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StrategieSit & Go

Das Postflopspiel (2): Gegen den Preflopaggressor

 

Vor dieser Lektion solltest du bereits gelesen haben:

In der letzten Lektion hast du gelernt, wie du postflop spielst, wenn du die Initiative hast. Es ist aber ebenfalls wichtig zu verstehen, wie das Postflopspiel funktioniert, wenn vor dem Flop dein Gegner, oder überhaupt niemand, geraist hat. In dieser Lektion geht es um das Spielen gegen die Continuationbet deines Gegners. Ein Szenario, in dem der Gegner nicht c-bettet (einschließlich der Fälle, in denen du ihn durch eine Donkbet daran hinderst), wird in der nächsten Lektion behandelt.

Wir nehmen an, dass der Pot heads-up gespielt wird. Wenn du in einem Multiway-Pot ohne Initiative bist, solltest du sehr vorsichtig und ehrlich spielen (entsprechend deiner Handstärke), so dass es nicht viel Sinn ergibt, dieses Szenario hier zu analysieren.

Weiterhin nehmen wir an, dass dein Gegner ein halbwegs vernünftiger Regular ist. Wenn nicht, dann solltest du ohne Initiative auch ehrlich und direkt spielen – und die Ausnahmen von dieser Regel sind zu spezifisch, um sie zu generalisieren.

Deine perceived Range und die Boardstruktur

Das häufigste Szenario ist, dass jemand openraist und du callst. Als Erstes solltest du dich fragen, wie der andere Spieler deine Range wahrnimmt (perceived Range).

Da wir angenommen haben, dass dein Gegner ein vernünftiger Regular ist, sollte er in der Lage sein, dich grundsätzlich auf eine vernünftige Range zu setzen. Daher ist es recht wahrscheinlich, dass die perceived Range in diesen Situationen deiner tatsächlichen Range entspricht. Der gemeinsame Nenner in allen Situationen, in denen du durch Callen verteidigst, ist, dass deine Range eher Karten enthält, die suited und connected sind und eher weniger Highcards. In den meisten Fällen ist deine Range capped, was bedeutet, dass du kaum mit hohen Paaren oder Händen wie Ass-König nur callen würdest. Auf der anderen Seite enthält die Range deines Gegners häufiger Highcards, während bei ihm Hände wie Connectors seltener sind.

Das Ergebnis daraus ist, dass du ein Board als umso besser zu deiner Range passend wahrnehmen solltest, je niedriger und je koordinierter es ist. In diesen Fällen kannst du viele Pötte einsammeln, da deine Range besser mit dem Board connectet als die deines Gegners. Beachte: Genau diese Boards haben wir in der letzten Lektion als ungeeignet für eine CBet beschrieben. Der Grund dafür ist exakt derselbe.

Ein Beispiel für ein schlechtes Board für den Caller:
cbet good
Ein Beispiel für ein gutes Board für den Caller:
cbet bad

Auf eine Continuationbet reagieren

responding to a cbet

Angenommen, du bist in einer Situation, in der dein Gegner den Flop cbettet.

Auf einem trockenen Board

Auf einem trockenen Board solltest du nicht als Bluff raisen. Das liegt daran, dass deine Line Sinn ergeben muss. Bedenke, dass du auf einem trockenen Board durch eine Erhöhung wenig repräsentieren kannst, da du selten ein Monster hältst. Deine meisten Treffer werden schwache bis mittelstarke One-Pair-Hände sein. Selbst wenn du ein Monster getroffen hättest, würdest du es vermutlich auf einem trocknen Flop eher nicht valueraisen, da du gegen nichts protecten musst. Es ist dann profitabler, deine Hand schwächer darzustellen, damit dein Gegner auf dem Turn weitermacht, sei es durch einen Bluff oder mit schlechteren Valuehands. Da du also deine Valuehände nicht raisen würdest, ist es wichtig, dies auch nicht mit Air zu tun. Du kannst aber trotzdem seine CBet callen, mit dem Plan, den Pot auf einer späteren Street einzusammeln - diesen Spielzug nennt man Float.

Wenn also der Preflopraiser auf einem trockenen Flop bettet, solltest du nur einen Call oder einen Fold in Betracht ziehen. Es gibt verschiedene Arten von möglichen Calls:

Zu Anfang gibt es natürlich die sogenannten “Valuecalls”. Ein Valuecall ist ein Call mit einer made Hand, die genug Equity gegen die Hände hat, die dein Gegner valuebettet. Das ist meist dann der Fall, wenn du ein Monster oder ein gutes Toppair/Overpair hältst.

Die zweite Kategorie enthält die Bluffcatcher. Das sind made Hands, die zwar gegen die Valuerange deines Gegners nicht genügend Equity haben, aber einen Call rechtfertigen, wenn man mögliche Bluffs des Gegners mit in Betracht zieht. Ein Bluffcatcher kann alles von einem Toppair bis Ace-High sein.

Die dritte Option beinhaltet Draws. Sie haben normalerweise genügend Equity, um zumindest auf dem Flop einen Call zu rechtfertigen, es sein denn, du hast nur einen Gutshot, die CBet ist ziemlich groß und der Gegner spielt auf den späteren Streets sehr gut.

Alles andere ist ein reiner Float. Mit diesen Händen kann man mit einer Frequenz callen, die abhängig von den gegnerischen Tendenzen auf späteren Streets sein sollte. Wenn es wahrscheinlich ist, dass dein Gegner die Hand zu irgendeinem Punkt aufgibt, kannst du immer floaten. Ist es wahrscheinlich, dass er nicht aufgibt, solltest du ohne zusätzliche Equity quasi nie floaten.

Auf einem trockenen Board solltest du grundsätzlich nur Calls und Folds erwägen.
 
Eine CBet callen solltest du mit jeder Value-Callinghand, jedem Bluffcatcher, den meisten Draws (von denen es auf einem trockenen Board nicht viele gibt) und manchmal auch mit Air (abhängig von deinen Reads).

Auf einem wet Board

Auf der anderen Seite sollte man auf einem wet Board alle drei verfügbaren Optionen in Erwägung ziehen. Du solltest mit Bluffcatchern callen (jedoch sollten deine Gegner auf wet Boards nicht allzu oft bluffen) und manchmal kannst du auch mit Draws oder Valuehänden callen. Aber in den meisten Fällen solltest du dich zwischen einem Raise und einem Fold entscheiden.


Das liegt daran, dass Raisen am besten zu deiner Valuerange passt. Wenn du einen wet Flop nach deinem Preflopdefend triffst, hast du viele mögliche Monsterhände (Sets, Two-Pairs, Flushs und Straights), mit denen du raisen solltest, um Value zu bekommen und um gegen Draws auf eine noch stärkere Hand zu protecten. Du hast außerdem viele Draws in deiner Range, die auch von einem Raise profitieren, da du deine Foldequity, gemeinsam mit der Möglichkeit zu treffen, realisierst. Wie erwähnt, sollten deine Bluffs (wenn überhaupt) ebenso gespielt werden, wie deine guten Hände.

Du solltest all deine Valuehände raisen (also Hände, die die wahrscheinliche Continuationrange deines Gegners schlagen), außerdem die meisten Draws (Semi-Bluffing) und einen Teil deiner Air-Hände – was aber von der Neigung des Gegners abhängt, seine Hand aufzugeben.

 
Auf einem wet Board solltest du normalerweise nur ein Raise oder einen Fold in Betracht ziehen. Du kannst mit Bluffcatchern callen, oder manchmal auch mit Valuehänden als Trap. Genauso mit einem Draw, wenn du glaubst, dass dein Gegner auf ein Raise nicht folden würde.

 
Du solltest eine CBet mit allen Value-Raisinghands und mit den meisten Draws raisen, manchmal auch mit Air, abhängig von den Reads.

Die nächsten Schritte

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