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StrategiePoker-Basics

Ranges & Equity (2): Kombos & Card Removal

Vor dieser Lektion solltest du bereits gelesen haben:

Du bist bereits mit dem Konzept der Range vertraut und weißt, wie man eine Range aufschreibt. Stell dir nun vor, dein Gegner hat folgende Range: QQ, AK. Welche Hand ist wahrscheinlicher: QQ oder AK?

Man könnte denken, die Wahrscheinlichkeit sei gleich groß, da sich mit QQ und AK je eine spezifische Starthand gegenüberstehen.

Die richtige Antwort ist aber, dass der Gegner mit einer Wahrscheinlichkeit von 27% QQ und mit einer Wahrscheinlichkeit von 73% AK hat. Der Grund dafür ist, dass Angaben wie QQ und AK bereits unterschiedliche Mengen verschiedener Poker-Kartenkombinationen - genannt Kombos - darstellen, um diese Hände zu bilden.

Kombos zu ermittlen ist notwendig, um Ranges korrekt zu analysieren. In dieser Lektion lernst du, wie man Kombos ermittelt und wie deine Karten, die deiner Gegner und das Board die Bildung von Kombos beeinflussen.

Wie man Kombos bestimmter Hände und Ranges ermittelt

Es gibt vier Damen und folglich sechs mögliche Kombinationen, um die Hand QQ zu bilden. Für eine Hand wie AK hingegen gibt es 16 mögliche Kombinationen. Vier Asse beliebig kombiniert mit vier Königen ergeben 4 x 4 = 16 Kombinationen.

Die Reihenfolge der Karten innerhalb einer Kombo spielt dabei keine Rolle:

QcQd = QdQc

Die Summe aller Kombos einer bestimmten Range oder einer Teilrange ist ein wichtiger Indikator dafür, wie wahrscheinlich bestimmte Hände deines Gegners sind. Je mehr Kombos eine Range enthält, desto wahrscheinlicher tritt sie ein und umgekehrt.

Für eine einfache Dokumentation wird die Summe der Kombos einer Range mit dem Zeichen „#“ angegeben. Die Range QQ, AK beinhaltet 6 + 16 = 22 Kombos. Die Kurzform dieser Schreibweise ist:

QQ, AK (#22)
Eine Kombo ist eine spezifische Kombination von zwei Karten zur Bildung einer bestimmten Hand. Die Summe von möglichen Kombos zur Bildung einer bestimmten Hand oder Handstärke ist eine wichtige Information zur Einschätzung der Handstärke deines Gegners anhand seiner Range.

In der folgenden Tabelle hast du eine Übersicht der Anzahl möglicher Kombos von verschiedenen Arten von Starthänden:

Handkategorie Mögliche Kombos
Beispiel
Pocketpair 6 QQ
Offsuit Hand
12 AKo
Suited Hand
4 AKs
Ohne Suitangabe 16 AK

Card Removal beeinflusst die Bildung von Kombos

Card Removal bezeichnet die Tatsache, dass durch Community-Cards oder deine eigene Hand die Wahrscheinlichkeit bestimmter Hände in der Range deines Gegners bzw. die Anzahl ihrer Kombos direkt beeinflusst wird.

Du weißt zum Beispiel, dass ein Pocketpair aus sechs und eine bestimmte suited Hand aus vier verschiedenen Kombos gebildet werden kann. Je nachdem welche Community-Cards nun am Flop erscheinen, kann sich dies aber ändern. Schau dir dazu folgende Situation an:

Die Range deines Gegners besteht aus den Handstärken Set und OESD und du fragst dich, was er mit höherer Wahrscheinlichkeit hält.

Die Handstärken in eine Range zu überführen, ist inzwischen kein Problem mehr für dich. Die Range deines Gegners sieht demnach so aus: QQ, 99, 44, JT

Intuitiv würdest du nun vielleicht folgendermaßen vorgehen: QQ, 99, 44 für ein Set haben je sechs Kombos, JT für einen OESD hat 16 Kombos. Daraus ergeben sich 18 Kombos für Set gegen 16 für OESD - damit wäre ein Set wahrscheinlicher.

Das ist aber falsch, weil die Karten auf dem Board nicht zur Bildung von Händen verwendet werden können. Dein Gegner kann keine Karte halten, die gleichzeitig eine Community-Card ist. Diesen Effekt nennt man Card Removal.

Da die Qh bereits auf dem Board liegt, stehen nur noch drei Damen zur Verfügung, um QQ als Hand zu bilden.

Daraus ergibt sich, dass es nur drei Kombos gibt, um am Flop ein Set mit QQ zu bilden. Damit gibt es auf dem Flop insgesamt neun Kombos, um ein Set mit einer beliebigen der drei Community-Cards zu bilden.

 Ohne Card Removal         
Mit Card Removal  (auf Qh9c4d)

 

Für einen OESD stehen auf dem Board Qh9c4d mit JT immer noch die vollen 16 Kombos zur Verfügung, da weder ein J noch eine T auf dem Board liegen.

Damit stehen 16 Kombos für einen OESD neun Kombos für ein Set gegenüber. Dein Gegner hält in dieser Situation daher zu 64% einen OESD und zu 36% ein Set.

Indem du die genaue Anzahl der möglichen Kombinationen einer bestimmten Handstärke unter Berücksichtigung des Card Removal bestimmst, kannst du die Wahrscheinlichkeit dieser Handstärke in einer Range ermitteln. Das ist ein sehr wichtiges Werkzeug, um durch die Analyse von Spielsituationen zu optimalen Entscheidungen zu gelangen.

Card Removal schließt deine eigene Hand mit ein

Card Removal gilt nicht nur für die Karten auf dem Board, sondern schließt auch deine eigene Hand mit ein.

Wie viele Kombos gibt es im folgenden Beispiel für deinen Gegner, um QQ zu halten?

In dieser Situation stehen durch Card Removal sogar zwei von vier Queens nicht zur Bildung von QQ zur Verfügung: die Qh auf dem Board und die Qs in deiner Hand. Somit bleiben die Qd und die Qc, um QQ zu bilden - also genau eine Kombo.

Beispiele für Card Removal

Card Removal spielt natürlich nicht nur bei der Bildung von Sets eine Rolle, sondern auch bei viel häufiger auftretenden Händen wie z.B. Toppair.

Auf dem Board Qd6c3h gibt es nur noch zwölf statt sonst 16 Kombinationen, um eine Hand wie AQ zu bilden: 4 Asse x 3 Damen = 12.

Solltest du zusätzlich mit z.B. QsTc eine Dame auf der Hand halten, stehen deinem Gegner nur noch acht Kombos zur Bildung von AQ zur Verfügung: 4 Asse x 2 Damen. Hältst du z.B. AsTc, gibt es für deinen Gegner neun Kombos, um AQ zu bilden: 3 Asse x 3 Damen.

In der folgenden Tabelle siehst du, wie Card Removal die möglichen Kombos verschiedener Hände beeinflusst.


  Hand
Mit Card Removal auf: Qd6c3h Ohne Card Removal
   / Du hältst  QsTc Du hältst AsTc /
AQ
12
8
9
16
AQs
3
2
2
4
Q6
9
6

16
Q6s
2
1

4
QQ
3
1
6

Zusammenfassung

Kombos sind Kombinationen einzelner Karten, die eine bestimmte Starthand bilden. Die Anzahl möglicher Kombos unterscheidet sich bei verschiedenen Typen von Starthänden:

  • Pocketpair: 6 Kombos
  • Suited Hand: 4 Kombos
  • Offsuit Hand: 12 Kombos

Card Removal bedeutet, dass Community-Cards und die Karten auf deiner Hand nicht zur Bildung von Kombos verwendet werden können. Je nach Board und deinen Karten beeinflusst das die Wahrscheinlichkeit bestimmter Hände deines Gegners.

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Diskussion
 

Kommentare (6)

#2 DerberAlter, 09.04.13 09:28

Quiz. Aufgabe 7: 65o ist halt unlikly

#3 grrgrrbla, 10.04.13 09:49

#2<br /> agree, ausser du spielst bbvsbu oder gegen fische. geht ja eher um die technik.....

#4 OverdoseT33, 01.09.13 09:42

Hallo<br /> ich hätt da kurz mal ne frage, entweder bin ich jetzt verwirrt oder stimmt im Video da etwas nicht?<br /> <br /> Bei Minute 4, wo das 2te Card Removal beispiel beginnt, werden in der ersten spalte "Ohne Card removal" für AQ (16) und AQs (4) insgesamt 20 Kombos berechnet, das kann aber doch nicht stimmen oder ?<br /> Das sind doch nur 16 Kombos ?<br /> 12 für AQo und 4 für AQs ?<br /> <br /> Klärt mich auch falls ich nen denkfehler haben ^^<br /> <br /> Das gleiche übrigens bei Q6o,Q6s ...<br /> <br /> Danke<br /> Mfg Overdose

#5 RasputinMaskulin, 06.09.13 22:00

Mit AQ ist im Video suited UND offsuited gemeint. Die AQs wird nur nochmal gesondert erwähnt, da sie, wie ich denke, öfter vorkommt nach dem Flop, wenn man bedenkt, dass dein Gegner mit AQs prefolop eher called als mit AQo. Du hast also recht, wenn du sagst, es kann nur 16 Kombos für AQ und nicht 20 geben. Selbes gilt für Q6 und Q6s. Mit Q6 sind auch hier suited UND offsuited gemeint, nur werden die suited Karten nochmals gesondert erwähnt.<br /> Hoffe, ich konnte dir helfen ;)

#6 stargirl96, 14.10.15 16:31

gibts für das Card Removal eine simple Merkformel oder sollte man je nach Anzahl bekannter Karten die Kombos auswendig können?

#7 tracktor87, 05.03.16 06:03

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