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StrategiePoker-Basics

Grundlagen: Die drei Arten einer Bet

Im Poker hast du die Möglichkeit zu betten. Mit einer Bet verfolgst du das Ziel, Geld zu gewinnen. Dies kann auf drei Arten geschehen:

  • Die Valuebet: Du bettest, um von schlechteren Händen ausbezahlt zu werden
  • Die Bluffbet: Du bettest, um bessere Hände zum Folden zu bringen
  • Deadmoney einsammeln: Den Gegner eine schlechtere Hand mit Outs folden lassen

Diese drei Arten zu Betten wirst du nun genauer kennenlernen.

Die Valuebet

Eine Valuebet ist eine Bet, bei der du mit der besseren Hand bettest und von einer schlechteren Hand gecallt wirst.

Um eine Valuebet zu spielen, sind also zwei Dinge notwendig: Dein Gegner hat eine schlechtere Hand und bezahlt dich mit dieser aus.

 

Du stehst am Flop und hast Toppair. Du gehst von vielen Assen in der Range deines Gegners aus und du weißt, dass Hände wie AQ, AJ oder AT kaum aufgeben werden. Diese Hände dominierst du mit AK. Du setzt eine Valuebet, damit diese schlechteren Hände dich ausbezahlen.

Bettest du K5o gegen JTo auf einem K43r-Flop ist das keine Valuebet, da diese schlechtere Hand nicht callen wird und du somit kein Geld verdienst.

 Bei einer Valuebet bettest du mit der besseren Hand und wirst von einer schwächeren Hand gecallt.

Die Bluffbet

Bei einer Bluffbet bettest du mit der schwächeren Hand, um eine bessere Hand zum Folden zu bringen.

Bettest du A3 auf einem 774r-Flop und dein Gegner foldet KT, war das keine Bluffbet. Dein Gegner hat keine bessere Hand gefoldet.

Ein gutes Beispiel für eine Bluffbet ist ein Flop mit einer hohen Karte, sei es ein Ass oder ein König, wobei dein Gegner preflop deine Erhöhung nur mitgegangen ist. Du gibst deinem Gegner häufig kleine Pocketpairs und gehst davon aus, dass er sehr viele davon auf diesem Board weglegen muss. Du selbst hältst nichts, kannst aber davon ausgehen, häufig bessere Hände zum Aufgeben zu zwingen. Du kannst hier eine Bluffbet platzieren.

 Bei einer Bluffbet bettest du mit der schwächeren Hand und bringst eine bessere Hand zum Folden.

Deadmoney einsammeln

Beim Einsammeln des Deadmoneys bettest du, um den Pot zu gewinnen. Zudem möchtest du erreichen, dass dein Gegner Outs foldet.

Als Deadmoney wird das Geld bezeichnet, was sich bereits im Pot befindet. Dies sind zu Beginn jeder Hand die Blinds. Im Verlaufe der Hand kann weiteres Geld hinzukommen, möglicherweise durch Mitgehen der Mitspieler (Limps) oder Erhöhungen (Raises, 3-Bets).

Schau dir den gezeigten Ace-high-Flop vor. Du hast preflop erhöht. Neben den Blinds liegen also auch das Geld deiner Erhöhung sowie des Calls deines Gegners im Pot. Dies ist das Deadmoney.

Du hältst 55. An eine Valuebet ist nicht wirklich zu denken, an eine Bluffbet auch nicht. Theoretisch wäre jedoch beides möglich, denn dein Gegner kann eventuelle Draws weiterspielen, die schlechter sind als 55, er kann aber auch bessere Hände wie 66 oder 77 aufgeben.

Beides sind jedoch keine primären Ziele. Wenn du bettest und dein Gegner foldet, hast du den Pot und damit das Deadmoney gewonnen. Der Gegner hatte mit 76s zwar eine schlechtere Hand als du, er hatte jedoch sechs Outs. Durch deine Bet erlaubst du ihm nicht, umsonst am Turn ein Out treffen zu können. Damit zwingst du deinen Gegner, seine Outs aufzugeben.

 Beim Einsammeln von Deadmoney möchtest du den Pot gewinnen und deinen Gegner dazu bringen, Outs aufzugeben.

Die drei Betarten in der Praxis

Du hältst AK und bettest am Flop.

Du gibst deinem Gegner folgende Range:


Du valuebettest gegen AQ-AT.
Das sind 24 Kombos.

Gegen JTs-T9s valuebettest du nicht, denn diese acht Kombos folden auf eine Bet.
Du bekommst aber das Deadmoney.

 Gegen 55 und 33 kannst du ebenfalls nicht valuebetten.
Das sind sechs Kombos, die gegen dich vorne liegen.

Wie du siehst, kannst du nicht gegen jede Hand valuebetten. Da du aber 24 seiner 38 Kombos schlägst und diese auch callen werden, ist deine Bet profitabel.

Stell dir nun vor, du möchtest auf diesem Bard bluffen:

Bei gleicher Range bekommst du mit JTs-T9s nur 8 bessere Kombos zum Folden. Die restlichen 30 Kombos sind nicht nur bessere Hände als deine, sie folden auch nicht auf eine Bet. Der Bluff ist daher nicht profitabel.

Was sind keine Gründe für eine Bet?

Die genannten drei Arten sind die einzigen Gründe, um eine Bet zu platzieren. Alle anderen Arten von Bets lassen sich aus diesen drei Arten zusammensetzen. In erster Linie fallen dir da vielleicht Stichworte wie "Protection" und "Information" ein. Bei einer Protection-Bet kannst du zwei Dinge erreichen: Dein Gegner foldet Outs und du gewinnst den Pot sofort. Alternativ kann dein Gegner aber callen und bezahlt mit der zweitbesten Hand, dann war es eine Valuebet.

Zusammenfassung

Es gibt nur genau drei Gründe für eine Bet:

  • Bei einer Valuebet callt eine schlechtere Hand.
  • Bei einer Bluffbet soll eine bessere Hand folden.
  • Beim Einsammeln des Deadmoneys willst du den Pot gewinnen und erreichen, dass dein Gegner Outs foldet.

Du solltest bei jeder Bet wissen, welches dieser Ziele du damit verfolgst.

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Kommentare (11)

#1 XSlash, 31.07.13 21:30

Mich hätte noch interessiert, wie sich eine Informationbet, C-Bet, Bet for Deception, Semibluff oder eine Blockbet durch die 3 Betarten erklären lassen.

#2 MarcelRene, 15.09.13 19:01

Ich habe die Artikel selbst noch nicht gelesen,doch bei den Goldartikeln gibt es "Schluß mit information-bets".<br /> <br /> Eine C-Bet kann alle drei Gründe haben.<br /> Es geht dabei darum, daß die Bet an sich durch unsere ("continuierlich weitergeführte") Rolle als Preflopaggessor so massiv an Glaubwürdigkeit gewinnt: Er hatte vor dem Flop gute Karten und jetzt sind sie noch besser/nicht schlechter geworden...Da man die Initiative, die man preflop gezeigt hat wiederaufnimmt hätte man das Kind auch "Initiativbet" taufen können.<br /> Die C-Bet ist die einzige Bet psychologischerer Natur neben dem Semibluff, die hier auf Beginnerniveau geduldet wird, da es meist um Value geht und manchmal um Bluff.<br /> <br /> Semibluff ist eine Bet mit einem draw: Real hat man nichts, jedoch hoffentlich 8 outs auf eine sehr starke Hand - man ist also nicht rettungslos verloren, geht der Gegner mit, sondern hat 32 bis 37% positiven EV. Die MSS will z.B, daß man eine gefloppte OESD oder FD als c-bet semiblufft ( oder heißt es "als Semibluff c-betet" hehe). In der MSS foldest Du auf ein ReRaise, in der SSS geht man gar AI darauf.<br /> <br /> Eine Blockbet ist, soweit ich es aufgeschnappt habe der Versuch, mit einer realistisch/ befürchtet eventuell zweitbesten Hand eine kleine Bet zu bringen, um den Gegner davon abzuhalten eine Größere zu machen, auf die wir folden müssten. Ein Versuch, den Showdown billiger zu bekommen. Also auch so ein Zwitter zwischen aber mehr Bluff und weniger Value.<br /> <br /> Bet for deception: Alle nennenswerten Abweichungen der Einsätze, bezüglich der "wahren" Stärke der Hand, um durch schwierigere Lesbarkeit den Gegner zu Fehlern zu verleiten.<br /> <br /> Hat man etwa die absoluten Nuts und bringt mit ihnen am river eine kleine bet, so erweckt man den Eindruck einer blockbet, also dieser ängstlichen zweitbesten Hand. Bestraft der Gegner nun unsere feige Blockbet mit einem saftigem Raise, so gehen wir AI und haben mit einer Bet for Deception... Das Spiel lässt sich dann auf viele Ebenen ausdehnen...<br /> Einfachste Deception sind die in UTG1 gelimpten Asse. Man sitzt z.B an einem nittigen Tisch und weiß, daß man sonst keine Mitspieler findet- oder warum auch immer man meint täuschen zu müssen.<br /> <br /> Die Bet for Deception, die Informationsbet und Blockbet haben mehr psychologischen Charakter und kosten mathematischen EV. Bei den gelimpten Assen und fünf Calls ist man erledigt. Wohl deswegen haben die hier nichts zu suchen.

#3 MarcelRene, 15.09.13 19:04

Ach so: Das war der Versuch, Gelerntes zu Verschriftlichen frei nach den Lernkonzeptempfehlungen hier.

#4 trzasku, 20.02.14 15:23

Nützliche Artikel!

#5 w33donf1r3, 27.06.14 14:39

Super

#6 tintohill, 09.07.14 11:48

sollte bei aufgabe 4, die frage nicht besser lauten "was ist eine valuebet ?" andstatt "wann kannst du valuebetten ?"

#7 Zugwat, 25.08.14 17:15

Der Artikel hat mir sehr weiter geholfen! Vielen Dank! :)

#8 TigerTom, 21.10.14 06:53

Mit der Bezeichnung der dritten Bet kann ich mich nicht anfreunden. Warum wird sie nicht, wie es ja auch Liverix im ersten Teil seiner Serie Fullringessentials macht, als Protectionbet bezeichnet? Dass ich Geld einsammeln und den Pot gewinnen will, ist ja schon vor der Hand klar. Demnach bleibt also nur als Grund, dass Outs folden sollen und somit die Bezeichnung Protectionbet.

#9 alcapone195, 22.11.14 23:26

Topi

#10 ChrizKing, 15.02.15 17:22

Wieso wird bei der Range der 3 Bet-Arten in der Praxis nicht auch AA mit eingezogen?<br /> Ist es aus dem Grund weil Preflop AA mich immer geraised hätte?

#11 dontstealmyb, 22.04.15 15:51

nice diebstahl meines contents,<br /> <br /> gruß balugawhale.