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StrategiePsychologie

Glücksspielsucht - Ursachen, Folgen und Auswege

Einleitung

von Dr. med. Thorsten Heedt, Facharzt für psychotherapeutische Medizin mit Schwerpunkt in der Behandlung posttraumatischer Erkrankungen

Ob man nun von Alkohol, von Heroin, von Nikotin oder vom Glücksspiel abhängig ist, eins haben alle diese Süchte gemeinsam:

  • mit Fortdauer der Sucht wird das Suchtmittel zwanghaft konsumiert, auch wenn kein Genuss mehr damit verbunden ist
  • es kommt zu einem zunehmenden Kontrollverlust
  • das Suchtmittel wird zur Flucht aus der Realität verwendet
  • schließlich wird die Sucht weitergeführt, obwohl schon zahlreiche negative Konsequenzen oder gesundheitliche Schäden eingetreten sind.

Der folgende Artikel befasst sich mit der Glücksspielsucht, ihrer Entstehung, wie man feststellt, ob man unter Glücksspielsucht leidet und wo man Hilfe findet.

Was ist Spielsucht?

Im ICD-10, der etablierten internationalen Krankheitsklassifikation, wird das pathologische (=krankhafte) Spielen unter den „Abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle“ aufgeführt und wie folgt definiert:

„Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.“

Davon abgegrenzt wird das übermäßige Spiel manischer Patienten. Eine Manie ist ein eigenständiges Krankheitsbild, das mit starker Erregung, innerer Getriebenheit, unbegründet gehobener Stimmung und rastloser Getriebenheit einhergeht. Ebenfalls abgegrenzt von der Spielsucht ist das Spielen bei dissozialer Persönlichkeitsstörung, die durch eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen für andere gekennzeichnet ist, was man z.B. gehäuft bei Gefängnisinsassen findet.

Das pathologische Spielen zeichnet sich durch andauerndes, wiederkehrendes und oft noch gesteigertes Glücksspielverhalten trotz negativer persönlicher und sozialer Konsequenzen wie Verschuldung, Zerrüttung der familiären Beziehungen und Beeinträchtigung der beruflichen Entwicklung aus.

Um von pathologischem Spielen zu reden, müssen zwei oder mehr Episoden pathologischen Spielens über einen Zeitraum von jeweils mindestens einem Jahr vorliegen.

In einer anderen verbreiteten Krankheitsklassifikation, dem „DSM-IV“ werden zusätzlich die glücksspielertypischen verzerrten Denkmuster erwähnt:

  • die besondere Bedeutsamkeit des Geldes für den Glücksspieler
  • das konkurrenzbezogene Leistungsdenken
  • die Ruhelosigkeit des Glückspielers
  • deren oft überstarkes Bedürfnis nach sozialer Anerkennung
  • eine Tendenz zur Arbeitswut
  • das gehäufte Auftreten von stressbedingten psychosomatischen Erkrankungen.

Wie entsteht Spielsucht?

Die Grundproblematik

Die Entstehung der Spielsucht ist ein komplexes Geschehen, in das zahlreiche Faktoren hineinspielen, von besonderer Bedeutung sind aber:

  • eine tiefgreifende Selbstwertstörung („narzisstische“ Störung)
  • eine Beziehungsstörung
  • Erregungsfehlregulation

Selbstwertstörung
Von besonderer Bedeutung ist die schwere zugrunde liegende Selbstwertstörung, bei der das Selbst als Zustand der Leere oder als ein Nichts beschrieben wird. Eigene tief verwurzelte, aus der Kindheit herrührende Gefühle von Minderwertigkeit werden durch Größen- und Allmachtsphantasien kompensiert.

Die anfänglichen Gewinne stärken das Selbstgefühl, bestätigen, dass man doch etwas Besonderes ist. Oft steht am Anfang der „big win“, ein rascher und leicht scheinender großer Gewinn, der Startschuss für das Abheben in eine Fantasiewelt ist.

 

Bindungsstörung
Der britische Kinderpsychiater John Bowlby hat in den 60er-Jahren die Bindungstheorie entwickelt. Er stellte fest, dass sich je nach Feinfühligkeit der Mutter und Fähigkeit der Einstimmung der Mutter auf das Kleinkind verschiedene Bindungstypen einstellen.

Beim „unsicher-vermeidenden“ Bindungstypus sind sich z.B. die Kinder unsicher, ob ihre Bindungsperson für sie verfügbar ist. Sie haben die Erwartung, dass ihre Wünsche grundsätzlich abgelehnt werden, dies findet sich oft bei Kindern, die gehäuft zurückgewiesen wurden. Kinder mit einem solchen Bindungstypus sind generell anfälliger für psychische Störungen als Kinder mit „sicherem“ Bindungstypus. Spieler zeigen ebenfalls gehäuft diesen unsicheren Bindungstypus.

Bei Glücksspielsüchtigen findet sich außerdem häufig eine „broken-home“-Situation mit einer insbesondere gestörten Vaterbeziehung. Auch findet man gehäuft Missbrauchserfahrungen in der Vorgeschichte von Spielsüchtigen.

 

Erregungsfehlregulation
Die Unfähigkeit, innere Anspannung und Erregung angemessen zu regulieren, zeigt sich z.B. in der besonderen Ruhelosigkeit des Glücksspielers. Motivation des Spielens ist am Anfang oft das Streben nach Erfolg und Gewinn, die Vertreibung von Langeweile oder die Bewältigung negativer Gefühle, z.B. nach einer Trennung. Allmählich gerät der Spieler in einen Teufelskreis, dem alle Lebensbereiche zum Opfer fallen.

Der Spieler gerät in einen lustvollen Erregungszustand beim Spielen und versucht Ausreden und logische Erklärungen für sein unkontrolliertes Spielen zu finden. Es kann abergläubisches und magisches Denken entstehen. Zunehmend gerät er in eine Fantasiewelt, geprägt von Allmachts- und Gewinnfantasien. Er entfremdet sich von seiner Umwelt, vereinsamt allmählich. Es stellen sich verzerrte Denkmuster ein. Das Spielen wird schliesslich zur Hauptaktivität des Lebens, die Entwicklung mündet in den körperlichen, persönlichen und sozialen Niedergang.

Der Glücksspieler zeichnet sich schließlich durch eine verminderte Impulskontrolle aus, d.h. dem Impuls zu spielen kann nicht widerstanden werden, so wie der Alkoholabhängige nach Entlassung aus der Entzugsklinik oft nicht dem sofortigen erneuten Griff zur Flasche widerstehen kann. Trotz zahlreicher negativer Folgen verstärkt sich zunehmend das Verlangen, Spannungen durch das Glücksspielen herunter zu regulieren.

Das hat auch eine neurobiologische Basis. Das Belohnungssystem im Gehirn (mesolimbisches System) wird chronisch überreizt, was zu einer Gegenregulation des Gehirns führt. Zum Schutz vor schädlicher Überreizung spricht es zunehmend weniger auf den Belohnungsreiz an. Es setzt also eine Gewöhnung (Neuroadaption) ein. Um nun wieder den gewünschten Kick zu erleben, müssen z.B. eingesetzte Geldbeträge höher werden oder es muss häufiger gespielt werden. Der größte suchtfördernde Kick ist übrigens der Moment des Showdowns.

Verzerrte Denkmuster

Typisch für den Glücksspieler sind zahlreiche verzerrte, irrationale Einstellungen:

  • Die Kontrollillusion

    Diese ist geprägt von der Annahme, dass beim Glücksspielen mehr persönliche Einflussnahme möglich ist, als objektiv der Fall.
    Gewinne werden der eigenen Fähigkeit, Verluste auf unglückliche Umstände geschoben.

  • Der Monte-Carlo-Effekt („gamblers fallacy“)

    Von der Häufigkeit früherer Ereignisse wird auf die Wahrscheinlichkeit der Folgeereignisse geschlossen (z.B. beim Roulette: es kam 3 x schwarz hintereinander, also muss doch jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass rot als nächstes kommt, steigen)

  • Fehlinterpretation der Gewinnwahrscheinlichkeit

    Der Spieler überschätzt oft in unrealistischer Weise seine Gewinnaussichten. Z.B. gehen 98% der Einsätze beim Lotto komplett verloren.

  • Der Beinahetreffer („cognitive regret and near miss“)

    Das tritt z.B. ein, wenn beim Geldspielautomaten 3 Mal dasselbe Symbol erscheinen muss, um eine Auszahlung zu erhalten, man hat aber nur 2 Mal dasselbe Symbol auf dem Bildschirm. Folge: „Ich habe nur knapp verpasst! Also muss ich weiterspielen!“

  • Die Gefangennahme („entrapment“)

    Hiermit ist das Festhalten an einer falschen Entscheidung gemeint, um die bereits geleistete Investition zu rechtfertigen - „Ok, ich bin wohl geschlagen, aber ich bin bis zum Turn mitgegangen, also schau ich mir auch den River an.“

Es ist nachgewiesen, dass während des Glücksspielens ein sehr hoher Prozentsatz fehlerhafter Denkmuster entsteht.

Wer ist gefährdet?

Hauptbetroffene sind offensichtlich meist männliche, allein lebende Patienten aus der Großstadt mit einem Altersschwerpunkt von ca. 30 Jahren. Der Beginn der Sucht liegt meist in der Adoleszenz, bei Frauen hingegen im mittleren Lebensabschnitt. Wenn sie in Behandlung gelangen, sind sie meist hoch verschuldet, sind suizidgefährdet und haben schon kriminelle Delikte begangen, z.B. zur Geldbeschaffung für das Spiel. Ein größerer Anteil (ein Drittel etwa) der Abhängigen leidet auch unter einer „stoffgebundenen“ Abhängigkeit, z.B. Alkoholismus oder Heroinsucht.

Im Lebensverlauf zeigen etwa 2-3 % der Bevölkerung ein problematisches und ca. 1% ein krankhaftes Glücksspielverhalten. Es besteht eine Korrelation zwischen Verfügbarkeit des Glücksspielangebotes (z.B. messbar als Geldspielautomaten pro 1000 Einwohner) und der Häufigkeit pathologischer Glücksspieler.

Auslöser kann eine anfängliche Gewinnerfahrung („big win“) oder aber ein belastendes Lebensereignis sein wie Partnerschaftsprobleme, Trennung, Schwangerschaft der Partnerin oder berufliche Umbrüche.

Auffällig ist die hohe Komorbidität (paralleles Vorliegen weiterer Erkrankungen). Z.B. haben bis zu 50% der Glücksspielabhängigen depressive Störungen, die sich durch Antriebsstörung, gedrückte Stimmung und Interessenverlust auszeichnen.

25% der beratenen Glücksspieler haben schon mindestens einen Suizidversuch unternommen. Besonders auffällig ist das häufige Auftreten von Persönlichkeitsstörungen bei über 90% der Spieler. Eine Persönlichkeitsstörung zeichnet sich aus durch ein andauerndes gestörtes Verhaltensmuster mit Beginn in Kindheit und Adoleszenz, das zu schweren Problemen im Sozialkontakt führt. Besonders häufig tritt die narzisstische Persönlichkeitsstörung auf, für die ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit typisch ist, indem der Patient z.B. beständig die eigenen Leistungen und Talente übertreibt, stark eingenommen ist von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe, von sich selber glaubt, besonders einzigartig zu sein und fortdauernd nach übermäßiger Bewunderung strebt.

Diese narzisstische Persönlichkeitsstörung ist schwer zu behandeln, weil der Patient dazu neigt, den Therapeuten zu entwerten oder die Behandlung abzubrechen, wenn er ihm nicht seine fantasierte Größe bestätigt.

Welche Folgen hat die Spielsucht?

Es entwickelt sich eine suchttypische Eigendynamik, die alle Lebensbereiche erfasst. Schließlich hat man nur noch eingeschränkte Möglichkeiten der Handlungsregulation.

Die suchttypische Eigendynamik zeigt sich z.B. in dem Versuch, bestehende Verluste durch erhöhte Wetteinsätze auszugleichen, dem Chasing, beim Poker auch „on-tilt“-Gehen genannt.

Es kommt zu fortschreitender sozialer Isolation. Es entstehen Schuld- und Schamgefühle, das Spiel wird verheimlicht. Man integriert sich zunehmend in ein bestimmtes Spielermilieu mit einem glücksspieltypischen Lebensstil, der sich vor allem auf unmittelbare Bedürfnisbefriedigung stützt. Das kann auch zu kriminellen Handlungen führen, um Geld für das Spiel zu beschaffen.

Schließlich kann darauf der finanzielle Ruin erwachsen, Verlust der familiären Unterstützung, Bedrohung der beruflichen Existenz. Psychiatrieaufenthalte nach Suizidversuchen können folgen, man kann kriminell werden.

Körperlich zeigen sich die Folgen des ruhelosen ständigen Spiels durch verschiedene psychosomatische Symptome, bis hin zu Magengeschwüren, Kopfschmerzen, Herzinfarkten.

Wie stelle ich fest, ob ich süchtig bin?

Es gibt eine Reihe von Fragebögen und Testverfahren, um zu überprüfen, ob eine Glücksspielabhängigkeit vorliegt und um das pathologische Spielen abzugrenzen von anderen Formen des Spielens wie sozialem Glücksspielen, professionellem Glücksspielen, Glücksspiel bei manischer Episode, Glücksspiel bei antisozialer Persönlichkeit, pathologischem PC-Gebrauch (gaming, chatting, surfing).

Die weltweit verbreitetste Skala ist der SOGS (South Oaks Gamblings Screen). Es gibt aber auch zahlreiche andere Testverfahren. Letztlich prüfen all diese Verfahren, ob man die Fähigkeit hat, seinen Spieldrang zu kontrollieren und mit dem Spielen aufzuhören, wenn negative Konsequenzen eintreten (z.B. Erschöpfung), ob die in den vorigen Kapiteln erwähnte narzisstische Problematik vorliegt, ob manifeste Probleme wie Verschuldung drohen oder sich anbahnen und ob der Spieler bereit ist, kriminelle Handlungen durchzuführen, um an Geld zu kommen.

Selbsttest

Um eine einfache Einschätzung vorzunehmen, ob man evtl. glücksspielabhängig ist, bietet sich folgender Selbsttest an. Hierbei handelt es sich um einen Fragebogen mit 19 Fragen, die du entweder mit ja oder nein beantwortest. Wenn mehr als 7 der Fragen mit ja beantwortet werden, besteht der Verdacht auf eine Glücksspielabhängigkeit.

1. Hast du einmal gespielt, bis dein Geld aufgebraucht war?

2. Hast du dir schon einmal Geld fürs Spielen geliehen?

3. Hast du einmal fürs oder aufgrund des Spielens einen Kredit aufgenommen?

4. Überschreitest du regelmäßig deinen selbst festgelegten zeitlichen oder finanziellen Rahmen fürs Spielen?

5. Kam dir schon der Gedanke, dir illegal Geld fürs Spielen zu beschaffen?

6. Denkst du oft an das Spielen?

7. Hast du schon einmal Geld fürs Spielen gestohlen?

8. Kannst du dich nur schlecht auf Dinge abseits des Spielens konzentrieren?

9. Wirst du unruhig oder aggressiv, wenn du nicht spielen kannst?

10. Scheint dir dein normales Leben verglichen mit dem Spielen langweilig?

11. Lässt dein Interesse an deiner Umwelt nach?

12. Spielst du, um Verluste wieder hereinzuholen?

13. Verheimlichst du vor deinen Freunden oder deiner Familie, wie viel du spielst und wie viel du schon verloren hast?

14. Hast du häufig ein schlechtes Gewissen, nachdem du gespielt hast?

15. Ist es schon vorgekommen, dass du weiterspielst, obwohl du weißt, dass du dich selbst oder andere schädigst?

16. Hast du schon einmal gespielt, um deine Stimmung zu verbessern und Problemen aus dem Weg zu gehen?

17. Hat dein Spiel schon zu Streit oder Problemen in deiner Familie geführt?

18. Hast du schon einmal deine Arbeit/Schule geschwänzt, um zu spielen?

19. Hast du schon einmal aufgrund deines Spiels an Selbstmord gedacht oder einen Suizidversuch unternommen?

Was tun bei Spielsucht?

Zunächst muss abgeklärt werden, ob es sich wirklich um ein Glücksspielverhalten mit Krankheitswert handelt. Dazu sollte man sich an eine spezialisierte Beratungsstelle wenden (siehe auch: Suchmaske auf www.gluecksspielsucht.de).

Dann ist zwischen ambulanter und stationärer Behandlung zu entscheiden. Wenn der Patient noch gut sozial integriert ist, die Suchtentwicklung weniger weit fortgeschritten ist, bietet sich der Besuch einer Suchtberatungsstelle an oder eine ambulante Psychotherapie bei einem niedergelassenen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten.

Bei einem schwereren Störungsbild, wo stationärer Behandlungsbedarf gegeben ist, ist zu entscheiden, ob man eine psychosomatische Fachklinik wählt oder eine Suchtklinik. Wenn die psychosozialen Folgen noch nicht so gravierend sind oder das Glücksspielverhalten als Reaktion auf eine akute Belastungssituation (z.B. Trennung, Arbeitsplatzverlust) entstand, bietet sich eine psychosomatische Fachklinik zur Behandlung an.

Bei einer fortgeschrittenen suchttypischen Eigendynamik sollte eine Fachklinik für Suchtkrankheiten aufgesucht werden. Wenn zusätzlich eine „stoffgebundene“ Abhängigkeit besteht, z.B. Alkoholismus oder Drogensucht, sollte zunächst eine Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung in einer psychiatrischen Klinik unternommen werden.

In der Regel ist Teil der Therapie eine vertragliche Absprache über die Einhaltung vollständiger Glücksspielabstinenz. Eine einfache Reduktion des Glücksspielens reicht in der Regel nicht. Vor allem offenbart die völlige Abstinenz die zugrunde liegende Problematik, die dann meist klar hervortritt und wozu der Abhängige das Suchtmittel eigentlich braucht. Es gibt sowohl tiefenpsychologisch fundierte als auch verhaltenstherapeutisch orientierte Therapieeinrichtungen.

Wichtig ist in jedem Fall, die genaue Funktion des Glücksspielverhaltens in der Therapie herauszuarbeiten, die Veränderung der typischen verzerrten Denkmuster zu besprechen und ein Konzept zur Rückfallverhütung mit dem Patienten zu erarbeiten. An allen gestörten Bereichen beim Glücksspieler (Störung der Selbstwertregulation, der Gefühlsregulation, der Beziehungsgestaltung) muss gearbeitet werden. Die Störung der Beziehungsgestaltung ist besonders gut in einer Gruppentherapie zu behandeln.

Wichtig ist insbesondere die Berücksichtigung der Verschuldungsproblematik, um hier nicht wegzuschauen und gemeinsam mit dem Patienten zu verleugnen, sondern ein Geld- und Schuldenmanagement ihm zu erarbeiten. Die Angehörigen sollten in der Regel einbezogen werden, die ja oft den Pat. in seinem pathologischen Spielen durch Übernahme der Schulden noch bestärken.

Wo finde ich Hilfe?

Auf der Seite www.gluecksspielsucht.de vom Fachverband Glücksspielsucht kann man gezielt nach Beratungsstellen in seinem Postleitzahlgebiet suchen und sich z.B. einen Antrag auf Selbstsperre herunterladen, mit dem man erreichen kann, dass man für bestimmte Casinos gesperrt wird.

 

Kommentare (40)

#1 Sasch0r, 22.12.07 14:35

"Wenn mehr als 7 der Fragen mit ja beantwortet werden, besteht der Verdacht auf eine Glücksspielabhängigkeit."<br /> <br /> Wenn man nun davon ausgeht , das Poker kein Glücksspiel ist, kann man doch sehr wohl auch danach süchtig sein, ohne 7 Punkte mit ja zu beantworten beim Selbsttest...<br /> <br /> Mir käme nie in den Sinn mir Geld von woanders her zu beschaffen (schon gar nicht illegal) nur um Poker zu spielen. Mal davon abgesehn, das man als PSdler in den seltensten Fällen dank BRM Broke gehen kann...<br /> <br /> Finde der Selbsttest teil passt nicht so ganz aifs Thema Pokern. Da man hier ja eigentlich nicht irgenwie an die Tische geht um Geld zu verlieren, klar hat jeder mal Downs, aber auf lange Sicht sind hier doch die meisten Leute im Plus und trotzdem [((Glücks))]Spielsüchtig

#2 Iceman1987, 02.01.08 22:20

Naja mit Pokern geht des schon auch, deswegen find ich den Artikel absolut ok, vorallendingen für Anfänger die noch keinen einzigen Cent in irgendeiner Form in Wetten/Glücksspiel/Spekulationen Investiert hat... <br /> <br /> Is mal vor ca. nem halben Jahr in der Glotze gekommen, dass einer beim Onlinepokern 250.000€ verballert hat, weil er süchtig danach war um Verluste wieder reinzuspielen.<br /> Sein Kommentar warum des so gelaufen is:<br /> Er fand es geil den anderen ständig mit hohen Einsätzen unter Druck zusetzen etc. etc.(denk mal eher ne art ultra Maniac ;) ), naja es hät sich hier jeder halbwegs vernünftige Spieler hier über sein Geld gefreut... ^^...

#3 JKhan, 17.01.08 00:38

Ich denke, dass der Artikel sehr gut hier hin passt. Auf jeden Fall ein grosses Lob an den Autor und Pokerstrategy!<br /> <br /> Sachor schrieb:Da man hier ja eigentlich nicht irgenwie an die Tische geht um Geld zu verlieren, klar hat jeder mal Downs, aber auf lange Sicht sind hier doch die meisten Leute im Plus und trotzdem [((Glücks))]Spielsüchtig<br /> <br /> Ich stimmme Sachor da in erster Linie schon zu, aber ich finde, dass auch bei Spielsüchtige die Gewinn einfahren vll schon ohne dass sie es merken im sozialen Verfall drinstecken!<br /> <br /> Vll kann der Artikel ja sogar dem einen oder anderen das Leben retten.<br /> <br /> Dass Pokerstrategy diesen Artikel auf ihre Seite stellt, zeigt ganz klar die Seriösität!

#4 DonnyLE, 22.01.08 00:40

Huch, nach den Kriterien bin ich ja selbst schon gefährdet! Länger gespielt als geplant, auch schon mal Geld verloren, früher mal ne Stunde geschwänzt zum Kartenspielen... Das, was so Spass macht an verschiedenen Spielen, macht sie in gewisser Weise auch gefährlich. Da hilft nur soziale Kontrolle und - Bankrollmanagement. :-)<br /> <br />

#5 Forstning, 22.01.08 03:13

Dass ich meinen Freunden verheimliche, dass und/oder um wie viel Geld ich Poker ist Absicht um mich eben nicht unter Druck zu setzen oder in den Mittelpunkt zu drängen. Könnte man vielleicht drauf hinweisen. Ansonsten wäre ich schon fast süchtig :-D (Hab 6x "ja")

#6 fischief, 30.01.08 16:33

Poker ist ein Glücksspiel

#7 idreamofmoni, 07.02.08 01:12

12/19 :D<br /> <br /> i like !

#8 ihavefun, 16.02.08 16:31

!!!Dies ist mein eigener Therapieversuch. Wer sich damit nicht befassen will, hat jetzt die Gelegenheit woanders hin zu gehen!!!<br /> <br /> Wow...14/19 das is hart! Nur Geld illegal anschaffen tu ich nicht!<br /> <br /> Werd die nächste Zeit darüber nachdenken, obwohl ich mich nicht als spielsüchtig fühle. Hab immerhin gute, quatsch sehr gute Freunde, eine Freundin mit der ich alles teile und eine Familie die immer zu mir steht.<br /> <br /> Hab aber mit Sicherheit narzisstische Persönlichkeitsstrukturen, Konzentrations- und Vaterprobleme...<br /> Allerdings will ich mich immer in jeder Hinsicht gesund fühlen, damit ich auch gesund bin und bleibe!<br /> <br /> Vielleicht ist aber auch Einsicht, dass ich psychologische Schwächen habe der erste Schritt zur Besserung. Also vielen Dank für den Beitrag!!! Wird mir sicher weiter helfen und werde ihn noch öfter ansehen. Weitere wissenschaftliche Beiträge erwünscht!<br /> <br /> P.S. Hab übrigens meinen "Mount-Everest"(vgl. Psycho-Vids) heute schon um halb 5 geschafft was für mich extrem gut ist und fühle mich gut und konnte mich vielleicht auch deshalb so selbstkritisch sehen

#9 FDD, 01.03.08 09:34

Also das mit der narzisstischen Störung und den Vaterproblemen steht auch auf meiner Fahne drauf. Typisch bei mir war auch, dass ich, als ich mit dem Pokern anfing, gleich mal drauf los gespielt habe, ohne mich um irgendeine Theorie zu kümmern und erst mal einiges Geld in den Rauchfang geschossen habe. Glücklicherweise setzt dann bei mir nach den ersten 100 Euro das Hirn wieder ein und ich frag mich selbst, ob ich völlig übergeschnappt bin (Antwort: JA!). Ich denke, wenn man sich seiner Schwächen bewusst ist, ist schon sehr viel gewonnen. Denn nur dann kann man sich auch Strategien zum Selbstschutz und zur Problemlösung ausdenken. Ich spiele immer noch, aber ich höre auf mich selbst und wenn ich merke, dass ich am Tilten bin, steige ich beinhart SOFORT aus dem Spiel aus und gehe laufen (da bin ich dann weit weg vom Computer und außer Gefahr).

#10 zottell, 04.03.08 23:24

Ein Tipp Suchtpotential abzubauen! Es ist Fastenzeit - auch eine Gelegenheiten das Spielen mal 7 Wochen sein zu lassen. Auch wenn man wie ich in dieser Zeit von Gold auf Bronze abstürzt, bin ich zuversichtlich nach der Pause mit genügend Power wieder ins Spiel zurückzufinden. Ansonsten ist mindestens ein spielfreier Tag pro Woche wichtig für die ausgiebigen sozialen Kontakte und die Selbstkontrolle.

#11 Brockie, 21.03.08 16:35

19/19...

#12 SilverCat, 03.04.08 11:21

Ich denke, ungelöste oder aufgeschobene Geld- und Alltagsprobleme sowie Probleme im sozialen Bereich fördern generell Sucht, eben auch Spielsucht, wenn man anfällig dafür ist. Dabei ist auch unabhängig, ob mit oder ohne Geld oder +EV gezockt wird. Immer mehr aufgeschobene Probleme machen aber auch unbewusst immer Sorgen, so dass aus +EV auch schnell -EV wird, wenn keine klaren Gedanken oder Konzentration mehr möglich sind.<br /> Als Lösung sehe ich nur so: Geld- und Alltagsprobleme sofort angehen und lösen, soziale Kontakte gehen vor Spiel (am Computer). Hat man danach Zeit und den Kopf frei, kann man mit Konzentration und Energie (Everest-Prinzip) spielen.

#13 Xyon666, 01.05.08 23:16

4 mal Ja ist denke ich noch ok:<br /> <br /> 1. Hast du einmal gespielt, bis dein Geld aufgebraucht war?<br /> Ja, das war ganz am Anfang, ich hab 10$ eingezahlt und SSS gespielt (wow sogar auf NL10 ich hab die Strategie gelesen bevor ich angefangen hab), irgendwann hat mich die Varianz dann auf 2$ runtergehaun, dann hab ich gedacht ship it, push den rest weg... danach habbich 50$ eingezahlt und mit BSS NL5 angefangen, war nicht klug aber ok... inzwischen eh alles cashout.. made my way<br /> <br /> 6. Denkst du oft an das Spielen?<br /> hmm schon verdammt oft, gibt mir etwas zu denken<br /> <br /> 9. Wirst du unruhig oder aggressiv, wenn du nicht spielen kannst?<br /> Also wenn ich mal ein paar Tage nicht zocken kann nervt es mich etwas<br /> <br /> 15. Ist es schon vorgekommen, dass du weiterspielst, obwohl du weißt, dass du dich selbst oder andere schädigst?<br /> Hab mal weitergespielt obwohl ich zu müde war für mein A-Game, hab zwar nicht getiltet aber es war trotzdem nicht klug, sobald ich wirklich müde werde hör ich auf und geh pennen, egal obs 12 Uhr ist oder 5<br /> <br /> Denke ich kann ganz zufrieden sein, find mich eigentlich recht diszipliniert inzwischen. :)

#14 suzzanedied, 22.05.08 14:58

Ich halte den Artikel für verantwortungsbewusst. Und ich persönlich bin stolz auf mich :), hätte ich doch mit meiner Suchtgeschichte vor 5 Jahren noch bedeutend mehr ja's geben müssen. Sucht wird nach wie vor unterschätzt: Beziehungssucht, Magersucht, Nikotinsucht, Drogen... das Komplettprogramm und zu dem gehört auch Spielsucht, massgebend der Kick. Wichtig ist, sich seiner Abhängigkeitsstruktur bewusst zu sein und sich selbst diese einzugestehen. Dann und nur dann wird man aufmerksamer für seinen persönlichen Tilt im Leben (Beziehungssucht: Ich bin nur noch für meine Freundin da - oder ich habe soviel Beziehungsangst, dass ich meine Freunde über meine Beziehung stelle - mal ganz einfach gesagt). Problematiken und Süchte sind vielfältig, kann man aber ziemlich oft auf einen Nenner bringen. Also fragt man sich, kann ich mich selbst disziplinieren und aufhören und mich vielleicht mit anderen Dingen, die in meinem Leben wichtig sind beschäftigen oder vernachlässige ich mich und meine Umwelt? Das ist die Knackpunktfrage und die Frage, ob ich bereit wäre mir für den Kick Geld zu beschaffen, ist eher die, wie weit fortgeschritten ist meine Sucht. Ich kann jedem nur raten, viel zu lernen und sich selbst zu beobachten. Ich für meinen Teil habe das bitter durch eine Therapie gelernt. Heute mach ich gelegentlich Suchtprophylaxe und stelle immer noch erschreckend fest, dass ich mich immer noch ganz gern vor Problemen verkrieche. Da ich das aber weiss, kann ich dem was entgegensetzen. Und es ist völlig egal, ob ich huge bunches of greens verliere oder 2 Cent, das tut dem Suchtverhalten keinen Abbruch, wenn ich nur 2 Cent habe und ich verspiele die anstatt ein Brötchen zu kaufen, ist das mindestens genauso schlimm, wie das Haushaltsgeld der Familie zu verspielen, den sprichtwörtlichen Haus und Hof beim Poker zu verlieren.

#15 Groux, 15.08.08 13:07

4. Überschreitest du regelmäßig deinen selbst festgelegten zeitlichen oder finanziellen Rahmen fürs Spielen? –BRM nicht eingehalten, irgendwie macht es mir spass von fast null auf hochzuspielen und dann gleich viel zu verlieren 0o.<br /> <br /> 6. Denkst du oft an das Spielen? – viel zu viel ob nun über poker heute; css, wow damals…<br /> <br /> 10. Scheint dir dein normales Leben verglichen mit dem Spielen langweilig? – ganz klar ja ne gewisse innere Leere vorhanden.<br /> <br /> 11. Lässt dein Interesse an deiner Umwelt nach? Ja ich schaue zwar das ich meine Noten und so halte aber grundlegend sind meine interessen capoeira alleine trainieren, fitness, schule, pokern, Computerspiele mit TS. Soziale Kontakte habe ich wenige.<br /> <br /> 14. Hast du häufig ein schlechtes Gewissen, nachdem du gespielt hast? Ja nachdem meine Mutter mich umsorgt, mein Vater sie schlecht behandelt und mein Bruder nichts kümmernd weiterlebt.<br /> (Meistens Abends) Ansonsten wird darüber vorgebeugt indem man in einen Tranceähnlichen Zustand gelangt wie beim CSS und Pokern.<br /> Indem bin ich echt gut - volle Konzentration, nur kurze Pausen bei ganz schlimmen Bad Beats, wo wenn man drüber nachdenkt man eigentlich glücklich ist weil der EV natürlich + war.<br /> <br /> 15. Ist es schon vorgekommen, dass du weiterspielst, obwohl du weißt, dass du dich selbst oder andere schädigst? – Ich weiss wenn ich nur dass mache schade ich mir jedoch spiele ich trotzdem manchmal anstatt etwas für die Schule zutun.<br /> <br /> 16. Hast du schon einmal gespielt, um deine Stimmung zu verbessern und Problemen aus dem Weg zu gehen?- Andauernd ich spiele um Annerkennung und um dem richtigen Leben aus dem Weg zu gehen -_- d.h. ich gehe mit viel Motivation an Poker ran und spiel gut.<br /> <br /> 17. Hat dein Spiel schon zu Streit oder Problemen in deiner Familie geführt? Mein Vater ist halt verrückt, ich hab ihn nicht mehr gern, meine Familie ist nicht fröhlich. Mein Bruder der schon paar Jahre nur noch WoW spielt hat alles kaputt gemacht.<br /> <br /> Toll 8 Punkte ich bin krank. Mein Bruder ist noch kranker...<br /> Ich müsste nur meine Sozialen Kontakte aufbauen nur ich hab keine Lust. Meine Gesamtsituation gefällt mir gar nicht, lebe aber damit.<br /> <br /> PS Irgendwie habe ich schon länger das Gefühl das meine Eltern mich nicht ernst nehmen...

#16 cuPsn, 07.09.08 17:24

1. Hast du einmal gespielt, bis dein Geld aufgebraucht war?<br /> A: Ja<br /> <br /> 2. Hast du dir schon einmal Geld fürs Spielen geliehen?<br /> A: Nein<br /> <br /> 3. Hast du einmal fürs oder aufgrund des Spielens einen Kredit aufgenommen?<br /> A: Nein<br /> <br /> 4. Überschreitest du regelmäßig deinen selbst festgelegten zeitlichen oder finanziellen Rahmen fürs Spielen?<br /> A: Ich habe kein zeitliches Limit, wenns läuft dann läufts, wenn nicht mache ich Pause oder höre auf für den Tag. Und nein überschreite ich nicht.<br /> <br /> 5. Kam dir schon der Gedanke, dir illegal Geld fürs Spielen zu beschaffen?<br /> A:Nein<br /> <br /> 6. Denkst du oft an das Spielen?<br /> A: Mhh, das ist eine gute Frage, aber ich würde sie mit Nein beantworten.<br /> <br /> 7. Hast du schon einmal Geld fürs Spielen gestohlen?<br /> A: Nein<br /> <br /> 8. Kannst du dich nur schlecht auf Dinge abseits des Spielens konzentrieren?<br /> A: Nein, ich mache im Moment eine Ausbildung, ein halbes Jahr noch dann Abschlussprüfung, das steht ganz klar im Vordergrund.<br /> <br /> 9. Wirst du unruhig oder aggressiv, wenn du nicht spielen kannst?<br /> A: Nein.<br /> <br /> 10. Scheint dir dein normales Leben verglichen mit dem Spielen langweilig?<br /> A: Nein<br /> <br /> 11. Lässt dein Interesse an deiner Umwelt nach?<br /> A: Nein<br /> <br /> 12. Spielst du, um Verluste wieder hereinzuholen?<br /> A: Nein<br /> <br /> 13. Verheimlichst du vor deinen Freunden oder deiner Familie, wie viel du spielst und wie viel du schon verloren hast?<br /> A: Nein<br /> <br /> 14. Hast du häufig ein schlechtes Gewissen, nachdem du gespielt hast?<br /> A: Nein<br /> <br /> 15. Ist es schon vorgekommen, dass du weiterspielst, obwohl du weißt, dass du dich selbst oder andere schädigst?<br /> A: Nein<br /> <br /> 16. Hast du schon einmal gespielt, um deine Stimmung zu verbessern und Problemen aus dem Weg zu gehen?<br /> A:Nein<br /> <br /> 17. Hat dein Spiel schon zu Streit oder Problemen in deiner Familie geführt?<br /> A:Nein<br /> <br /> 18. Hast du schon einmal deine Arbeit/Schule geschwänzt, um zu spielen?<br /> A: Lol nein!<br /> <br /> 19. Hast du schon einmal aufgrund deines Spiels an Selbstmord gedacht oder einen Suizidversuch unternommen? <br /> A: Selbstmord würde ich nur machen wenn ich einem Menschen mit Absicht Schaden zugefügt habe und er dadurch sein ganzes Leben behindert wäre, oder dadurch sterben würde.<br /> Geld lässt mich daran nicht denken :)

#17 smonschter, 03.10.08 18:21

@ cuPsn:<br /> <br /> Ok, du bist nicht Spielsüchtig würde ich mal als nicht-Psychologe ganz plump behaupten. Allerdings zu Frage 4: Du schreibst du hast kein zeitliches Limit. Ist also auch klar dass du das nicht überschreitest. Ich würde Dir aber raten ein zeitliches Limit zu bestimmen und dich strikte daran zu halten!

#18 unfeared27, 06.11.08 08:06

Also das Thema: Glücksspiel und Sucht hat mich interessiert, da ich eben feststellen konnte, dass ich in letzter Zeit oft auf einige Punkte aufmerksam wurde, die mich nachdenklich gestimmt haben, wie (z.B. gespielte Hände beim Pokern, BR-Management, mein Umfeld(Freunde,Familie , etc.) Trotzdem konnte ich bei diesem Selbsttest nur bei der ersten Frage mit Ja antworten mit der Einschränkung das, dass Geld nicht gebraucht würde und eventuelle Anschaffungen damit hätten getätigt werden müssen.<br /> <br /> Spielen um mein Ego auf zu pollieren ? öhm nee , nobody is perfect. <br /> <br /> Spielen um finanziellen ausgleich zu erziehlen oder verluste wieder wett zu machen ? <br /> Nun, dafür ist definitiv Poker spielen nicht geeignet und ich kann es auch nicht als solches ansehen.<br /> Dafür ist mir mein Privatleben und mein soziales Umfeld, sowie eine geregelte Arbeitszeit viel zu wichtig.<br /> <br /> Geld leihen,stehlen,verschulden um spielen zu können, kommt so ganz und garnicht in Frage.<br /> <br /> Jedoch in anbetracht dessen wie stark Poker doch im Trend steht und wie stark der Ansturm auf Online-Poker-Anbieter ist, sowie auf das Spiel überhaupt, wäre Poker für mich ehr eine Art sportliche und geistige Auseinandersetzung/"Duellierkunst". <br /> <br /> Wer hier fernab der Realität denkt und spielt wird ganz schnell aufwachen und zwar am Boden seines Geldbeutels. <br /> <br /> Ich habe mit meinem eigenen Geld angefangen zu pokern, welches ich übrig hatte. <br /> Pokern war für mich meine monatliche Belohnung fürs schwere schuften und abrackern in den Jobs die ich bis jetzt hatte.<br /> <br /> Ich habe mir aber immer ein persönliches Bankroll-Limit gesetzt,wieviel ich für meine Belohnung zur Verfügung habe, welches ich nicht überschritt.<br /> <br /> Genauso, wie es wichtig ist sich einen Rahmen zu setzen, wieviel Zeit man investieren will und in welchem Rahmen man bis zu einem Bestimmten Betrag man spielen will. <br /> Hat man diesen Rahmen erreicht sollte man sich ganz und gar wieder seinem RL witmen.<br /> <br /> Das waren so meine Schwerpunkte, die ich mir gesetzt habe um überhaupt mit pokern an zu fangen.<br /> <br /> Der Artikel ist so ganz gut angesetzt und sollte hier auch weiterhin bestehen bleiben, es gibt ja auch immer wieder ausnahmen.

#19 cholomi, 02.03.09 09:19

Habe oft darüber nachgedacht, und bin erstaunt doch nicht süchtig zu sein. nur 3 mal ja....glück gehabt lol

#20 DonRonRaven, 30.06.09 21:19

Hab vorletzte nacht meine ganze bankroll verballert (750€) und die ganze woche über jeden tag 12-15 std. gespielt! Auf NL 100 ein bissi verloren (war an dem Tag n Hunni im plus) dann auf NL 200 gewechselt, "um Verluste schnell hereinzuholen"; verloren ud dann auf NL 400 gewechselt, um "Verluste schnell wieder hereinzuholen". Naja- hat zwei Nächte vorher geklappt, jetzt bin ich broke!

#21 xHexerx, 03.02.10 04:02

Ich fände eine weitere Frage für bedeutsam genug, um sie in den <br /> Fragenkatalog mit aufzunehmen:<br /> <br /> "Wenn Du eine Verlustsession hattest, gerätst Du dann in ein Stimmungstief, das länger als eine Stunden anhält, vielleicht<br /> sogar bis zum nächsten Tag?"<br /> <br /> Klar ärgert man sich, wenn eine Session schlecht läuft und natürlich <br /> ist man unmittelbar danach nicht gerade in Hochstimmung. Die Frage <br /> ist nur, wie lange dieses Stimmungstief anhält... <br /> <br /> Im Klartext: "Wie sehr bist Du emotional von Deinen Poker-Ergebnissen<br /> abhängig und wie lange brauchst Du, um davon wieder runter zu kommen?"

#22 Huckebein, 05.02.10 09:47

@21: Vielen Dank für deine zusätzliche Frage. Ich denke, dass viele der Fragen auch deine Frage implizit enthalten. Jeder sollte darüber nachdenken, das ist ein sehr wichtiges Thema.

#23 Dyonis88, 10.02.10 23:40

Sehr interessant durchzulesen!<br /> Auch wenn man nach diesem Artikel nicht als Glücksspielsüchtig gilt (puh knapp dran vorbei :P), so kann man einiges daraus mitnehmen.<br /> Tilt sollte man auf jeden Fall vermeiden und auch wenn man Mitglied bei Pokerstrategy ist, so ist man doch nicht geschützt vor einem schlechten Spiel, vorrausgesetzt man nutzt Pokerstrategy nicht genügend ;).<br /> MfG

#24 Wurador, 01.03.10 05:41

Ich hab den Artikel leider zu spät gefunden aber finde es sehr wichtig das jeder auf jeden aufpasst. Wenn man Freunde hat die Spielen oder online bereits länger Leute kennt und sie einschätzen kann sollte man sehr auf Warnsignale achten und Sie auch direkt darauf ansprechen. Leider finden sich auch im Forum zu wenig Beiträge wo auch mal gezeigt wird das nicht allen PS Membern gelingt die Strategie 1:1 umzusetzen.<br />

#25 gwonkel2, 14.05.10 13:18

Guter Artikel,<br /> Poker ist ja eigentlich kein Glücksspiel, jedenfalls für gute Spieler,<br /> schlechte machen es zu einem Glücksspiel, fordern die Coinflips sozusagen heraus.<br /> Broke gegangen sind wohl schon die meisten, und zahlen denn immer wieder mehr Geld ein.<br /> Eine Pause ist hier wohl das Allerwichtigste, sich damit alleine auseinandersetzen und dann mit Leuten sprechen, denen man vertraut.<br /> Es ist das Gleiche wie Fussball, als Kreisligaspieler bin ich ja kann ich in der bundesliga auch nicht mithalten, genauso ist es beim Poker, Spieler wie ich sind auch noch nicht in der Lage, mit nanonoko mitzuhalten.<br />

#26 jochenwilhelm, 24.05.10 21:15

hat es euch noch net alle schonmal angeschissen?Toll bei mir auf brm einen mansion ac. aufgemacht 50 dollar gratis erstes mtt 2 dollar buy in speed 2 ter 768 dollar win ok angefangen zu grinden 0.10-0,258 max bis elite gekommen glaub über 45000 p mp erspielt und trotzdem iss alles weg jetzt und hört auf mit ohhh ja brm war schlecht......

#27 Nobax, 17.06.10 01:53

19. Hast du schon einmal aufgrund deines Spiels an Selbstmord gedacht oder einen Suizidversuch unternommen? <br /> Oh ja, 50bi down in 2 tagen baby ,)

#28 FreakkRed, 06.09.10 07:12

Also obwohl ich auf 4 Plattformen poker konnte ich nur die erste Frage mit ja beantworten. Und seine Bankroll hat ja wohl jeder schonmal gekillt, zumindest wenn man höchstens 10er- Paysafekarten einzahlt... :)<br /> <br /> P.S.: zugegeben, ich hab Oma mal 2 Mark gemopst um inner Arcade- Halle DoubleDragon zu zocken, aber da war ich 7... habs auch nie wieder getan weil hab mich voll mies gefühlt :D

#29 Numisma, 21.09.10 20:14

Hallo,<br /> <br /> also der Fragebogen ist mit vorsicht zu geniessen, soll natürlich nur ein Schnelltest sein, finde ihn aber speziell für Poker nicht gut adaptiert.<br /> Würde man jemand als arbeitssüchtig bezeichnen, der ZB: Fragen aus seiner Arbeit mitnach hause nimmt und sie im Freundeskreis bespricht, nichts anderesa ist eine Nachbearbeitung nach einer Session oder das meine Hände nochmal durchdenkt und bespricht. Ist doch ein ganz normaler Ablauf, das man Sachen mit denen man sich hoffentlich gern beschäftigt einen immer wieder ins Gdächtnis gerufen werden.<br /> Ausserdem ist mir der Fragebogen und auch einige Aussagen im Text, was die konzeptionstheoretische Seite betrifft zu normativ. Die allgemein philosophische "was ein gutes Leben" ist muss jeder für sich beantworten und dahingegen gibt es sicher nicht nur ein gültiges Lebenskonzept. Jemanden abzusprechen der vielleicht nicht dauerhaft und viele soziale Kontakte hat, das dieser ein Persönlichkeitsstörung hat, finde ich fast schon fahrlässig.

#30 Stronz70, 14.11.10 22:28

Jihaaaaaaa bin doch nicht süchtig.... lol

#31 pisaopfer71, 30.03.11 10:16

Süchtig bin nur nach Schnitzel ...

#32 pisaopfer71, 30.03.11 10:17

"ich" vergessen ... lol

#33 chaikovskyi, 04.04.11 17:05

Ein sehr guter Freund von mir leidet unter Spielsucht. Er spielt alles Poker, Geldautomaten, Sportwetten. Die Kranheit ist wirklich übel und sollte nicht unterschätzt werden. Die Sucht hat ihn sein Studium und seine Familie gekostet. Der hat so gut wie keine sozialen Kontakte mehr

#34 TIppMee, 07.07.11 01:10

Es muss jedem hier klar sein, dass fast jeder Erfolgreiche Pokerspieler/Gambler ebenfalls ein solches Problem hat/hatte ...<br /> Das einzige was ich persönlich als wirklich alamierend empfinden würde wäre wenn jemand a) versuchen würde durch illegale Mittel an Geld für das Spiel zu kommen b) Personen die ihm/ihr wichtig sind damit deutlich schlechter stellt (ein Familienvater verspielt alles und hat kein Geld mehr um die Familie durchzubringen für das Monat) c) jemand an Suizid denkt in diesem Zusammenhang.<br /> <br /> Mindestens jeder 2. der mal gegambelt hat (Poker fällt auch unters gambeln) hat sich schon mal Geld dafür ausgeborgt, sich danach schlecht gefühlt (klar wie soll man sich auch fühlen wenn man sein ganzes Geld verzockt hat), seine Grenzen nicht erkannt oder es war einem unangenehm darüber zu sprechen auch verständlich oder? Du haust Geld an einem Abend weg was du laut Meinung anderer (die es natürlich besser wissen ;)) VIEL besser investieren hättest können, und selbst wenn du ihnen erklärst das du in dem Spiel ne edge hattest, aber leider Pech mit den Karten, würden sie es nicht verstehen, also ist es besser es gar nicht erst anzusprechen.

#35 michaelknight31, 11.11.11 17:53

Gut geschriebener Artikel der aufklärt. Manche Fachausdrücke hätten allerdings noch besser erklärt werden können.

#36 Evilpet, 17.01.12 20:01

hm 0/19<br /> <br /> kann mich irgendwie nicht motivieren zu grinden :/

#37 ritschy22, 02.02.15 23:47

hui watn glück nur zwei oder drei ja´s , aber der Text ...gruselig ^^

#38 Abel1957, 02.04.15 13:29

Hochachtung, das ihr das Thema aufgreift.<br /> Ich denke, das sehr viele Spieler spielsüchtig sind (Ich zähle mich auch dazu). Bin im Schnitt täglich 7 Stunden beim Online Pokern und sehr viele andere Spieler sehe ich auch ständig an den Tischen - sind alles keine Pros!<br /> Morgens bevor ich zur Arbeit gehe etwa 1 Stunde, wenn ich dann nach Hause komme noch mal 1 Stündchen, dann wird ein Nickerchen gemacht und weiter gepokert mit Unterbrechungen für die sonst noch wichtigen Dinge wie Putzen, Kochen, Essen, Waschen usw.<br /> Sonstige Aktivitäten sind stark zurückgegangen. Gelegentlich mal auf ein Konzert, mal Essen gehen oder ins Kino und 2 mal die Woche ins Fitnessstudio. Das war`s. Früher fast täglich was unternommen, jetzt grad noch so 2 - 3 mal die Woche.<br /> Gelernt habe ich allerdings nur mit dem Geld zu pokern, was ich erübrigen kann. Meinen Verpflichtungen komme ich noch nach. Trotzdem denke und merke ich, das das Pokern schon Suchtpotential hat. Wenn mal das Internet nicht läuft und ich nicht pokern kann.. - sprecht mich bloß nicht an. Dann komme ich richtig schei.... drauf.<br /> <br /> Gruss <br /> Dirk

#39 mcmurphy1, 03.04.15 16:16

netter Artikel wenn auch nix neues für mich.Test gemacht : nope nicht spielsüchtig

#40 potbot96, 28.04.15 13:57

Sehr guter Artikel. Wem er nicht gefaellt,dann eben nicht. Aber denk mal andersrum: Wie vielen Menschen kann dieser Artikel schaden,wie vielen wird er helfen sich Gedanken zu machen und zu hinterfragen? Thumbs up von mir!<br /> <br /> Und wo wir beim Thema Ehrlichkeit sind:<br /> <br /> Ich falle selbst nahezu zu 100% in die Gefahrengruppe. Allein sich dessen bewusst zu sein hilft schon,sich ganz andere Grenzen zu setzen,sich anders zu hinterfragen. Vaterprobleme? Hatte ich definitiv. Narzissmus? Auch ein klares Ja. Mit 21 die erste Therapie gehabt wegen des fruehen Todes meines Vaters. Hat geholfen,aber komplett 'geheilt' war ich damals sicher noch nicht. Mit 19/20 hatte ich rueckblickend sicher ne klare Neigung zum Gluecksspiel. Spielautomaten, ne relativ kurze,aber heftige Erfahrung. Aus 1,2 oder 5 Euro wurden schnell 20, aus 20 ab und an selbst 60 oder 100. Hab sicher vieles von dem erfahren was oben beschrieben wird. Werteverlust? Nein,den gluecklicherweise nicht. Gerade die mir mitgegebenen Werte gaben mir die Kraft aufzuhoeren. Verschuldung,Diebstahl etc. waren immer no-go's fuer mich. Hinzu kam die Scham fuer das was ich tat. Nach nem knappen Jahr hatte ich die Schnauze voll von mir selbst. Aufgehoert von heute auf morgen,noch 4,5 Mal rueckfaellig geworden und 5-10 Euro verspielt,drueber nachgedacht und mir ne X-Box gekauft,6 Wochen intensiv gezockt,aber nie mehr am Spielautomaten gesessen (bis heute uebrigens).<br /> <br /> Auf der Kippe zur permanenten Spielsucht stand ich dennoch damals. Ne andere Erziehung,andere Familie,andere 'Freunde' von denen man sich mitreissen laesst und es haett ganz schnell gehen koennen...<br /> <br /> Mit 25 dann der Tod meines Bruders,Depression,noch andere Probleme obendrauf und die zweite Therapie. Gott was bin ich dankbar fuer diese Zeit!!! Mein Leben lang werd ich s nicht vergessen,die Hilfe die ich dort bekam. Gruppentherapie mit vielen anderen,unterschiedlichste Schicksale,unterschiedliche Probleme. Ich habe gelernt dankbar zu sein in der Zeit,fuer das Leben das ich habe,meine Gesundheit,meine Familie und viele andere Dinge. Mein Selbstmitleid zu vergessen,ja,es zu verachten. Vor allem aber,meine tiefer liegenden Probleme zu erkennen,zu akzeptieren und daran zu arbeiten. Narzissmus war eines davon musste ich erfahren. Seit ich 12 bin hatte ich immer wieder verschiedenste Probleme mit Mitmenschen,Lehrern,Arbeitgebern,an der Uni etc.,machte mir Sorgen,habe gegruebelt,mich bemitleidet etc. In der Therapie habe ich erkannt dass ich diese Probleme unbewusst selbst verursacht oder zumindest verschlimmert habe. Das liegt jetzt 10 Jahre zurueck,seitdem ging es stetig bergauf,ich geniesse mein Leben und sehe die Welt mit anderen Augen,reise viel wann immer es moeglich ist,mache viel mehr Sport als frueher,ernaehre mich gesuender,arbeite an mir selbst und sehe dass Menschen ganz anders reagieren,lache mehr und sammle schoene Erinnerungen.<br /> <br /> Zurueck zum Artikel: Trotz allem was ich gelernt habe,bin ich gefaehrdet,anfaellig fuer narzisstische Neigungen,Depressionen und auch Spielsucht. Es hilft sich das immer wieder bewusst zu machen und die Gefahr zu erkennen. Dieser Artikel hat auch mir geholfen. Ich liebe es zu pokern,bin sicher nicht spielsuechtig,aber gefaehrdet. Beim Selbsttest hatte ich 4x JA. Nicht viel,dennoch auch nicht nichts. Darueber hinaus hilft mir der Artikel konkret zu sehen wo die Gefahren liegen und worauf ich beim Pokern achten sollte. Nicht spielen wenn ich mich nicht gut fuehle,sauer oder traurig bin,nicht noch mehr spielen wenn ich einmal nur verloren habe. Die komplette Fragenliste ist ein Leitfaden fuer entsprechende Warnzeichen,fuer mich,aber auch jeden anderen Pokerspieler.<br /> <br /> Eine Bitte und ein Tipp an jeden der das liest: Seid EHRLICH zu Euch selbst! Spielsuechtig zu sein ist keine Schande,um Hilfe zu fragen genausowenig. Verarscht Euch nicht selbst,auch wenn Ihr nicht spielsuechtig seid,aber wie ich 3,4,5x ein JA habt ist das was anderes als ueberhaupt nicht gefaehrdet zu sein. Thx for reading ;-)