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StrategiePoker-Basics

Grundlagen: Implied Odds

Du solltest bereits gelesen haben...
Pot Odds geben das Verhältnis zwischen möglichem Gewinn und dem zu bringenden Einsatz an. Der mögliche Gewinn ist dabei nur das Geld, was bereits im Pot ist.

Die Implied Odds berücksichtigen als möglichen Gewinn auch, wie viel du auf den folgenden Streets noch gewinnen kannst. Dieses Konzept erlaubt es dir, auf einer Street bei inkorrekten Pot Odds zu callen, wenn diese durch entsprechend große Implied Odds ausgeglichen werden. Du gehst davon aus, das nötige Geld auf den späteren Streets gewinnen zu können.

In drei Schritten kannst du überprüfen, ob du nach Implied Odds callen kannst:

  • Berechne, was du gewinnen musst, um profitabel callen zu können.
  • Triff Annahmen, ob du diesen Betrag wirklich gewinnen kannst.
  • Bewerte die Stärke deines Draws (und discounte deine Outs wenn nötig).

Welchen Betrag musst du noch gewinnen?

In vielen Fällen wirst du am Flop mit einer Bet konfrontiert, die du mit einem Draw gemäß der Pot Odds nicht korrekt callen kannst. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass du diese Hand aufgeben musst. Es kommt darauf an, wie viel du gewinnen kannst, wenn du deinen Draw triffst.


Du hast am Flop einen Flushdraw und dein Gegner bettet Potsize. Da die Pot Odds 2:1 betragen kannst du einen Flushdraw nicht direkt profitabel callen. Für einen direkt profitablen Call würdest du Pot Odds von 4:1 benötigen.

Nun kommen aber die Implied Odds ins Spiel. Du gehst davon aus, im Falle eines Treffers am Turn noch weiteres Geld zu gewinnen. Doch wie viel müsste das mindestens sein?

Schau dir dafür einfach an, wann du am Flop korrekt callen könntest:

Der Pot ist $15 groß, dein Gegner bettet $5. Du bekommst somit Odds von 4:1.

In diesem Fall bekommst du genau die benötigten Odds. Im Vergleich zum vorherigen Beispiel sind $10 mehr im Pot. Genau diese $10 müsstest du also im ersten Beispiel an Turn und River noch gewinnen.

Im Beispiel oben bekommst du statt Odds von 4:1 nur 2:1. Es fehlen also zwei Einsätze á $5. Das sind die benötigten $10.

Hier setzt dein Gegner eine Bet in Höhe von 1/2-Potsize. Du bekommst Pot Odds von 3:1. Um auf die benötigten Pot Odds von 4:1 zu kommen, fehlen dir also $5.

Implied Odds: Aktueller Pot + anzunehmende zukünftige Einsätze des Gegners : von dir zu zahlender Einsatz

Kannst du diesen Betrag noch gewinnen?

Du weißt nun, wie viel du noch gewinnen musst, damit ein Call profitabel wird. Um zu entscheiden, ob du diesen Betrag in der Praxis tatsächlich noch gewinnen kannst, musst du folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Die Handstärke deines Gegners: Wenn dein Draw ankommt, muss er trotzdem bereit sein, in der Hand zu bleiben und in den Pot einzuzahlen.
  • Besondere Eigenschaften des Gegners: Zu welchem Spielertypen gehört er? Eine Callingstation wird beispielsweise oft jede Madehand zum Showdown bringen, ein Maniac alle drei Streets barreln, egal wie sich das Board entwickelt. In beiden Fällen kannst du dir hohe Implied Odds anrechnen.
  • Wie offensichtlich ist deine Hand? Ein fertiger Flush ist durchaus offensichtlich für deinen Gegner. Für einen OESD gilt ähnliches.

Wenn du am Turn deinen Flush triffst, liegen vier Herz-Karten auf dem Board. Es ist unwahrscheinlich, dass dich eine schlechtere Hand noch ausbezahlt und du so mit den Implied Odds deinen Call am Flop rechtfertigen kannst.

  • Position: In Position kannst du aufgrund des Informationsvorteils bessere Entscheidungen treffen als out of Position. Dies erhöht deinen EV und damit auch deine Gewinne.

Bedenke außerdem, dass du dir am Flop höhere Implied Odds anrechnen kannst, als am Turn, denn es stehen noch zwei Streets aus.

Ebenso ist die effektive Stacksize wichtig. Wenn dein Gegner keinen ausreichenden Reststack vorweisen kann, ist es unmöglich, einen entsprechenden Betrag zu gewinnen.

Bewerte die Stärke deines Draws

Die Stärke eines Draws gilt es genau einzuschätzen. Schau dir dazu das letzte Beispiel an. Du hältst einen offensichtlichen Draw mit KhTs. Wenn du am Turn hittest, hast du aber nicht nur das Problem der Offensichtlichkeit deines Flushes, sondern auch, dass eine Ahx-Hand dich schlägt.

Flushdraws und OESDs sind starke Draws. Bei schwächeren Draws musst du jedoch aufpassen:

Am Flop hältst du zwei Overcards. Deine Overcard-Outs sind allerdings nicht ganz „sauber“. Gegen Hände wie TT-99, 22, T9s würdest du immer noch hinten liegen. Diese Hände dominieren dich.

Problematisch ist es auch bei Händen wie JT und 87. Triffst du am Turn einen Jack, ist dein Gegner ebenfalls besser geworden und schlägt dich.

Ähnliches droht bei Händen wie AK und AQ, die dein Gegner am Flop als Continuationbet setzen kann. Kommt am Turn ein Ass, dominiert dich dein Gegner. Du musst aber bezahlen, schließlich hattest du am Flop nur gecallt, um genau diese Karte zu treffen.

In einem solchen Fall bezahlst du mit der schwächeren Hand ab dem Turn weiter Geld in den Pot ein. Man spricht in diesen Fällen von reverse Implied Odds.

Solche unsauberen Outs musst du daher discounten. In diesem Beispiel müsstest du feststellen, dass du kein einziges sauberes Out besitzt.

Unsaubere Outs, die dir nicht die beste Hand am Tisch geben, verursachen reverse Implied Odds. Du musst sie daher discounten.

Du hältst am Flop einen Flushdraw und den OESD. Das sind 15 Outs.

Es gibt jedoch kein Out, das dir am Turn garantiert die beste Hand gibt. Im Falle eines Flushes am Turn liegen nicht nur vier Diamond-Karten auf dem Board, dein 4-high-Flush wird auch niemals von einer schlechteren Hand ausbezahlt.

Triffst du den OESD mit einer Zehn, hältst du die „idiot end“-Straight. Fällt eine Fünf, so könntest du eventuell die beste Hand halten. Es ist aber zweifelhaft, ob dich schlechtere Hände ausbezahlen werden.

Du musst feststellen, dass dein eigentlicher 15-Outer komplett wertlos ist. Alle Outs musst du discounten. Solltest du am Turn treffen, hast du deutlich eher reverse Implied Odds zu erwarten, du wirst also meistens mit der schwächeren, dominierten Hand in den Pot einzahlen.

Zusammenfassung

Implied Odds sind modifizierte Odds, die mögliche zukünftige Gewinne betrachten.

Implied Odds: Aktueller Pot + anzunehmende zukünftige Einsätze des Gegners : von dir zu zahlender Einsatz.

Diese Annahme ermöglicht es dir, einen Draw auf einer Street zu inkorrekten Odds zu callen, wenn du auf den folgenden Streets das nötige Geld gewinnst. Beste Vorausetzung für gute Implied Odds ist ein schwacher Gegner mit starker Hand, während du einen versteckten Draw in Position mit einem ausreichend großen effektiven Reststack spielen kannst.

Achte darauf, dass deine Outs sauber sind, sprich im Falle eines Treffers dir auch tatsächlich die beste Hand geben. Um reverse Implied Odds zu vermeiden, musst du Outs discounten. Unsaubere Outs solltest du aus deinen Annahmen herausnehmen, um nicht falsche Implied Odds anzunehmen. Ansonsten besteht die Gefahr, statt weiterer Gewinne auf den folgenden Streets Verlust zu machen.

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Diskussion
 

Kommentare (28)

#1 S14DK, 10.07.13 14:27

n1

#2 quis, 16.07.13 17:37

Quiz Frage 11: Mit dem OESD braucht man doch eher 5:1, also wäre $24 die richtige Antwort.

#3 DonRusso, 07.08.13 13:05

Also ich schliesse mich quis an. Die Antwort zu Frage 11 ist, wenn man die Antwort betrachtet, falsch. In der Antwort steht, dass man mit einem OESD Odds von 4:1 hat, was nicht stimmt, da ein OESD Odds von 5:1 hat.

#4 KTU, 19.08.13 13:36

hey, <br /> die Frage ist in der Tat sehr tricky. Du hast von Flop auf Turn 5:1, aber auf beiden Streets natürlich mehr Equity. Du kannst natürlich nicht direkt eine Equity von ~35% annehmen, da dein Gegner in einem gewissen %-Satz der Fälle nochmal bettet.

#5 RasputinMaskulin, 05.09.13 18:01

Könnte man zur Berechnung nicht auch die Odds von Flop bis River heranziehen (falls man seine Outs auf dem Turn nicht treffen sollte)? Im Falle eines Flushdraws z.B. also 2:1 annehmen anstatt 4:1? Oder ist es doch besser, jede Street als eigenen Spielzug zu behandeln mit den entsprechenden Odds?

#7 Kuschelbaer, 11.11.13 17:43

Die Lösung Frage 11 im Quiz ist doch falsch, oder? Im erklärenden Text dazu wird es ja richtig gestellt.

#8 bogomirpuetz, 09.12.13 20:22

im dritten beispiel mit dem JT2 board halten wir 87s und habennicht nur den flushdraw sondern auch den gutshot, haben somit 3 outs mehr: jede 9 ausser der herz9. odds und pot odds sind 3:1 - ein call wäre korrekt.

#9 HkFui, 04.01.14 16:51

Frage 11 ist immer noch falsch. 16$ wird als korrekt gewertet.

#10 montione, 08.01.14 13:49

Wie viel Geld müsstest du an Turn und River noch gewinnen, um am Flop callen zu können?<br /> <br /> <br /> <br /> Nichts (0 Punkte)<br /> Ungefähr $8 (0 Punkte)<br /> Ungefähr $16 (1 Punkte)<br /> Ungefähr $24 (0 Punkte)<br /> <br /> Deine Antwort: Ungefähr $24 (0 Punkte)<br /> Du hältst einen OESD und hast somit acht Outs.<br /> <br /> Für einen OESD benötigst du Odds von ca. 5:1. In diesem Fall bekommst du jedoch nur 2:1. Es fehlen also 3 x $8, also $24.<br /> <br /> Das macht definitiv keinen Sinn.

#11 TomLukeA, 11.04.14 15:54

Frage 11 ist definitiv falsch!<br /> <br /> Die Pots odds sind 2:1 und für Pot odds von 5:1 fehlen 100 Prozent 24$

#12 tintohill, 08.07.14 13:58

zu aufgabe 11:<br /> die richtige erklärung steht drunter, aber die falsche lösung wird genommen!

#13 Schaarsche, 29.07.14 06:10

scheint mode zu sein hier darüber zu wettern, was andere shcon getan haben ... FRAGE ELF IST FALSCH ... da sie obv keiner korrigiert, interessiert die kommentare hier wohl keine sau ;)

#14 Bii8thDD, 17.09.14 18:41

ich weesEss ni<br /> call

#15 schroedel9, 18.10.14 12:04

Ich will auch mal was schreiben....<br /> <br /> Frage 11 ist immer noch falsch :) :´) <br /> <br /> Nein aber Spaß bei seite ^^ <br /> Super Lektion und super erklärt - Danke dafür! :)

#16 RamengXIV, 04.01.15 15:59

leider bei frage 11 immernoch die richtige erklärung beigefügt, nen punkt gibts für diese Antwort aber nicht.<br /> abgesehen davon aber ne gute lektion :-)

#17 Jackpot440, 05.01.15 16:22

Die Lektion davor und diese verstehe ich einfach NULL! Geht mir nicht in den Kopf, Mathe war noch nie mein Fall! Ärgerlich.

#18 knolle22, 17.04.15 18:01

Eine Sache verstehe ich nicht ganz:<br /> Es wird gesagt, dass die Implied Odds größer sein müssen als die Pot Odds, damit ein Call profitabel ist. Jedoch scheint es auch gerechtfertigt, zu callen wenn beide gleichwertig sind. <br /> ??

#19 Kontrust, 23.06.15 18:26

AUFGABE 11:<br /> <br /> Wie viel Geld müsstest du an Turn und River noch gewinnen, um am Flop callen zu können?<br /> <br /> Nichts (0 Punkte)<br /> Ungefähr $8 (0 Punkte)<br /> Ungefähr $16 (1 Punkte)<br /> Ungefähr $24 (0 Punkte)<br /> <br /> <br /> Deine Antwort: Ungefähr $24 (0 Punkte)<br /> <br /> Du hältst einen OESD und hast somit acht Outs.<br /> <br /> Für einen OESD benötigst du Odds von ca. 5:1. In diesem Fall bekommst du jedoch nur 2:1. Es fehlen also 3 x $8, also $24.

#20 Dimpphh, 24.06.15 11:36

Schön und schlüssig erklärt!

#21 Dimpphh, 24.06.15 14:24

Gute Erklärungen!

#22 Dimpphh, 24.06.15 14:24

Gute Erklärungen!

#23 linhdieuuu, 03.07.15 01:55

Super erklärt!

#24 ryan16, 15.09.15 10:08

Ich schließe mich bogomirpuetz an. Die drei Outs vom Gutshot in Beispiel drei fehlen .

#25 JDr4nd0m, 18.01.16 12:39

Endlich verstanden

#26 giebher, 25.03.16 11:59

wie soll man als Anfänger hier überhaupt was verstehen?

#27 skopyd, 01.05.16 21:25

Ich schließe mich "bogomirpuetz" und "ryan16" an. Die drei Outs vom Gutshot in Beispiel drei fehlen. <br /> <br /> Zitat:<br /> "im dritten beispiel mit dem JT2 board halten wir 87s und habennicht nur den flushdraw sondern auch den gutshot, haben somit 3 outs mehr: jede 9 ausser der herz9. odds und pot odds sind 3:1 - ein call wäre korrekt."<br /> <br /> Und bei Aufgabe 11 scheint der Fehler immer noch nicht geändert worden zu sein..

#28 dekurates2707, 09.07.16 14:41

#Quizfrage 11: Stimmt!

#29 Dimpphh, 23.08.16 10:22

Bei Aufgabe 11 im Quiz wird die Antwort c ($~16) mit einem richtigen Punkt bewertet, in der Auswertung wird jedoch erklärt, dass Antwort 4 ($~24) richtig sei.