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StrategiePsychologie

Spielstile aus psychologischer Sicht

Einleitung

Poker ist ein Kampf gegen das eigene Ich. Damit ist, wie schon mehrfach beschrieben, in erster Linie das Selbstmanagement gemeint. Überall lauern Versuchungen und Gefahren, die unseren Charakter auf die Probe stellen. Um ein besserer Pokerspieler zu werden, ist es sinnvoll, an seinem Charakter zu arbeiten. Jede einzelne Charakterschwäche macht nicht nur unser praktisches Leben schwerer und uns als soziale Wesen unter Umständen weniger angenehm, sie ist auch gleichzeitig ein Leak, durch das fortwährend Geld versickert. Wir sollten also alles daran setzen, unsere Schwächen zu minimieren und möglichst viel Souveränität über unser Handeln zu erlangen.

Schnittstelle zwischen Selbstmanagement und Strategie

Was von mir bislang noch nicht sonderlich hervorgehoben wurde ist die Schnittstelle zwischen Selbstmanagement und Strategie. Ausdruck perfekter Selbstbeherrschung in Sachen Strategie ist der tight-aggressive style. Das ist ja bekanntlich der einzig gewinnbringende Pokerstil. Warum wird er dann nicht von allen praktiziert? Warum ist er wohl so schwer zu erlernen? Ganz einfach. Weil er unnatürlich ist! Er ist ein Kunstprodukt, das in der freien Wildbahn kaum vorkommt. Man muß ihn sich daher unter Einsatz großer Energie antrainieren.

Jeder andere Stil hat eine Entsprechung in Typologie der Charaktere, auf welche im folgenden eingegangen wird.

Loose-passive


Loose-passive Typen sind sehr liebenswerte Zeitgenossen. Sie sind sehr sozial und gesellig. Ihre Schwäche ist der Wunsch nach Harmonie. Sie wollen gemocht werden und nicht unangenehm auffallen. Aus diesem Grunde spielen sie viele Starthände (sie wollen ja immer dabei sein, am gesellschaftlichen Leben partizipieren), raisen aber wenig. Das tun sie (unterbewußt), um keinen Anstoß zu erregen. Dabei sein und gemocht werden. Das ist ihr Ziel. Und bei mir erreichen sie das auch. Ich liebe die Callingstations an meinem Tisch.

Loose-aggressive


Der LAG möchte immer im Mittelpunkt stehen und hat egomanische Züge, mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Er benutzt das Spiel zur Selbstdarstellung. Dieser Typus ist jedem im wirklichen Leben schon mal begegnet.

Tight-passive


Der Rock ist sehr vorsichtig und hat ein großes Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit. Er wird das Spiel niemals hoch schlagen, denn Kontrolle und Sicherheit gibt es beim Poker kurzfristig nicht.


All das sind typische menschliche Charaktertypen. Welche Entsprechung hat aber der TAG?

Tight-aggressive


Der tight-aggressive Stil ist widersprüchlich. Auf der einen Seite hält man sich sehr zurück, wenn man aber spielt, dann meistens sehr entschieden und aggressiv. Ich sehe keine Entsprechung zu einem Charaktertyp. Natürlich gibt es Choleriker, die lange Zeit ruhig bleiben, bis ein gewisser Punkt erreicht ist, der sie zur Explosion bringt. Dies ist aber nicht tight-aggressiv, da die cholerische Wut eine blinde ist. Der TAG kann jederzeit auf dem Turn oder River die Notbremse ziehen, wenn er sieht, dass er geschlagen ist.

Es gibt wohl am ehesten Entsprechungen bei gewissen Berufen oder Hobbies. Gute Polizisten und Soldaten sind tight-aggressive. Sie haben sich in der Gewalt, können aber blitzschnell zuschlagen, wenn es drauf ankommt. Am besten gefällt mir aber der Vergleich mit dem Kung Fu-Kämpfer. Genau wie der Polizist und der Soldat wird er nur gut durch harten Drill. Alle anderen drei Pokerstile laufen auf ein bloßes Sich-gehen-lassen hinaus. Man ist der, der man ist. Der tight-aggressive style ist dagegen ein Produkt harter Arbeit. Selbst wenn man die theoretischen Grundlagen kennt, muss man während der Hand seine originären Triebe wie blinde Agression oder blinde Flucht unterdrücken. Der Kung Fu-Kämpfer muss jahrelang meditieren um dadurch Charakterstärke und Selbstkontrolle (siehe Selbstmanagement) zu erlangen. Genauso muss er die Kampftechniken ( entspricht der Pokerstrategie) perfekt beherrschen.

Fazit

Lustigerweise bekommt der TAG langfristig genau die Sicherheit und Kontrolle, die der Rock kurzfristig vergeblich sucht. Er spielt statistisch korrekt und wird dadurch mit langfristig kontinuierlichen Einnahmen bedacht. Sicherlich, der Drill ist hart. Durchläuft man jedoch diese harte Schule, dann wird man jedoch zu einer Elite gehören. Für Pokerfreunde, die das Spiel ernst nehmen, besteht daher keine Gefahr, dass die Fische irgendwann aussterben. Der Fisch ist der Normalfall, der Shark dagegen die Ausnahme.
 

Kommentare (27)

#1 KotteTHC, 20.01.08 04:22

erster

#2 Pokemaniac, 01.02.08 23:16

genau,<br /> der TAG ist ein Elitesoldat,<br /> der TAG hat Rambo das kämpfen beigebracht,<br /> der TAG hat Muhammad Ali da Boxen beigebracht,<br /> der TAG hat im Vietnamkrieg Urlaub gemacht<br /> und der TAG bringt mit jetzt Pokern bei<br />

#3 wespetrev, 13.02.08 15:01

jetzt wüsste ich nur noch gerne eins: warum sollte der ideale TAG seine Zeit damit verbringen, für einen Erfolg von 0,60 US-$ pro Stunde oder weniger auf den Micro-Limits zu pokern?

#4 housestylez, 24.03.08 14:06

@ 3<br /> weil kein spieler als TAG gott geboren wird und diese spielweise nur durch hartes training zu stande kommt. für dieses training brauchst du A spieler du schlechter oder höchstens genauso gut sind wie du und B ein limit indem du dir das nötige lehrgeld wegen anfängerfehler leisten kannst

#5 hajo24, 29.03.08 19:56

Bisschen TAG-Lastig, schade nur, dass sehr viele der aktuellen Spitzenspieler eher als loose agressive zu bezeichnen wären. Beispiele: Daniel Negreanu, Gus Hansen, Phil Ivey oder "Online Legenden" wie Dario Minieri.<br /> <br /> Ein bisschen mehr Informationen und weniger Kung-Fu Banalitäten fände ich sinnvoller.

#6 GoWithTheFlow, 31.03.08 22:57

@ 2 echt geiler kommentar! ;)

#7 crowinner, 02.05.08 21:31

Meiner Meinung nach ist TAG arbeit und wissenschaft aber LAG ist Kunst.<br /> Deshalb hat Gus Hansen auch deutlich mehr Fans als Tom McEwoy.<br /> Aber im Pokern gehts nicht ums beliebt sein sondern um Geld - und da ist TAG am sichersten.

#8 sinistre, 28.05.08 15:58

Der Weg vom Rock zum TAG, echt schwer...Aber Pokerstrategy hat ja zum Glück echt gute Argumente, andere experimente ad acta zu legen....<br /> <br /> zu #5: du mußt beachten, daß du - bis auf minieri - nur livegamer, bzw spieler, die wir nur von livegames (auch noch fürs fernsehen aufbereitet/gecuttet) kennen, aufzählst (Auch noch in limits spielend, wo wir beide noch nicht sind). Doch hier geht es hauptsächlich um das onlinegamen. Da käme ich nicht oft auf die idee, auf pimpsites wie zb everest den lag zu spielen. online, finde ich, sollte man nur die 6 besten der möglichen blätter nlh bis zum Showdown spielen (oma h die 2,3 bestmögichen), um zwar langsamen, aber stetigen, also sicheren erfolg zu haben. das wir uns im fernsehen lieber angucken, daß ein ´bekloppter´ mit (der theorie nach)unspielbaren händen auch noch gewinnt, liegt in der menschlichen natur. aber, wie hier an anderer stelle ja steht - sei eine maschine(-´<br /> ach ja: lag lohnt sich natürlich jederzeit, wenn du auf einem tisch ausschließlich auf Pstrat-communitymembers triffst, bzw. der tisch wegen vieler tag´s in tightness erstarrt - dann ist lag natürlich toppatop. also vor allem in höheren limits, wo dann zb auch ein negreanu zu hause ist.... seen ?

#9 pooriver, 24.07.08 09:28

Entschuldigung Herr Wahls, aber ich fürchte, Sie haben nicht alle sieben Sinne beisammen (vermutlich sind Sie ein Diplompsychologe). Auf welche ernstzunehmenden Argumente stützt sich Ihre Kaffeesatzleserei?<br /> <br /> Da fachliche Kompetenz beim Schreiben der Artikel offenbar nicht so wichtig ist, will ich es nun auchmal versuchen:<br /> <br /> Loose-passive: Spielt viele Hände, weil er ihre Gewinnchancen nicht kennt. QTs sieht doch schon fast wie ein gemachter Flush aus, oder? Also warum nicht mal den Flop anschauen? Aber ein Raise? Das kostet soviel und ob man dann wirklich gewinnt... Lieber erstmal reinlimpen und die lage *checken*.<br /> <br /> Loose-aggro: Spielt viele Hände, weil er mal gehört hat, daß die anderen Spieler am Tisch einen lesen können, wenn man zu tight spielt. Das will er nicht. Spielt aggro, weil er's so von den Pros im TV gelernt hat.<br /> <br /> Tight-passive: Ein Angsthase, der schon oft mit AA seinen gesamten Stack verloren hat.<br /> <br /> Tight-aggressive: Helden eben, die über den Dingen stehn.

#10 RizzoReier, 05.08.08 08:41

M. Wahls kommt aus dem Schachsport. Ist GM und hat 1. BL beim HSK Hamburg gespielt. In diesen Kreisen spricht man so...

#11 thomasSP, 22.09.08 21:57

@artikel finde es eine gute anregung um sich selber gedanken zu machen, aber viel mehr leider nicht<br /> @9 hoffe dein eigener versuch ist der ironische teil deines spotts; ansonsten: wer im glashaus sitzt soll nicht mit steinen werfen

#12 zugwut, 12.10.08 21:28

och ja, kann man lesen und abhaken. Nimmt ja nicht viel Zeit in Anspruch.... Gross erleuchtend ist es nicht.

#13 Ouarknase, 17.09.09 10:26

Na ja alles stimmt da nicht so ganz, auch wenn mein Einwand mit Poker an sich wenig zu tun hatt.: Ich war lange Jahre sehr cholerisch veranlagt, deshalb spreche ich aus Erfahrung. Cholerik ist nur im Anfangsstadium blind. Auch ein Choleriker wertet so wie ein Pokerspieler die Ergebnisse seiner Handlungen aus. Bei mir führte dies zu einer erfolgsorientierten cholerischen Handlungsweise. Das heißt irgendwann hatte ich meine cholerischen Ausbrüche so weit analysiert und damit unter Kontrolle um sie wirklich zielgerichtet einzusetzen, so das ich innerlich lächelte (weil ich im Vorfeld schon das Resultat kannte) und nach außen doch wie ein eruptierender Vulkan wirkte.<br /> Kommt mir irgendwie TAG vor.<br /> Mittlerweile bin ich allerdings ein ganz ruhiger und ausgeglichener Zeitgenosse, viele meiner Bekannten vermissen regelrecht meine cholerischen Ausbrüche. <br />

#14 aschyl, 26.01.10 12:32

man muß versuchen für sich (das wichtige)zu finden - und den rest so stehen lassen

#15 feinfuehl, 20.03.10 17:32

@2 und 9 - ich hab mir hier ernsthaft einen abgelacht vor allem @2.<br /> <br /> @ artikel - der ist ja wirklich unterirdisch, da hat sogar die bildzeitung ein höheres niveau, und psychlogisch wurde jetzt kein spielstil wirklich beleuchtet... vor allem kann man nicht alle LAGs mit einem satz abhandeln und dann dem tag eine heldenstory aufdrücken, im gegensatz zu den meisten artikeln ist dieser hier lächerlich.

#16 ambar1987, 14.07.10 07:05

@15 lächerlich? vllt etwas komischin der wortwahl, es steckt aber wie so oft doch ein körnchen wahrheit drin!<br /> <br /> @5 da kannst das show-poker im fernsehen nicht unbedingt für bare münze nehmen - da wird oft was rausgeschnitten und nur die action gezeigt, damit die zuseher nicht einschlafen

#17 richum, 25.08.10 05:50

Naja, wer mehr zu dem Thema erfahren will sollte Poker-Psychologie von Dr. Alan N. Schoonmaker lesen. Das Buch ist wirklich ausführlich und lehrreich. Ich finde es immer wieder amüsant, dass die loose-aggro Spielweise aus dem TV heute vergöttert wird. Das ist ein Stil der auf den höheren Limits durchaus funktioniert, aber auch diese Spieler wissen wann sie die Bremse ziehen müssen und wollen nicht um jeden Preis gewinnen wenn sie wissen das sie keine Chance haben. Auf den niedrigeren Limits ist der Stil einfach nur für die Füße. Da achtet sowieso kaum einer der Spieler darauf ob dein Spielstil gebalanced ist und die, die das hier lesen, sind wohl eher keine High-Stakes-Spieler.

#18 Fai23, 29.11.10 15:05

Finde den Artikel gut. Man kann aber prinzipiell fast jeden Sportler mit dem TAG vergleichen: Bei Kampfsportlern erklärt sich das Zurückhalten und Zuschlagen von selbst, bei Mannschaftssportarten wie zB Fußball oder Basketball ist es aber eigentlich genauso: Man spielt für das Team, passt den Ball und hällt sich in gewissem Maße zurück und versucht nicht im Mittelpunkt zu stehn, aber wenn es sich anbietet, muss man auch Zweikämpfe suchen und gewinnen.

#19 Masblok, 05.12.10 13:04

Sehr guter Artikel. Gerade das ansprechen der Selbstbeherrschung und das harte Training!

#20 phibi, 01.01.11 18:04

Schlechter Artikel

#21 Kingmurder, 19.01.11 08:17

überflüssiger Artikel........

#22 funkphenomena, 23.03.11 13:59

was auf diesen seiten fuern schwachsinn als psychologie angepriesen wird, da drehts einem als psychologen den magen um.

#23 PlayTookies, 26.05.11 14:20

Wei wie wie nett ihr alle sein könnt...Herr Psycho müsste vill in seinem Studium gelernt haben das man auch anders mit Leuten umgehen kann...<br /> <br /> Ich finde es gut das sich jemand die Zeit nimmt und versucht was zu erklären, wenn ihr es doch ("alle") besser wisst dann schreibt doch eure eigenen Artikel...

#24 tarantula371, 18.01.12 19:43

Der "TAG" ist -Chuck Norris-

#25 stevedd1987, 24.06.13 12:55

Ich find den artikel super :P<br /> Mir ist auch sehr oft aufgefallen das charaktertypen ihrer Spielweise entsprechen. ;) <br /> Sehr hilfreich gerade im Live Events.

#26 Baum1337, 19.04.14 01:23

Anhand der Kommentare hier, weiß man auf jeden Fall schonmal, mit was für Menschen man es zu tun hat.<br /> <br /> Warum sollte man das nicht auch von der Seite des Pokerns her können?<br /> <br /> Der Artikel ist eine gute Annährung an das Thema.

#27 ihatewonderbras, 12.07.14 23:42

i.b.e.c.