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StrategieFixed Limit

Flopplay mit Initiative nach Raise Flop vom Gegner

Einleitung

Nachdem ich letzte Woche einige Hände rausgesucht hatte, bei denen Hero seinen Blind ohne Initiative verteidigt, habe ich diese Woche Beispiele rausgesucht bei denen Hero die Initiative hat und mit Raises konfrontiert wird.



Hand 1


Preflop: Hero is CO with 7, 7
6 folds, Hero raises, 2 folds, BB calls.

Flop: (4.50 SB) Q, 6, 3 (2 players)
BB checks, Hero bets, BB raises, Hero calls.

Turn: (4.25 BB) 6 (2 players)
BB bets, Hero calls.

River: (6.25 BB) K (2 players)
BB bets, Hero calls.

Final Pot: 8.25 BB

Hero spielt hier gegen einen TAG. Preflop ist 77 stark genug um vom Cut-off zu erhöhen nachdem noch kein Spieler eingestiegen ist.
Am Flop hält Hero das mittlere Paar und macht seine Standard Kontinuationbet. Nun bekommt er den check/raise. Auch wenn das keine klassische WA/WB Situation ist, so sollte Hero bei guten Turn und River Karten einfach runtercallen. Er muss hier keine Freecards befürchten da man hier in der Headsup Situation Position hat und jederzeit betten kann wenn bspw. der Gegner am Turn checked. Zusätzlich wissen viele Tags, dass Hero mit sehr vielen Händen vom Cut-off raisen wird, dieses Board aber oft verfehlt hat. Daher werden solche Spieler oft als pure Bluff check/raisen. Dagegen gewinnen wir mit einem einfachen Calldown mehr, weil der Gegner am Turn und manchmal am River seinen Bluff fortsetzen wird. Diese Bluffs haben zwar manchmal Overcards als Outs, bei diesem relativ kleinen Pot ist aber Bluffinduce besser als Protection.
Manche Shorthanded- Einsteiger wollen hier auch oft direkt den Flop 3-betten um Informationen über die Hand zu gewinnen, und bei Gegenwehr zu folden. Allerdings sind auf diesem Board auch viele Draws möglich die aggressive Spieler am Flop cappen können in der Hoffnung das wir kleinere Paare folden.
Daher callen wir einfach runter auch wenn die 6 am Turn keine optimale Karte ist, da uns nun sowas wie A6 schlägt. Hero ist aber noch gegen einige Straightdraws, Flushdraws und Bluffs vorne.
Genau deswegen callen wir auch den River, auch wenn der König eine weitere Überkarte ist, so ist er eher eine Blank da keine Draws vervollständigt werden. Aggressive Spieler werden aber oft noch versuchen bei der Scarecard zu bluffen. Daher call River.


Hand 2


Preflop: Hero is SB with A, T
8 folds, Hero raises, BB calls.

Flop: (4.00 SB) J, T, 8 (2 players)
Hero bets, BB raises, Hero 3-bets, BB calls.

Turn: (5.00 BB) 3 (2 players)
Hero bets, BB calls.

River: (7.00 BB) J (2 players)
Hero bets, BB calls.

Final Pot: 9.00 BB

In dieser Hand halten wir ebenfalls mittleres Paar am Flop, haben jedoch keine Position und es sind sehr viele Draws möglich.
Hier sollten wir direkt den Flop 3-betten und dann den Turn betten. Also eigentlich genauso wie Hero einen starken Draw oder ein Overpair spielen würde. Hero ist hier einfach gegen viele Draws noch vorne und kann seine Hand schützen. Zusätzlich behält man Out of Position die Kontrolle über die Hand.
Am Turn betten wir obwohl der Flushdraw ankommt erneut und sollten gegen passivere Spieler gegen einen Raise folden. Gegen aggressive die evtl ein Paar mit Flushdraw oder sogar nur die 9 erneut als Semibluff raisen können, sollte man bei guten Riverkarten zum Showdown gehen.
Am River sollte Hero valuebetten gegen eine schlechtere T, die 9 oder ein kleineres Paar das uns oft noch ausbezahlen wird, da unser Gegner uns eventuell auf einen Draw setzen könnte. Ein nicht angekommener Draw wird uns zwar nicht mehr ausbezahlen, jedoch denke ich das unser Gegner im Mittel öfteres eine schwächere Madehand hat. Daher Valuebet.
Gegen einen Riverraise würde ich gegen aggressive die eventuell nochmal Bluffraisen können einen Crying Call bei der Potgröße machen.



Hand 3

Preflop: Hero is SB with A, 8
4 folds, Hero raises, BB calls.

Flop: (4.00 SB) K, 8, 5 (2 players)
Hero bets, BB raises, Hero calls.

Turn: (4.00 BB) A (2 players)
Hero checks, BB bets, Hero raises, BB calls.

River: (8.00 BB) 2 (2 players)
Hero bets, BB calls.

Final Pot: 10.00 BB


Auch in dieser Hand halten wir mittleres Paar mit Ass als Kicker und bekommen direkt den Raise am Flop. Hier sollten wir aber nicht 3-betten. Das Board lädt ein zu Bluffraises und wir bekommen am meisten wenn wir unseren Gegner weiterbluffen lassen. Am Turn haben wir aber mit 2 Paar eine sehr starke Hand und sollten check/raisen. Ein König wird uns ausbezahlen und ein Bluff wird meist am River aufgeben. Hätten wir uns am Turn nicht verbessert, sollte man einfach WA/WB runtercallen.


Hand 4


Preflop: Hero is SB with A, 3
8 folds, Hero raises, BB calls.

Flop: (4.00 SB) 9, 6, 7 (2 players)
Hero bets, BB raises, Hero folds.

Final Pot: 3.50 BB

Hier werden wir auf einen sehr drawlastigen Board direkt mit einem Raise konfrontiert. Hero sollte direkt folden, auch wenn man ab und an noch gegen einen Draw vorne liegt, so ist Heros Equity ziemlich schlecht und man kann bei kaum einer Turnkarte profitabel weiterspielen. Hätte man 2 Overcards und/oder einige Backdoordraws könnte man am Flop noch callen.
 

Kommentare (3)

#1 JollyRoger183, 30.01.08 08:01

nhs!

#2 godfather63, 11.08.08 16:55

Eigentlich darf ich es mir mit meinem Status gar nicht anmaßen Kritik zu üben - und dessen bin ich mir durchaus bewußt! Aber..., wenn ich mir meine eigenen Erfahrungen auf dem Mikro Limit 5/10 Cent vor Augen halte muß ich es dennoch wagen. Jedesmal, wenn ich mich strikt an die Anweisungen respektive Vorgaben Tabellen etc. halte, falle ich fürchterlich auf die Nase! Wahrscheinlich würde die praktische Umsetzung der Theorien besser funktionieren, wenn die "Fische" oder die vermeintlich schlechteren Spieler wüßten, dass es Ranges, SHC usw. gibt. Anders ausgedrückt, wenn ich davon ausgehen soll, dass ein Spieler auf diesen Limits mit einer ganz bestimmten Hand wahrscheinlich so oder so spielen würde (3-Bet, Donkbet, call usw.) dann kann ich eine völlige Ahnungslosigkeit (was Pokerstrategien angeht) gar nicht als gegeben ansehen. Allerdings ist das anscheinend häufig der Fall, denn sie spielen ja nicht so, wie Sie es angeben. Und somit trifft man eben sehr oft eine falsche Entscheidung, wenn man sich an die Artikel hält. Die unorthodoxe Spielweise vieler Gambler auf diesem Limit erfordert eine gewisse Anpassung. Da werden selbst zwei Asse pre Flop nicht geraist, am Flop wird dann gebettet (egal was liegt), Turn dann wieder gecheckt... So kann man gar keine Hände richtig einschätzen! Also, was tun?! Ich weiß, letzlich wird sich die Strategie durchsetzen aber wenn man täglich auf solche Spieler stößt, kann es durchaus sein, dass diese zwar nicht langfristig gewinnen man selber aber schon ausgecasht ist.<br /> <br /> Mit freundlichen Grüßen<br /> <br /> Oliver Graf (ein Anfänger)

#3 hr3, 17.09.08 16:56

sehe ich im prinzip ganz ähnlich. trotzdem bin ich auch mittelfristig von den strategien überzeugt. sicher verliert man öfter mal am river eine schöne hand an einen mit 35o oder so. <br /> dann immer dran denken, wie selten die 35o wirklich zur straße wird und wie viel kohle der spieler weghaut. auch wenn er letztlich den tisch verlässt bleibt seine kohle daher auch oft da.<br /> und wenn gleich mehrere von der sorte dabei sind klingelt es dafür richtig in der kasse, wenn man mal gewinnt. <br /> und da ja fast immer einige bis zum schluss dabei sind sehen die leute in dem fall ja auch, dass man starke hände hat. wenn das dann mehrmals hintereinander in möglichst kurzen abständen klappt macht sich bei der gegnerschaft meiner erfahrung nach verunsicherung breit, die man dann nutzen kann um schon vor oder direkt nach dem flop den pot mit eher mäßigen händen heimzubringen. ich bin auch der meinung, dass man das zügig tun sollte, da die allgmerine verunsicherung am tisch die action stark beeinträchitgt und evtl. auch zu fluchtreaktionen führt.<br /> mir ist es in der situation zumindest schon oft passiert, dasss der lukrativste tisch plötzlich ziemlich einsam wird.<br />