65 icecreamboy7, 11.07.11 18:21

Guter Artikel, leider finde ich einige Sachen selber bei mir wieder.<br /> Also lernen und weiter kämpfen.

#66 Toro90, 27.08.11 08:38

Bester Artikel - einfach richtig top geschrieben und gut gefüllt mit Informationen! Leider missbraucht man zu oft diese Begriffe für die eigenen Fehler ... und das ist halt der Tod im Poker! <br /> <br /> Thx^^

#67 Huckebein, 05.09.11 12:15

Danke für euer positives Feedback, freut uns :)

#68 notwhatuthink, 17.10.11 20:15

gut und auch relativ zeitlos, wenn man das alter des artikels bedenkt :)

#69 madmax93, 06.11.11 18:27

TOP artikel<br /> hat offensichtlich sehr viel mühe bereitet.<br /> mit persönlich hat er sehr geholfen und gezeigt, wo ich noch defizite habe.<br /> <br /> vielen dank für diesen gelungenen artikel!!!

#70 n0ssaJJ, 11.11.11 04:41

Auch von mir "Daumen hoch!" Super Artikel!! Werde ich wohl noch öfters lesen.

#71 michaelknight31, 11.11.11 17:31

Super Artikel. Vor allem in den Anfangsbeschreibungen hab ich mich durchaus wieder gefunden...

#72 AlexAlberti, 04.09.12 10:43

old but gold

#73 deckner, 29.09.12 18:10

Ich finde diesen Artikel auch enorm hilfreich, vor allem durch die Praxisanwendungen

#74 raiNexXy, 03.01.13 11:50

der artikel ist absolut top.<br /> allerdings das mit dem downswing stimmt nicht so ganz... wenn deine asse oder könige oder sonstwas wo du mathematisch nicht mehr verlieren darfst die hand, diese verlierst, dann kann man schon von nem downswing sprechen. du raiset, einer shippt mit grütze vor dem flop rein und du bezalhst und wirst ständig weggeluckt. Kein Downswing ? naja. aber sonst ist der artikel sehr gut ! :)

#75 Chuckey, 23.01.13 13:15

toller artikel!

#76 ArneSjoeberg, 02.05.13 20:17

Wer wie ich mit 53 ernsthaft mit Pokern beginnt, findet in diesem Artikel einen Spiegel des Lebens. Upswing, Downswing - im letzten "Rocky" hat Sly etwas wirklich Wahres gesagt (sinngemäss):<br /> "Egal wie gut du bist, egal wie stark und wie erfolgreich - irgendwann haut dich das Leben zu boden. Es kommt nur darauf an, ob du wieder aufstehst..."<br /> Ich denke, die bei vielen Menschen fehlende - und auch bei den zitierten Po(p)stars selten erkennbare Fähigkeit zu ernsthafter Selbstkritik scheint eins der wichtigsten Werkzeuge eines guten Pokerspielers zu sein...<br /> Lese gerade das "Mindset" - ist irgendwie wie Schule des Lebens...<br /> Schönen abend noch und danke für den Artikel.<br /> Arne

#77 whoisdurrrr, 22.05.13 13:28

der artikel ist sehr gut....nur "keine downswings"??? da bin ich anderer meinung. ich spiele live cashgame in den limits 2/4 2/5 und 5/10...ich habe in einem monat 6mal set over set gehabt.statistisch passiert das wenn man 2000h im jahr spielt nur 1 mal!!!!! ich habs in den letzten 8 tagen preflop mit AA oder KK 7 mal reinbekommen und jedes mal verloren, 5 mal gegen 99 1 mal gegen JJ und einmal gegen 67o...wenn das kein downswing ist???? und noch viele hände mehr eine sag ich noch...ich 9h7h mein gegener AhJd flop...Th8hJs flop geht alles rein turn Kc river Qd.....

#78 ihatewonderbras, 11.07.14 17:11

ziemlich langer Artikel<br /> Als Hörbuch wäre das sicherlich ganz nett.

#79 ihatewonderbras, 11.07.14 17:23

„I'm a great believer in luck and I find the harder I work, the more I have of it.“

#80 ritschy22, 14.09.14 09:58

saubere arbeit wirklich gelungen der artikel ;o) <br /> <br /> greetz ritschy<br /> <br /> <br /> PS:<br /> Finde es so unpersöhnlich im letzten Absatz von Coachings (warum nicht "euer" - also unser Spiel)<br /> "Nur erachte ich hier den Weg des Private Coachings für sinnvoller. Jeder Private Coach besitzt bereits das Wissen aus diesen Büchern und ist so in der Lage, dieses direkt auf "ihr" Spiel anzuwenden."

#81 ritschy22, 14.09.14 10:01

#77 und in den besagten AA und KK Händen, wo du set over set hattest - in denen hat dein Gegner immer den vierling gefloppt und du das FH oder wie? *geil*<br /> <br /> ps: will dir ja nicht zu nahetreten, aber klingt komisch *is auch so-oder halt nicht)

#82 BORNTODOIT1921, 27.10.14 12:14

Ein sehr gut verständlicher und verfasster Artikel.<br /> Das Textniveau ist leicht gehoben, dennoch mit durch längeres überdenken<br /> Sehr gut zu begreifen.

#83 MagnoliaTulip, 10.02.15 22:22

bad beats are a player's best friend

#84 Pokermone, 14.04.15 07:31

Klasse Artikel danke dafür. Kam bei mir sehr verständlich rüber, so dass ich sehr viel damit anfangen konnte.

#85 WeltMensch, 19.10.15 18:46

Das Popstar-Prinzip hat mir wirklich gefallen. Es ist ein relativ schwerer Schritt, sich einzugestehen, daß man noch nicht gut ist und weiter lernen muß. Danke für den Artikel.

#86 trytoskate, 20.11.15 07:56

Danke für deine Zeit und Mühe diesen Beitrag zu verfassen.

#87 CarlosCarbon, 28.12.15 18:21

Sehr interessant, vielen Dank dafür!