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StrategiePsychologie

Tells im Onlinepoker

1. Einleitung

Dieser Artikel war ein Beitrag unseres Users "tthmb" zum Wettbewerb "Onlinetells".

Der Begriff „Tell“ ist ambivalent und (anders als vieles andere bei Hold´em) mathematisch nicht fassbar. Das macht den Reiz, aber auch die Schwierigkeit des Themas aus. Es gibt kaum Aussagen oder Prämissen, die man (wie beispielsweise die Prinzipien von outs und odds) als „objektiv richtig“ bezeichnen kann.

Vor diesem Hintergrund können die folgenden Aussagen keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erheben. Das gilt umso mehr, da ich nahezu ausschließlich auf eigene Gedanken und Erfahrungen zurückgreife. Die Bücher, die ich bislang gelesen habe, gehen auf Onlinetells allenfalls am Rande ein. Eine Ausnahme ist – soweit ersichtlich – lediglich Matthew Hilger in „Internet Texas Holdem“, S. 266 – 270. Ich schätze dieses Buch sehr; seine Aussagen über Tells sind allerdings teilweise widersprüchlich und stimmen in mehreren Punkten auch nicht mit meinen Erfahrungen überein (dazu unten mehr).

2. Definition und Wert

Tell wird definiert als verräterische Äußerung über den Wert einer Hand, und zwar unbewusster Art. Damit knüpfen alle Aussagen über Tells an einen objektiven Umstand an. Diese Umstände müssen herausgefunden werden. Im Folgenden werden daher einzelne dieser Umstände (d.h. einzelne Tells) dargestellt und bewertet.

 

3. Einzelne Tells

Im Regelfall wird im Onlinepoker lediglich das Betverhalten (generell oder eines bestimmten Spielers) als tellverdächtig angesehen. Es gibt nach meiner Erfahrung aber auch viele andere Tells, auf die ich zunächst eingehen möchte:

 

3.1 Name eines Spielers

Die erste Information, die ich von einem Spieler habe, ist sein Name. Dieser Name kann mir durchaus einige Informationen preisgeben. Wenn das der Fall ist, sind diese Informationen fundamental, da sie Rückschlüsse auf die Gesamteinstellung zulassen.

Ein Beispiel: Steve Davis, der beherrschende Spieler im Snooker der 80er Jahre, hatte den Nickname „the machine“ wegen seines kühlen, berechnenden und emotionslosen Spielstils.

Einen Pokerspieler „the machine“ verbinde ich also sofort mit den genannten Eigenschaften, d.h. im Ergebnis für mich gefährlich. Matthias Wahls tritt u.a. unter diesem Namen auf und wenn er so spielt, wie er hier postet (woran ich keinen Zweifel habe!), spielt er Poker ebenso wie Steve Davis Snooker. Ein echter Tell, den ich bei meinem Spiel berücksichtigen würde, wenn ich nicht ohnehin wüsste, wer mir da gegenübersitzt.

Noch ein Beispiel: Es gibt hier und auf diversen Pokerseiten einen Spieler namens Schnibbel. Schnibbeln ist ein Ausdruck vom Skat, wenn man versucht, die besetzte 10 des Gegners mit seinem As zu fangen, sprich herauszuschneiden, eben zu schnibbeln.

Schnibbeln steht also für eher trickreiches, riskantes Spiel. Ich habe nun Schnibbel mehrmals auf einer Pokerseite beobachtet und glaube, dass Schnibbel tatsächlich trickreich und unkonventionell spielt. Auch hier hat sich mein Eindruck, den ich allein aufgrund des Namens hatte, bestätigt und ich kann mein Spiel danach ausrichten.

Oft sieht man natürlich Namen, die etwas mit der Pokersprache zu tun haben. Hier ist meine Erfahrung, dass der Name das Gegenteil von dem aussagt, was der Name suggerieren will. Rocks sind selten tight, Donks oder Maniacs oft passable Spieler.

Aber: wer foldet KK nicht vielleicht gegen einen Axx-flop einen Tick öfter, wenn man gegen „Aceholder“ spielt?? Wie ist es gegen „Imonabluff“??

3.2 Betreten des Tischs

Schlüsse ziehen kann man sodann aus der Art, wie ein Spieler den Tisch betritt. Ich sehe immer wieder Spieler, die sich an einen Tisch setzen und sofort „auto post Blind“ einstellen, selbst wenn sie under the Gun sind. Das lässt auf wenig Tightness schließen. Umgekehrt genießt ein Spieler, der sogar nach dem Button noch auf den BB wartet, bei mir einen gewissen Vorsprung an Respekt.

Gleiches gilt nach einer Toilettenpause mit Sitout: ein guter Spieler würde m.E. nie in early Position BB + SB (dead) posten. Man sieht es aber immer wieder und kann seine Schlüsse daraus ziehen.

 

3.3 Verlassen des Tischs

Teilweise kündigen Spieler an, dass sie in der letzten Runde sind, bevor sie den Tisch verlassen möchten. Das geschieht häufig nach einer Reihe von Bad Beats oder schönen Gewinnen, d.h. entweder frustriert oder redselig.

In beiden Fällen habe ich die auffällige Tendenz festgestellt, dass derartige Spieler noch eine letzte Hand spielen wollen. Sei es, um auch einmal mit schlechter Hand zu gewinnen, sei es, da es eh egal ist, man hat ja gut gewonnen.

Diese letzten Hände (utg oder utg + 1) werden oft zur leichten Beute; es lohnt sich, Raises zu callen oder zu reraisen und in Position auf dem Flop zu attackieren. Das gilt speziell im Bereich NL.

4. Chat

Der Chat ist eine wahre Fundgrube. Ich meine damit weniger den Inhalt des Chats (das ist nicht unbewusst und damit kein Tell), sondern die Art und Weise des Chats.

4.1 Der Vielschreiber

Der Vielschreiber ist in der Regel loose. Er lässt die nötige Aufmerksamkeit vermissen. Oft kann man ihn auf dem Flop oder Turn aus der Hand drängen. Wenn der Vielschreiber bei NL allerdings eine hohe Bet macht, bzw. bei Fixed Limit raised oder gar check/raise spielt, hat er in der Regel eine sehr starke Hand. Denn er ist selten auf einem Bluff, weil er sich nicht auf das Spiel konzentriert. Erfolgreiches Bluffen ist jedoch situationsbedingt. Die Umstände, die einen Bluff erfolgreich machen könnten, bekommt der Vielschreiber nicht mit; er versucht auch gar nicht sie aufzuspüren. Deshalb: Vorsicht bei hohen Bets des Vielschreibers!


4.2 Verhalten nach bad Beats

An der Art des Chats nach einem bad Beat kann man häufig erkennen, ob der Spieler Bad Beats als zum Spiel gehörig akzeptiert und damit umzugehen weiß, oder ob er sich als mit aller Ungerechtigkeit der Welt überzogen betrachtet. Erstere Spieler sind zu respektieren, letztere geraten oft sehr schnell on Tilt. Das ist ein wichtiger Tell.

4.3 Analyse von Händen bzw. Kommentare

Teilweise kann man Spieler dadurch als stark identifizieren, dass sie die Hand ungefragt aber sehr zutreffend analysieren. Das gilt sowohl für eigene Hände, als auch für Hände an denen der Spieler nicht beteiligt war.

Das ganze wirkt natürlich auch in die andere Richtung. Auf niedrigem Level sieht man oft Kommentare, denen sich entnehmen lässt, dass der Spieler mit fundamentalen Grundsätzen des Spiels nicht vertraut ist. Notieren und ausnutzen!


4.4 Der Neuling

Ab und zu geben Spieler im Chat zu erkennen, dass sie neu sind (z.B. Statements wie „ich hätte nie gedacht, dass Poker so viel Spaß macht“). Notieren und ausnutzen!


4.5 Der Sheriff

Betrifft NL. Der Sheriff checkt, z.B. auf dem Flop out of Position, reraised gegen eine kleine Stealbet all in, verbunden mit der Bemerkung nach dem Fold des Gegners „Stop trying to steal“. Wenn er dann kurz danach nach einem Preflopraise ein Pocket Pair zeigt, weiß man, mit welcher Sorte Spieler man es zu tun hat und kann schöne Pötte von ihm generieren, speziell wenn man ihn mit einer kleinen Bemerkung im Chat etwas aufmuntert oder stimuliert.

Hier kann es sich sogar anbieten, einen kleinen Pot mit Trash zu callen oder einen untauglichen Minibluff anzusetzen (muß nicht gegen den Sheriff sein, es geht auch ein anderer Gegner). Man weiß, dass man verliert und zeigt eine schwache Hand (wie gesagt unbedingt zeigen!!). Der Sheriff wird es registrieren und bei der nächst besten Gelegenheit mit hohen Bets auf uns losgehen. Das ist dann sehr dankbar.


4.6 „Zuviele Shortstacks hier“

Betrifft NL. Ein Spieler kündigte an, den Tisch zu verlassen, weil zu viele Spieler mit Shortstacks am Tisch seien. Ich habe das sofort notiert. Es dürfte ein Indiz dafür sein, dass dieser Spieler gern gegen Bigstacks mit hohen Bets blufft, in dem Wissen, dass Bigstacks seltener callen als Smallstacks.


4.7 Kommentare zum Flop

Wenn ein Spieler den Flop kommentiert (zumeist sein Unverständnis äußert, wenn mehrmals hintereinander keine hohen Karten kommen), kann man erahnen, dass er zumeist solche Karten spielt und eher selten kleine suited Connectors.

5. Bietverhalten

Dem Bietverhalten wird traditionell die größte Bedeutung beigemessen, speziell dem Zeitmoment. Nach meiner Erfahrung spielt allerdings gerade das Zeitmoment nur eine untergeordnete Rolle. Andere Indikatoren sind für mich wichtiger. Ich spiele vorrangig NL, weshalb sich meine Erfahrungen naturgemäß auf diese Variante beziehen.


5.1 Geschwindigkeit

5.1.1 Regelfall:

Geschwindigkeit hat m.E. nach wenig Wert

Wie schon gesagt, kann ich persönlich der Betgeschwindigkeit generell nur wenig Bedeutung zumessen. Es handelt sich dabei nämlich häufig nicht um unbewusste Äußerungen verräterischer Natur.

Spieler spielen mehrere Tische, so dass man aus der Betgeschwindigkeit von vornherein wenig ableiten kann. Wie man aus den Antworten zu diesem Wettbewerb ersehen kann, wird die Geschwindigkeit häufig auch zur bewussten Täuschung eingesetzt. Im Forum hat ein Spieler das einmal zutreffend zusammengefasst mit den Worten: „ok, ich weiß jetzt, dass starkes Betten die moderne Form von Slowplay ist“.

Bei NL kommt noch hinzu, dass man teilweise in der Tat nachdenken muß, ob und wenn ja wie viel man bettet – auch und gerade bei einem Bluff. Die Geschwindigkeit hat hier also noch weniger Wert als bei FL.

Ableitungen zur Geschwindigkeit basieren auf dem generellen Tell „strong means weak and weak means strong“ (Hilger, ITH, S. 266).

Wer z.B. vor einem Check länger wartet als üblich, zeigt üblicherweise Schwäche. Bettet er aber nach längerem Warten, soll das Stärke zeigen. In den meisten Foren im Internet finden sich dazu keine klaren Aussagen. Langes Nachdenken vor einem Check wird zu ca. 50 % als Schwäche, zu ebenfalls 50 % als Stärke interpretiert.

Wie unsicher das ganze ist, zeigen die Ausführungen von Hilger auf S. 268. Dort heißt es sogar in Fettdruck, dass ein Spieler üblicherweise Schwäche zeigt, wenn er schnell checkt, aber Stärke, wenn er dann reraised. Also kann lt. Hilger sowohl schnelles als auch langsames Checken Schwäche zeigen. Eine Aussage die doch einiges relativiert. Und einem Checkraise ist zumeist in der Tat zu entnehmen, dass der Gegner stark ist.


5.1.2 Ausnahme:

Wertvolle Tells

Zum Spiel auf Turn und River meint Hilger, dass ein schnelles Raise bzw. eine schnelle Bet in der Regel Stärke zeigen. Diese Meinung teile ich, jedoch nicht uneingeschränkt.

Erscheint auf Turn oder River eine Scarecard, die insbesondere eine Straight oder einen Flush komplettieren könnte, bedeutet Schnelligkeit in der Regel, dass die Scarecard nicht getroffen hat. Bei langem Nachdenken bedeutet eine Bet dagegen zumeist, dass der Gegner den befürchteten Flush oder die Straight gemacht hat.


Speziell bei NL

Wer auf Turn oder River sofort den Raisebutton (= Mindestraise) drückt, ohne sich Gedanken über ein höheres Raise zu machen, hat in der Regel zwar nicht die Nuts, aber eine starke Hand.

Plötzliche Wechsel in der Geschwindigkeit, dass ein grundsätzlich bedächtiger Spieler plötzlich schnell spielt, bedeutet in der Regel eine sehr starke Hand.

Spieler kehren die allgemeine Regel „strong means weak and weak means strong“ gerne bewusst um (vgl. Hilger S. 266). Das ist nachvollziehbar, da die Betgeschwindigkeit als angeblich unbewusster Tell am bekanntesten ist. Wenn man das herausfindet, wird der generelle Tell zu einem sehr wertvollen individuellen Tell!

6. Voreinstellungen

Im Gegensatz zur Betgeschwindigkeit sind Voreinstellungen meiner Meinung nach sehr hilfreich. Sie repräsentieren zumeist die Hand, die der Aktion entspricht. Call BB ist eine durchschnittliche Hand, raise any ist sehr stark.

Ich habe es bei NL (niedriges Level) so gut wie nie gesehen, dass ein Spieler, der bet Pot voreingestellt hatte, auf einem Bluff war. Das erscheint auch folgerichtig. Erfolgreiches Bluffen ist situationsbedingt. Mit Voreinstellungen kann man diese situationsbedingten Umstände allerdings nicht erfassen, so dass Voreinstellungen an objektive Umstände (und damit an die Stärke der Hand) anknüpfen.

Vorsicht ist bei voreingestelltem Check geboten, da man nie weiß, ob check/call oder check/fold gemeint war. In der Regel bedeutet check voreingestellt aber Schwäche, speziell beim BB preflop. Wenn er dann bettet, ist er stark; wenn er gar checkraised, hat er ein Monster geflopt.

Noch zum Big Blind: Wer den BB gegen ein Stealraise vom Cutoff oder dem Button erst nach längerem Nachdenken foldet, versucht oftmals lediglich den Eindruck zu erwecken, dass er aus Respekt vor dem Raise und nicht nach Startchart foldet, um künftige Blindverteidigungen zu erleichtern (insbesondere Stealreraises).


6.1 Fold out of turn

Wer am Flop oder Turn foldet, obwohl Check möglich ist, outet sich m.E. als schlechter Spieler, oft auch als frustriert oder on Tilt. Wer dagegen auf dem River foldet, ohne zu checken, sollte dagegen respektiert werden (will nicht zeigen, mit welchen Händen er wie agiert, was jedenfalls keinen schwachen Spieler verrät).

7. Wieviele Tische spielen meine Mitspieler?

Hilger empfiehlt, zunächst zu überprüfen an wie vielen Tischen meine Mitspieler spielen, um deren Tells in Hinblick auf die Geschwindigkeit besser einschätzen zu können. Das ist meiner Meinung nach illusorisch und nicht zu schaffen. Allenfalls bei den beiden Spielern zu meiner linken und zu meiner rechten. Überhaupt konzentriere ich mich bei der Analyse der Tells auf die genannten Spieler, mehr kriege ich bei mehreren Tischen nur schwer auf die Reihe – deshalb lieber eine genaue Analyse der Spieler, gegen die ich oft in der Hand bin.


8. Eigene Tells

Dass man eigene Tells vermeiden und sein Spiel entsprechend ausgestalten muss, versteht sich von selbst. Weitere Ausführungen dazu möchte ich deshalb an dieser Stelle nicht machen. Entscheidend ist, dass man nicht in bestimmte Gewohnheiten oder Rhythmen verfällt.

Aber noch ein Beispiel: Ich habe gute Erfolge damit erzielt, folgenden „Tell“ zu setzen: vor dem Fold auf dem Button, im Cutoff oder auf dem small Blind wird länger als üblich gewartet. Der Gegner denkt, man überlegt, ob man ein Stealraise ansetzt. Wenn man das mehrmals gemacht hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dann mit einem schnellen Stealraise durchzukommen.

9. Fazit

Poker basiert hauptsächlich auf dem Wert der eigenen Hand sowie dem Verhältnis von Outs und Odds. Wer sein Spiel nur daran ausrichtet, spielt mit positivem Erwartungswert.

Dieser Erwartungswert erhöht sich, wenn man in der Lage ist, die Stärke der gegnerischen Hand einzuschätzen. Dabei helfen Tells. Tells sind ein Hilfsmittel, um die richtige Entscheidung zu finden. Deshalb sollte man m.E. nach niemals eine Entscheidung allein aufgrund erkannt geglaubter Tells treffen, insbesondere keinen totalen Bluff auf einen Tell hin starten, ohne dass andere Umstände dafür sprechen, dass der Bluff erfolgreich sein könnte. Dafür sind Tells einfach zu ambivalent.

Viele Fehler werden gemacht, weil ein Spieler die eigene Hand deswegen überbewertet, da er seinen Gegner falsch gelesen hat. „Thought you were on a draw“ habe ich schon von vielen Spielern gelesen, die mit einem kleinen Paar von einer keineswegs fern liegenden besseren Hand überrascht wurden.

Ich würde mich sehr freuen, wenn eine kleine Diskussion zustande kommen würde. Das Thema ist sehr spannend und es gibt sicherlich noch vieles andere, das zu sagen wäre.

 

Kommentare (42)

#1 Falko, 29.02.08 10:55

Schön wäre es noch, wenn ihr diese Artikelreihe auch als Download zur Verfügung stellt.

#2 kriim, 02.03.08 15:17

was fällt die zur Nickname Kehrmaschine ein? <br /> Was würdest du damit assoziieren? <br /> <br /> Deine Analysen finde ich sehr interessant, schön zu lesen!<br /> <br /> lg

#3 warlox, 07.03.08 20:04

Mir ist auf gefallen, das starke Spieler sich gerne als "Fisch"<br /> tarnen. D.h.: Sie gehen mit Trash kleine Bträge mit bis zum River<br /> und zeigen dann ganz Stolz (so macht es den Anschein) Ihren Trash.<br /> Beispiele 2 3o, 2 7o etc.<br /> Wie gesagt sie gehen kleine Raises mit.<br /> Gegen wirklich hohe Raises folden Sie.<br /> Sie lauern dann auf Spieler, die sich durch den gezeigten Trash, ermutigen lassen looser zu spielen.<br /> Dann meistenteils wird es Teuer, weil der vermutete "Fisch" strake Hände hat.<br /> Also schön auf passen und seiner Linie Treu bleiben.<br />

#4 Pokahaendtas, 27.03.08 07:09

Finde auch, daß Deine Analysen sehr interessant und höchst aufschlussreich sind. Ich würde mich als fortgeschrittenen FISH bezeichnen und kann diesem Artikel zu über 95% nur zustimmen.<br /> Die meiste Kohle verschenke ich, weil ich Meinen Gegner falsch lese...<br /> Deshalb "DANKE" für Deine Erfahrungen.

#5 Ronin47, 27.03.08 11:24

Erklärt teilweise warum ich gelegentlich mit "Schwung und guter Laune" auf schn.. fliege - werde ich gründlich bedenken und mehr einkalkulieren!

#6 Renne01, 09.07.08 13:14

Ich bin der Meinung, dass man sich wenig bis garnicht auf Tells beim Onlinepoker verlassen sollte. Ich kenne viele (auch auf kleinen Limits), die bewusst die Spielgeschwindigkeit und oder die Höhe der Einsätze je nach Situation und Gegner verändern, um den Gegner falsche Tells zu geben. Darum sollte man da aufpassen.

#7 AcesUp123, 10.07.08 07:26

ich finde den Artikel durchaus ansprechend, muss mich aber trotzdem der Meinung anschließen, dass man sich beim Online Poker mehr auf die Stärke der eigenen Hand als auf die Tells verlassen sollte. Tells im Online Poker sind zu leicht manipulierbar!

#8 33ee, 08.09.08 18:17

#6<br /> <br /> was anderes wurde hier doch garnicht behauptet

#9 v0lle85, 23.11.08 20:18

#8:<br /> Dann war das wohl ein zustimmender Kommentar ;)<br /> <br /> Ich muss jedenfalls auch sagen, dass der gesamte Artikel eigentlich alles sehr zutreffend schildert und einige nette Anregungen liefert.<br /> <br /> Gruß, V0lle85

#10 ch3aT0r, 03.12.08 11:21

Meiner Erfahrung nach (entspricht in etwa bronze :D) macht es weniger Sinn tells von anderen zu deuten als welche zu liefern.<br /> Z.B. hab ich im Endgame schon viele small sticks mit gezielten warten in mein Monster gelockt.<br /> Der Artikel war trotzdem sehr interessant,danke<br /> PEACE!

#11 RalleSuperstar, 27.12.08 14:23

überflüssiger Artikel, da stehe ich nun, ich armer Tor und bin so schlau wie zuvor. Zu allgemein geschrieben.

#12 kimner, 08.01.09 07:10

Ich bin überzeugt, dass Goethe ein großartiger Spieler gewesen wäre ;-).<br /> <br /> Der Artikel ist aufschlussreich, vieles ist "selbstverständlich", aber ebensovieles neu bzw. für mich hilfreich.<br /> <br /> Ich persönlich habe das Problem, dass ich des Spieles wegen spiele. Trocken gesehen bilde ich also eine Mischung aus Calling Station und miesem Bankroll Manager. Ich spiele manchmal wirklich jeden Mist, weil mir sonst langweilig wird. Umso leichter habe ich es aber dann mit guten Händen. ;-)

#13 stechris, 20.01.09 18:11

Ich finde den Artikel sehr hilfreich,danke.

#14 Truckstore, 31.01.09 09:01

Zum Betverhalten ma eine kleine Beispielfrage...<br /> <br /> Blind 300:600<br /> Hero 13200 Chips on the Button: AK<br /> Villain 15700 Chips im BB: ?<br /> ----<br /> Hero First in: bet 1200<br /> SB Fold<br /> Villain Call<br /> <br /> Flop K77<br /> Villain Check<br /> Hero bet 1600<br /> Villain Call<br /> <br /> Turn A<br /> Villain All-in (12900 Chips)<br /> Hero ?!? --> Hab gefoldet in der Situation...<br /> So Dinger passiern mir dauernd... und das war noch earlygame in nem Speedrebuy turnier ;/

#15 SirKerensky, 21.02.09 23:29

@Truckstore:<br /> <br /> Das erste was mir auffällt, warum spielst du nur 2xBB an?<br /> Hätte ich ja schon 3x angespielt.<br /> Dann hätte der auch noch unwahrscheinlicher mit x7 gecalled.<br /> Aber meinst du nicht, wenn er 'ne 7 hätte, würde er auf dem Flop schon reraisen?<br /> Man muss dann natürlich auch schauen, wie er sonst so spielt, hätte ja auch AA haben können. Aber alle wirklich starken Hände, hätte er als guter Spieler schon vorher geraist/reraised.<br /> Also denke ich es war einfach ein Bluff.<br /> Nächstes Mal schon preflop höher anspielen und dann auch bei 2700 im Pot auf dem Flop ruhig deutlich mehr als die Hälfte , also 2000 -anspielen 2500.

#16 GuitarproX, 02.03.09 13:16

zu 4.4:<br /> <br /> Ist meiner Meinung nach absoluter Quatsch, in 90% der Fälle werden solche Kommentare ganz gezielt von Leuten Spielern geschrieben die eben keine Neulinge sind!

#17 Aceszym, 13.03.09 03:15

ich verstehe nicht punkt 4.5 Der Sheriff<br /> <br /> was bringt mir das er en paar hände später bei einem reraise ein pocketpair zeigt? und zeigt er es beim folden oder beim SD oder beim folden des gegners?<br /> <br />

#18 Huckebein, 13.03.09 11:23

@Aceszym: "Wenn er dann kurz danach nach einem Preflopraise ein Pocket Pair zeigt" Ich verstehe es so: Er raist und alle folden preflop und er zeigt seine Hand.

#19 Aceszym, 13.03.09 20:09

@ huckebein<br /> <br /> danke für die antwort. aber was bringt mir das dann? jetzt weiß ich das sein raise gerechfertigt war. und? und vorher hat er mich an einem steal gehindert. ich verstehe noch nicht wie ich daraus profit schlagen kann.

#20 Aceszym, 13.03.09 20:11

und hatte er bei dem stealblock etwas oder nicht? er aht es da ja nicht gezeigt, was wohl darauf hindeutet das er nichts hatte, oder?

#21 Seidelino, 15.07.09 22:52

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass wenn ein Spieler sehr viele Tische spielt er meist bei schwachen Händen sehr schnell checkt. Ein kleiner Raise reicht meistens schon , denn der Spieler hat ja noch x andere Tische zu beobachten und keine Zeit und auch meist nicht die Nerven sich um kleine Pötte zu streiten. Meist ein guter Tell.

#22 notwhatuthink, 18.08.09 03:44

@Seidelino:<br /> <br /> ''Ein kleiner Raise reicht meistens schon ''<br /> <br /> Das beobachte ich auch öfter mal im Endgame bei Turnieren mit kleinen Buy-ins.<br /> <br /> 'Zu kleine' Raises bzw. Bets (deutlich weniger als 1/3 Potsize), die aber durchaus ihren Job machen und Gegner zum Folden bringen können. Oder eben einen kräftigen Raise nach sich ziehen - dann wird meist gefoldet. Das schlechteste Verhalten ist wohl, so einen Bet einfach zu callen.<br /> <br /> Funktioniert oft besser als eine Pot-size Bet. Das geht doch gegen alle Theorie - oder habe ich da einen spez. Artikel noch nicht gelesen? auch ein Test Bet sollte doch eigentlich etwas höher ausfallen? Aber ich denke, erlaubt ist was funktioniert.<br /> <br /> :)

#23 Livekost23, 19.10.09 16:41

naja, nicht sehr interessant

#24 McHilde, 23.10.09 12:31

ähnlich gut wie der verwandte Artiekl<br /> <br /> Pokertells - Geheime Körpersignale <br /> <br /> in der Sektion Live Poker<br /> <br /> ich würde beide irgendwo gemeinsam ablegen<br /> <br /> und etwas mehr hervorheben da sie hier<br /> <br /> meiner meinung nach ein wenig untergehen<br />

#25 Fanfromdoyle, 26.12.09 08:09

Ein sehr guter Artikel, gerade in Punkto Onlinetells gibt es ja nicht viel Literatur.

#26 cringlecrusher, 01.01.10 22:55

wie würdet ihr namen wie "Ineedmoney" bewerten? Dass er eventuell bei hohen einsätzen angst bekommt ?

#27 DerMarvin555, 05.01.10 12:20

ich finde den artikel sehr hilfreich und interessant!!<br /> respekt ^^<br /> besonders deine schlussfolgerungen gefallen mir.

#28 aschyl, 27.01.10 12:33

guter artikel - man kann lernen - vor allem für das eigene spiel

#29 kingsizebet, 09.10.10 10:14

Hier 2 Punkte von mir:<br /> 1. Wenn "Auto-check" aktiviert ist, wird es eher check/fold sein, als check/call. Wenn ein Spieler check/call im BB mit 33 aktiviert und sich dann um die anderen Tische kümmert, könnte der BU auf 4BB raisen und SB auf 12BB und er würde praktisch mit seinem 33 in dem spot nur mitgehen, obwohl nur Fold (oder je nach Spielsituation) 4Bet-Bluff in Frage kommt.<br /> Ich habe noch nie den "check/call" Button genutzt, da auf allen Strassen der Call auf Betgröße ankommt (wegen pott odds usw.)<br /> <br /> 2. In HM-HUD kann ich mir anzeigen lassen, wieviele Tische der Spieler gleichzeitig spielt. Daraus lässt sich dann doch an der Zeit herleiten, ob er überlegt, oder evtl. beschäftigt ist.

#30 Stronz70, 14.11.10 22:25

Sollte man aber auch sehr vorsichtig mit sein, gibt viele Spieler die ganz bewusst z.B. solche Namen wählen, um genau diese Reaktion bei Dir hervorzurufen!!

#31 suspectt, 23.11.10 02:55

ich persönlich täuche meine gegner mit vielen vorgespielten tells. zb. ein voreingestelltes check ,manchmal bis zu river, doch oft beten die gegner schon am turn, dort kommt ein langes nachdenken und dann NUR der call. <br /> er vermutet, dass er jetzt die chance hat, mich rauszubluffen, wenn er am river genug setzt, dann tappt er in meine falle!

#32 blu3fish, 13.12.10 21:25

"Erscheint auf Turn oder River eine Scarecard, [...] bedeutet Schnelligkeit in der Regel, dass die Scarecard nicht getroffen hat."<br /> <br /> du hörst dich an wie der typ dem ich mit nem extrem schnellen all-in nachm turn und meinem Straight Flush mal ziemlich den Abend verdorben habe :P

#33 learntoloose, 27.01.11 18:53

1/ 3.1 Name eines Spielers<br /> <br /> Man sollte niemals auf die Namen der Spieler achten! Zwar hat der Autor mit dem geschriebenen recht, aber kennt man nie die wirkliche Absicht des Spielers. Daher geht man dann zu oft mit falschen Vorurteilen an die Sache ran. Das kann teuer werden, ich spreche aus Erfahrung ;)<br /> <br /> 2/ 4.5 Der Sheriff<br /> <br /> Hey, danke für den Tip! Zwar ist das beim Online Poker sehr schwer anzuwenden, wenn man grindet, aber kann man das beim Live Poker bestimmt immer nutzen. Der erste Eindruck prägt ja bekannter maßen ;)<br /> <br /> 3/ 4.6 „Zuviele Shortstacks hier“<br /> <br /> Stimmt nicht. Denn ich schreibe das dann auch mal oder besser gesagt gehe erst gar nicht an so einen Tisch. Aber aus anderen Gründen.<br /> 3.1/ Ich finde ganz einfach dass das kein Poker ist :D<br /> 3.2/ Finde, das ist dann einfach nur noch gamblerei. Zu oft muss man sich dann schon vor dem Flop entscheiden: folde ich jetzt die Hand oder spiele ich sie bis zum bitteren Ende... nervig =)

#34 nbafinals2011, 21.02.11 23:25

@ truckerstore auch wenn es schon 2 jahre her ist ich denke du wurdest geblufft entweder er hat das ass als scarecard für dich benutzt da er dich auf den k setzt und du das ass nicht callen kannst oder er hatte echt ein ass mit niedrigem kicker und gibt dir wieder den könig in beiden fällen bist du vorne also musst du eig callen die 7 hätte er nicht so hart gepusht da er noch versucht hätte mehr value rauszupressen für mich ein 100% CALL was meinen die anderen so?

#35 Grannyhand, 19.04.11 20:15

Aus leidiger Erfahrung muß ich sagen, daß in Zeiten der Internet-Sticks, EDGE und ähnlichem Mist keinerlei Tells bei den Pausen zwischen den Aktionen zu machen sind. Ich selbst habe keine andere Möglichkeit (im Moment) als mit I-Stick ins Netz zu gehen. Schlechtes Wetter, viel Nutzer im eigenen Netz u.ä. wirken sich verhehrend auf die Zuverläßigkeit aus. Ein vernünftiges Spiel aufzubauen ist so praktisch unmöglich und ich habe mir schon mehr als ein Tunier auf diese Weise verhagelt! Alle Tells der Welt nutzen nichts, wenn man nach 3 Std. Beobachten, guten Folds, guten Calls und übersichtlichen Spielen endlich sein hohes Paar settet, all in geht und genau dann seine Verbindung abbricht (Aaaaaaarrrgh!!!). Natürlich hat man dann wieder eine Verbindung und sieht nur noch, wie die Chips zum Gegner verschwinden (Doppel-Aaaaaarrrgh!!!). Gute Hardware gehört also auch zu erfolgreichem Online-Poker.

#36 Joto, 19.10.11 23:29

@ truckstore<br /> <br /> Für mich auch ganz klarer CALL, wovor hast du angst? vor AA? die wahrscheinlichkeit ist gering, also easy call. Einzige was die Situation noch ändern könnte wäre die colours... Flushdraw?<br /> <br /> @ Grannyhand,<br /> <br /> wenn ich doch weis, die verbindung is nicht stabil geh ich doch erst gar nicht an den Tisch!!!wär mir mein geld zu schade...

#37 henrich147, 24.11.11 14:21

Informativ :-) danköööööö

#38 irkognito, 02.12.11 02:29

@ #14 Eindeutig für mich geblufft. Flushdraw? Würde ich nicht AI gehen. Die Chance auf den Flush liegt deutlich unter 25%. Da bin ich schnell raus dem Turnier.<br /> <br /> Aber der Typ könnte ggf. einen Flush gehabt haben. Wenn nicht möglich, hätte ich gecallt. Wenn er tatsächlich AA hatte (und vorher einfach schlecht gespielt hat) dann hast Du halt mal Pech. Wenn Du das nicht riskierst, was denn dann?

#39 Alexandro559, 05.03.13 14:16

Guter Artikel,aber man sollte sich in erster Linie auf die Mathematik und Hand Ranges verlassen Tells sind imo 2. Rangig und advanced. Die ausnahme bilden Tells zum Gegnertypen also Rock, Manic etc. Auch Tells ob der Gegner auf Tilt ist, sind ein mächtiges Instrument.<br /> <br /> Ich finde auch der eigene Name sollte eine bestimmte Funktion erfüllen. Sei es um den Gegner schneller auf Tilt zu bringen z.b. mit Namen wie: Iownedyadonk oder um den Gegner einzuschüchtern wie mit Namen wie: Moneymaker08. Ich habe schon öfter Gegner auf meinen Namen hin tilten sehen und ausnehmen können :)<br /> <br /> Zu fold am River ohne check muss ich sagen, dass ich noch nie so ein Quatsch gehört habe. Wenn der Gegner am River foldet ohne zu checken und das Board sehr drawlastig ist, weiss ich sofort er hatte ein Busted draw und kann 1+1 zusammenzählen, und weiss für die Zukunft, wie er Draws spielt. Zumal verpasst er die chance auf den Pot falls er trotzdem die beste Hand hält. Echt dumm.

#40 ihatewonderbras, 15.07.14 22:17

ja und nein, sprich<br /> es bleibt mein geheimnis :D

#41 flucassen2, 27.07.14 21:32

Super interessant. Kann man mittlerweile die Artikel downloaden?

#42 Adiektiv, 19.08.14 13:14

Namen sagen so viel mehr als die Leute denken. Und, dass xXACESXx eher auf einen Donkey als eine Weltklassespieler spricht ist recht offensichtlich.<br /> <br /> Ich wähle meine Nicks zB bewusst so, dass Regs meine Raises im Turnier respektieren ^^ nicht zu klug, aber auch nicht zu lahm.<br /> <br /> @#2 kriim, 02.03.08 17:17 <br /> weiß nicht ob du das nach so langer Zeit noch liest, aber der Name "Kehrmaschine" sagt so einiges über Dein Spiel. (ich geh mal frech davon aus, dass es Dein Nick ist):<br /> <br /> Dieser "Nicht Lustig"-Humor spricht eine intelligente Zielgruppe an. Der Hintergedanke ist Bescheidenheit - Die Kehrmaschine nimmt was abfällt, ist aber besonders effektiv. Spricht für solides Smallball-Poker mit geringem Risiko. Ich schätze deine Stats ungefähr so ein:<br /> <br /> Vpip 23 / PFR 16 / AF 4 / WtSD 20<br /> + hoher fold to Turn/River Bet Wert<br /> <br /> Feel exploited?<br /> <br /> Gruß A