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StrategiePsychologie

Stop-Loss-Limits - Rettungsanker setzen

Einleitung

In diesem Artikel
  • Stop-Loss-Limits schwächen schlechte Tableselection ab
  • Stop-Loss-Limits helfen bei der Tiltvermeidung
  • Bei 5 Buy-ins oder 100 Big Bets Verlust ist die Session gelaufen

Als Pokerspieler hat man zwei Funktionen inne. Auf der einen Seite steht der Sportler, der jedes Mal aufs Neue an den Tischen gegen andere Spieler antritt. Auf der anderen Seite steht der Manager.

Der Manager sorgt dafür, dass der Sportler trainiert und seine Technik weiterentwickelt. Er sucht die Gegner aus, verwaltet die Einnahmen oder auch die Verluste. Er kümmert sich darum, dass die Karriere vorangeht.

Sich selbst als Pokerspieler zu managen, hat nicht nur etwas mit Geduld oder Disziplin zu tun, sondern ist auch wesentlich eine Frage des Handwerks. Das wichtigste Werkzeug in deinem Arsenal ist das Bankrollmanagement.

Sein Nutzen: Ein solides Bankrollmanagement führt dazu, dass du nur die Limits spielst, auf denen du auch einmal verlieren kannst, ohne dich dabei zu billig zu verkaufen. Du kannst verlieren, ohne zu weit zurückzufallen, kommst aber auch gut voran, wenn du gewinnst.

Ein anderes Werkzeug, das dich beim langfristigen Vorankommen unterstützt, ist das Setzen von Stop-Loss-Limits.

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Wertpapier- und Devisenhandel. Wenn der Kurs unter eine bestimmte Marke, das Stop-Loss-Limit, fällt, dann werden deine Papiere oder Devisen sofort zum Verkauf freigegeben.

Du kaufst dir Aktien und hoffst, dass der Kurs und damit ihr Wert steigt. Er fällt aber. Irgendwann wird dir die Sache zu heikel und du verkaufst die Aktien für das nächstbeste Angebot, um die Verluste nicht noch weiter zu vergrößern.

Das Prinzip kann man auch auf Poker anwenden. Ein Stop-Loss-Limit zu setzen, heißt dann: Wenn du Verluste einspielst und deine Verluste überschreiten irgendwann einen bestimmten Betrag, dann brichst du das Spiel ab. Ein No-Limit-Spieler würde z.B. sagen: Wenn ich drei Buy-ins verliere, gehe ich vom Tisch.

Was ist der Nutzen eines Stop-Loss-Limits?

Der Nutzen eines Stop-Loss-Limits ist, dich aus einer Situation herauszuholen, in der du oft dazu verdammt bist, weitere Verluste anzuhäufen. Im Devisenhandel verhindert es, dass du zu lange in einer Handelsposition bleibst, die du so schnell wie möglich abstoßen solltest, nur weil du hoffst, dass sich der Kursverlauf doch noch umkehrt.

Im Poker kann es z.B. sein, dass du etwas bei der Tischauswahl übersehen hast. Vielleicht ist die Spielerkonstellation und –reihenfolge am Tisch unprofitabel. Oder es ist ein Spieler am Tisch, von dem du weißt, dass er ein Fisch ist, aber du kommst mit seiner Spielweise nicht klar.

Deine Verluste müssen einen Grund haben und einer kann sein, dass der Tisch selbst nicht profitabel ist. Ein Stop-Loss-Limit zu setzen, ist ein Mittel, die Auswirkungen zu begrenzen, wenn du einmal einen richtig schlechten Tisch erwischst.

Du kannst aber auch Pech gehabt haben. Du hast sauber gespielt, aber es läuft einfach nicht. Deine Draws kommen nicht an, deine made Hands werden andauernd überholt. Dadurch gelangst du in die klassische Ausgangssituation für das Entstehen von Tilt.

Der Tilt ist nichts, was du einfach so ausschalten kannst. Jeder ist auf irgendeine Weise anfällig dafür. Du kannst ihn kontrollieren, z.B. indem du dich aus Situationen heraushältst, in denen die Entstehung von Tilt in dir geradezu provoziert wird.

Es gibt Leute, die sagen: Einfach weiterspielen! Aber wieso sollte man das tun, wenn die Wahrscheinlichkeit mehr und mehr steigt, dass man gar nicht mehr in der Lage dazu ist? Die größten Verluste im Poker werden nicht von schlechten Spielern, sondern von Tiltern angehäuft.

Ein Stop-Loss-Limit zu setzen, neutralisiert diese Situationen. Du läufst nicht mehr Gefahr, dich auf einmal ganz unten in der Pokernahrungskette wiederzufinden, weil du vorher schon vom Tisch gegangen bist.

Um das Vorangegangene zusammenzufassen, liegt der Nutzen eines Stop-Loss-Limits darin, …

  • ... die negativen Auswirkungen zu begrenzen, wenn du einen wirklich schlechten Tisch erwischt hast - einen Tisch mit zu guten Gegnern, unprofitabler Spielerkonstellation oder Gegnern, mit deren Spielweise du nicht klarkommst.

  • … dich aus Situationen herauszuholen, die sehr offensiv die Entstehung von Tilt provozieren.

Du begrenzt nicht einfach deine Verluste aus Angst, noch mehr zu verlieren. Etwas knabbert gerade massiv an deiner Winrate und deiner Bankroll. Das neutralisierst du, indem du bei Erreichen deines Stop-Loss-Limits vom Tisch gehst.

Das Stop-Loss-Limit nachziehen

Es kommt auch vor, dass du an einem Tisch zunächst gut durchstartest und Gewinne einfährst. Aber auch dann gilt das Gesagte aus dem vorherigen Abschnitt. Bei Gewinnen solltest du deshalb dein Stop-Loss-Limit nachziehen.

Ein Beispiel: Ein No-Limit-Spieler hat sich eine Grenze von drei Buy-ins gesetzt. Wenn ich die verliere, sagt er sich, gehe ich vom Tisch. Er gewinnt aber erst einmal vier Buy-ins.

Um jetzt sein Stop-Loss-Limit zu erreichen, müsste er schon ganze sieben Buy-ins verlieren. Die Frage ist: Muss er wirklich erst sieben Buy-ins verlieren, um zu merken, dass etwas absolut falsch läuft? Und wie gut muss er sein, dass er vier oder fünf Buy-ins in Folge verlieren und immer noch völlig unbeeindruckt sein A-Game abliefern kann?

Wenn du gewinnst, dann zieh dein Stop-Loss-Limit nach. Du sagst dir: Wenn ich $150 verliere, war es das für heute. Du gewinnst aber erst einmal $100. Dann ziehst du die Verlustgrenze um diesen Gewinn nach oben und dein Stop-Loss-Limit liegt dann bei - $50 statt bei - $150.

Das solltest du immer dann machen, wenn deine Gewinne eine nennenswerte Höhe erreicht haben. Du wirst nicht nach jedem kleinen Pot dein Limit nachziehen. Es zu machen, ist unabdingbar, weil die im Abschnitt zuvor genannten Gründe auch dann greifen, wenn du zunächst Gewinne eingefahren hast.

Machst du es nicht, musst du erst einmal eine noch größere als zuvor festgelegte Menge Geld verlieren, bevor du dich an den Kopf fasst und fragst, warum du nicht schon früher vom Tisch gegangen bist.

Wo sollte dein Stop-Loss-Limit liegen?

Ein Stop-Loss-Limit setzt man nicht nur für einen Tisch, sondern auch für eine ganze Session. Dementsprechend musst du unterscheiden. Du kannst einen schlechten Tisch erwischen, den verlassen, aber noch andere gut weiterspielen.

Dein Stop-Loss-Limit für einen einzelnen Tisch ist ein anderes und meist geringer als das für eine ganze Session.

Nimm dir einmal die Zeit und überleg, welche Verlustspiele du schon erlebt hast. Bei welchen Beträgen, würdest du jetzt im Nachhinein sagen, hättest du besser aufhören sollen?

Es gibt Profispieler, die einen No-Limit-Tisch schon verlassen, wenn sie zwei Buy-ins verloren haben, die aber erst nach neun Buy-ins Verlust eine komplette Session abbrechen.

In der Praxis haben sich einige grobe Faustregeln etabliert. Für No-Limit und Pot Limit liegt das Stop-Loss-Limit bei drei Buy-ins für einen Tisch und bei fünf Buy-ins für eine ganze Session, wenn du nicht gerade extremes Multitabling betreibst. Die Grenze verschiebt sich ebenfalls weiter, wenn du die Shortstackstrategie spielst.

Spielst du SNGs, dann mach keine neuen Tische mehr auf, wenn du bisher acht Buy-ins verloren hast. In Fixed Limit beträgt die untere Verlustgrenze für einen Tisch 50 Big Bets und für eine Session 100 Big Bets.

Diese Zahlen sind natürlich kein Muss und nur ein Anreiz zum Nachdenken. Der wesentliche Punkt ist, dass du dir überhaupt angewöhnst, vernünftige Stop-Loss-Limits zu setzen und dich auch wirklich daran hältst. Wie auch ein solides Bankrollmanagement sind sie ein mächtiges Werkzeug, wenn richtig angewandt.

Du wirst damit nicht besser spielen und an den einmal gemachten Verlusten kannst du auch nichts mehr ändern, doch sie verhindern Verlustexzesse und beeinflussen so deine Winrate und deinen Kontostand positiv und zwar über die Gesamtheit aller Einzelspiele hinweg.

Fazit

Ein Pokerspieler, der nicht nur aus Spaß, sondern auch auf Erfolg spielt, kommt nicht daran vorbei, sich irgendwann auch seiner Funktion als sein eigener Manager bewusst zu werden. Der Spieler in dir will immer mal wieder Dinge tun, die unvernünftig oder schlicht dumm sind. Er sieht nur das eine Spiel und will aus diesem das Maximum holen. Er kann seine halbe Bankroll verspielen bei dem Versuch, das Blatt noch zu wenden und allen zu zeigen, dass er der Bessere ist.

Der Manager aber sieht alle Spiele und ihn interessiert, dass du am Ende eines Monats das Maximum aus allen Spielen der vergangenen vier Wochen geholt hast.

Manchmal machst du das beste aus einem Spiel, wenn du es einfach abbrichst. Salopp gesagt: Du wirst dein Lebtag Sessions erleben, in denen du nur auf die Fresse kriegst. Du kannst bleiben und dich weiter vermöbeln lassen. Du kannst dir auch sagen, dass du zu schön für diesen Mist bist, und die Tische verlassen. Das Geld gewinnst du so oder so zurück. Nur nicht heute.

Wenn du das nächste Mal an die Tische gehst, denk daran, dir vorher ein Stop-Loss-Limit zu setzen. Schreib die Zahl am besten auf einen Zettel und leg ihn neben die Tastatur. Es fällt nicht immer leicht, sich daran zu halten. Versuch es. Es rettet dir auf lange Sicht eine Menge Geld.

 

Kommentare (60)

#1 DaWyatt, 22.09.08 14:17

Es ist nichts neues, aber ich finde es wirklich vernünftig mal anzumerken. Zumal das auch ein Hauptkandidat ist , dass sich zB eure 50$ in Schall und Rauch auflösen.<br /> Diskutiert wurde ja schon ewig drüber: Sorgenhotline, Selbstmanagement.<br /> <br /> Also "good job", dass das mal zur Sprache kam.

#2 7yoda7, 22.09.08 14:21

#1

#3 Bibbaaa, 22.09.08 14:27

#3

#4 DekoAce, 22.09.08 14:29

#4

#5 Sasch0r, 22.09.08 14:29

guter Artikel , wird mir helfen

#6 wespetrev, 22.09.08 14:35

Hätt' ich das doch schon früher gewusst.... ;-)<br /> <br /> Im Ernst. Aus entsprechender schlechter Erfahrung habe ich mir eine ähnliche Strategie gebastelt. Ich hatte mich zu lange an einem Tisch festgehalten, weil ich dachte, dass die Gegner mit den typischen Fisch-Stats mich doch irgendwann ausbezahlen müssen. Taten sie aber nicht! Warum also sich an einem Tisch die Zähne ausbeißen, an dem es einfach nicht läuft (und mein table image deshalb im Keller ist), wenn es genug andere Tische gibt?

#7 Zw3rG, 22.09.08 14:37

ich hab schon 8 sessions gehabt mit mehr als 100BB verlust... werde in zukunft früher aufhören wenn es down geht und erstmal paar stunden oder sogar nen tag pause machen!

#8 Jerome81, 22.09.08 14:41

n1

#9 Knallo, 22.09.08 14:55

Habe ich immer schon so gehalten, wegen Tilt-Gefahr. Ist aber erfreulich, das Ganze noch einmal in klarer Darstellung zu lesen. Gute Sache!

#10 Warlord, 22.09.08 14:59

Mit Stop-Loss-Marke bekomme ich aber garnicht mehr diese schönen V-Kurven an einem Tag hin... langweilig... :(

#11 mcmighty, 22.09.08 15:28

naja, kann man imo nicht so ganz aufs pokern übertragen. wenn mir ein bigfish 3 stacks wegluckt und ich weiterhin a-game bringen kann, verlasse ich bestimmt nicht den tisch.

#12 Stoxx81, 22.09.08 15:46

Da hast du imo den Artikel nicht kapiert #11!<br /> Wenn dieser Bigfish dir 3 Stacks abgenommen hat, egal wie sehr er rumgeluckt hat, dann kannst du ihm theoretisch mit deinem A-Game die Kohle wieder abnehmen. Aber wenn du wirklich einfach eine Dreckssession erwischt hast, dann wird das Geld im besten Falle zu den anderen TAGs am Tisch weitergereicht und der Fisch suckt dich weiter und weiter aus. Nichts anderes wird doch wortwörtlich hier beschrieben. It's one big session. Nimm ihm die Kohle beim nächsten mal ab...

#13 picard007, 22.09.08 16:14

Stimme #11 voll zu.<br /> @#12: Du hast es nicht verstanden: wenn die Gegner immer auf ihre 20%-Chancen spielen bleibt man auf jeden Fall am Tisch! Auf was für eine noch profitablere Situation will man denn noch warten?! Das die Fische auch 3 harte beats nacheinander austeilen gehört zum Spiel - aber dafür lieben wir sie doch...(für das schlechte Spiel jedenfalls).

#14 emophiliac, 22.09.08 16:31

das problem ist, dass sich da einige überschätzen und trotz einiger beats weiterspielen, ohne zu merken, dass sie ihr a-game gar nicht mehr bringen können. tilt ist etwas derart fundamental-archaisches, dass man eigentlich immer davon ausgehen kann, dafür anfällig zu sein.

#15 Trigger1201, 22.09.08 16:33

Stopp-Loss-Limits am Tisch machen die Hälfte von gutem BRM aus. SL-Marken sagen nichts darüber aus wie gut der Tisch ist und wie gut man selber spielt. Die Einhaltung von SL-Marken sind ein Zeichen von Disziplin und das sollte einen guten Pokerspieler ausmachen.<br /> <br /> Das Hauptaugenmerk sollte bei jedem darauf liegen, die SL-Marke VOR der Session zu bestimmen.<br /> <br />

#16 BLANKO, 22.09.08 16:47

das ganze ist doch viel zu statisch, manchmal lohnt es sich noch am tisch zu bleiben und manchmal muss man viel frueher schon abziehen, aber wie soll sich jemals diese gefuehl entwickeln wenn alles so starr vorgegeben wird. hauptziel ist es doch zu lernen sein A-game zu spielen, und wenn ich unter druck bin, dann ist es doch noch wichtiger sich im zaum zu halten. das werde ich aber nicht lernen wenn ich drei stacks vorne bin und weiterspiel. darum finde ich die phasen sehr wichtig und man kann eine menge erfahrungen lernen und sollte sie nicht immer zwangsweise abbrechen ! die meisten haben doch probleme mit ihren emotionen und nicht mit der theorie !

#17 HariRadovan, 22.09.08 17:13

Sehr guter & vor allem wichtiger Artikel. Bin auch der Meinung, dass man nach einer richtigen Pechsträhne nicht mehr so gut wie sonst spielt, Poker hat halt auch viel mit Selbstvertrauen zu tun.

#18 OnkelHotte, 22.09.08 17:33

Zum Thema Statik: Generell ist die gerade wichtig daran, weil man nur so seine Regel dogmatisieren kann und sich nicht im Zweifelsfall alles schönreden kann.<br /> <br /> nach dem Motto: Wenn ich mich schlecht fühle, dann eher 5 Buyins, gehts mir aber gut, dann 10 Buyins Stop/Loss. Plötzlich fühlt man sich dann wieder gut nach 5 Buyins, obwohl es einen Scheisse geht, weil man Losses chasen will und plötzlich ist dann der Gegner doch ein Fisch, weil man unbedingt das Geld wiederhaben will.<br /> <br /> Darum ist eine statische Grenze gar nicht schlecht. Stop-Loss bedeutet ja Prävention und diese sollte man machen, auch wenn man sich aktuell vielleicht noch ganz gut fühlt.<br /> <br /> Bedenkt immer: Wenn ihr merkt, dass ihr nicht mehr A-Game spielt, dann kann schon ein Schaden entstanden sein, der nicht hätte sein müssen.

#19 spectacle, 22.09.08 18:44

sehr guter artikel, vor allem die abstraktion zwischen poker-manager und poker-spieler gefällt mir sehr gut. die grenze von 5 buy ins finde ich auch vernünftig gewählt, da mir kein noch so guter spieler erzählen kann, dass ihn verluste über dieser grenze nicht auf irgend eine art und weise beeinflussen und von seinem gewohnten spiel abweichen lassen. das problem mit variablen grenzen je nach verfassung ist, wie hotte bereits sehr gut beschrieben hat, eben der kleine gambler in uns allen, dem nichts mehr missfällt als eine session abzubrechen, schon gar nicht wenn wir in den roten zahlen sind. somit kann einen die eigene innere stimme ziemlich zum narren halten und man sollte sich trotzdem strikt an die festgelegten grenzen halten.<br /> <br /> ich würde mich sehr über weitere artikel aus diesem themengebiet freuen, weiter so!

#20 BLANKO, 22.09.08 19:36

@onkel hotte<br /> das ich mir eben nichts vorgaugle oder in ausreden fluechte, muss ich lernen in solchen situation richtig umzugehen und ein wahres gefuehl fuer die situation zu entwickeln so das uns unsere innere stimme eben nicht zum narren halten kann.du kannst in einer sache nur richtig gut werden wenn du es auch gelernt hast in extremsituationen mental stabil zu sein, das ist grundvoraussetzung um korrekt zu entscheiden.<br /> und das kann man leider nicht durch lesen lernen sondern nur durch training und anschliessendes analysieren.hast du das nie gelernt wirst du in solchen situationen immer wieder grosse fehler machen weil du deinen bauch sprechen lassen wirst.<br /> und wir wollen doch perfekt werden, oder doch nur den bequemen weg gehen ?

#21 alex1234, 22.09.08 21:00

Besonders wichtig finde ich das Nachziehen des Limits zu beherzigen. <br /> <br /> Ich hör auch schonmal auf, wenn ich direkt zu Beginn der Session extrem rumlucke und zusätzlich jeder Bluff funktioniert. Wenn ich dann nach 200 Händen 50BB hab, dann nehme ich diese mit und warte nicht, bis Euphorie und Selbstüberschätzung ihr zerstörendes Werk beginnen.<br /> Ein schönes Plus in wenigen Händen weggerivert zu bekommen führt meiner Meinung nach zu den schlimmsten Tilts.<br /> Natürlich soll man profitabele Situationen nicht auslassen aber man muss Varianz "nach oben" als solche erkennen und sich davon nicht beeindrucken lassen.

#22 BLANKO, 22.09.08 23:06

@alex1234<br /> warum hoerst du dann auf wenn du dich nicht beeindrucken laesst ?<br /> und seit wann ist die naechste hand von der letzten abhaengig?<br /> ihr werdet mit DIESER denkweise immer wieder mal einen verbraten bekommen. ist das so schwer, es geht nur darum X Haende oder die zeit X sein A-game zu bringen. ob up oder down intressiert nicht. nach 1 jahr spielt es keine rolle ob du in der session x plus oder minus gemacht hast, den der profit ist da, wenn du schoen dein a-game gespielt hast. aber bei den meisten hier gewinnt das up oder down die kontrolle ueber das spiel. seht euch doch mal das gejammer in den threads an.<br /> umdenken ist angesagt und das muss hart erarbeitet werden.<br /> begrenzen nach oben und unten ist in meinen augen falsch.<br /> wie das einnehmen von schmerzmittel, du betaeubst deine schmerzrezeptoren, als die ursache der schmerzen zu beheben.<br /> aber es ist bequemer die ursache so wegzuschieben, wie es auch bequemer ist einfach aufzuhoeren zu spielen, weil meine emotionen immerwieder macht ueber mich bekommen. es ist sicher eine loesung, aber ist es die beste die uns weiter bringt ? denkt mal darueber nach !!

#23 generalerror, 23.09.08 02:59

Was in dem Beitrag fehlt, ist meiner Meinung nach auch der Vorschlag, ein Limit nach oben hin zu setzen. Ich als SnG Spieler beende meinen Tag grundsätzlich nach Swings von 10 Buy-Ins, egal in welcher Richtung. Und so lange ich mich innerhalb dieser Grenzen bewege, versuche ich, möglichst jeden Tag mit einer Winning Session abzuschließen (was im Moment leider selten gelingt), ganz einfach weil ich dann besser schlafen kann...weil jede Losing Session eine psychische Belastung darstellt. Als Empfehlung kann ich folgendes nennen:<br /> <br /> Man sollte mit dem spielen aufhören, wenn:<br /> -Man seine Limits überschreitet.<br /> -Man sich erholen muss (schlafen, essen, kacken...).<br /> -Man Zeit für Familie, Freunde, Beruf, Schule, Studium, etc. braucht.<br /> -Man eine Session hingelegt hat, mit der man zufrieden ist.<br /> <br /> Andernfalls: Schuffle up and deal!

#24 Stan, 23.09.08 03:22

also ich werds auch mal damit versuchen. nach ner sehr guten phase kam nämlich nun der DS und ich hab selber oft gemerkt das ich tilte und dann auch aufgehört. fixe grenzen lassen mich das aber evtl schon früher erkennen.<br /> THX

#25 picard007, 23.09.08 07:48

Ich halte es für grundsätzlich falsch solche Stopp-Loss Marken an Buy-ins auszurichten. Wenn ich 2 schlechte (teure) Entscheidungen getroffen habe muss ich von den Tischen. Bin ich aber 5 Stacks up weil ich gut und die Gegner schlecht gespielt habe - bleibe ich natürlich dran!<br /> <br /> Stopp-Loss an Hand von Stacks zu setzen ist viel zu statisch - stopp loss an Hand der Qualität der Entscheidungen zu setzen halte ich für viel besser. Dazu muss ich natürlich während des Spiels ständig meine Entscheidungen nachträglich analysieren.<br /> <br /> Am Sonntag war ich nach 1 Stunde 5 Stacks down: 2x war ich klar vorne gewesen, 2 Coinflips verloren und eine schlechte Entscheidung getroffen. Da mein stopp loss bei 2 schlechten Entscheidungen liegt, spielte ich weiter und konnte den Tag mit einem halben Stack plus beenden.

#26 alex1234, 23.09.08 17:46

# 22<br /> natürlich ist es den Karten egal, ob man up oder down ist, aber ich habe erkannt , dass ich bei extremen swings in beide Richtungen vom A-game abweiche. Dies zu ändern mag möglich sein, ist aber um einiges aufwändiger, als das Spiel mit kleinen Pockets zu verbessern, da nämlich die eigene Psyche im Spiel ist. Meine Line ist daher: sit out next blind.<br /> <br /> Was mich am setzen Fester Limits allerdings stört ist, dass man dann ständig aufs Geld schielen muss, wass ich auch nicht förderlich finde. Hier wär ein Tool schön, dass sich bei Erreichen eines Limits meldet

#27 Trigger1201, 24.09.08 07:19

Wäre schön wenn der Artikel mit Verbindung auf dei Behavorial Finance adaptet werden könnte bzw. wie sich kleine/große Verluste/Gewinne auf die Psyche auswirken.<br /> Ich find den Artikel inhaltlich korrekt - vor allem dass man seine Verlustmarke bei Gewinnen am Tisch nachziehen sollte. <br /> Damit wird die Grundtheorie des Wertpapier-Tradings erfüllt: Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen. Wenn ich zweimal 3 Stacks etc. einbüße und dafür einmal 7 Stacks gewinne, bin ich longterm auf der Gewinnerseite.<br /> Außerdem muss doch ein Aussteigen nicht unbedingt mit schlechtem Spiel zu tun haben... Letztlich gibt's doch Up- und Downswings. Wenn ich in einem Downswing sein sollte - egal ob durch B-Game oder Kartenpech - und 3-5 Stacks verliere, dann lasse ich durch Befolgen der SL-Marke diesen nicht zu groß werden.<br /> Wenn ich andererseits in einem guten Upswing bin und meine SL-Marke nachziehe, sichere ich meine Gewinne ab.<br /> <br /> Seht doch die SL-Marke als gelbe/rote Ampel an. Man kann weiter fahren - sollte sich aber über die Risiken bewusst sein.<br /> <br /> Und wenn hier einige meinen, dass der Fish nur Kartenglück gehabt hat und ich mir die gute Gelegenheit nicht nehmen lassen möchte, mein Geld zurück zu gewinnen: ihr seid auf einem guten Weg diese Verluste "PERÖNLICH" zu nehmen und das ist kein A-Game mehr. Zudem wird mit diesem "Sitzenbleiben" der Aspekt der "Big-One-SESSION" missachtet.<br /> <br /> Passt also auf.

#28 thorstencho, 25.09.08 06:17

Super Artikel.<br /> Wenn ich ohne SL-Limit spiele, mache ich entweder einen blöden Fehler und/oder überschätze meine mentale Stärke ganz einfach.<br /> Tilt-Resistenz hält eben auch nicht ewig....

#29 PaulemannPoker, 25.09.08 23:15

Jawoll, je mehr ich von diesen Artikeln lese, desto schneller wird mir klar wie unnötig ich meinen Freund Tilt mit Geld versorge...

#30 djoser, 29.10.08 16:27

sehr guter und hilfreicher Artikel

#31 unfeared27, 06.11.08 08:57

ich stimme dir voll und ganz zu. Mein Stop-Loss-Limit liegt bei jeweils pro Tisch 3x20 BB. Sofern ich aber merke ich hab nen blöden run; hier komm ich so schnell nicht weiter, hab schon einmal 20bb verloren , seh ich zu nur wirklich eindeutige Premiumhände zu spielen . Also : so tight as you can - die 25 BB voll zu machen und mich dann vom Tisch zu verabschieden.<br /> <br /> Habe ich vorher erst nach 8x20bb gemacht und ich muss sagen: " Es war falsch!" . <br /> <br /> SSS'ler sollten darauf sehr stark achten die Verluste so gering wie möglich zu halten. <br /> Ein verlorener Stack ( 20BB) ist nicht die welt , aber 25BB und vom Tisch zu gehen ein weiterer Schritt nach vorn. <br /> <br /> Daher lieber als SSS'ler das Stop-Loss-Limit bei 20BB setzen einen Rebuy machen und mit den vorgeschriebenen 25BB vom Tisch gehen als sich mit dem Verlust großartig zu beschäftigen und sich damit auf zu halten. <br /> Das war meine heutige Erfahrung die ich gemacht habe bei meiner $10 Session. <br /> <br /> Ich habe innerhalb von 5 Std. mit diesem Stop-Loss-Limit und der SSS die $10 gewinn eingefahren und muss sagen. Es war wirklich besser so zu pokern als wenn ich mich an tischen aufgehalten habe wo ich schon 2x20BB investiert habe und mit dem dritten nun noch mal schaue ob ich denn jetzt eine bessere Hand bekomme. <br /> <br /> Wirklich nur zu empfehlen ;) . <br />

#32 MoneymakerMike, 22.05.09 18:23

Ich bin leidenschaftlicher Sit n Go Spieler. Und ich kann dem Artikel nur zustimmen! Nach einem Downswing ist es sehr schwierig noch ein A-game zu spielen. Besser ein paar Stundebn Pause machen........

#33 1ch, 26.07.09 20:20

Sh*t, hät ich den Artikel mal früher gelesen... ^^

#34 DFW, 30.08.09 10:15

Sehr guter Artikel.<br /> Ich hatte mal einen unglaublichen run auf nl 20 und binn in zwei std an einemTisch von 20$ auf 110$ hoch(4 mal AA gegen AK reingestellt und natürlich gewonnen. Als ich irgenwann auf 80$ zurück viel war ich plötzlich on tilt was bei 3 stacks up völlig unangebracht war. Wär mit dem Artikel nicht passiert...

#35 Dyonis88, 29.12.09 14:51

So ein ähnliches Prinzip habe ich mir auch schon ausgedacht.<br /> Gut, dass ich jetzt eine kleine Orientierungshilfe habe.<br /> <br /> MfG

#36 feinfuehl, 14.02.10 14:16

für mich nicht wirklich anwendbar, sit and gos multitable ich bis zu 7-8 stück, und es werden direkt neue aufgemacht wenn ein altes zuende geht, nach einer session wird dann abgerechnet und in den meisten fällen komm ich dann bei + an.<br /> <br /> Ringgames spiel ich eher selten, und verlassen nach einem verlorenen Buyin meistens sowieso direkt den tisch.

#37 donnova, 19.07.10 16:26

c

#38 Alizeee, 27.07.10 17:22

Wo ungafähr sollte man denn bei der ShortstackStrategie das Limit pro Tisch setzten? eher nochmals nachkaufen oder doch schneller verlassen?

#39 David, 28.07.10 08:39

@38: Hallo Alizeee, in unseren SSS Einsteigerartikeln findest du genaue Regeln für das verlassen des Tisches, siehe hier: <br /> <br /> http://de.pokerstrategy.com/strategy/sss/1373/1

#40 SBozdag, 29.08.10 21:02

Der Artikel wäre perfekt, wenn man den Aspekt der Standardabweichung ebenfalls berücksichtigen würde. Die Varianz beim HU ist viel größer als beim FR, weshalb ein Stop-Loss-Limit hier garantiert höher gesetzt werden muss.<br /> <br /> Ich würde mich freuen, wenn der Autor den Artikel unter diesem Aspekt erweitern könnte ...

#41 Eiturlyf, 08.10.10 11:22

Das ganze Konzept ist ja schön und gut, jedoch sollte man während einer Session nicht dir BR checken...<br /> <br /> ...wäre ganz schön wenn die Anbieter eine solche Funktion (evtl. sogar incl. eines dynamischen SL) implementieren würden, (zB. ein Pop-Up o.ä.).

#42 as905, 28.10.10 10:36

Sehr schöner und Realitäts echter bericht sollte so manchen playern die augen öffnen! weiter so Pokerstrateegy!!

#43 Chicko91, 29.10.10 19:08

alles selbstverständlich. die einen müssen sowas lesen, die anderen können sich sowas denken. es ist doch wohl klar, dass ich nach ein paar verlusste aufhöre oder mal kurtz an die frische luft gehe um nicht zu tilten, das ist nämlich das dümmste, was mann in seinem leben machen kann!

#44 Stronz70, 10.11.10 17:05

Wer das nicht inne hat sollte lieber Bingo spielen!!

#45 paddyo0236, 14.11.10 22:43

Hey Frage was ist das stop loos limt bei sss so p mal daumen ich würde sagen ungefähr bei 5-8 oder?

#46 David, 15.11.10 08:43

@45: Hallo paddyo0236, es gibt keinen festgelegten Stop-Loss-Limit speziell für die SSS. Es ist immernoch besser aufzuhören wenn man durch die Verluste nicht mehr imstande ist sein A-Game zu spielen, als auf das Erreichen des Stop-Loss zu warten...

#47 Thilo87, 02.12.10 21:40

danke, dieser artikel hat mir sehr geholfen

#48 amstaff111, 03.01.11 11:28

ich bin der neue

#49 Stinkiette, 23.03.11 18:14

gibt es für das stop loss limit eine software die einen automatisch vom tisch kickt und beruht die theorie einfach auf dei selbszdisziplin eines einzelnen spielers?<br /> <br /> grüsse stinkiette

#50 pisaopfer71, 30.03.11 09:59

Schade das ich erst so spät von PokerStrategy erfahren hab ...

#51 toyberg, 08.05.11 09:39

Interessanter Artikel. Vor allem für die ganzen Cashgame Spieler. <br /> Aber in meinen Augen nicht für SnG anwendbar. (Zumindest nicht bei Multitable) <br /> <br /> Solange ich weiß, dass ich richtig Spiele, mache ich nachdem ich ein SnG gewonnen oder verloren hab sofort ein neues auf. Was interessiert mich bei 8 Tischen der ein oder andere Suckout, wenn ich an den anderen Tischen ordentlich vorne bin.<br /> <br /> <br /> Trotz allem ist es sehr wichtig sich ein Limit zu setzen!! Für Anfänger vor allem ein statisches, um so mehr Erfahrung man hat umso variabler kann man sein Limit setzen.<br /> <br /> Mein Limit ist relativ einfach, wenn ich anfange meine Tastatur zu schlagen spiele ich nur noch die offenen SnG zu Ende.

#52 irkognito, 28.11.11 18:09

Ich finde, BLANKO trifft es auf den Kopf. Du musst Dir keine starren Limits setzen. Es ist wichtig, mit kritischen Situationen umgehen zu können. Es gibt dazu jedoch zwei "aber".<br /> <br /> 1: Es ist eine Frage der Persönlichkeit, ob ein starres Setzen sehr hilfreich oder wenig hilfeich ist. Du musst Dich selbst hinterfragen und die Frage: "Spiele ich noch A-Game" möglichst wahrheitsgemäß beantworten. Bist Du Dir unsicher => aussteigen.<br /> <br /> 2: Der Artikel besagt etwas sehr Wahres: manchmal bringt auch Dein A-Game nichts mehr, wenn Du einen ungünstigen Table erwischt hast. Hier aufzuhören, Pause einlegen oder zumindest Tisch wechseln ist kein Zeichen von Schwäche sondern eine professionelle Optimierungsmaßnahme.<br /> <br /> Für Anfänger ist es natürlich ein gutes einfaches Hilfsmittel. Zumindest sollte man deise Möglichkeit kennen. Und dafür ist dieser Artikel sehr gut geeignet.

#53 falloutchrischi, 21.01.12 12:31

Sehr guter Artikel hatte grade gestern wieder eine Session wo ich einfach nicht aufhören konnte ..tat meiner Bankroll nicht wirklich gut und hat gewinne von 3 vorangegangenden Sessions vernichtet ..mach nun erstmal Pause und werde an mir arbeiten , sowie eine Grenze setzen ..;)

#54 duedi, 26.01.12 17:49

Weiter so! Eure Artikel sind spitze und helfen einem das Spiel kontrollierter und erfolgreicher zu spielen! =]

#55 Knoxxi, 13.05.12 17:08

Ich finde die Idee mit der LS Strategie eine sehr gute Idee. Besonders als Anfänger kann man sich da sehr gut orientieren damit nicht die ganze Bankroll bei Tilt weg ist. Wo man sich denkt ich probiers nochmal und nochmal und nochmal. Und dann ist die ganze Bankroll futsch.<br /> <br /> Nach 2 Buy ins minus ist meine LS Grenze. <br /> <br /> Meine Frage, wenn man als Anfänger mit der MSS plus macht. Bei wievielen Buy ins plus sollte man als Anfänger als Faustregel aufhören?

#56 NoLimitJan, 26.08.12 22:57

Sauber... (thumbs up)!<br /> Dem einem oder anderem hätten solche Anregungen sicher früher vor die Augen kommen sollen ^^

#57 ihatewonderbras, 11.07.14 18:03

Schließ mich dem "Sauber" gern an.

#58 xBernhardx, 28.09.15 20:22

Stimmt, und man weiß das Alles. Der Fehler sitzt meist 60 cm vorm Bildschirm.<br /> Im Spiel stelle ich fest läßt man sich nicht genug Zeit. Versuche jetzt mit meiner Psychologin Fortschritte zu machen. Den Zeitpunkt zu finden, sich zurückzulegen, durchzuatmen und für heute aufzuhören ohne Verlust.

#59 HollyWut, 06.07.16 20:13

absolut essentiel..schoen erklaert!

#60 Passionaut, 11.07.16 17:00

na dann mal los;)