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StrategieSit & Go

Bubblestrategie (1): Einführung

Vor dieser Lektion solltest du bereits gelesen haben:

Dir sollte bereits das Konzept des Risikoaufschlags bekannt sein, sodass du nun weißt, dass du zusätzliche Equity zu deinen Potodds benötigst, um einen Einsatz profitabel zu callen. Diese zusätzliche Equity ist grundsätzlich an der Bubble und direkt davor am höchsten, also wenn die letzten Spieler ausscheiden, die nichts ins Geld kommen. Diese Phase eines Turniers nennt man die Bubblephase.

Es können zwar auch in anderen Turnierphasen ähnliche Dynamiken wie an der Bubble auftreten, mit Abstand am ausgeprägtesten sind sie allerdings während der Bubblephase. Es ist daher sehr wichtig, den Umgang mit solchen Situationen zu lernen.

In diesem Modul erfährst du, wie dein Gameplan rund um die Bubble aussehen sollte, abhängig von der Größe deines Stacks im Vergleich zu den Stacks deiner Gegner. Du lernst auch, inwiefern sich die Bubbleszenarien der verschiedenen SNG-Typen unterscheiden.

Spezifische Informationen über die Bubblestrategie in den bekanntesten SNG-Formaten findest du in den kommenden Lektionen.

Die Bubblephase

Man kann natürlich keinen exakten Punkt bestimmen, an dem die Bubblephase beginnt. Die Bubbledynamiken entstehen graduell und bauen sich im Laufe des Turniers auf, je näher man der tatsächlichen Bubble rückt. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr entwickelt man auch ein Gespür für diesen Verlauf und lernt, sich nach und nach an die Dynamiken anzupassen.

Für den Moment und für diese Lektion müssen wir die Bubblephase jedoch genau definieren.
Es wird angenommen, dass die Bubblephase beginnt, sobald im Turnier noch 20% mehr Spieler übrig sind als während der exakten Bubble.
Als Beispiel nehmen wir ein 9-Spieler-SNG mit der üblichen Auszahlungsstruktur, in dem die Bubble bei vier Spielern erreicht ist. Die Bubblephase beginnt laut unserer Definition also bei 4*(100%+20%) = ~5 verbleibenden Spielern. In einem 180er-SNG, bei dem 27 Spieler ins Geld kommen, ist die Bubble bei 28 Spielern erreicht, sodass die Bubblephase bei 28*(100%+20%) = ~34 verbleibenden Spielern beginnt.

Du kannst diese Berechnungen auch für andere Turniertypen durchführen. Spielt man eines der verfügbaren SNG-Formate, merkt man, dass die Dynamik ab einem gewissen Punkt deutlich "bubbliger" wird.

Druck an der Bubble aufbauen

Das Erste, was man sich beim Erreichen der Bubblephase fragen sollte ist, ob man in einer Position ist, um Druck auf die anderen Spieler auszuüben. Dies hängt deutlich mehr von der Größe des eigenen Stacks im Vergleich zu den Stacks der Spieler ab, die nach dir noch am Zug sind, als von deiner tatsächlichen Stacksize in Big Blinds.

Eine Bubblesituation solltest du als einen Spot erachten, in dem du Druck ausüben kannst, wenn alle Spieler, die nach dir noch am Zug sind, entweder:
  • einen kleineren Stack haben als du
  • einen größeren Stack haben, aber das Verlieren eines All-ins gegen dich sie einen großen Teil ihres Stacks kosten und ihre Chancen auf die Geldränge gefährden würde
  • oder einen größeren Stack haben als du und unabhängig vom Ausgang eines All-ins wohl das Geld erreichen würden, aber tight-passive spielen und ihren Stack nur dann zu ihrem Vorteil einsetzen, wenn sie eine wirklich gute Hand haben

Unten findest du eine einfache Situation, in der du gut Druck aufbauen kannst:

Dein Standardgameplan in einer solchen Situation sollte folgendermaßen aussehen:

Du solltest die meisten Hände openraisen und davon nur abweichen, wenn du eine schwache Hand hältst UND die Stacksizes oder Spielertendenzen (also etwa eine hohe Wahrscheinlichkeit, gecallt/geraist zu werden, obwohl du eigentlich der Spieler bist, der Druck ausüben kann) dagegen sprechen. Spieler, die dich loose callen könnten, solltest du nicht angreifen. Ihre loosen Calls schaden ihnen zwar selbst, dir aber auch, während alle anderen Spieler aufgrund des ICM davon profitieren. Die dünnen Calls von anderen Spielern führen dazu, dass einer von euch ausscheidet oder sehr viele Chips verliert. Das Resultat ist, dass die übrigen Spieler (die nicht am All-in beteiligt sind) dem Geld näherkommen und ihr EV steigt.

Der Standardspielzug, wenn zu dir gefoldet wurde, sollte ein Minraise sein. Es sei denn ein Push ist die bessere Option, beispielsweise wenn die Spieler hinter dir zwar tight gegen ein All-in folden, aber viel gegen Minraises reshoven. Dies hängt größtenteils vom jeweiligen Stacksetup und den Tendenzen deiner Gegner ab.

Wenn es vor dir ein Raise gibt, solltest du deine Fold-Equity, deine Showdown-Equity im Falle eines Calls und den notwendigen Risikoaufschlag berücksichtigen und darauf basierend entweder reshoven oder folden. Nur callen solltest du sehr selten.

Gab es vor dir bereits ein All-in, dann folgst du einfach den Richtlinien aus der Lektion Das Preflopspiel: All-ins callen und isolieren. Das Gute ist, dass man sich um einen Overcall fast keine Sorgen machen mussdas kommt an der Bubble sehr selten vor.

Die nächsten Schritte

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