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StrategieNo-Limit-Midstack

MSS - Das Spiel nach dem Flop

Einleitung

In diesem Artikel

  • Die Handkategorien am Flop
  • Die verschiedenen Floparten
  • Wann und wie viel du setzen solltest
  • Die Postflop-Charts
  • Beispiele

In diesem Artikel werden die Grundlagen des Postflop-Spiels nach der Midstackstrategie vorgestellt. Nachdem du dich mit diesen Konzepten vertraut gemacht hast, wirst du wissen, welche Ziele du am Flop verfolgst und wie deine Spielweise vor dem Flop mit diesen Zielen in Übereinstimmung zu bringen ist.

Welche Hände kannst du am Flop halten?

Hier stellen wir die verschiedenen Handkategorien vor, die du am Flop getroffen haben kannst - sie werden aus deiner Starthand und den Flopkarten gebildet. Je nachdem, was du am Flop getroffen hast, wird sich auch deine Spielweise verändern.

Die Hauptunterscheidung am Flop ist, ob deine Hand eine gemachte Hand, eine Drawing Hand oder eine wertlose Hand ist.

Gemachte Hände

ТOP PAIR
Hast du ein Paar, das aus einer deiner beiden Startkarten und der höchsten Gemeinschaftskarte besteht, so ist das ein Top Pair.

Hast du beispielsweise ein Ass und eine Dame, dann hast du jedes Mal, wenn die höchste Karte auf dem Board ein Ass oder eine Dame ist, ein Top Pair.

Es ist außerdem wichtig, welche Karte du als zweite Startkarte (auch Kicker genannt) hältst. So solltest du mit der MSS dein Top Pair nur spielen, wenn du mindestens einen Buben als Kicker hast.

Top Pair:

Karten:   Flop:
OVER-PAIR
Hast du ein Paar fertig in deinen beiden Startkarten und die Karten sind größer als jede Gemeinschaftskarte, so nennt man dies Over-Pair. Es ist kein größeres Top Pair möglich.

Wenn du beispielsweise zwei Asse hältst und auf dem Flop drei niedrigere Karten liegen, dann hast du ein Over-Pair.

Wenn du ein Over-Pair hast und nicht selber der Preflop-Aggressor warst (du also vor dem Flop nicht selber erhöht hast, z.B. wenn du mit einem Paar Sechser im Big Blind preflop nur gecheckt hast), solltest du vorsichtig spielen. Obwohl dein Paar Sechser auf manchen Flops ein Over-Pair sein kann, solltest du mit deinem niedrigen Paar keine großen Einsätze machen, wenn du preflop nicht selber erhöht hast.

Over-Pair:

Karten:   Flop:
TWO PAIR
Wenn beide deiner Startkarten auf dem Flop ein Paar machen, hast du ein Two Pair.
Denke daran: dein Two Pair ist nur dann wirklich stark, wenn beide deiner Startkarten auf dem Flop ein Paar bilden. Wenn ein Paar bereits auf dem Flop liegt, dann solltest du deine Hand wie ein normales Paar spielen.

Anders ausgedrückt: Wenn eines der beiden Paare in den Gemeinschaftskarten liegt, dann kannst du dir das nicht anrechnen, schließlich kann ein Gegner ja damit einen Drilling oder sogar ein Full House bilden.

Starkes Two Pair:

Karten:   Flop:

Schwaches Two Pair:

Karten:   Flop:
DRILLING (THREE OF A KIND)
Mit drei gleichwertigen Karten hast du einen Drilling.

Ein Drilling ist eine sehr starke Hand, mit der du durch Setzen und Erhöhen versuchen solltest, so viel Geld wie möglich von deinen Gegnern zu gewinnen.

Drilling:

Karten:   Flop:

Eine spezielle Art des Drillings ist ein Set. Ein Set hast du, wenn du mit dem Paar in deiner Starthand und einer Gemeinschaftskarte eine Hand aus drei gleichwertigen Karten bilden kannst.

 

Set:

Karten:   Flop:
Alle weiteren Handkombinationen findest du im Artikel Die Spielregeln von Texas Hold'em. Hier sind sie nochmal in absteigender Reihenfolge (von der schwächsten zur stärksten Hand):

  • Straight
  • Flush
  • Full House
  • Vierling/Quads
  • Straight Flush
  • Royal Flush

TWO PAIRS, DRILLINGE und alle besseren Händen werden auch MONSTER-Hände genannt.

Draws

OPEN-ENDED STRAIGHT DRAW (OESD)
Kannst du aus deinen beiden Startkarten und den Gemeinschaftskarten eine Folge von vier direkt aufeinanderfolgenden Karten bilden, dann hast du einen OESD. OESD steht für open-ended Straightdraw.
Das heißt, du hast momentan eine unvollständige Straight. Ihr fehlt am oberen oder am unteren Ende die fünfte Karte, daher die Bezeichnung open-ended. Im unteren Beispiel komplettieren 8 Karten deine Straight, jedes Ass und jede Neun, von denen je 4 Stück im Kartenstapel sind.

OESD mit beiden deiner Startkarten:

Karten:   Flop:

Einen OESD kannst du auch wie in folgendem Beispiel mit nur einer deiner Startkarten halten. Hier bringen dir jede Dame und jede 7 eine Straight.

OESD mit einer deiner Startkarten:

Karten:   Flop:
GUTSHOT
Ein Gutshot ist ein Straightdraw, dem eine mittlere Karte fehlt. Um eine Straight bilden zu können, musst du genau diese fehlende Karte treffen.
In diesem Beispiel brauchst du einen König, um deine Straight zu komplettieren. Dein Gutshot besteht aus einem Ass, einer Dame, einem Buben und einer Zehn. Der Gutshot-Draw ist nicht besonders stark, da dir nur vier Karten aus dem Kartendeck helfen - die vier Könige. Ein Gutshot sollte daher wie alle anderen wertlosen Hände gespielt werden.

Gutshot:

Karten:   Flop:
DOPPELTER GUTSHOT
Ein doppelter Gutshot ist eine Kombination aus zwei Gutshot-Draws. Deine Starthand und die Gemeinschaftskarten bieten dir also zwei verschiedene Chancen, den Gutshot zu vervollständigen.
In folgendem Beispiel hast du mit Ass, Dame, Bube und Zehn einen Gutshot und einen weiteren mit Dame, Bube, Zehn und Acht. Wie du siehst, helfen dir mit jedem König und jeder Neun ingsesamt acht Karten (wie bei einem OESD). Ein doppelter Gutshot ist also genauso stark wie ein OESD.

Tatsächlich ist ein doppelter Gutshot profitabler als ein OESD. Der Hauptgrund dafür ist, dass er von deinen Gegnern nicht so einfach entdeckt werden kann.

Doppelter Gutshot:

Karten:   Flop:
FLUSH DRAW
Wenn du vier Karten der selben Farbe hast, dann hast du einen Flushdraw. Eine weitere Karte dieser Farbe bringt dir einen Flush.
Ein Flushdraw kann entweder mit beiden deiner Starthände und zwei Gemeinschaftskarten oder mit einer deiner Startkarten und drei Gemeinschaftskarten gebildet werden. Ein Flop, auf dem alle drei Karten die selbe Farbe haben, wird auch monoton genannt.

Flushdraw mit beiden deiner Startkarten:

Karten:   Flop:

Wenn du auf einem monotonen Flop einen Flushdraw hast (siehe unten), solltest du nur weiterspielen, wenn du einen König oder ein Ass als Flushkarte hältst. Sollte deine Karte niedriger sein, stufst du sie als wertlos ein und spielst dementsprechend.

Flushdraw auf einem monotonen Flop:

Karten:   Flop:
MONSTERDRAW
Ein Monsterdraw ist eine Kombination von Draws, wie z.B. ein Flusdraw mit einem OESD. Mit diesen Draws hast du größere Chancen eine starke Hand zu machen als mit einem Flush- oder Straightdraw alleine.

Einen Monsterdraw hast du mit :
  • Flushdraw + OESD
  • Flushdraw + Gutshot
  • Flushdraw + Top-Pair
Obwohl ein Monsterdraw keine gemachte Hand ist, ist er sehr stark und du solltest durch Setzen und Erhöhen Geld in die Mitte bekommen.

Monsterdraw mit Flushdraw plus OESD:

Karten:   Flop:

Auch mit einem Flushdraw plus Gutshot hast du einen Monsterdraw:

Monsterdraw mit Flushdraw plus Gutshot:

Karten:   Flop:

Wenn du eine gemachte Hand wie z.B. ein Top Pair oder ein Over-Pair hast und du dazu noch einen OESD oder Flushdraw vorweisen kannst, dann ist auch das ein Monsterdraw:

Monsterdraw mit Flushdraw plus Top Pair:

Karten:   Flop:
OVER-CARDS
Wenn du keinen der erwähnten Draws und auch keine gemachte Hand getroffen hast, deine beiden Startkarten aber größer als alle Gemeinschaftskarten sind, dann hast du Over-Cards.
Das ist kein besonders starker Draw, aber wenn du auf einer späteren Straße ein Paar treffen solltest, ist es auf jeden Fall ein Top Pair.

Over-Cards:

Karten:   Flop:
WERTLOSE HÄNDE
Wenn du weder einen Draw, noch eine gemachte Hand oder Over-Cards hast, dann hast du eine wertlose Hand.
Auch wenn du beispielsweise ein niedriges Paar getroffen hast, kannst du dich kaum darauf verlassen und wirst durch das Spielen solcher Hände langfristig Verluste einfahren.

Niedriges Paar (wertlose Hand):

Karten:   Flop:

Welche Arten von Flops gibt es?

Die verschiedenen Floparten lassen sich in zwei Hauptkategorien einordnen: trocken und drawlastig. Mit der MSS wirst du hauptsächlich durch eine Erhöhung vor dem Flop in die Hand einsteigen, so dass du sehr oft eine Continuation Bet spielen kannst (im Teil zum Setzen weiter unten findest du weitere Informationen dazu). Trockene Boards eignen sich gut für Continuation Bets, während drawlastige Boards oder mehrere Gegner in einer Hand eher gegen eine Fortsetzung der Aggression sprechen - es sei denn du hältst eine starke Hand.
 
  • Trockenes Board: Auf einem trockenen Board sind nicht viele oder gar keine Draws möglich. Je weniger Draws möglich sind, desto trockener ist das Board.
  • Drawlastiges Board: Ein Board ist drawlastig, wenn viele Draws möglich sind. Beispielsweise wenn viele Karten die möglichen Draws der Gegner auf späteren Straßen vervollständigen können.
Es ist von großer Bedeutung, zwischen trockenen und drawlastigen Boards unterscheiden zu können, da unsere Spielweise nach dem Flop zum großen Teil davon abhängt. Natürlich gibt es keine eindeutige Unterscheidung zwischen trockenen und drawlastigen Boards - es handelt sich oft mehr um eine graduelle Entwicklung von "absolut trocken" zu "sehr drawlastig". Hier sind dennoch einige Richtlinien, die dir zur richtigen Einordnung helfen:

Um festzustellen, ob ein Board trocken oder drawlastig ist, achtest du zunächst auf die Verbundenheit der Flopkarten und welche Farben auf dem Board liegen. Verbundende Karten sind Karten, die nahe beieinander liegen wie eine Dame und ein Bube oder eine 7 und eine 8.

Trockene Boards:

Boards, auf denen ein Paar liegt oder die eine hohe Karte und zwei niedrige beinhalten, sind typischerweise trocken solange sie nicht mehr als zwei Karten der selben Farbe haben. Hier sind einige Beispiele für trockene Boards:

 

Flop 1:
Flop 2:
Flop 3:
Flop 4:
     

Drawlastige Boards:

Ein Board ist drawlastig, wenn:
  • Es drei miteinander verbundene Karten gibt
  • Es drei Karten der selben Farbe gibt
  • Es zwei verbundene und zwei Karten der selben Farbe gibt

Einige Beispiele für drawlastige Boards:


Flop 5:
Flop 6:
Flop 7:
Flop 8:
     
Im Verlauf deiner Pokerkarriere wirst du mehr über die verschiedenen Boardtexturen lernen und wie diese zu spielen sind. Für den Anfang reicht es aber, nach obigen Kriterien zu entscheiden, ob ein Board drawgefährlich ist oder nicht.

Wann und wie viel du setzen solltest


Ganz allgemein solltest du mit guten Händen setzen und mit schwachen Händen darauf verzichten. Abhängig von der Situation können jedoch auch Einsätze ohne die entsprechenden Hände profitabel sein.

Wie viel du setzen oder erhöhen solltest

Die Höhe deines Einsatzes hängt von der Art deiner Bet ab und richtet sich nach der aktuellen Größe des Pots (der Gesamtbetrag aller Einsätze auf dem Tisch). Wenn du beispielsweise ein Bet von halber Größe des Pots machst, dann setzt du $4 in einen Pot von $8. Eine 3/4 Potsize Bet in einem $8 großen Pot wären $6 usw. Diese Beträge müssen natürlich nicht exakt sein, du solltest dich nur an der ungefähren Größe orientieren.

Beim Setzen und Erhöhen gibt es eine allgemeine Regel:

  • Wann immer du setzt oder erhöhst und der Betrag mehr als die Hälfte deines verbleibenden Stacks ausmachen würde, gehst du direkt all-in.


Wann du setzt

Continuation Bet:

Nachdem wir preflop erhöht haben, können wir oft auch auf dem Flop weiterbetten. Der Hauptgrund einer Continuation Bet ist es, den Druck weiter hoch zu halten und den Pot sofort zu gewinnen. Auch wenn wir auf dem Flop keine gemachte Hand haben, können wir unseren Schwung mitnehmen und durch eine Bet den Pot einstreichen.

  • Gegen einen einzigen Gegner und auf einem trockenen Board solltest du 1/2-Potsize als Continuation Bet setzen.
  • Auf einem drawlastigen Board oder gegen zwei Gegner sollte deine Continuation Bet größer sein - ungefähr 3/4 des Gesamtbetrages des Pots.


Valuebet:

Hier halten wir eine starke Hand und wollen Geld in den Pot bekommen. Wir wollen Gegner mit schlechteren Händen zum Callen bewegen. In diesem Fall betten wir for Value. Wenn ein Gegner bettet, erhöhen wir diese Bet, wenn wir for Value spielen.

  • Mit einer guten Hand, mit der du Geld gewinnen willst, setzt du rund 3/4 des Pots.
  • Wenn du erhöhen möchtest, erhöhst du auf das Dreifache der Bet deines Gegners.


Bluffbets:

Ein weiterer möglicher Grund zum Betten: ein Bluff. Wir wollen Gegner mit besseren Händen zum Folden bringen und den Pot ohne Showdown gewinnen. Die Continuation Bet ist manchmal eine Bluffbet, und damit die einzige Bluffbet die du als Einsteiger machst, da das Bluffen ohne guten Plan nur zu großen Verlusten führt.

Wann du nicht betten solltest

Pot Control:

In einigen Situationen, besonders gegen mehrere Gegner oder auf drawlastigen Boards, ist deine Hand einfach nicht stark genug, um damit alle deine Chips zu riskieren. Dein Gegner könnte zwar schwächere Hände halten, aber auch viele potentiell stäkere Hände als deine. Wenn du dir deiner Hand nicht sicher bist, ist es besser, damit nicht zu viel Geld zu riskieren.

  • Wenn du Pot Control betreiben willst, kannst du eine Bet callen solange sie nicht größer als die Hälfte des Pots ist, und solltest selber nicht betten.

Das Postflop-Chart

Wie du die verschiedenen Hände nach dem Flop spielen solltest, kannst du auch in diesem Postflop-Chart nachlesen:

Mid Stack Strategy - Postflop Chart

Im Postflop-Chart findest du die verschiedenen Handkategorien und die entsprechenden Farben zeigen dir die dazu empfohlenen Spielweisen. So kannst du beispielsweise sehen, dass mit -Händen immer gesetzt oder erhöht werden sollte.

  • Du benutzt das Postflop-Chart, wenn du vor dem Flop erhöht hast.
  • Mit (CHECK / FOLD)-Händen checkst du und foldest, wenn der Gegner bettet.
  • Mit (BET / FOLD)-Händen spielst du eine Continuation Bet und foldest, wenn dein Gegner vor dir bettet oder deinen Einsatz erhöht.
  • Mit (BET / CALL)-Händen setzt du und callst einen eventuellen Raise vom Gegner. Wenn der Gegner vor dir bettet, callst du diesen Einsatz einfach.
  • Mit (BET / RAISE)-Händen bettest du und gehst gegen einen Raise vom Gegner All-in. Wenn dein Gegner vor dir bettet, so erhöhst du diesen Einsatz.

FLOP:

Deine Strategie auf dem Flop hängt von der Textur des Flops und der Anzahl der Gegner ab. Wenn du auf einem trockenen Flop nur einen Gegner hast, dann richtest du dich nach dem Teil des Charts, der mit "DRY BOARD and 1 OPPONENT" gekennzeichnet ist.

Wenn du mehrere Gegner hast oder der Flop drawlastig ist, dann spielst du nach dem "DRAWY BOARD or 2+ OPPONENTS"-Abschnitt.


TURN:

Auf dem Turn sind deine Entscheidungen einfacher - du bettest mit guten gemachten Händen, Monstern und Monsterdraws. Alles andere solltest du checken.

RIVER:

Die Spielweise auf dem River hängt größtenteils von deinen Aktionen am Turn ab - wenn du am Turn gesetzt oder erhöht hast, dann spielst du am River nach dem "BET"-Abschnitt. Wenn du und dein Gegner am Turn gecheckt habt, dann richtest du dich nach dem "CHECK"-Abschnitt.

 

Wenn du ein Top Pair oder ein Over-Pair nach dem Postflop-Chart spielen möchtest, kannst du das nur tun, wenn es stark genug ist. Wenn dein Over-Pair zu niedrig ist oder dein Top Pair einen zu schwachen Kicker hat (wenn du ein Top Pair triffst, ist deine zweite Startkarte dein Kicker), dann kannst du diese nicht profitabel spielen. Wenn sie nicht die folgenden Kriterien erfüllen, kannst du sie als wertlos betrachten:

  • Spiele ein Over-Pair nur dann, wenn es ein Paar Siebener oder besser ist.
  • Spiele ein Top Paar nur dann, wenn es ein Paar Zehner oder besser mit mindestens einem Buben als Kicker ist.

 

Beispiele

Die folgenden Beispiele zeigen dir Situationen, in die du kommen kannst, nachdem du preflop erhöht hast. Hier lernst du, wie du diese Situationen mithilfe des Postflop-Charts meistern kannst.

Behalte dabei immer im Hinterkopf, dass dir das Postflop-Chart nur allgemeine Regeln und Richtlinien zur richtigen Spielweise postflop geben kann - um auch mit schwierigeren Situationen korrekt umgehen und deinen Profit mit dieser Strategie maximieren zu können, ist es notwendig, dass du die zusätzlichen kostenlosen Lehrmaterialien und Hilfestellung wie die Handbewertungsforen unserer Seite nutzt.

 

BEISPIEL 1: Wir machen eine Continuation Bet
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist am Button
mit
  • Alle Spieler vor dir folden.
  • Du erhöhst auf $0,30. Du hast noch $3,50 übrig.
  • Der Spieler im Big Blind callt.
Flop - Aktive Spieler: 2 - Pot: $0,65
  • Dein Gegner checkt.
  • Du setzt $0,35. Du hast $3,15 übrig.
  • Dein Gegner foldet.

Du hast vor dem Flop mit einem König und einer Dame erhöht und wurdest von einem Spieler gecallt, der am Flop zu dir checkt. Du hast kein Paar oder etwas besseres getroffen aber auf diesem trockenen Board und nur einem Gegner rät dir das Postflop-Chart zu einer Continuation Bet auch ohne gute Hand.

Da das Board trocken ist, solltest du ungefähr 1/2 des Pots setzen, was aber nicht ganz genau stimmen muss. In diesem Beispiel hast du $0,35 gesetzt. Auch ein Einsatz von $0,30 oder $0,40 wäre kein Fehler gewesen; das Wichtige ist das Spielen der Continuation Bet überhaupt.

Wenn dein Gegner callt oder erhöht, musst du deine Hand aufgeben.

BEISPIEL 2: Wir machen keine Continuation Bet
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist in später Position
mit
  • Alle Spieler vor dir folden.
  • Du erhöhst auf $0,30. Du hast noch $3,70 übrig.
  • Der Spieler im Small Blind callt.
  • Der Spieler im Big Blind callt.
Flop - Aktive Spieler: 3 - Pot: $0,90
  • Deine Gegner checken.
  • Du checkst.
Turn - Aktive Spieler: 3 - Pot: $0,90
  • Deine Gegner checken.
  • Du setzt $0,70. Du hast noch $3,00 übrig.
  • Deine Gegner folden.

Wieder einmal hast du mit einem König und einer Dame erhöht und wurdest von den Spielern im Small und Big Blind gecallt. Dieses Mal ist der Flop recht drawlastig, da die Karten gut miteinander verbunden sind und damit Straight- und Flushdraws möglich machen.

Dazu hast du hier noch zwei Gegner, von denen einer auf diesem Flop gut und gerne etwas getroffen haben könnte. Der Strategie zufolge solltest du auf solch einem drawlastigen Board keine Continuation Bet machen, sondern versuchen, umsonst den Turn zu sehen. Mit deinen beiden Over-Cards solltest du hier also nur checken.

Das Gute an deinen Over-Cards ist, dass du im Falle eines Treffers ein Top Pair hast. Am Turn hast du eine gemachte Hand und du kannst wie gewohnt for Value mit solch einer Hand betten - ungefähr 3/4 des Pots.

BEISPIEL 3: Ein kleines Paar gegen mehrere Gegner
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist in später Position
mit
  • Ein Spieler in mittlerer Position callt den Big Blind.
  • Du erhöhst auf $0,40. Du hast noch $3,40 übrig.
  • Der Spieler im Small Blind callt.
  • Der Spieler im Big Blind callt.
  • Der Spieler in mittlerer Position callt.
Flop -Aktive Spieler: 4 - Pot: $1,60
  • Deine Gegner checken.
  • Du checkst.
Turn - Aktive Spieler: 4 - Pot: $1,60
  • Zwei Gegner checken.
  • Ein Gegner setzt $0,90.
  • Du foldest.

Auf diesem halbwegs drawlastigen Flop triffst du keine gemachte Hand und hast drei Gegner. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einer von ihnen auf diesem Flop etwas getroffen hat.

Auf dem Turn kannst du ohne Probleme folden, da du immer noch keine gemachte Hand hast und die Dame möglicherweise einen Draw der Gegner vervollständigt hat.
BEISPIEL 4: Valuebets
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist in früher Position
mit
  • Alle Spieler vor dir folden.
  • Du erhöhst auf $0,30. Du hast noch $3,80 übrig.
  • Der Spieler im Small Blind callt.
Flop - Aktive Spieler: 2 - Pot: $0,70
  • Dein Gegner checkt
  • Du setzt $0,50. Du hast noch $3,30 übrig.
  • Dein Gegner callt.

Turn - Aktive Spieler: 2 - Pot: $1,70
  • Dein Gegner checkt.
  • Du setzt $1,20. Du hast noch $2,10 übrig.
  • Dein Gegner callt.
River - Aktive Spieler: 2 - Pot: $4,10
  • Dein Gegner checkt.
  • Du checkst.

Hier haben wir am Flop ein Over-Pair und das Board ist ziemlich drawlastig und bietet Flush- und Straightdraws. Wir betten hier nicht nur, um Value von schlechteren Händen zu bekommen, sondern auch um, uns vor den Draws zu schützen, die unser Gegner halten könnte.

Auch hier ist es wichtig, rund 3/4 des Pots zu setzen - so können wir unsere Hand ausreichend schützen.

Der Gegner callt unsere Bet am Flop und wir sehen den Turn. Wir betten mit unserem Over-Pair erneut und der Gegner gibt wieder nicht auf - wir werden wieder gecallt.

Der River schwächt unsere Hand deutlich - wir haben jetzt kein Over-Pair mehr - unsere beste Spielweise ist ein Check, um uns umsonst den Showdown anzusehen. Unser Gegenspieler könnte eine bessere Hand halten und würde schlechtere Hände wahrscheinlich gegen eine Bet folden. Daher lohnt es sich nicht, noch mehr Geld zu investieren.
BEISPIEL 5: Pot Control
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist im Big Blind mit
  • Ein Spieler in mittlerer Position callt.
  • Du erhöhst auf $0,40. Du hast noch $3,50 übrig.
  • Dein Gegner callt.
Flop - Aktive Spieler: 2 - Pot: $0,95
  • Du setzt $0,70 ($2,80 übrig).
  • Dein Gegner callt.
Turn -Aktive Spieler: 2 - Pot: $2,35
  • Du checkst.
  • Dein Gegner checkt.
River -Aktive Spieler: 2 - Pot: $2,35
  • Du checkst.
  • Dein Gegner checkt.

Wir treffen ein Top Pair und machen am Flop eine Continuation Bet, die der Gegner callt. Am Turn hat unsere Hand einiges an Stärke verloren und ist kein Top Pair mehr. Wir können sie nicht mehr for Value betten und sollten sie wie eine wertlose Hand spielen. Unser Gegner kann leicht eine bessere Hand halten und außerdem ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass uns schlechtere Hände callen würden.

Wir wollen mit unserem Paar den Showdown sehen aber gleichzeitig nicht zu viel Geld in solch eine marginale Hand investieren. Daher halten wir den Pot durch einen erneuten Check am River klein.
BEISPIEL 6: Das Spielen von Draws
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist am Button
mit
  • Alle Spieler vor dir folden.
  • Du erhöhst auf $0,30. Du hast noch $3,80 übrig.
  • Der Spieler im Big Blind callt.
Flop - Aktive Spieler: 2 - Pot: $0,65
  • Dein Gegner checkt.
  • Du setzt $0,35. Du hast noch $3,45 übrig.
  • Dein Gegner callt.
Turn - Aktive Spieler: 2 - Pot: $1,35
  • Dein Gegner checkt.
  • Du checkst.
River -Aktive Spieler: 2 - Pot: $1,35
  • Dein Gegner setzt $0,80.
  • Du foldest.

Als Preflop-Aggressor machen wir auf diesem einigermaßen trockenen Flop eine Continuation Bet und setzen die Aggression fort. Die Stärke unserer Hand spielt in diesem Moment eigentlich keine Rolle - wir machen uns hier unser aggressives Preflop-Spiel zu Nutze. Da das Board nicht sehr drawlastig ist, setzen wir rund die Hälfte des Pots - $0,35.

Der Turn hilft uns nicht und da unser Gegner nicht viel Aggressivität gezeigt hat, können wir einen Gang runterschalten und uns die nächste Karte umsonst ansehen. Selber zu setzen ist keine gute Idee, da unser Gegner hier ein Paar Asse getroffen haben könnte, das er nicht so einfach folden würde.

Da wir am River unseren Flush verpasst haben, können wir gegen die Bet des Gegners folden.


Das Freeplay-Chart

Wenn wir durch das Checken im Big Blind vor dem Flop in eine Hand einsteigen, bekommen wir ein sogenanntes Freeplay (da vor dem Flop niemand erhöht hat, können wir umsonst den Flop sehen). Bei einem Freeplay hast du selbst vor dem Flop ebenfalls nicht erhöht, weswegen deine Spielweise im Vergleich zu der aus dem Postflop-Chart eine etwas andere sein wird:

Mid Stack Strategy - Freeplay Chart

Wenn du den Flop umsonst sehen kannst, benutzt du das Freeplay-Chart und verwendest es auf die gleiche Weise wie vorher schon das Postflop-Chart.

  • Du benutzt das Freeplay-Chart, wenn du vor dem Flop nicht erhöht hast.

Beispiele

Diese Beispiele demonstrieren das Spiel, wenn du umsonst in die Hand eingestiegen bist:
BEISPIEL 7: Freeplay
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist im Big Blind mit
  • Ein Spieler in mittlerer Position callt.
  • Der Spieler am Button callt.
  • Du checkst.
Flop - Aktive Spieler: 3 - Pot: $0,35
  • Du setzt $0,25. Du hast noch $3,75 übrig.
  • Deine Gegner callen.
Turn - Aktive Spieler: 3 - Pot: $1,10
  • Du setzt $0,80. Du hast noch $2,95 übrig.
  • Ein Gegner foldet.
  • Ein Gegner callt.
River - Aktive Spieler: 2 - Pot: $2,70
  • Du setzt $2,95 (all-in).
  • Dein Gegner foldet.

Hier kommst du kostenlos in den Pot und triffst am Flop einen Flushdraw und einen Gutshot - ein Monsterdraw. Du bettest deinen Monsterdraw (ungefähr 3/4 des Pots, da du gegen zwei Spieler spielst) und die Gegner callen.

Am Turn hat sich dein Draw verbessert; du hast nun einen Flushdraw und einen OESD - auch ein Monsterdraw. Du bettest den Turn for Value, 3/4 Potsize und wirst von einem Spieler gecallt.

Dein Monsterdraw hat dir am River eine Straight gebracht, die du for Value betten willst. Eine Bet von 3/4 des Pots ($2,00) wäre aber größer als die Hälfte deines verbleibenden Stacks und würde dir nur $0,95 übrig lassen - du gehst also direkt all-in.
BEISPIEL 8: Freeplay
Vor dem Flop - NL10 - Blinds: $0,05/0,10 - 9 Spieler
Du bist im Big Blind mit
  • Der Spieler im Small Blind callt.
  • Du checkst.
Flop - Aktive Spieler: 2 - Pot: $0,20
  • Der SB setzt $0,20.
  • Du foldest.

 

Obwohl du am Flop einen open-ended Straightdraw hast, ist es kein besonders starker und das Freeplay-Chart sagt dir, dass du deinen OESD in einem Freeplay-Pot "CHECK / FOLD" spielen solltest. Das heisst, du machst mit dieser Hand keinen Einsatz und foldest, wenn dein Gegner bereits vor dir gebettet hat.

Zusammenfassung

Du kannst nun hoffentlich die richtige Spielweise am Flop besser einschätzen. Wenn du dich allerdings weiterentwicklen möchtest und die MSS perfektionieren willst, dann solltest du die weiterführenden Artikel lesen, an unseren Live-Coachings teilnehmen, Videos ansehen und unsere professionellen Handbewertungen in Anspruch nehmen.

In diesem Artikel hast du gelernt...

  • ... die verschiedenen Handkategorien zu unterscheiden und deine Strategie anzupassen.
  • ... wann du setzen solltest und wann eher nicht.
  • ... wie du mit verschiedenen Floptexturen am besten umgehst.
  • ... was die Postflop-Charts sind und wie du sie lesen kannst.
 

Kommentare (63)

#2 fartingape, 21.02.11 16:37

hi, ich glaub da ist ein kleiner fehler in der 1. tabelle. <br /> <br /> ein "monster" bzw. "monsterdraw" soll man b/r am turn spielen, demnach exestiert das szenario, in dem man diese hände am turn check nicht, weshalb man sie wohl aus der riversparte "du hast gecheckt" nehmen sollte. sonst ist das verwirren. habs nur überflogen, nicht böse sein, wenn ich zu blöd wars zu verstehen. spiele obv. eh NL 2 sss :coolface:

#3 PotapovSergey, 21.02.11 16:51

Ja, normalerweise hast du schon recht, aber es kann durchaus passieren, dass du am River dann doch einen Monster Draw erwischst, und dh lieber noch mal aussagen dass mann sowas wegwirft... :)

#4 WayneBrady, 21.02.11 16:56

Freeplay chart scheint falsch zu sein. Es wird immer c/fold angegeben

#5 WayneBrady, 21.02.11 16:58

bzw. es wird c/f statt b/f angegeben wo es sinnvoll wäre

#6 Huckebein, 21.02.11 17:28

@5: Wo wäre es denn sinnvoll? Nenn mal bitte den Spot :)

#7 Bagfrog, 21.02.11 17:36

jo im freeplay chart steht auch, dass man flushdraws check/fold spielen soll, im beispiel betten wir aber unseren flushdraw ( der noch kein monsterdraw ist ohne den j )

#8 PotapovSergey, 21.02.11 17:47

#7: Du hast recht, werde gleich fixen.

#9 IloveBeer, 21.02.11 17:54

Grafisch auf jeden Fall schön gemacht...

#10 FeuAloeschah, 21.02.11 18:16

Hey Leute, kann mir jemand sagen, was is wenn ein overpair am Turn zum toppair wird, wird es dann als over- oder toppair weitergespielt? ;)

#11 dak113, 21.02.11 18:28

@#10: ein Overpair kann nicht zu Toppair werden, wenn du mit einem Paar triffst, hast du ein Set (= Drilling^^).<br /> Falls du Overcards meinst:<br /> Ja, wird wie Toppair weitergespielt.

#12 RandomNickname, 21.02.11 18:28

das wäre wohl ein set

#13 Quiesel, 21.02.11 18:28

Wir sollen auf trockenen Board 1/2 Potsize cbetten, aber unter Valuebet steht 3/4 PS, sollte das nicht konsistent gemacht werden? D.h. unsere Betgröße an die Boardstruktur und nicht an die Handstärke anpassen?

#14 Huckebein, 21.02.11 19:01

@13: Die Betsizes sind ein eher schwierigeres Thema, dazu wird es bald weiterführende Artikel geben.<br /> <br /> Für den Einsteiger ist es generell leichter, sich an seiner Handstärke zu orientieren. Dennoch gegen wir auch Tips zu den Boardstrukturen. <br /> <br /> Auf einem trockenen Flop brauchst du jedoch nicht zu protecten und eine kleine Bet erfüllt den selben Zweck wie eine grössere.

#15 Nilsson8787, 21.02.11 19:33

@14 habe ich das richtig verstanden das man auf einem trockenen board gegen einen gegner mit trash 1/2 pot c bet macht aber wenn man in der gleichen situation eine gute hand hätte würde man 3/4 betten ? würde ja bedeuten das alle bets auf dry board vs 1 spieler theoretisch immer bluffs wären !?

#16 Nilsson8787, 21.02.11 19:33

also 1/2 pot bets

#17 Perseus1, 21.02.11 21:03

bet/fold mit Toppair? O_o<br /> <br /> Bps: AK Flop K82 <br /> <br /> bet und dann auf reraise folden finde ich ziemlich weak...

#18 MagnumLemon, 21.02.11 21:43

Ein Toppair auf nem drawy board b/f spielen finde ich zumindest bei einem Gegner mit unserer Stacksize nicht so gut.

#19 chrsbckr75, 21.02.11 21:46

@17<br /> <br /> Ist doch Standard. Und für eine reevaluierung<br /> Am turn reicht der midstack wohl nicht.

#20 GoldenHands, 21.02.11 21:55

Solche Gegner wie sie jetzt hier gezüchtet werden wünscht sich doch jeder?!

#21 Schamharald, 22.02.11 00:02

lol! da müsst ihr ja noch einiges machen. Das glaubt euch keiner, dass wir wie 17 schon sagt da TP folden müssen. <br /> Wer selbst denken kann wird immer klar im Vorteil sein. <br /> Da war ja die SSS looser.

#22 pokerpeter23, 22.02.11 01:05

Hey Leute,<br /> vllt kann man die Diskussionen ins Forum verlegen. Habe heute nen neues Thema aufgemacht: Erste Erfahrungen mit MSS. Schaut da doch mal vorbei...<br /> <br /> Da könnt ihr sehen, dass ich auch nicht so bebeistert bin...

#23 Wizzzl65, 22.02.11 20:10

feedbackthread:<br /> <br /> http://de.pokerstrategy.com/forum/thread.php?postid=8536714#post8536714

#24 Huckebein, 24.02.11 08:50

@21: Willst du mir weismachen, dass du jetzt ernsthaft nach der Basic Strategie spielst?<br /> <br /> Leute ich finde es einfach lächerlich, wie sich fortgeschrittene Mtiglieder bemühen, an einer Einsteigerstrategie Fehler zu finden. Natürlich deckt die Strategie nicht zu 100% alle Expertenspots ab, aber das ist doch ohnehin klar. Also lasst diese Kommentare einfach bleiben, die helfen niemanden.<br /> <br /> Wenn ihr konkrete Vebesserungsvorschläge und Tips für die Einsteiger habt, dann gerne. Wir freuen uns über jeden konstruktiven Post.<br /> <br /> Niemand geht in die Fahrschule und sagt zum Lehrer, lol, was soll das, in der Formel 1 fahren sie doch anders. JA, aber darum geht es in der Fahrschule nicht.

#25 kremsy, 24.02.11 15:20

Mir gefällt die Strategie sehr gut, auch wenn ich sie noch nicht viel getestet hab, ich persönlich finde das auch im Einsteiger Chart zwischen Top Pair und TPTK unterschieden werden soll, ansonsten ist die strategie okay für einsteiger denke ich.<br /> <br /> Vielen dank ab Huke und sein team :)

#26 pygmyrabbit, 24.02.11 18:43

Hallo,<br /> <br /> Ich hätte ein paar Fragen zum Artikel.<br /> Es heißt dort ja, dass wenn bei einem "Two Pair" ein Paar bereits auf dem Flop liegt, die Hand wie ein normales Paar gespielt werden soll.<br /> Also, wenn ich jetzt wie im Beispiel AQ halte und in den Gemeinschaftskarten 2 9 Q 2 4 liegen, habe ich damit ein "Top Pair" oder?<br /> Und wenn ich schon ein Paar fertig in meinen beiden Startkarten habe, also wie im Beispiel KK und in den Gemeinschaftskarten liegen 4 9 10 7 7 würde das dann als "Over-Pair" gelten oder? <br /> Bei welchen Handkombinationen darf man sich eigentlich die Gemeinschaftskarten dazurechnen oder auch nicht dazurechnen und spielt es eine Rolle, ob man schon ein Paar fertig in seinen beiden Startkarten hält oder nicht?<br /> <br /> Mit freundlichen Grüßen,<br /> <br /> Booksbaum

#27 kremsy, 24.02.11 21:19

Booksbaum, es gibt wie im Artikel beschrieben ein schwaches und ein gutes Two Pair, wenn du KK und 77 am board ist, dann gilt es nicht als Over-Pair, sondern als 2 Pair, ich würde aber generell ein schwaches Two-Pair immer wie ein Top Pair, oder Overpair spielen! Da das Pair was am Flop ist der gegner auch immer automatisch besitzt.

#28 pygmyrabbit, 25.02.11 09:35

Also würdest du das "Two Pair" wie in meinem ersten Beispiel beschrieben als "Top Pair" spielen und in meinem zweiten Beispiel würdest du das "Two Pair" als "Over-Pair" spielen oder?<br /> Und ich hätte da noch eine Frage zum zweiten Teil meiner Frage:<br /> Bei welchen "Gemachten Händen", "Draws" und "Wertlosen Händen" darf man sich eigentlich die Gemeinschaftskarten dazurechnen oder auch nicht dazurechnen und spielt es eine Rolle, ob man schon ein Paar fertig in seinen beiden Startkarten hält oder nicht?

#29 PotapovSergey, 25.02.11 12:24

#28: "Also würdest du das "Two Pair" wie in meinem ersten Beispiel beschrieben als "Top Pair" spielen und in meinem zweiten Beispiel würdest du das "Two Pair" als "Over-Pair" spielen oder?" - Ja, das ist richtig so :)<br /> <br /> Generell gilt es, wenn deine Gegner auch von dem Board profitieren können, dann musst du aufpassen, um deine eigene Hand nicht zu überschätzen.<br /> <br /> Wenn deine Hand am Flop aus deinen beiden Startkarten entsteht, ist sie auch in der Regel stärker, als wenn du nur eine karte dazu benutzt, und du solltest sie auch dem entsprechend spielen.<br /> <br /> "und spielt es eine Rolle, ob man schon ein Paar fertig in seinen beiden Startkarten hält oder nicht?" - Wenn du schon ein Paar preflop hast, dann hast du bessere chancen auf ein Overpair oder Trips am Flop. Ein Overpair ist auch genau deshalb stärker, weil du beide Karten dazu benutzt. Die karte am Flop die dir einen Top-pair gibt, kann auch deinen Gegnern helfen.

#30 Heiamann, 25.02.11 15:54

@29<br /> "Wenn du schon ein Paar preflop hast, dann hast du bessere chancen auf ein Overpair oder Trips am Flop."<br /> <br /> Wenn ich Preflop schon ein Paar habe, kann es sich dabei ja nur um ein Pocketpair handeln, wenn ich Deinen Satz richtig verstanden habe.<br /> Wenn ich dann mit meinem Pocketpair am Flop die "dritte Karte" treffe, habe ich aber doch ein Set. Trips zu treffen dürfte doch mit einem Pocketpair gar nicht möglich sein, oder habe ich da was falsch verstanden...?

#31 Lasar, 26.02.11 06:12

wann kommen denn die ersten videos für bronze spieler mit MSS content ?

#32 pygmyrabbit, 26.02.11 10:13

Hi,<br /> <br /> Vielen Dank für die Antwort.<br /> Sergey, ich hätte da noch eine Frage an dich.<br /> Ich habe leider nicht so ganz verstanden bei welchen Handkombinationen (ich meine damit alle "Gemachten Hände", "Draws" und "Wertlosen Hände") ich mir Karten dazurechnen darf und wann nicht und wie dann die Handstärke aussieht auch in Bezug darauf, ob ich schon ein Paar fertig in meinen beiden Startkarten halte oder nicht.<br /> Könntest du mir da vielleicht eine allgemeine Erklärung abgeben, da das Aufzählen und die Erklärungen aller Handkombinationen wohl zu lange dauern würde.

#33 PotapovSergey, 26.02.11 21:19

#30: Set ist natürlich richtig, ich habe da einfach das falsche Wort verwendet. :)<br /> <br /> #31: Ich kann dir leider noch kein genaues Datum sagen, aber wir arbeiten schon daran.<br /> <br /> #32: Tja, ich habe es eigentlich schon versucht :), aber anders gesagt: du darfst alle Karten aus dem Board nutzen. Die Staerke, die daraus fuer dich entsteht, haengt von deiner Starthand ab. Haelst du ein Pocket Pair (zb TT) und die dritte T erscheint am Flop, dann ist deine Position staerker geworden, erscheinen K3J, hat sich deine Position verschlechtert, weil du kein Overpair haelst. Es kommt also immer darauf an, welche Moeglichkeiten sich auch fuer deine Gegner aus dem Board ergeben. Von daher ist es schwierig, dir eine allgemeingueltige Antwort zu geben. Aber wenn du zum Beispiel QQ hast und das Board 77J ist, hast du eigentlich immer noch ein Overpair und kein Two-Pair, weil jeder Gegner die 77 auch hat.

#34 PunkD123, 27.02.11 13:36

Bei Beispiel 6 im Postflop Spiel wird K10s Postflop erhöht, jedoch steht in der Starthand Chart nicht, das man diese Starhand Raisen sollte. Ist da ein Fehler unterlaufen?

#35 PunkD123, 27.02.11 13:36

Edit: Sorry, meinte natürlich Preflop

#36 PotapovSergey, 27.02.11 18:16

#34: Das ist ein Stealraise - laut dem "Steal-Resteal" Chart raisen wir KT von Button wenn alle vor uns gefoldet haben.

#37 Farbmond, 08.04.11 15:35

vielleicht ist die frage ja dumm aber irgendwie hab ich nen hänger ^^<br /> <br /> und zwar sieht das spiel so aus<br /> preflop: ich hab AA; 1 Gegner erhöht vor mir.<br /> <br /> in der 3-betting-chart steht aber nur bei AA "gab es vor dir mehr als eine erhöhung so gehst du mit diesen händen all-in"<br /> meine frage: soll ich vorher reraisen wies im grauen kasten drüber steht oder gleich all-in gehen ?

#38 PotapovSergey, 08.04.11 15:57

#37: Reraisen naturlich :)

#39 Svener83, 11.04.11 16:08

Ich hab eine Frage zum drawlastigen Board. Und zwar wie ich das einschätze wenn ich nachm Flop selbst einen Draw habe. Draws spiele ich ja auch abhängig davon wie drawlastig das Board ist aber im Prinzip ist das Board doch automatisch drawlastig wenn ich einen Draw habe. Oder betrachte ich dann nur die Drawmöglichkeiten die mir nicht weiterhelfen würden?

#40 Huckebein, 11.04.11 17:18

@39: Drawlastiges Board meint erst einmal unabhängig von deiner Hand ein Board, auf dem sehr viele Draws generell möglich sind: eine Vielzahl von Händen kann hier einen Draw haben, z.B. auf 986 können sehr viele Draws möglich sein, auf K22 gibt es aber eigentlich keine Draws.<br /> <br /> Wenn du selber einen Draw hast, spielst du je nach der Stärke des Draws weiter.

#41 Iridia42, 23.04.11 17:34

Spiel ich bei einem Freeplay ein Overpair genauso wie ein Top Pair? Steht nicht im Chart.

#42 PotapovSergey, 28.04.11 15:30

#41: "Spiele ein Over-Pair nur dann, wenn es ein Paar Siebener oder besser ist."<br /> <br /> Aber du wuerdest deine 77+ noch Preflop raisen, und dann bist du nicht im Freeplay... :)

#43 Happa2, 16.05.11 16:20

Bis zu welchem limit kann man mit dieser preflopstrategie noch +EV spielen? Dass vieles vom Postflopspiel abhängt ist mir bewusst, aber ich finde wir 3bet/folden ziemlich häufig. Kann das nicht irgendwie exploitet werden wenn der Gegner unsere Strategie kennt?

#44 RonnyB84, 18.05.11 10:14

Nach 18k Händen (90% auf NL25) mit der Strategie: -1.91BB/100. Eure Strategie ist schlichtweg scheisse. Oder wie erklärt ihr das: <br /> <br /> http://imageshack.us/m/848/441/image96.jpg

#45 Huckebein, 20.05.11 11:51

@44: Hi RonnyB84, das sind leider keine guten Neuigkeiten von dir. Hast du deine Sessions analysiert und die grössten verlorenen Pötte angesehen. Hast du in unseren Handbewertungsforen deine Hände diskutiert?<br /> <br /> Unsere Basic Strategie ist eine Einsteigerstrategie, die dir beim Einstieg helfen soll, sie wurde auch auf Samplezie getestet. Poker funktioniert aber leider nicht immer linear, und oft kann man auch einen Downswing haben, der sich auch über 18k Hände erstreckt.<br /> <br /> Wichtig ist hier aber, sich nicht abbringen zu lassen, nicht zu tilten und weiter aktiv an seinem Spiel zu arbeiten. Wir versuchen dir mit unserem Komplettangebot eine Rundumbetreuung, um dein Spiel auf das nächste Level zu bringen.<br /> <br /> Good Luck und bleib am Ball und gib uns auch Update wies weiterhin läuft.<br /> <br /> Gruss<br /> Huckebein

#46 caeci, 29.05.11 20:57

Wer kam auf die Idee von dieser Strategie?

#47 Huckebein, 30.05.11 10:51

@46: Denke, dass die Idee schon in der Luft lag, bevor wir darangegangen sind, eine eigene Strategie zu entwickeln.

#48 OoMichaeloO, 31.05.11 15:47

Halluuu :)<br /> <br /> "Wann immer du setzt oder erhöhst und der Betrag mehr als die Hälfte deines verbleibenden Stacks ausmachen würde, gehst du direkt all-in."<br /> <br /> Gilt das denn auch für grau hinterlegte Hände, die man bet/fold, raise/fold und reraise/fold spielt? Oder sollte man in dem Fall dann garnichts mehr setzen und direkt aussteigen, wenn man aufgrund der Regel mit diesen Händen direlt all-in gehen müsste?<br /> <br /> LG

#49 PotapovSergey, 09.06.11 09:11

#48: Ja, es gilt für alle Hände. Also auch mit den grauen, wenn du mehr als die Hälfte setzen würdest, dann gleich All-in.

#50 Sash0185, 12.06.11 10:58

Ich glaube, ich habe nen Fehler im Beispiel 6 gefunden. Da steht ich bin mit KTs im Button und raise auf 3 BB. Aber laut Raising-Chart spiel ich das doch erst gar nicht. Oder seh ich da was Falsch?

#51 Sash0185, 12.06.11 11:13

Hab mich geirrt. Das ist gar kein Fehler. Wenn alle Spieler vor mir folden, mache ich mit KT eine Stealraise laut dem Steals + Reasteals-Chart.

#52 sars1887, 30.06.11 10:28

Ein super Artikel, vor Allem für Cash-Game-Anfänger, danke!<br /> <br /> Aber ein kleines Problem hab ich da noch:<br /> Beispiel 7: Am River verscheuche ich doch mit dem All-In nur alle Gegner, oder? Aber ich will doch eigentlich einen call. Ich muss ja nicht davon ausgehen, dann tatsächlich "nur $0,95 übrig" zu haben. Pre-Flop bzw. am Flop und Turn verstehe ich das ja mit dem All-In, aber nach dem Turn ist ja eigentlich Wurst, wie viel ich noch übrig hab.

#53 goxie, 09.07.11 16:56

Frage zu Bsp. 5:<br /> Ich nehme an, dass wir hier am River eine Bet callen.<br /> Wäre es da nicht besser bet/fold am River zu spielen? Bzw. schon am Turn auf die Scarecard b/f?

#54 SvenBe, 12.07.11 13:33

he goxie, du kannst am Turn schlecht b/f spielen. Eine sinnvolle bet würde mindestens die Hälfte deines Stacks in Anspruch nehmen - sowohl am Turn als auch am River.

#55 Arun1108, 19.10.11 20:58

eine frage zu beispiel 7.. da es doch keine bessere hand als die meine geben kann, wäre es doch sinnvoller in solch einer situation zu checken und zu hoffen, dass der gegner der ja bis zum river fleißig gecallt hat was setzt um ihn dann erst zum all in zu raisen. in dem beispiel gehst du all in und wirst nicht gecallt, wodurch natürlich ein wenig geld verloren geht, oder?

#56 freefrey, 21.11.11 15:11

Frage:<br /> wie spielt man "Two Pair"<br /> zB:KT flop AKT/2KT<br /> <br /> Wird im Chart nicht erläutert

#57 gino, 01.01.12 00:46

Two Pair ist ein Monster!

#58 MfGOne, 01.03.12 16:30

depends

#59 Knoxxi, 24.04.12 11:01

Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Cashgamesession zu beenden?<br /> <br /> Mir passiert es immer das es gut läuft, doch plötzlich ist der Gewinn und der Grundeinsatz weg? Wieviel Stunden sind sinnvoll? Wo setzt man sich die Grenze zum aufhören? Das nagt an meiner Bankroll obwohls eigentlich gut läuft.<br /> Freu mich auf eure Tips ;-))

#60 cyaaaa, 12.05.12 08:16

Im Beispiel 5 ist der Einsatz doch zu hoch oder? Ein Gegner und ein dry board besagen doch 1/2 des Pots und nicht 3/4.

#61 Bigdeal12446, 09.08.12 16:11

wenn ich das auswendig lerne und multitable werden mich die 3bet reraise auf meine Handrange wohl auffressen. Wenn ich mir das so ansehe müsste ich als konter auf Mss nur konstant 3 bet geben raise geben. Bekomme ich nen raise weiß ich der Gegner hat QQ- AA or Ak late +TT bin ich dann schlechter fold ansonsten raise any er wird ja brav folden.

#62 cccp0288, 21.06.13 01:42

Hab denn Artikel nicht so ganz verstanden sind da nicht ein paar Widersprüche zwischen dem continuation bet und dem postflop Chart? Oder hab ich da was falsch verstanden? Weil zuerst heißt es ich soll denn Schwung mitnehmen von der preflop Erhöhung und bei draw lästigen board 3/4 des pots setzen. Und im Chart erhöh ich ja nur mit draws oder gemachten Händen!

#63 MarcelRene, 30.08.13 17:22

Kann ich bei Bsp.8 eine bet von 0,10c noch callen oder tue es nicht, weil ich das Idiotenende halte und nur niedrige Karten?

#64 Woinemer, 11.01.14 04:38

bei Beispiel 7 würde ich nie allin gehen (Pot 2,70 ich 2,95)<br /> da ich die Nuts habe will ich meinen Gegner locken<br /> hat er 2Paar oder vielleicht AK würde er auf meine 20-40 Cent Bet<br /> vermutlich denken das er vorne ist und ich "Billig" stehlen will<br /> und selber Allin Pushen oder einfach Callen um zu schauen was ich habe<br /> was mir mehr Geld bringt als das sture<br /> Allin weils so im Handbuch steht ^^