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StrategiePoker-Basics

Bring dein Spiel auf die nächste Stufe mit dem Pokerstrategy.com Equilab

Einleitung

In diesem Artikel
  • Wie du mithilfe des Equilabs ausführliche Handanalysen durchführst
  • Wie du den Scenario-Analyser verwendest
  • Wie du dein Spiel mit dem Equitytrainer weiter verbesserst
PokerStrategy.com Equilab jetzt kostenlos herunterladen

Für einen Pokerspieler gehören schwierige Entscheidungen zum Alltag. Es gibt Hände, bei denen man in jeder einzelnen Setzrunde eine schwierige Entscheidung treffen muss. Um solche Situationen erfolgreich zu meistern, ist ein gutes Verständnis für Handranges und Handkombinationen notwendig. Man muss verstanden haben, wie diese beiden Aspekte den Faktor beeinflussen, der bei jeder Entscheidung im Poker wohl die größte Rolle spielt – die Equity.

Die meisten Entscheidungen erscheinen zunächst schwieriger, als sie es tatsächlich sind, denn über die einzelnen Setzrunden hinweg hast du eine riesige Fülle von Informationen erhalten, die es scheinbar unmöglich macht, innerhalb weniger Sekunden die richtige Line zu wählen.

In diesem Artikel lernst du, wie du mithilfe des Equilabs verschiedene Situationen so weit auflöst, dass du sie angemessen analysieren kannst. Außerdem erfährst du, wie du die Informationen aus deiner Analyse verwerten kannst, um dein Pokerspiel zu verbessern und so am Tisch bessere Entscheidungen zu treffen.

Grundfunktionen

Die folgende Beispielhand wurde in einem der Handbewertungsforen gepostet. Sie wird nun dabei helfen, die grundlegenden Funktionen des Equilabs vorzustellen.

BEISPIEL 1:

PokerStars - €0,05 NL (6-max) – Hold'em - 6 Spieler

Stacks &Stats
UTG: €5,00
MP: €5,00
CO: €5,64
Hero (BU): €5,00
SB: €5,00
BB: €9,75

Preflop: (€0,07) Hero is BU with QcQs
3 folds, Hero raises to €0,20, fold, BB calls €0,15

Flop: (€0,42) 6h2s8d (2 players)
BB checks, Hero bets €0,30, BB calls €0,30

Turn: (€1,02) 7s (2 players)
BB bets €0,50, Hero...

Hand- und Rangeauswahl vor dem Flop

Heros Hand

Zunächst musst du deine eigene Hand ins Equilab eingeben. Klicke dazu auf den grün umkreisten Button (siehe unten, Bild 1) und wähle im Fenster, das sich daraufhin öffnet, Heros Startkarten aus (QcQs).

Villains Range

Als nächstes muss die gegnerische Range bestimmt werden. Dazu klickst du auf den blau umkreisten Button (siehe Bild 1).

Nun kannst du die Hände markieren, mit denen er deiner Meinung nach aus dem BB dein BU-Openraise callt. Du gibst ihm hier kleine bis mittlere Pocketpairs (22-TT) sowie ein paar Suited Connectors und Broadways. Da du davon ausgehest, dass er JJ+, AQs und AK 3-betten würde, schließt du sie aus der Callingrange aus.

Bist du der Meinung, dass er looser oder tighter callt, musst du entsprechend mehr bzw. weniger Hände auswählen. In Bild 2 siehst du die aktuelle Rangeauswahl. 

Vordefinierte Ranges

Alternativ gibt es auch vordefinierte Ranges zur Auswahl (siehe grüner Kreis, Bild 2). Beachte dabei allerdings, dass die meisten Ranges auf Fixed Limit Charts basieren. Wenn du No-Limit Spieler bist, solltest du lediglich die Ranges unter "Pokerstrategy.com - No Limit" verwenden. Alle anderen Ranges sind in der Regel viel zu loose – auch die meisten loose-passive Spieler würden nicht so viele Hände callen.

Der Range-Regler

Endlich gibt es eine äußerst nützliche Funktion, mit der du ganz schnell grobe Abschätzungen der gegnerischen Range vornehmen kannst – den Range-Regler (siehe blauer Kreis, Bild 2).

Hast du Stats von deinem Gegner, so kannst du ihm damit ganz einfach eine Range zuweisen:

Der rechte Teil des Reglers stellt den gegnerischen VPIP dar, der linke Teil des Reglers steht für den PFR.

Wenn dein Gegner im Big Blind beispielsweise einen VPIP von 20 hat und einen 3-Bet Wert von 10% (der 3-Bet-Wert entspricht in dieser Situation dem PFR), kannst du den rechten Regler auf 20% stellen und den linken Regler auf 10%. Das Equilab wählt dann als Range automatisch die 10% der Hände aus, die sich zwischen den beiden Werten befindet, so dass du direkt mit der Auswertung fortfahren kannst.

Obwohl du mit dieser Methode einen bestimmten Spot recht schnell analysieren kannst, wird die Auswertung weniger genau sein als bei einer manuellen Eingabe der Daten.

Generell ist es empfehlenswert, ein wenig mit den Ranges zu spielen. Sieh dir an, wie groß jede Range bezüglich ihres prozentualen Anteils an Händen eigentlich ist (oranger Kreis, Bild 2). Dadurch lernst du besser zu verstehen, was bestimmte Statistiken überhaupt aussagen.

In Bild 2 siehst du nun die Range, die du ihm hier gegeben hast. Sie beinhaltet 12,22% aller Hände.



Bild 1: Equilab-Hauptfenster Bild




Bild 2: Handauswahl-Fenster

Einschränkung der gegnerischen Handrange

Nachdem du dem Gegner eine Range und Hero eine Hand gegeben hast, kannst du auf "Auswerten" klicken. Das Equilab zeigt dir nun an, dass du preflop 76,81% Equity gegen seine Range hast.

Eingabe der Flop-Karten

Als nächstes wird der Flop bestimmt. Nehmen wir als Beispiel die Karten "6h2s8d". Du kannst sie entweder manuell in das orange umkreiste Eingabefeld eingeben (Bild 1) oder du klickst auf den Button, der sich direkt neben dem Feld befindet und wählst dann die Karten aus.

Nach Eingabe des Flops klickst du auf "Auswerten". Das Equilab zeigt dir, dass sich deine Equity gegen seine Range auf 81,13% erhöht hat.

Anpassen der Ranges

Wenn der Gegner allerdings checkt und deine Bet dann callt, so musst du seine Range entsprechend anpassen, da er gewöhnlich nicht mit allen Händen callt – hätte er in diesem Fall zum Beispiel 3s3d oder KdJh, würde er höchstwahrscheinlich nur check/fold spielen.

Um seine Range anzupassen, musst du wieder das Handauswahl-Fenster (blauer Kreis, Bild 1) öffnen und die Hände abwählen, die er aus deiner Sicht folden wird.

Wie du in Bild 3 siehst, gehen wir hier davon aus, dass er einige Overcards ohne Draws sowie Hände wie 33, 44 und 55 folden wird.

Du hast zudem einige starke Hände wie z.B. Sets aus der Range genommen, weil du erwartest, dass er mit diesen am Flop checkraisen würde – sobald er also check/callt, sind sie nicht länger in seiner Range.


Bild 3: Handauswahl-Fenster für die Check-/Callingrange am Flop

Berechnung der Foldequity

Außerdem musst du im Hinterkopf behalten, dass die ausgewählte Range jetzt 66 Handkombinationen enthält, d.h. 4,98% aller Hände.

Das kann wichtig sein, um herauszufinden, wie oft er am Flop foldet:

Am Flop hatte er eine Range von 12,22%; jetzt enthält sie noch 4,98% aller Hände. Das bedeutet, dass er 12,22% - 4,98% = 7,24% gefoldet hat. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 7.24/12.22 = ~59% an seiner Floprange.

Falls die Annahmen stimmen, bedeutet dies also, dass du am Flop eine Foldequity von ca. 59% hast.

Da du hier in einen €0,42 großen Pot €0,30 investierst, kannst du mit Any Two profitabel c-betten:

Du riskierst €0,30 und kannst insgesamt €0,72 gewinnen, d.h. du benötigst eine Foldequity von €0,3/€0,72 = 41,6%. Und wie du gerade gesehen hast, foldet er auf diesem Board sogar noch mehr Hände.

Ratespielchen – häufige Fehler

Als nächstes musst du dich fragen, mit welchen Händen er am Turn donkbettet.

Es handelt sich dabei wohl um die schwierigste Aufgabe bei der Bewertung von Händen, da es einfach keine definitive Antwort gibt. Alle Annahmen, die du ab jetzt triffst, haben einen direkten Einfluss auf die Ergebnisse deiner Evaluation.

Hier passieren die größten Fehler. Zum Beispiel würden viele Spieler wohl sagen, "seine Donkbet macht doch keinen Sinn, er blufft nur!" Während eine solche Aussage in einem Vakuum vielleicht korrekt wäre, muss dir hier eine Sache auffallen:

Nachdem er am Flop check/call gespielt hat, gibt es in seiner Range nicht mehr viele schlechtere Hände, die er so spielen könnte. Du gehst hier davon aus, dass er mit unverbesserten Overcards nicht so spielt - AT, AJ und AQ kannst du daher ausschließen.

Mit dem Rest seiner Range könnte er durchaus als Erster setzen: TT und 99 sowie Straights und Twopairs könnte er hier for Value betten. Du schätzt seine Range damit auf: {TT-99, 77, T9s, 98s, 87s, 76s}.

Wenn du die Turn-Karte eingibst und dann auf "Auswerten" klickst, siehst du, dass du gegen diese Range eine Equity von 48,69% hast. Du musst €0,50 callen bei einer Potgröße von €1,02. Du benötigst also eine Equity von €0,5/(€1,02 + €0,5 + €0,5) = €0,5/€2,02 = ~24,75%. Da du mehr als 48% Equity besitzt, solltest du eine Bet auf jeden Fall mitgehen.

Die Kernaussage ist, dass man die Range des Gegners immer nur einschränken aber niemals um Hände erweitern sollte, die auf vorangegangenen Streets nicht in der Range waren.

Wenn er am Flop eine Hand foldet, kann sie auf einer späteren Street nicht plötzlich in seiner Range auftauchen. Natürlich könnte man immer zum Flop zurückgehen und dem Gegner dort eine weitere Range geben, einfach um zu sehen, wie dies das Ergebnis der ganzen Hand beeinflussen würde. Sobald du aber die Annahme aufstellst, dass er eine bestimmte Hand in einer Setzrunde foldet, solltest du dich auch an diese Annahme halten.

Experimentieren mit den Parametern

Eine gute Möglichkeit, dein Wissen und dein Verständnis für das Spiel auf schnelle Weise zu verbessern ist es, dir eine Hand zu suchen, sie zu bewerten und dann die Parameter zu verändern.

Es ist ja gut zu wissen, dass du die Hand im obigen Beispiel folden solltest, aber was tust du, wenn auf dem Board das nächste Mal nicht 6h2s8d, sondern 6h8dJc liegt? Welchen Einfluss hat dies auf seine Range und auf die Equity, die du dagegen hast?

Hier ein paar Vorschläge, welche Aspekte man dabei untersuchen könnte.

  • (1) Wie beeinflusst ein 6h8dJc Board seine Range und deine Equity dagegen?
  • (2) Was tust du auf einem 6h2s8h Board?
  • (3) Wie stehst du gegen ein Checkraise am Flop da? Oder anders gesagt: Wie sieht seine Checkraising-Range aus und welche Equity hast du dagegen?
  • (4) Was wäre, wenn du 99 statt QQ hättest?
  • (5) Würdest du die Turnbet mit A8s immer noch callen?
  • (6) Was wäre, wenn er den Turn zu dir checkt? Solltest du betten?
  • (7) Nimm an, du callst und am River kommt ein K. Willst du eine weitere Bet callen? Solltest du selbst betten, wenn er zu dir checkt?
  • (8) Wenn er den Turn check/callt und am River eine 2 kommt, solltest du dann valuebetten?

Versuche nun einmal, diese Fragen selbst zu beantworten. Wie die Antworten darauf aussehen sollten, erfährst du am Ende dieses Artikels.

Nützliche Funktionen

Farbauswahl

Manchmal weist du Villains Range gleichfarbige Hände zu, möchtest dabei aber nur die Hände einer bestimmten Farbe einschließen (zum Beispiel 65s-T9s, davon aber nur 6h5h - Th9h).

Du kannst diese Hände nun manuell eingeben oder die Farbauswahl-Funktion benutzen. Dazu klickst du einfach auf den Button "Farbe auswählen" im "Handrange-Auswahl"-Fenster (blauer Kreis, Bild 5) und markierst die Hände, die du Villains Range zuweisen willst. Klickst du dann nochmal auf den Button "Farbe auswählen", öffnet sich ein Fenster, in dem du auswählen kannst, welche Farben du in seiner Range haben willst (blaues Rechteck, Bild 5).

Alternativ kannst du statt des Buttons "Farbe auswählen" auch die ALT-Taste gedrückt halten, während du die gewünschten Hände markierst.


Bild 4: Rangeauswahl-Fenster mit Farbauswahl-Funktion



Bild 5: Farbauswahl-Fenster
Card Removal

Schau dir nun ein Beispiel zum Card-Removal-Effekt an, das verdeutlicht, was unter dem Begriff überhaupt zu verstehen ist.

Gehe davon aus, dass du dich preflop in einem Spot befindest, in dem du dem Gegner genau {AA, KK, AK} gibst. Das ergibt 6 Kombinationen für AA, 6 für KK und 16 für AK.

Egal ob du nun z.B. 65s oder A5s hältst, seine Range verändert sich dadurch nicht – er hält weiterhin {AA, KK, AK}.

Was sich allerdings ändert, ist die Verteilung der Karten! Wenn du A5s hältst, befindet sich ein A weniger im Stapel, d.h. die Anzahl der Kombinationen für AK und AA verringert sich. Es gibt statt 6 nur noch 3 Kombinationen für AA und für AK gibt es statt 16 nur noch 12 Kombinationen.

Soll das Equilab diesen Umstand berücksichtigen, dann aktiviere die Checkbox "Card Removal anzeigen" unten links im Handrange-Auswahl Fenster (Bild 6, blaues Kästchen). Hat der Card-Removal-Effekt einen Einfluss auf deine aktuelle Hand, so wirst du bei der Anzahl von Händen in der Range sofort einen Unterschied sehen.

Berücksichtigt man diesen Effekt für die Floprange in Beispiel 1, so reduziert sich die Anzahl der Hände von 162 auf 126 (12,22% -> 9,50%). Welche Hände dabei vom Card-Removal-Effekt betroffen sind, siehst du an der etwas dunkleren blauen Einfärbung der jeweiligen Kästchen.

Anzahl der Kombinationen

Dieser Punkt steht im Zusammenhang mit dem Card-Removal-Effekt. Aktivierst du die Option "# Kombinationen anzeigen" unten links im Handrange-Auswahl Fenster (Bild 6, blaues Kästchen), zeigt dir das Equilab an, wie viele Kombinationen einer bestimmten Hand Villain in seiner Range hat. Dies siehst du an den kleinen Zahlen in der unteren rechten Ecke jeder Hand, die du ausgewählt hast (Bild 6, orange eingekreist).

Ganz allgemein kann man sich die Anzahl vorhandener Kombinationen ganz leicht merken:

Offsuit Hände haben 12, suited Hände 4 und Pocketpairs 6 Kombinationen (diese Werte gelten allerdings nur, wenn es keinen Card-Removal Effekt gibt).

Du kannst die Optionen "Card Removal anzeigen" und "# Kombinationen" auch gleichzeitig auswählen.


Bild 6: Card Removal und Anzahl der Kombinationen


Bild 6a: Card Removal und Anzahl der Kombinationen

Benutzerdefinierte Handranges

Dies ist ein nützliches Tool, das dir zukünftige Handevaluationen erleichtert und es dir ermöglicht, Hände schneller abzuarbeiten. Mithilfe dieser Funktion wird es ganz einfach, Handranges für häufig auftretende Spots abzuspeichern.

Nehmen wir Beispiel 1: Hier könntest du die Range abspeichern, die du Villain für das Callen deines Preflop-Openraises gibst, da du dich öfter in einem solchen Szenario befinden wirst. Analysierst du dann das nächste Mal eine Hand, in der du als BU gegen den BB gespielt hast, so kannst du einfach deine benutzerdefinierte Range aufrufen, anstatt von neuem alle Hände durchgehen zu müssen.

Dazu musst du zuerst eine bestimmte Range auswählen (siehe Bild 2) und danach auf "Speichern" (Bild 7, blaues Kästchen) klicken. Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem du der Range einen Namen geben kannst (Bild 7, oranges Kästchen). Am besten wählst du hier keine Ziffern, sondern eine Bezeichnung, die das Szenario gut beschreibt, damit du es später ganz leicht wiederfinden kannst. Wir haben uns hier für den Namen "BU vs BB reg flatcall" entschieden.

Nachdem du den Namen mit einem Klick auf "OK" bestätigt hast, erscheint die Range unter "benutzerdefinierte Ranges" (Bild 7, grünes Kästchen). Wenn du deine vordefinierte Range dann verwenden möchtest, folge einfach der Beschreibung in Sektion 1.2 – Vordefinierte Ranges.

Du kannst für deine benutzerdefinierten Ranges auch Ordner erstellen. Dies funktioniert ähnlich wie das Abspeichern von Ranges. Klicke einfach auf "Ordner erstellen", gib dem Ordner einen Namen und speichere ab. Danach kannst du die Ranges per Drag & Drop in den Ordner deiner Wahl ziehen.


Bild 7: Benutzerdefinierte Ranges

Der Scenario Analyser

Der Scenario Analyser ist ein starkes Tool, mit dem du ganz schnell verschiedene Szenarien im Hinblick auf die Frage untersuchen kannst, wie sich eine bestimmte Hand im Bezug auf deine Equity entwickeln kann bzw. entwickeln wird.

Um die Daten der aktuellen Hand im Scenario Analyser auswerten zu lassen, musst du die Hände und Handranges einfach in das Equilab eingeben und dann oben im Menü auf "Scenario Analyser" klicken.

Zurück zum Beispiel:

Es hat sich herausgestellt, dass du die gegnerische Turnbet in Beispiel 1 auf jeden Fall callen solltest, da du die benötigte Equity dazu hast.

Es gibt nun allerdings Szenarien, in denen du nicht weiterspielen kannst, z.B. wenn am River eine Scarecard kommt und Villain noch einmal bettet. Nun musst du herausfinden, welche River-Karten gut für dich sind.

Dazu gibst du im Equilab die gegnerische Range von {TT-99, 77, T9s, 98s, 87s, 76s} sowie deine eigene Hand und das Board ein und öffnest den Scenario Analyser.


Bild 8: Scenario Analyser Hauptfenster

Klickst du nun auf "River-Karten analysieren", siehst du sofort, wie deine Hand bei verschiedenen River-Karten abschneidet.

Im Hauptfenster erscheinen nun mehrere Balken. Diese symbolisieren die Equity, die du bei der jeweiligen River-Karte hast. Rechts siehst du diese Karten absteigend nach Equity angeordnet.

Der Equity-Regler

Auf Bild 8 siehst du einen orange eingekreisten Schieberegler (unten rechts). Mit Hilfe dieses Reglers lässt sich die Mindestequity einstellen, die du gegen die gegnerische Range haben möchtest. Der Scenario Analyser sortiert daraufhin all die Karten aus, bei denen du weniger Equity hast. Die Balken solcher Karten werden nun grau angezeigt.

Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn du bestimmen möchtest, bei welchen Karten du eine Bet von Villain callen kannst.

Geh einmal davon aus, dass Villain am River mit seiner gesamten Range zwei Drittel des Pots bettet. Du bekommst damit Odds von 5:2 und brauchst grob geschätzt 28,6% Equity. Stellst du den Regler nun auf 29% (Bild 9, orangefarbener Kreis), so siehst du, dass du eine Riverbet bei allen Karten außer einer 5, einer T oder einer 9 callen kannst (Bild 9, blaue Kreise).

Bild 9: Scenario Analyzer - Equity Regler

 Du kannst mit den Parametern dieser Hand ein wenig herumexperimentieren und dabei ganz bequem im Scenario Analyser-Fenster bleiben.

Der Equity Trainer

Der Equity Trainer ist ein weiteres nützliches Tool, das dir helfen wird, dein Verständnis und dein Wissen zum Thema Equity in den verschiedensten Situationen zu trainieren.

Öffne den Equity Trainer, indem du oben im Menü des Equilab Hauptfensters auf "Equity Trainer" klickst. Du kannst nun zwischen vordefinierten und benutzerdefinierten Szenarien wählen.

Möchtest du mit einem vordefinierten Szenario arbeiten, öffne das Dropdown-Menü, wähle die Situation aus, die du trainieren möchtest und klicke auf "Training starten".

Der Equity Trainer gibt dir nun auf verschiedenen Flops Karten aus Heros vordefinierter Range und lässt dich abschätzen, wie viel Equity die jeweilige Hand gegen Villains Range hat.

Du kannst die erwartete Equity entweder per Hand eingeben oder den Schieberegler dazu benutzen. Klickst du dann auf "Ergebnis", siehst du, wie viel Equity du tatsächlich hast und es folgt das nächste Szenario.

Um das Training zu beenden, klicke einfach auf den Button "Endergebnisse". Der Equity Trainer fasst deine Ergebnisse dann zusammen und du kannst jedes einzelne Szenario für eine weiterführende Analyse exportieren.

Benutzerdefinierte Szenarien

Möchtest du dein Equity-Wissen im Hinblick auf ganz bestimmte Spots trainieren, so gibt es auch hier die Möglichkeit, eigene Szenarien zu definieren. Nimm dazu das Preflop-Szenario aus Beispiel 1 und gib es in den Equity Trainer ein.

Dazu musst du zunächst den benutzerdefinierten Modus starten, den du im Hauptfenster des Equity Trainers einstellen kannst (Bild 9, oranger Kreis).

Dann musst du eine gegnerische Range festlegen (Bild 9, grünes Kästchen). Hier kannst du wieder deine benutzerdefinierte Range nutzen. Dazu öffnest du das Handauswahl-Fenster und wählst die Range "BU vs BB reg flatcall" aus, die du zuvor gespeichert hast.

Für Heros Hand nimmst du hier QsQc (Bild 9, blaues Kästchen). Es ist allerdings auch möglich, eine komplette Range einzugeben (am besten die, mit der du vom Button openraist).

Klickst du nun auf "Training starten", wirst du auf verschiedenen Boards mit der gegnerischen Callingrange konfrontiert.


Bild 10: Equity Trainer Hauptfenster

Es gibt viele häufig wiederkehrende Situationen, die du mit dem Equity Trainer ganz bequem einüben kannst. Ein solches Szenario wäre z.B. das Callen von 3-Bets in Position.
BEISPIEL 2:

Du openraist vom Button und der BB 3-bettet. Du gehst bei ihm mit {66+, A8s+, K9s+, Q9s+, JTs, T9s, 98s, 87s, ATo+, KJo+} von einer ziemlich weiten Range aus.

Mit AJo hast du gegen diese Range eine Equity von 49,84% und du entscheidest dich zu callen.

Am Flop fällt es vielen Pokerspielern schwer weiterzuspielen, wenn sie nichts getroffen haben. Ihr Problem ist dabei meist, dass sie nicht einschätzen können, wie viel Equity sie auf bestimmten Boards haben. Dieses Leak kannst du nun ganz einfach aus der Welt schaffen, indem du den Spot mit dem Equity Trainer einübst.

Die Funktionen verknüpfen

Du bist nun in der Lage, mit den Grundfunktionen des Equilabs so ziemlich jede Situation am Pokertisch korrekt zu bewerten. Wie immer im Poker gilt auch hier: Übung macht den Meister!

Im Folgenden findest du zwei weitere Beispielhände, die du nun analysieren sollst. Am Ende des Artikels findest du die Lösungen.

BEISPIEL 3:

PokerStars No-Limit Hold'em, $0,50 BB (5-handed)

Stacks & Stats
UTG: $58
MP: $48,50
Hero (BU): $50
SB: $50
BB: $53,50

Preflop: ($0.75) Hero is BU with 9sQc
2 folds, Hero raises to $1,50, 1 fold, BB calls $1

Flop: ($3,25) (2 players)
BB checks, Hero checks

Turn: ($3,25) (2 players)
BB bets $1,50, Hero...

Frage:

Am Turn musst du dir die Frage stellen, ob du auf die Bet raisen oder callen solltest.

Zuerst musst du deine Equity gegen die gegnerische Range abschätzen, um dann mit dem Scenario Analyser herauszufinden, wie viele Riverkarten für deine Hand gut wären.

Tipp: Wie beeinflusst dein Check am Flop die gegnerische Handrange für eine Turnbet?

BEISPIEL 4:

PokerStars - €0,10 NL (6-max) – Hold'em - 6 players

Stacks & Stats
UTG: €10,00
MP: €10,00
CO: €10,30
Hero (BU): €10,00
SB: €10,00
BB: €18,60

Preflop: (€0,07) Hero is BU with AdJh
3 folds, Hero raises to €0,40, 1 fold, BB raises to €1,20, Hero calls

Flop: (€2,45) Tc4s4h (2 players)
BB bets €1,40, Hero...

Fragen:

  • (1) Wie groß ist deine Equity gegen eine 6%-, 10%- und 15%-Prefloprange? Willst du gegen alle dieser drei Ranges eine 3-Bet callen?
  • (2) Wie groß ist deine Equity gegen jede der drei Ranges am Flop? Was tust du, wenn der Gegner bettet – folden, callen oder raisen?
    Tipp 1: Welchen Teil seiner Range wird Villain gegen ein Raise folden? Was bedeutet das für deine Foldequity?
    Tipp 2: Um einen Call zu bewerten, kannst du mit den Scenario Analyser verschiedene Turnkarten simulieren.
  • (3) Wenn Villain preflop 10% 3-bettet und am Flop 100% c-bettet, wo stehst du dann mit deiner Hand, wenn du statt AJo 99 hältst?
  • (4) Wie sieht es aus, wenn du 99 hältst und auf dem Flop Qc4s4hKc4s4h oder Ac4s4h liegt (wieder gegen eine 10%-Range, die am Flop 100% c-bettet)?

Zusammenfassung

In diesem Artikel hast du die Grundfunktionen (aber auch einige der fortgeschritterenen Funktionen) des PokerStrategy.com Equilabs kennengelernt. Du bist nun in der Lage, Hände so weit aufzulösen, dass du sie objektiv bewerten kannst.

Auf der Ausschau nach Leaks

Eine sehr gute Möglichkeit, dein Spiel zu verbessern ist es, Hände zu evaluieren und sie danach in den Handbewertungsforen zu posten. Andere Mitglieder sowie Handbewerter sehen sich deine Arbeit dann an und geben dir Ratschläge, was du noch verbessern könntest.

Sie zeigen dir potentielle Fehler auf und erklären dir, an welchen Stellen und warum du dort Fehler gemacht hast.

Auswertung & Antworten

BEISPIEL 1:

Bei allen Antworten wurde preflop die folgende Callingrange angenommen:

{TT-22,AJs-ATs,KTs+,QTs+,JTs,T9s,98s,87s,76s,AQo-AJo,KJo+,QJo}

  • (1) Wie beeinflusst ein 6h8dJc Board seine Range und deine Equity dagegen?

Auf dem 6 8 J Board sieht seine Check-/Callingrange so aus:

{TT-99,AJs,KJs,QJs,JTs,T9s,98s,87s,76s,AJo,KJo,QJo}

Aufgrund der unterschiedlichen Boardstruktur – J high anstelle von 8 high – hat Villain mehr Toppair-Hände in seiner Range. Gegen diese hast du eine viel bessere Equity als gegen die Low-Card-Hände, die mit der 7s am Turn gut connecten. Gegen Twopairs bist du zwar immer noch ein Underdog, aber insgesamt stehst dugegen seine Range viel besser da, da er so viele Jx halten kann.

Equityanalyse
Board
8d6hJc7s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
75,08% 75,08% 0%
24,92% QsQc
Spieler 2
24,92% 24,92%  0% 75,08% TT-99, AJs, KJs, QJs,
JTs, T9s, 98s, 87s,
76s, AJo, KJo, QJo

  • (2) Was tust du auf einem 6h2s8h Board?

Auf 6h2s8h wird er mit seinen Flushdraws mindestens check/callen. Ob er mit ihnen vielleicht sogar checkraist, ist schwer zu sagen. Fürs erste nehmen wir an, dass er alle von ihnen check/callt (wir verwenden hierzu die Farbauswahl-Funktion).

Die Range, die du ihm gibst, sieht also wie folgt aus:

Normal 0 21

{TT-99,77,22,87s,76s,KhQh,AhJh,KhJh,QhJh,AhTh,KhTh,QhTh,JhTh,Th9h,9h8h}

Wenn er am Turn bettet, solltest du nur callen, da du gegen seine Range einen Coinflip eingehst. Es könnte auch sein, dass er Hände wie TT oder FDs gegen ein Raise foldet, in diesem Fall fällt deine Equity auf unter 40%:

Equityanalyse
Board
8h6h2s7s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
36,96% 36,96%
0%
63,04% QsQc
Spieler 2
63,04% 63,04%  0% 36,96% 99, 77, 22, 87s, 76s,
AhJh, AhTh, Th9h, 9h8h
Wenn du allerdings nur callst, spielst du weiterhin gegen seine gesamte Range:
Equityanalyse
Board
8h6h2s7s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
53,45% 53,45%  0%
46,55% QsQc
Spieler 2
46,55% 46,55%  0% 53,45% TT-99, 77, 22, 87s, 76s,
KhQh, AhJh, KhJh, QhJh,
AhTh, KhTh, QhTh, JhTh,
Th9h, 9h8h
  • (3) Wie stehst du gegen ein Checkraise am Flop da. Anders gesagt: Wie sieht seine Checkraising-Range aus und welche Equity hast du dagegen?

Ohne weitere Reads gehst du hier davon aus, dass er den Flop nicht als Bluff checkraist, da es nur sehr wenige Spieler gibt, die einen solchen Move in ihrem Repertoire haben. Das bedeutet also, dass du hier höchstwahrscheinlich gegen eine sehr starke Range spielst.

Mit Sets kann er sehr gut checkraisen, ob er aber TT oder 99 so spielen würde, kannst du nicht genau sagen. Wenn er tatsächlich mit all diesen Händen checkraist, besitzt du eine akzeptable Equity und kannst callen:

Equityanalyse
Board
8d6h2s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
54,78% 54,78%
0%
45,22% QsQc
Spieler 2
45,22% 45,22%  0% 54,78% TT-88, 66, 22

Wenn du allerdings annimmst, dass er mit seinen Overpairs nicht checkraist, hast du weniger als 9% Equity und solltest am Flop einfach folden.

  • (4) Was wäre, wenn du statt QQ 99 hättest?

Mit 99 verringert sich deine Equity gegen seine Turnrange von {TT-99,T9s,98s,87s,76s} stark, da du nun gegen TT ein großer Underdog bist und mit 99 nur splittest:

Equityanalyse
Board
8d6h2s7s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
27,90% 23,12%
4,78%
67,32% 99
Spieler 2
72,10% 67,32%  4,78% 23,12% TT-99, T9s, 98s, 87s, 76s

Mit 99 am Turn wird es sehr knapp. Du müsstest für einem Gesamtpot von €2,02 einen Betrag von €0,50 callen und hättest dementsprechend 0,5/2,02 = 0,2475 = ~24,8% Equity. Wie du gerade gesehen hast, hast du gegen seine Range eine Equity von 27,9% und kannst knapp callen.

  • (5) Würdest du die Turnbet mit A8s immer noch callen?

Mit A8s verringert sich deine Equity sogar noch weiter als mit 99:

Equityanalyse
Board
8d6h2s7s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
21,31% 21,31%
0%
78,69% A8s
Spieler 2
78,69% 78,69%  0% 21,31% TT-99, T9s, 98s, 87s, 76s

Du musst auf seine Turnbet folden.

  • (6) Was wäre, wenn er den Turn zu dir checkt? Solltest du betten?

Wenn er zu dir checkt, sieht seine Range natürlich anders aus, als wenn er in dich hineinbettet.

Du kannst nicht einfach alle Hände seiner Donkbetting-Range ausschließen, da du ja gar nicht weißt, ob der Gegner am Turn überhaupt eine Donkbetting-Range hat. Sobald er aber in dichhineinbettet, weißt du, dass er tatsächlich eine hat. Wenn er also das nächste Mal zu dir checkt, kannst du seine Range um einige Valuehände einschränken. Solange er das aber nicht tut, solltest du davon ausgehen, dass er nicht donkbettet.

Seine Checkingrange entspricht also exakt seiner Check-/Callingrange am Flop: {TT-99,77,AJs-ATs,T9s,98s,87s,76s,AQo-AJo}

Wenn du allerdings bettest, wird er dich nicht mit allen Händen callen. Bleibt er mit Overcards unimproved, wird er auf eine Bet fast immer folden. In dieser Hand gibst du ihm für den Check/Call einer Turnbet fast dieselbe Range, als wenn er als erster bettet, nur dass du fertige Straights, Twopairs und Sets ausschließt, da er mit diesen checkraisen würde (woraufhin du folden).

Equityanalyse
Board
8d6h2s7s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
78,64% 78,64%
0%
21,36 QsQc
Spieler 2
21,36% 21,36% 0% 78,64% TT-99, 98s

Du siehst, dass er nur wenige schlechtere Hände check/callt, die meisten besseren Hände checkraist und mit Air foldet, willst du hier betten?

Die Antwort lautet: Ja! Wenn du bettest, grenzt du seine Range sehr stark ein und du kannst auf jede Blank am River valuebetten. Auch wenn du ebenfalls checkst und er dann bettet, musst du meistens mitgehen. Du verlierst gegen bessere Hände daher so oder so eine Bet.

Du solltest am Turn also eher selbst betten und ihn dazu bekommen, seinen Equityanteil am Pot mit Ax aufzugeben. Gleichzeitig protectest du und bekommst Value von schlechteren Händen.

  • (7) Nimm an, du callst und am River kommt ein K. Willst du eine weitere Bet callen? Solltest du selbst betten, wenn er zu dir checkt?

Es ist schwer zu sagen, welche Hände er erneut betten wird. Du musst hier beachten, dass du nicht foldest, weil du denkst, von einem Paar Könige geschlagen zu sein. Seine Range beinhaltet keine Kx Hände, also musst du dir wegen ihnen auch keine Sorgen machen.

Es ist wohl am besten, hier auf eine Bet zu folden, da die meisten Gegner sich über deine Range nur wenig Gedanken machen und so auch ein paar Könige in deiner Range vermuten. Deswegen haben sie Angst, mit Händen zu betten, die Kx nicht schlagen. Wenn er checkt, solltest du daher auf jeden Fall valuebetten. Wie gerade gesagt, wird er Toppair und besser selbst betten. Sobald er also checkt, kann er diese nicht mehr halten. Dann ist fast garantiert, dass du die beste Hand hast.

  • (8) Wenn er den Turn check/callt und am River eine 2 kommt, solltest du dann valuebetten?

Unter (6) hast du gesehen, dass seine Check-/Callingrange am Turn so aussieht: {TT-99,98s}. Bei einer 2 am River liegst du immer noch gegen alle Hände in seiner Range vorne und solltest auf jeden Fall valuebetten.

BEISPIEL 3:

Du verwendest hier wieder deine benutzerdefinierte Range für das BU vs BB Szenario. Dazu öffnest du das Rangeauswahl-Fenster und wählst unter "benutzerdefinierte Ranges" die Range "BU vs BB reg flatcall" aus.

Am Flop ist eine Continuationbet for Value möglich. Gegen aggressive Gegner ist auch ein Checkbehind eine Option, da du gegen ihre Checkraising-Range nicht besonders gut dastehst und sie selbst nur mit wenigen schlechteren Händen check/callen würden – wohl nur mit ein paar Pocketpairs.

Du checkst am Flop behind. Die gegnerische Range am Turn entspricht daher genau seiner Callingrange vor dem Flop (vorausgesetzt, er bettet am Flop nie als erster).

Am Turn bettet er klein. Es lässt sich schwer sagen, ob er einen Call (oder evtl. sogar ein Raise) induzieren will oder einfach nur eine schwache Hand hält und den Pot billig mitnehmen möchte. Es ist wohl realistisch anzunehmen, dass er seine gesamte Range bettet, manchmal wird er gemachte Hände slowplayen und manchmal mit Air aufgeben. Seine Bettingrange wird daher auf sehr ähnliche Weise gebalanct sein wie seine Gesamtrange.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du ein paar wertlose Hände aus der Range nehmen.

Als nächstes musst du dich fragen, ob du raisen oder callen solltest. Um das herauszufinden, musst du dir die gesamte gegnerische Range ansehen und analysieren, wie sie auf verschiedenen River-Karten abschneidet. Außerdem musst du seine Raisingrange betrachten und dich fragen, wie viel Value du direkt aus ihr ziehen kannst.

Callen der Turnbet

Wenn du die Turnbet callst, hast du 57% Equity gegen seine Range:

Equityanalyse
Board
Qd4d6s3d
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
57,10% 57,10%
0%
42,90% Qc9s
Spieler 2
42,90% 42,90% 0% 57,10% TT-22, AJs-ATs, KTs+,
QTs+, JTs, T9s, 98s,
87s, 76s, AQo-AJo, KJo+, QJo

Die Frage ist nun, welche Playability du je nach River-Karte hast. Der Scenario Analyser hilft dir bei der Beantwortung der Fragen:

Bild 10: Scenario Analyser mit den Daten aus Beispielhand 2

Du siehst, dass du bei den meisten River-Karten gut gegen seine Range dastehst. Nur wenn ein Karo das Board trifft, fällt deine Equity weit unter 50%.

Raise for Free Showdown

Als zweite Option am Turn kannst du ein kleines Raise for thin Value in Betracht ziehen, um kostenlos zum Showdown zu kommen.

Wenn du erhöhst, wird der Gegner einige Hände weglegen. Du schätzt seine Callingrange auf:

{Ats,KTs+,QTs+,JTs,T9s,AQo,KJo+,QJo,AdJd,9d8d,8d7d,7d6d}.

Gegen diese Range hast du eine Equity von lediglich 42%:

Equityanalyse
Board
Qd4d6s3d
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
42,22% 42,22%
0%
57,78% Qc9s
Spieler 2
57,78% 57,78%  0% 42,22% ATs, KTs+, QTs+, JTs,
T9s, AQo, KJo+, QJo,
AdJd, 9d8d, 8d7d, 7d6d

Du bist gegen seine Callingrange also ein Underdog. Natürlich foldet er einige Hände mit Equity, aber die meisten Hände, die er weglegt, besitzen nur wenige Outs. Du bist daher besser beraten, seine Turnbet nur zu callen.

BEISPIEL 4:
  • (1) Wie groß ist deine Equity gegen eine 6%-, 10%- und 15%-Prefloprange? Willst du gegen alle dieser drei Ranges eine 3-Bet callen?

Eine 6%-Range sieht in etwa so aus: {88+,ATs+,KQs,AQo+}. Gegen diese Range hast du mit AJo nur eine Equity von 34,69% und solltest gegen einen Gegner, der so tight 3-bettet, einfach folden.

Gegen eine Range von 10%, also z.B. {77+,A9s+,KTs+,QTs+,AJo+,KQo}, ist die Situation schon viel knapper. Du hast hier 43,47% Equity. Da du in Position spielst und den Gegner auch mal ausspielen kannst, solltest du das Reraise in den meisten Fällen callen.

Gegen eine Range, die die besten 15% seiner Hände enthält und so aussehen könnte {77+,A7s+,K9s+,QTs+,JTs,ATo+,KTo+,QJo}, hast du eine Equity von 51,62%. Du solltest die 3-Bet also auf jeden Fall callen.

  • (2) Wie groß ist deine Equity gegen jede der drei Ranges am Flop? Was tust du, wenn der Gegner bettet – folden, callen oder raisen?
    Tipp 1: Welchen Teil seiner Range wird Villain gegen ein Raise folden? Was bedeutet das für deine Foldequity?
    Tipp 2: Um einen Call zu bewerten, kannst du mit den Scenario Analyser verschiedene Turnkarten simulieren.

Gegen eine 6%-Range hast du am Flop nur 21,80%, sogar wenn du annimmst, dass der Gegner 100% seiner Range c-bettet (und Hände wie KQ nie checkt).

Equityanalyse
Board
Tc4s4h
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
21,80% 17,14%
4,66%
73,54% AJo
Spieler 2
78,20% 73,54% 4,66% 17,14% 88+, ATs+, KQs, AQo+

Du musst auf jede Bet folden, es sei denn, sie ist extrem klein, aber auch dann ist der Fold wohl die beste Alternative, da du wahrscheinlich Reverse Implied Odds hast.

Obwohl dies eines der besten Boards ist, die du überhaupt treffen kannst, bleibt dir nichts anderes übrig, als auf eine C-Bet zu folden. Es wird damit auch umso klarer, dass du preflop gegen eine 3-Bet folden musst.

Gegen eine Range von 10% stehst du ein wenig besser da:

Equityanalyse
Board
Tc4s4h
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
35,02% 28,43%
6,59%
58,39% AJo
Spieler 2
64,98% 58,39% 6,59% 28,43% 77+, A9s+, KTs+, QTs+, AJo+, KQo

Normalerweise solltest du die Flopbet gegen diese Range callen, besonders weil hier viele Gegner am Turn aufgeben und bessere Hände wie AQ und AK und sogar einige Pocketpairs wie 77-99 check/folden.

Wenn der Gegner zu dir checkt, solltest du also jeden beliebigen Turn betten.

Gegen eine 15%-Range hast du am Flop sogar 41,69%. Damit kannst du eine Bet callen und die Situation am Turn erneut evaluieren.

Equityanalyse
Board
Tc4s4h
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
41,69% 36,62%
5,07%
53,24% AJo
Spieler 2
58,31% 53,24% 5,07% 36,62% 77+, A7s+, K9s+, QTs+,
JTs, ATo+, KTo+, QJo

Gegen einen aggressiven Gegner mit einer Range von mehr als 10% könntest du am Flop auch ein kleines Bluffraise einstreuen. Wenn der Gegner nämlich in der Lage ist, eine 2nd Barrel als Bluff zu spielen, wist du am Turn oft folden müssen, d.h. du callst den Flop, um auf weitere Action am Turn zu folden (mit einer schwachen Hand wie AJo zum Beispiel) und machst dadurch eine 2nd Barrel noch profitabler für ihn, da du dead Money in den Pot wirfst.

Wenn er es mit den 2nd Barrels natürlich übertreibt, kannst du ab einem gewissen Punkt anfangen, die Flopbet zu callen, um am Turn als Bluff zu pushen. Eine solche Spielweise erfordert aber aussagekräftige Reads und ist nicht zu empfehlen, solange man kein klares Bild der gegnerischen Ranges hat und sich der eigenen Spielweise noch nicht sicher ist.

Der EV eines Bluffraises

Um den EV eines Bluffraises am Flop zu berechnen, musst du zunächst deine Foldequity betrachten.

Gehst du davon aus, dass er mit 15% seiner Hände openraist und in 100% der Fälle c-bettet, dann sieht seine Range wie folgt aus (Card Removal eingeschlossen):

{JJ+, 99-77, AJs+, A9s-A7s, KJs+, K9s, QJs, AJo+, KJo+, QJo, AdTh, AdTs, AhTd, AhTs, AsTd, AsTh, AcTd, AcTh, AcTs, KdTh, KdTs, KhTd, KhTs, KsTd, KsTh, KcTd, KcTh, KcTs, AdTd, AhTh, AsTs, KdTd, KhTh, KsTs, QdTd, QhTh, QsTs, JdTd, JhTh, JsTs, TdTh, TdTs, ThTs}

Das sind 187 Handkombinationen oder 14,1% aller Hände.

Wenn du erhöhst, wird er wahrscheinlich die folgenden Hände weglegen:

{99-77, AJs+, A9s-A7s, KJs+, K9s, QJs, AJo+, KJo+, Qjo}

Das sind 130 Kombinationen oder 9,8% aller Hände.

Deine Foldequity beträgt damit 9,8%/14,1% = 0,695 = 69,5% Wenn du €3,20 setzt, riskierst du €3,20 für einen Gesamtpot von €2,45+€1,20+€3,20 = €6,85. Du brauchst also €3,20/€6,85 = 0,467 = 46,7% Foldequity. Da deine Foldequity 69,5% beträgt, ist ein Raise definitiv +EV.

Der EV eines Bluffraises beträgt 0,695*€6,85-€3,20 = €1,56.

Sollte der Gegner dein Raise mit der restlichen Range callen, hast du sogar etwas Pot Equity. Der Einfachheit halber gehen wir hier aber davon aus, dass der Gegner entweder foldet oder pusht (woraufhin du foldest und damit 0% Pot Equity hast).

Denke auch daran, dass ein mitdenkender Gegner erkennt, dass du mit einem Raise am Flop nicht viele Hände repräsentierst. Hier ist es meist besser, die C-Bet nur zu callen, da er möglicherweise mitspielt und mit Händen wie AQ oder AK pusht. Damit verringert sich deine Foldequity und es wäre ab einem gewissen Punkt nicht mehr +EV, am Flop zu raisen.

  • (3) Wenn Villain preflop 10% 3-bettet und am Flop 100% c-bettet, wo stehst du dann mit deiner Hand, wenn du statt AJo 99 hältst?

Gegen eine 10%-Range, die 100% der Fälle c-bettet, hast du rund 55% Equity:

Equityanalyse
Board
Tc4s4h
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
55,79% 55,16%
0,62%
43,59% 99
Spieler 2
44,21% 43,59% 0,62% 55,16% 77+, A9s+, KTs+, QTs+, AJo+, KQo

Du hast hier einen easy Call.

Raisen wäre keine besonders gute Idee, da Villain Hände wie Overcards und sogar 88 oder 77 einfach folden wird. Du würdest dich damit gegen eine sehr starke Range isolieren, die dir im Hinblick auf die Equity weit überlegen ist.

  • (4) Wie sieht es aus, wenn du 99 hältst und auf dem Flop Qc4s4h, Kc4s4h oder Ac4s4h liegt (wieder gegen eine 10%-Range, die am Flop 100% c-bettet)?

Mit 99 auf einem Qc4s4h Board hast du ca. 42%:

Equityanalyse
Board
Qc4h4s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
42,92% 42,29%
0,63%
56,45% 99
Spieler 2
57,08% 56,45% 0,63% 42,29% 77+, A9s+, KTs+,
QTs+, AJo+, KQo

Du kannst die Continuationbet hier trotzdem callen, da die meisten Gegner einen Bluff nicht durchziehen werden. Du kannst die Hand durchchecken und dann am Showdown gewinnen.

Auf Kc4s4h besitzt du ungefähr die gleiche Equity wie auf Qc4s4h:

Equityanalyse
Board
Kc4h4s
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
42,95% 42,29%
0,66%
56,40% 99
Spieler 2
57,05% 56,40% 0,66% 42,29% 77+, A9s+, KTs+,
QTs+, AJo+, KQo

Auf diesem Flop kannst du eine Bet also ebenfalls callen.

Auf Ac4s4h verringert sich deine Equity jedoch:

Equityanalyse
Board
Ac4s4h
  Equity
Win  Split
Loss
Hand
Spieler 1
35,67% 34,99%
0,68%
63,65% 99
Spieler 2
64,33% 63,65% 0,68% 34,99% 77+, A9s+, KTs+,
QTs+, AJo+, KQo

Hier ist es gewöhnlich besser zu folden. Die Situation ist sehr knapp und die meisten Spieler neigen dazu, mit Axs Händen zu bluff-3-betten. Falls der Gegner preflop also 3-Bet-Bluffs in seiner Range hatte, hält er nun viel öfter als erwartet die beste Hand.


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Kommentare (24)

#1 OnkelHotte, 04.06.11 13:52

Cool Stuff!

#2 murschi, 04.06.11 14:35

Langer Artikel! Gespannt auf Inhalt^^

#3 tEBa, 04.06.11 15:51

Ein praktisches Tool, gibt es so etwas ebenfalls für Omaha?!

#4 David, 06.06.11 15:42

@3: Es wird bald etwas ähnliches für Omaha geben, wir arbeiten dran... :)

#5 DonFlorleone, 08.07.11 18:37

Mal eine Frage zum "EV eines Bluffraises": Wenn ich hier davon ausgehe, dass Villain 100% seiner Range c-bettet, komme ich - wenn ich den Handbereich den er auf ein Raise foldet, der in der Lösung genannt wird - abziehe, auch bei der 10%- und 6%-Range auf eine FE von über 46,7%. Habe ich da einen Denkfehler drin bzw. übersehe ich etwas? Oder wäre jeder Bluffraise tatsächlich +EV bei einer C-Betting-Range von 100%?<br /> <br /> Btw.: Im Beispiel 3 ist die Turn-Card auf Seite 1 eine 10 in Pik, in der Lösung wird aber von 3 in Karo ausgegangen...

#6 Bierbaer, 12.07.11 08:43

@ #5<br /> Deine Rechnung ist korrekt, du hast keinen Fehler gemacht.<br /> <br /> Jedoch basiert die Rechnung eben auf der Annahme, dass der Gegner 100% cbettet - das ist fast nie der Fall.<br /> <br /> <br /> Bezüglich Bsp. 3:<br /> Das sollte auf der ersten Seite auch eine Karo 3 sein, wird schnellstmöglich geändert.<br /> <br /> Btw ist es aber auch interessant zu sehen, dass die Pik 10 uns am Turn fast 64% gibt und wir auch auf einem Karo River noch >55% haben.

#7 Pharao40, 24.07.11 11:26

Habe diesen Artikel soeben gelesen - und mir raucht nur noch der Kopf ! das steht ernsthaft unter "Einsteiger" ! Sorry aber ich bin kein Mathematikprofessor - kann mir irgendjemand einen Tip geben was ich tun muß, um auch nur annähernd verstehen zu können, was da drin steht ?

#8 David, 25.07.11 08:07

@7: Was genau war nicht verständlich?

#9 Pharao40, 28.07.11 08:46

@8: Werde mich nochmal eingehend mit dem Artikel beschäftigen, sobald ich die Zeit dafür finde. Ist bei mir leider net so einfach.... Ich denke am besten ist es, das Programm runterzuladen und ein bisschen damit zu arbeiten - oder ? Nur anhand der Theorie bzw durch Lesen des Artikels kommt man wohl nicht weiter. Dann stell ich konkrete Fragen.... lG

#10 caeci, 30.07.11 02:57

Tool Time!

#11 JohnDoeAUT, 28.08.11 15:03

ZITAT<br /> "Falls die Annahmen stimmen, bedeutet dies also, dass du am Flop eine Foldequity von ca. 59% hast.<br /> <br /> Da du hier in einen €0,42 großen Pot €0,30 investierst, kannst du mit Any Two profitabel c-betten:<br /> Du riskierst €0,30 und kannst insgesamt €0,72 gewinnen, d.h. du benötigst eine Foldequity von €0,3/€0,72 = 41,6%. Und wie du gerade gesehen hast, foldet er auf diesem Board sogar noch mehr Hände."<br /> ZITAT ENDE<br /> <br /> Warum riskiere ich €0,30 um €0,72 zu gewinnen? Ich riskiere doch €0,30 um €0,42 zu gewinnen, oder??

#12 JohnDoeAUT, 29.08.11 20:25

Wenn ich den Pot mit akt. Größe + mein Einsatz nehme, passt es. Wenn ich meinen Einsatz als Risiko und 0.42 als Pot nehme gehts nicht mehr.<br /> <br /> es kann doch nur EINE mathematische wahrheit bezüglich der FE geben oder?

#13 Bierbaer, 30.08.11 08:09

Einsatz/(Pot+Einsatz) gibt dir die Foldequity.<br /> In diesem Fall also €0.30/€0.72.<br /> <br /> Du kannst auch rechnen, dass du €0.30 riskierst um €0.42 zu gewinnen, das gibt dir die Odds. <br /> 0.30:0.42 ist das gleiche Verhältnis wie 1:1.4, demnach hast du 1:1.4 Odds.<br /> <br /> Die Odds lassen sich leicht in die Equity "umwandeln":<br /> 1:1.4 bedeutet es gibt 1+1.4=2.4 mögliche Ausgänge, und wir gewinnen in einem von diesen 2.4.<br /> Also brauchen wir 1/2.4=0.416=41.6% Foldequity.

#14 JohnDoeAUT, 30.08.11 08:44

aaaahhhh... check!!<br /> <br /> danke für die spitzenmässig formulierte antwort! <br /> <br /> thanx

#15 McTrevor, 22.12.11 16:24

Irgendwie finde ich den Fehler nicht. Bei der ersten Frage des vierten Beispiels ist ein Call doch immer richtig. Es stimmt zwar, daß ich bei einer Range von 6% nur 34,69% Equity habe, aber ich brauche ja auch nur €0,8 in einen Pot bringen, der danach €2,47 groß ist, was etwa 33% entspricht. Mein anteiliger Einsatz ist also kleiner als meine Gewinnchance. Ich bitte um Aufklärung.

#16 uludaq, 23.01.12 19:08

@ #7<br /> <br /> wow ,danke und ich dachte schon ich bin der einzigste dem das so geht!

#17 Blaugrau, 10.04.13 01:52

Die Fragen auf Seite 1 zu Bsp1 sollten konkreter sein!<br /> <br /> Ansonsten sehr guter Artikel

#18 Blaugrau, 10.04.13 06:37

und @15<br /> <br /> glaub du hast die Frage nicht richtig verstanden... man geht einfach von der selben Situation wie im bsp1 aus, und tauscht qq gegen 99...<br /> <br /> Du musst hier auch nicht 0.8 callen für den river, sondern 0.5...., und der Pot ist auch deutlich kleiner... schau dir einfach nochmal das erste beispiel an.<br /> <br /> <br /> Die range die du ihm gibst ist ebenfalls nicht 6%...

#19 Blaugrau, 10.04.13 07:32

Bei Beispiel 3, wieso kann da unser Gegner KJo auf ein Raise aufm Turn noch callen?? das halt ich für sehr ungewöhnlich, ebenso das ihr ihm dort keine Sets mehr gibt.. <br /> <br /> Ihr sagt ja selber das durch unser Check am Flop seine Range am Turn unverändert bleibt..

#20 DKDoPE, 16.12.13 14:30

MAC-KOMPATIBILITÄT!!!!!

#21 Redondo79, 03.09.14 11:19

#13<br /> Super Erklärung! Danke, auch wenn du das schon vor einer Ewigkeit geschrieben hast :-)

#22 BigAma, 25.03.15 10:03

toller artikel, allerdings wirds einige zeit dauern all diese info zu verinnerlichen.

#23 DieTreue, 27.04.15 11:06

Das ist ja sehr ausführlich Erklärt.<br /> Da braucht man schon etwas länger um das alles zu studieren.<br /> Denke für manche wird es auch schwer alles richtig zu verarbeiten

#24 bulletproofGAME, 25.06.15 12:06

"Am Flop hatte er eine Range von 12,22%; jetzt enthält sie noch 4,98% aller Hände. Das bedeutet, dass er 12,22% - 4,98% = 7,24% gefoldet hat."<br /> <br /> Bei der Berechnung der Foldequity werden "einige starke Hände wie z.B. Sets", welche er checkraisen würde nicht berücksichtigt. Dementsprechend würde er mehr als 66 Kombinationen in irgendeiner Art weiterspielen und weniger als 7,24% folden.<br /> <br /> Auch wenn die Foldequity wahrscheinlich trotzdem hoch genug wäre. Stimmt mein Gedankengang so?