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StrategieNo-Limit-Midstack

Betarten - Die Continuationbet

Einleitung

In diesem Artikel
  • Der Sinn von Continuationbets
  • Die Umsetzung abhängig von deiner Position
  • Continuationbets am Turn

Hältst du kein Paar in der Starthand, triffst du nur in gut einem Drittel aller Fälle etwas am Flop, sei es eine made Hand wie ein Paar oder besser oder einen starken Draw. In der großen Mehrheit der Fälle wirst du als Preflopaggressor also am Flop keine Hand haben, die ein Weiterspielen rechtfertigt.

Andererseits geht es deinen Gegnern in den meisten Fällen genauso. Es treten relativ häufig Situationen auf, in denen keiner der noch aktiven Spieler am Flop eine nennenswerte Hand vorweisen kann. In diesen Fällen gewinnt oft der, der als Erster blufft. Gerade in diesem Punkt hast du als Preflopaggressor einen entscheidenden Vorteil: Du hast mit einer Bet oder einem Raise vor dem Flop schon eine starke Hand angezeigt.

Auch gegenüber marginalen Händen deiner Gegner, die momentan vielleicht mit einem mittleren Pocketpair oder einem schwachen Toppair vorn liegen, hast du als Preflopaggressor den Vorteil, eine stärkere Hand repräsentieren zu können. Die Gegner sind sozusagen durch die Erhöhung vor dem Flop eingeschüchtert, so dass sie nur wenig Lust haben, ihre Hand nach dem Flop weiterzuspielen, selbst wenn sie objektiv die derzeit beste ist.

Indem du als Preflopaggressor am Flop die Aggression fortführst und setzt, selbst wenn du nichts getroffen hast, kannst du sehr häufig den Pot für dich gewinnen. Eine solche Bet, die einfach nur die Preflopaction logisch fortführt, mit dem Ziel die Hand direkt zu gewinnen, nennt man Continuationbet oder auch Contibet.

In diesem Artikel lernst du, von welchen Faktoren es abhängt, ob eine Continuationbet profitabel ist. Du lernst die Voraussetzungen und den mathematischen Hintergrund dieses Spielzugs kennen und findest weiterhin Variationen, namentlich die verzögerte Continuationbet, die erst am Turn angebracht wird, und die 2nd-Barrel, eine zweite Bluffbet, nachdem die Continuationbet am Flop gecallt wurde.

Video: Session Review Continuationbets
.
Video anschauen

Zur Vertiefung der Inhalte dieses Artikels kannst du dir ein Session-Review-Video von unserem Coach Hasenbraten anschauen. Mit Klick auf das linke Bild startest du das Video.

In diesem Video erklärt Hasenbraten die Grundlagen von Continuationbets und zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie du sie im Spiel anwendest.

Die Theorie

Definition und Prinzip von Continuationbets

Eine Continuationbet ist eine Bet am oder nach dem Flop von dem Spieler, der preflop als Letzter erhöht hat. Der Name drückt den Zweck dieser Bet gut aus:

Der Preflopaggressor setzt die Aggression auch nach dem Flop fort, um die Hand durch diese Bet für sich zu entscheiden, selbst wenn sie sich nicht verbessert hat.

Folgende drei Punkte machen die Continuationbet aus:

  • Derjenige, der die Bet anbringt, war auch vor dem Flop der Aggressor und hat die Initiative in der Hand, ist also derjenige, der preflop als Letzter erhöht hat.
  • Nachdem der Flop gegeben wurde, hat noch kein anderer Spieler gebettet.
  • Derjenige, der die Continuationbet macht, hat den Flop verpasst, hat also weder eine made Hand noch einen starken Draw geflopt.

Du spielst also dann eine Continuationbet, wenn du als Preflopaggressor den Flop verpasst hast, dir aber gute Chancen ausrechnest, dass du damit den Pot direkt gewinnen kannst.

Dabei machst du dir zu Nutze, dass in der Mehrzahl der Fälle auch die Gegner den Flop nicht wirklich gut getroffen haben und dass dir so das aggressive Image aus dem Preflopspiel hilft, den Pot durch diesen Bluff direkt zu gewinnen.

Du hast nämlich bereits Stärke demonstriert und in vielen Situationen reicht das aus, um den / die Gegner soweit einzuschüchtern, dass die Continuationbet ausreichend oft erfolgreich ist.

Der mathematische Hintergrund

Wie bei jedem anderen Bluff auch stehen die Größe der Bet und die nötige Erfolgswahrscheinlichkeit in einem engen Verhältnis zueinander.

BEISPIEL

Party Poker No-Limit Hold'em (NL$50) (10 handed)

Hero ($51.00)
SB ($48.00)

Preflop: Hero is CO with K, A .
6 folds, Hero raises to $2.00, 1 folds, SB calls $1.75, 1 folds.

Flop: ($4.50) T , 2, 9 (2 players)
SB checks, Hero?;

Die oben genannten Faktoren, die eine Continuationbet ausmachen, treffen hier zu. Bleibt nur die Frage, wie oft du mit dieser Bet den Pot gewinnen musst, damit sie einen positiven Erwartungswert hat.

SZENARIO A:

Hero macht eine Continuationbet von $1.50 (ein Drittel der Potsize). Er riskiert hier also $1.50, um $4.50 zu gewinnen. Das entspricht Pot Odds von 3:1. Um Gewinn zu machen, muss Hero also in mehr als 25% der Fälle mit dieser Bet den Pot gewinnen.

SZENARIO B:

Hero macht eine Continuationbet von $2.25 (halbe Potsize). Er riskiert hier also $2.25 um $4.50 zu gewinnen. Das entspricht Pot Odds von 2:1. Um Gewinn zu machen, muss Hero also in mehr als 33% der Fälle mit dieser Bet den Pot gewinnen.

SZENARIO C:

Hero macht eine Continuationbet von $3.00 (zwei Drittel der Potsize). Er riskiert hier also $3.00 um $4.50 zu gewinnen. Das entspricht Pot Odds von 1.5:1. Um Gewinn zu machen, muss Hero also in mehr als 40% der Fälle mit dieser Bet den Pot gewinnen.

SZENARIO D:

Hero macht eine Continuationbet von $4.50 (Potsize). Er riskiert hier also $4.50 um $4.50 zu gewinnen. Das entspricht Pot Odds von 1:1. Um Gewinn zu machen, muss Hero also in mehr als 50% der Fälle mit dieser Bet den Pot gewinnen.

Du siehst den logischen Zusammenhang:

Je größer du die Continuationbet ansetzt, desto häufiger muss sie erfolgreich sein.
Zusätzliche Outs

Nun ist es auch im oberen Beispiel so, dass du zusätzlich noch wenige Outs hast, mit denen du die Hand ebenfalls gewinnen kannst, sollte die Continuationbet am Flop gecallt werden.

Du hast dabei noch den schwachen Draw auf die beiden Overcards. Also bleiben dir Heads-up noch ca. 4 discounted Outs, falls die Continuationbet gecallt wird. Auch diese Möglichkeit musst du in die Berechnung mit einbeziehen.

Betrachte nun einmal die möglichen Ausgänge der Hand unter der Annahme, dass du im Schnitt weitere $10 vom Gegner gewinnst, falls du gecallt wirst und eines deiner vier Outs triffst:

SZENARIO A:

Der Gegner foldet am Flop gegen die Continuationbet und du gewinnst $4.5.

SZENARIO B:

Der Gegner callt die Continuationbet. Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 8.5% triffst du am Turn eines deiner 4 Outs und gewinnst weitere $10. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 91.5% triffst du keines deiner Outs, foldest dann am Turn und verlierst die eingesetzten $2.25. Der durchschnittliche Verlust, falls du gecallt wirst beträgt also: 0.085 * $10 + 0.915 * (-$2.25) = -$1.20875

Nun lässt sich ermitteln, wie oft der Gegner gegen die Continuationbet folden muss, damit der Spielzug zumindest breakeven endet, also +/- 0.

0 = P(fold) * $4.5 + (1 – P(fold)) * -$1.20875

Es ergibt sich: P(fold) = 0.21

Berücksichtigst du die zusätzlichen Outs durch die Overcards, muss dein Gegner also in mehr als 21% der Fälle gegen die Continuationbet folden, damit der Spielzug insgesamt einen positiven Erwartungswert hat.

Selbstverständlich ist auch diese Rechnung noch grob vereinfacht. Die Anzahl der tatsächlichen Outs und auch der mutmaßliche zukünftige Gewinn, falls du eines deiner Outs triffst, können nur grob geschätzt werden.

Du hast aber einen Eindruck bekommen, wie zusätzliche Outs die benötigte Erfolgsquote einer Continuationbet verändern. Ähnlich wie im obigen Beispiel sind zum Beispiel auch Gutshot Straightdraws zu betrachten. Dazu kommt: Je zahlungsfreudiger ein Gegner ist, desto günstiger ist das Vorhandensein zusätzlicher Outs zu bewerten.

 

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