StrategiePoker-Basics

Die Spielregeln von Texas Hold'em

Einleitung

In diesem Artikel
  • Was Gemeinschaftskarten sind
  • Wie man eine Pokerhand bildet
  • Wie eine Setzrunde abläuft

Willkommen in der Strategiesektion von PokerStrategy.com. In den nächsten Minuten wirst du lernen, wie man erfolgreich Poker spielt. Unsere Autoren haben für dich einige Artikel und Videos vorbereitet, in denen du die Texas-Hold'em-Regeln kennenlernst und erfährst, wie man die Pokervariante Texas Hold'em spielt und mit welcher Strategie man dabei gewinnt.

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In der rechten Spalte findest du eine Übersicht aller Artikel für verschiedene Spielvarianten und weitere Hintergrundinformationen.

Wirf einen Blick auf die Übersicht zur Texas-Hold'em-Strategie.

Den Anfang macht dieser Artikel, in dem du die Pokerregeln von Texas Hold'em kennenlernst. Das Spiel selbst ist sehr einfach zu verstehen. Jeder Spieler erhält zwei Pokerkarten, dann werden noch fünf weitere Karten offen auf den Tisch ausgeteilt, erst drei auf einmal, dann eine, und schließlich noch eine, die sich jeder seinem Blatt hinzudenken darf. Daher nennt man sie Gemeinschaftskarten. Zwischendurch finden gemäß der Texas-Hold'em-Regeln vier Setzrunden statt, in denen du Chips oder Geld auf deine Karten setzen kannst.

Den Anfang macht die so genannte Preflop-Runde, die unten erklärt wird. Das ist der Spielabschnitt, in dem du deine beiden Startkarten erhältst.

Video: Die Texas-Hold'em-Regeln
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Du solltest auch den Artikel durchlesen, um die Pokerregeln wirklich zu verstehen. Dein Pokerkonto wird es dir danken.

Preflop - Die Karten werden ausgeteilt

ZWEI SPIELER BEZAHLEN EINEN BLINDEN EINSATZ

Bevor es überhaupt los geht mit dem Spielen, müssen zwei Spieler einen so genannten blinden Einsatz bezahlen. Blind, weil sie ihre Karten noch gar nicht gesehen haben. Es gibt einen kleinen Einsatz, Small Blind, und einen großen Einsatz, Big Blind, der häufig doppelt so groß ist wie der Small Blind.

Das geschieht nicht willkürlich, sondern bezahlt werden diese Einsätze von den beiden Spielern, die links neben dem Kartengeber sitzen. Das wechselt sich von Runde zu Runde ab, weil der Reihe nach jeder einmal Kartengeber ist, im Uhrzeigersinn um den Tisch herum. Dass man auch sehen kann, wer gerade diese Aufgabe hat, hat er einen etwas größeren Chip vor sich liegen. Den nennt man auch Button.

JEDER ERHÄLT ZWEI KARTEN

Jetzt erhält jeder zwei Karten und es beginnt die erste Setzrunde. Hast du starke Karten, kannst du Chips oder Geld setzen und schauen, ob jemand bereit ist, den Einsatz zu halten und mit dir darum zu spielen. Wie eine Setzrunde gemäß der Pokerregeln abläuft, lernst du im Folgenden.

Was machst du in einer Setzrunde?

WAS KANNST DU IN EINER SETZRUNDE MACHEN?
Aussteigen

Willst du nicht weiterspielen, kannst du deine Karten weglegen und für diese Runde aussteigen.

Setzen

Wenn noch niemand etwas gesetzt hat, kannst du es machen. Du sagst zum Beispiel: „Ich setze 10 Chips.“ und legst damit den Preis fest, den die anderen jetzt mindestens ebenfalls bezahlen müssen, wollen sie weiterspielen. Wollen sie das nicht, ist ihnen das zu teuer, müssen sie aussteigen.

Wenn du all deine Chips oder all dein Geld setzt, nennt man das All-In. Bist du All-In, kannst du zwar nichts mehr setzen, kannst aber auch nicht mehr gezwungen werden, frühzeitig auszusteigen. Du wirst automatisch bis zum Ende der Runde im Spiel bleiben und hast auch die Möglichkeit, zu gewinnen, wenn du dann die besten Karten vorzeigst.

Erhöhen

Du kannst aber auch den Einsatz erhöhen, zum Beispiel aus den 10 Chips, die dein Gegner gesetzt hat, 20 Chips machen. Damit setzt du den Preis noch höher an, den jeder bezahlen muss, um weiter im Spiel zu bleiben. Will er das nicht bezahlen, muss er aussteigen.

Mitgehen

Hat schon jemand vor dir etwas gesetzt, kannst du seinen Einsatz mitgehen. Du bezahlst einfach genauso viel wie er gesetzt hat. Setzt dein Gegner 10 Chips, bezahlst du 10 Chips. Dann bist du weiter im Spiel.

Schieben

Hat noch niemand etwas gesetzt, dann kannst du schieben. Das bedeutet, dass du keinen Einsatz machst und einfach zum nächsten Spieler weitergibst. Du sagst sozusagen: Ich warte erst einmal ab.

WANN BIST DU AN DER REIHE?

Damit es in einer Setzrunde gesittet zugeht, gibt es Pokerregeln in Bezug darauf, wer wann an der Reihe ist. Prinzipiell geht es immer im Uhrzeigersinn um den Tisch herum. Einer trifft seine Entscheidung und dann ist der Spieler links von ihm an der Reihe.

In der ersten Setzrunde macht der Spieler links vom Big Blind den Anfang. Ab der zweiten Setzrunde beginnt immer der Spieler links vom Kartengeber.

Haben sich endlich alle geeinigt, werden alle Einsätze eingesammelt und in der Mitte des Tisches platziert. Das ist der Pot, um den gespielt wird. Wer die Runde gewinnt, gewinnt den Pot. Anschließend geht die Runde in den nächsten Spielabschnitt: den Flop.

Flop, Turn, River - Die fünf Gemeinschaftskarten

DER FLOP - DIE ERSTEN DREI GEMEINSCHAFTSKARTEN

Als erste Amtshandlung legt der Kartengeber drei Karten offen auf den Tisch, den Flop. Jeder kann sehen, was sie sind. Sie gehören keinem Spieler speziell, sondern sozusagen jedem, weshalb man sie auch Gemeinschaftskarten nennt. Du kannst sie wie jeder andere verwenden, um deine Pokerhand zu bilden. Du nimmst sie aber nicht auf, sondern denkst sie dir deinen beiden eigenen Karten hinzu.

Nun beginnt die zweite Setzrunde, in der du wieder Chips oder Geld auf deine Karten setzen kannst. Ist sie zu Ende, werden wieder alle Einsätze eingesammelt und wandern in den Pot. Dann kommt der Turn.

DER TURN - DIE VIERTE GEMEINSCHAFTSKARTE

Eine vierte Gemeinschaftskarte, der Turn, wird offen auf den Tisch ausgeteilt. Auch die kannst du dir deinen Karten hinzudenken und sie dazu verwenden, dein Blatt zu bilden.

Die Spieler, die noch im Spiel sind, tragen anschließend die dritte Setzrunde aus. Wieder wandern alle Einsätze in den Pot und es kommt der River.

DER RIVER - DIE FÜNFTE GEMEINSCHAFTSKARTE

Am River wird die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte ausgeteilt, der River. Sie kann noch einmal das ganze Spiel herumreißen, wenn sie irgendeinem Spieler ein starkes Blatt verschafft.

In der darauf folgenden vierten Setzrunde kannst du ein letztes Mal die Einsätze erhöhen. Wer bereit ist, den Einsatz zu halten und nicht vorher aussteigt, nimmt endlich am letzten Spielabschnitt, dem Showdown, teil.

Der Showdown - Hast du das beste Blatt?

Am Showdown decken alle Spieler ihre Karten auf und finden heraus, wer das beste Blatt hat, denn der gewinnt die Runde und alle Einsätze. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie man überhaupt ein Blatt, man sagt: eine Pokerhand, bei Texas Hold’em bildet.

WIE BILDEST DU DEINE POKERHAND?

Eine Pokerhand besteht immer aus 5 Karten, nicht vier, nicht sieben, sondern genau 5. Du hast aber nur zwei Karten. Die anderen drei kannst du dir aus den Gemeinschaftskarten aussuchen. Es ist sogar so, dass du nicht einmal deine beiden Karten verwenden musst, sondern du kannst auch nur eine nehmen und dafür vier von den Gemeinschaftskarten oder du kannst sogar sagen, dass alle fünf Gemeinschaftskarten deine Pokerhand sein sollen. Das ist völlig egal. Es müssen nur 5 Karten sein.

Es gibt dabei verschiedene Arten von Kombinationen, je nachdem was für ein Muster die Karten bilden. Sind sie zum Beispiel alle Karos, dann sagt man dazu Flush. Eine Übersicht aller Pokerhände findest du unten.

Die Pokerhände

Royal Flush

Die stärkste Pokerhand ist der Royal Flush. Er besteht aus Zehn, Bube, Dame, König, Ass in einer Farbe, z.B. in Pik.


Straight Flush

Die zweitstärkste Pokerhand ist der Straight Flush. Er besteht aus fünf direkt aufeinanderfolgenden Karten einer Farbe. Haben zwei Spieler einen Straight Flush, gewinnt derjenige, der die höheren Karten vorweisen kann.

Vierling

Der Vierling besteht aus vier Karten eines Werts, z.B. vier Königen. Haben zwei Spieler einen Vierling, gewinnt der, der den höheren Vierling hat. Haben beide den gleichen Vierling, dann entscheidet die Höhe der fünften Karte, schließlich besteht eine Pokerhand immer aus fünf Karten.

Full House

Ein Full House ist eine Kombination aus einem Paar und einem Drilling. Haben zwei Spieler ein Full House, dann vergleichen sie zunächst den Drilling. Wer den höheren hat, gewinnt. Haben sie den gleichen Drilling, entscheidet die Höhe des Paars.


Flush

Fünf Karten einer Farbe ergeben einen Flush. Haben zwei Spieler einen Flush, entscheidet, wer die höheren Karten vorweisen kann.

Straße

Fünf direkt aufeinanderfolgende Karten sind eine Straße. Bei zwei Spielern mit einer Straße gewinnt derjenige, der die höheren Karten vorweisen kann.

Beachte auch, dass ein Ass sowohl als kleinste als auch als höchste Karte gilt. Ass, 2, 3, 4 und 5 bilden somit ebenfalls eine Straße.

Drilling

Ein Drilling besteht analog zum Vierling aus drei Karten eines Werts. Haben zwei Spieler den gleichen Drilling, entscheidet die Höhe der ersten oder auch der zweiten Beikarte, da eine Pokerhand ja immer aus fünf Karten besteht.


Zwei Paare

Zwei Paare bestehen natürlich... aus zwei Paaren. Haben zwei Spieler jeweils zwei Paare, werden zunächst die höheren Paare verglichen. Sind auch diese gleich, werden die kleineren Paare verglichen. Für den Fall, dass auch diese gleich sind, entscheidet die Höhe der fünften Karte, der Beikarte.

Paar

Ein Paar besteht aus zwei Karten eines Werts. Da eine Pokerhand immer aus fünf Karten besteht, gehören zu ihr neben dem Paar noch drei weitere Karten, die Beikarten oder Kicker genannt werden. Für den Fall, dass zwei Spieler das gleiche Paar haben, werden die Beikarten verglichen, beginnend bei der höchsten Beikarte.

Höchste Karte

Hast du nicht einmal ein Paar getroffen, dann zählt nur noch die Höhe deiner Karten. Treffen zwei Spieler am Showdown aufeinander, die beide kein Paar oder besser vorweisen können, vergleichen sie ihre Karten untereinander, beginnend bei der jeweils höchsten. Der mit der höheren Karte gewinnt.

Weitere Informationen: Im Artikel zu den Handstärken beim Poker findest du weitere Erläuterungen.

Zusammenfassung

Jetzt hast du die Texas-Hold'em-Regeln kennen gelernt. Du weißt, dass es in einer Spielrunde vier Setzrunden gibt, einmal, bevor der Flop ausgeteilt wird, einmal danach, einmal nach dem Turn und ein letztes Mal nach dem River. Flop, Turn und River so nennt man die Gemeinschaftskarten, die nacheinander offen auf den Tisch ausgeteilt werden.

An sich ein ziemlich einfaches Spiel, doch der Schein trügt. Texas Hold’em kann sehr komplexe Situationen hervorbringen. Da ist ein unerfahrener Spieler schnell all seine Chips los. Wie du sie meisterst, erfährst du, wenn du jetzt die nächsten Artikel liest, in denen du eine effektive Strategie für die von dir gewählte Spielvariante lernst. Danach steht einer erfolgreichen Pokerkarriere eigentlich nichts mehr im Wege.

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Jetzt, da du weißt, wie man Texas Hold'em spielt, kannst du dich der konkreten Strategie deiner Spielvariante zuwenden.

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