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Bubblestrategie (3): Multi-Table-SNGs Teil 1

Vor dieser Lektion solltest du bereits gelesen haben:


Mittlerweile solltest du grundsätzlich wissen, was die Bubblephase ist und wie du diese angehst. Du hast außerdem etwas über die spezifischen Feinheiten der Bubble in Single-Table-SNGs (STTs) gelernt.

Diese Lektion konzentriert sich auf Mutli-Table-SNGs, deren Bubble am Final-Table ausgespielt wird. Wir betrachten dazu drei Formate: ein 18-Spieler-SNG mit einer Auszahlungsstruktur von 40/30/20/10, ein 27-Spieler-SNG mit einer 37/27/18/10/8-Struktur (gerundet) und ein 45-Spieler-SNG mit einer Auszahlung von 31/21,5/16,5/12,5/9/6/3,5. Die Zahlen beziehen sich auf den Prozentsatz am Gesamtpreispool, den die Spieler entsprechend erhalten.

Die Bubblephase eines 18-Spieler-SNGs

Wann sie beginnt

Per Definition beginnt die Bubblephase in einem 18er-SNG bei vier bezahlten Plätzen, wenn noch sechs Spieler dabei sind. 40% des Preispools werden exakt an der Bubble verteilt, da dann vier Spieler jeweils mindestens 10% der Auszahlung sicher haben. In STTs ist der Betrag, der bereits an der Bubble verteilt wird, größer als der für den Erstplatzierten, während er hier gleichgroß ist. In absoluten Werten ist der 40%-"Bubblepool" kleiner als der in STTs. Das heißt relativ betrachtet, dass die Bubble unwichtiger ist als in STTs, trotzdem bleibt sie natürlich immer noch der wichtigste Abschnitt des Turniers. Wie auch im vorherigen Artikel sind die Annahmen auch hier auf die Bubble beschränkt und es wird vorausgesetzt, dass immer fünf Spieler um vier bezahlte Plätze kämpfen.

Typischer Risikoaufschlag

Sieh dir im folgenden Beispiel an, wie die Stackverteilung in dieser Phase aussehen könnte:

bubble

Da es sich hier um sehr übliche Stacksetups handelt, solltest du in der Lage sein, die verschiedenen Risikoaufschläge zu ermitteln. In der unten stehenden Tabelle findest du die jeweiligen Risikoaufschlagswerte, die für alle Spieler gegen jeden anderen Spieler in dieser Situation gelten. Beachte dabei, dass der Risikoaufschlag nicht nur von der eigenen Stacksize, der Auszahlungsstruktur und der Anzahl der verbleibenden Spieler abhängt, sondern auch von der jeweiligen Stacksize der Gegner.

Risikoaufschlag von ↓ gegen → EP CO BU SB BB
EP (2.000 Chips) - 6,8% 10,0% 11,6% 12,8%
CO (3.000 Chips) 5,4% - 14,4% 16,3% 17,9%
BU (5.000 Chips) 4,7% 8,0% - 21,2% 23,1%
SB (7.000 Chips) 3,8% 6,2% 12,9% - 25,9%
BB (10.000 Chips) 2,9 4,% 8,7% 14,6% -

In diesen Positionen und mit Blinds von 300/600 und einer Ante von 50 sehen die Pushing- und Calling-Ranges nach dem Nash Equilibrium folgendermaßen aus:

hrc1

Standard-Gameplans für bestimmte Stacksizes

Alle Schlussfolgerungen aus den STTs gelten noch immer und nur wenig kann ergänzt werden - abgesehen von der Tatsache, dass mit der Anzahl der Spieler auch die Variation innerhalb der Stackgrößen größer wird und dass durch die Shortstacks, Midstacks und Deepstacks im Spiel die Risikoaufschläge sogar höher sein können (der kleinste, der größte und der durchschnittliche Risikoaufschlag ist jeweils höher als in einem STT).

Dies führt zu Dynamiken, bei denen Bigstacks die Mediumstacks ungestraft exploiten können. Wenn die Bigstacks dies ausnutzen, werden die Abstände der ICM-Werte zwischen den Stacks der Spieler mit jeder Hand größer – die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, müssen sich die Shortstacks früher als normalerweise dieser Situation stellen. Sie müssen looser spielen, als die ICM-basierten Ranges nahelegen.

Dieser Gedanke wird in einem Equity-Modell aufgegriffen, das fortgeschrittener ist als das ICM: die Future-Game-Simulation (wird in einer separaten Lektion behandelt). Wenn auf der anderen Seite die Bigstacks die Stacksetups nicht voll zu ihren Gunsten ausnutzen, kann weiterhin das ICM genutzt werden, um die korrekten Ranges zu ermitteln.

Die Bubblephase eines 27-Spieler-SNGs

Wann sie beginnt

Von der Definition her beginnt die Bubblephase in einem 27-Spieler-SNG, wenn bei fünf bezahlten Plätzen noch sieben Spieler im Turnier sind. 41% des Preispools werden exakt an der Bubble verteilt, da dann fünf Spieler jeweils mindestens 8% der Auszahlung sicher haben. Das bedeutet, dass die Bubble in einem 27er-SNG wiederum etwas wichtiger ist als die eines 18er-SNGs, da sowohl nach relativen als auch nach absoluten Gesichtspunkten (im Verhältnis zum ersten Platz) der an der Bubble verteilte Preispool größer ist. Wie auch in den vorherigen Beispielen sind die Annahmen auch hier auf die Bubble beschränkt und es wird vorausgesetzt, dass immer sechs Spieler um fünf bezahlte Plätze kämpfen.

Typischer Risikoaufschlag

Sieh dir im folgenden Beispiel an, wie die Stackverteilung in dieser Phase aussehen könnte:

bubble
In dieser Tabelle findest du die sich hieraus ergebenden Risikoaufschläge:

Risikoaufschlag von ↓ gegen → EP MP CO BU SB BB
EP (13.500 Chips) - 1,9% 2,7% 5,3% 8,1% 14,2%
MP (2.000 Chips) 12,7% - 6,8% 10,1% 11,3% 12,2%
CO (3.000 Chips) 17,6% 5,4% - 14,4% 15,7% 16,8%
BU (5.000 Chips) 21,5% 4,6% 7,6% - 19,0% 20,5%
SB (7.000 Chips) 23,5% 3,6% 5,4% 11,0% - 22,2%
BB (10.000 Chips) 25,3% 2,4% 4,0% 7,2% 11,9% -


Im obigen Beispiel, mit Blinds von 400/800 und einer Ante von 50, gelten die folgenden Equilibrium-Ranges:

hrc2

Standard-Gameplans für bestimmte Stacksizes

Es wird immer deutlicher, dass der Risikoaufschlag sehr stark von der Stacksize des Gegners abhängig ist, gegen den du All-in gehen willst. Es ist offensichtlich, dass der Risikoaufschlag des Bigstacks gegen Midstacks höher ausfällt als gegen Shortstacks. Wichtig ist allerdings auch, dass man als Shortstack einen All-in-Pot wesentlich lieber gegen einen anderen Shortstack spielt als gegen einen Bigstack. Das liegt daran, dass man beim Verdoppeln gegen einen Shortstack nicht nur Chips gewinnt, sondern auch die Bubble viel näher in Richtung Ende rückt.

Die Ranges oben zeigen ein recht typisches Beispiel, welches aber zugleich auch ein extremes ist, da der Bigstack fast alle Karten aus UTG pushen kann und die anderen Spieler nichts dagegen tun können.

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Kommentare (1)

#1 hionoe, 26.02.15 21:06

Fehlen die 45-SnGs?