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StrategieNo-Limit BSS

Riverplay Teil 2 - In Position

» KOLUMNE

Riverplay Teil 2 - In Position

von MiiWiin

Wir haben uns im ersten Teil dieser Artikelreihe mit den Grundprinzipien des Riverplays beschäftigt und festgehalten, welche Optionen und Ziele wir verfolgen sollten. Ebenso haben wir festgestellt. dass am River falsche Entscheidungen sehr teuer werden können und dass man keinesfalls in feste Denk- und Ablaufmuster verfallen darf. Wir wollen uns nun weitere Gedanken dazu machen und heute Beispiele anschauen, bei denen Hero in Position agieren kann. Nächstes Mal widmen wir uns dem Spiel out of Position.

DER VORTEIL DER POSITION

Egal in welcher Situation wir uns befinden, es ist beim No-Limit Hold'em immer ein riesiger Vorteil in Position agieren zu können. Dies gilt natürlich auch für das Riverplay. Wir erhalten wesentlich mehr Informationen über die eventuelle Handstärke von Villain und können unsere Entscheidungen somit sorgfältiger überdenken.

In Position gibt es für uns nur zwei Szenarien: Entweder Villain checkt den River zu uns oder Villain bettet. Jedesmal haben wir unsere drei Möglichkeiten, die wir sorgfältig nach den, letztes Mal genannten, Kriterien abwägen sollten.

Grob zusammenfassend hatten wir gesagt, dass wir am River feststellen müssen, wo wir mit unserer Hand stehen: Sehen wir uns weit hinten, so könnten wir bluffen oder aufgeben. Sehen wir uns eher in einer wa/wb-Situation mit einer mittelstarken made Hand, wollen wir möglichst günstig zum Showdown. Sehen wir uns deutlich vorne, so wollen wir Value für unsere Hand haben.

Sollte Villain zu uns checken, so ist die Verteilung der Optionen recht klar. Haben wir eine Hand, mit der uns ein Showdown ausreicht, sollte der Checkbehind Standard sein. Wir gehen davon aus, ab und an vorne zu liegen, gehen aber nicht davon aus, dass Villain mit einer schwächeren Hand nochmals eine Bet callen würde.

Sehen wir uns vorne, so müssen wir natürlich betten, ebenso wenn wir bluffen wollen.

Sollte Villain jedoch betten, müssen weitere Überlegungen her. Wie erwähnt, haben wir nun den Vorteil unserer Position und haben durch die River-Bet eine zusätzliche Information erhalten.

Ein Call wäre hier natürlich die Option, sollten wir gerne den Showdown sehen. Die Frage ist nur, ob wir ihn „günstig“ sehen. Ohne die Betrachtung der Betsize, der Rivercard sowie der vorherigen Action ist hier ein Standardcall nicht drin.

Das gleiche gilt für einen Bluff. Die einzige Möglichkeit besteht nun in einem Raise, bei einem raised Pot handelt es sich evtl. sogar um einen Shove. Klar ist: Dieser Move muss häufig genug klappen, denn Villain deutet schon eine sehr starke Hand an. Um festzustellen, ob er seine Hand tatsächlich noch häufig genug weglegen wird, sind klare Reads von Vorteil. Grundsätzlich sollte man auf Moves gegen unbekannte Gegner verzichten, sofern man dafür seinen kompletten Stack in die Mitte stellen muss.

Bleibt die Option Raise mit einer sehr starken Hand. Auch hier ist es nicht verkehrt, seine Handstärke noch einmal zu hinterfragen! Ist unsere Hand wirklich so stark bzw. sehr nahe an den „Nuts“? Gibt es in Villain Range genügend schwächere Hände, mit denen er am River bet/call spielt. Ist dem so, kann das Raise guten Gewissens erfolgen. Sollten wir jedoch Zweifel bekommen, mag ein Call aufgrund der neu gewonnenen Informationen über Villains Hand auch eine Option sein.

VILLAINS SPIEL AM RIVER

Natürlich ist das Spiel am River nicht nur für uns von besonderer Bedeutung, gleiches gilt natürlich für unsere Gegner. Unterm Strich werden sie mindestens die gleichen Probleme haben.

Um gerade in Position das Spiel unserer Gegner einordnen zu können, ist es wichtig, unsere Gegnertypen diesbezüglich etwas zu kategorisieren:

1.) Standard-Typ
Ein Standard-Spieler hat seine normal abfallende Aggression-Verteilung und bleibt am River nicht mehr ständig auf dem Gas, was auch daran liegt, dass er häufig auf den vorherigen Streets viel gebettet hat und nun häufig im c/c-Modus steckt. Meistens sind dies gute Spieler wie TAGs bzw. LAGs mit Händen, die den Showdown sehen wollen. Hier muss sich gut überlegt werden, ob ein Bluff Sinn macht und ob die Foldequity dafür ausreicht. Mit sehr starken Händen sollte hier eine Valuebet gesetzt werden.

2.) Der weak-tighte Typ
Der weak-tighte Typ bekommt am River meist kalte Füße wegen dem großen Pot. Mag er am Flop und am Turn noch einen Funken von Aggression versprühen, so ist am River Ende im Gelände. Häufig wird auch hier der c/c-Modus eingeführt, der bei manchen Spielern auch schon auf vorherigen Streets präsent war. Meistens handelt es sich um Calling Stations oder um Rocks. Auch hier ist es wichtig, sich zu überlegen, ob man wirklich ausreichend Foldequity besitzt. Die relative Handstärke nimmt zu, selbst mit vermeidlichen Monstern wird hier häufig nur gecheckt. Eine Bet hingegen sollte sehr ernst genommen werden und man muss sich schon fragen, ob man mit seiner marginalen Hand für den angebotenen Preis wirklich den Showdown erkaufen sollte.

3.) Der aggressive Typ
Am problematischsten wird es bei dem aggressiven Typ. Nicht nur, weil wir somit grundsätzlich wesentlich teurere Entscheidungen treffen müssen, sondern weil es oft schwer fällt, diese Aggression einzuschätzen. Erkennungsmerkmal ist hier ein höherer River-AF als Turn-AF.

Diese Aggression kann zwei Hintergründe haben: Entweder es handelt sich um einen Spieler, der unsere eventuell angedeutete Schwäche am Turn nun ausnutzen will, um uns aus der Hand zu drängen. Es handelt sich also um einen „Bluffer“.

Oder aber Villain will häufig am Turn einen Bluff induzieren und muss dann den River for Value betten, sollte wir behindgecheckt haben. Demnach haben wir es mit einem „Slowplayer“ zu tun.

Die Problematik sollte damit klar sein, im ersten Fall laufen wir gegen einen Bluff, wogegen wir mit vielen Händen noch vorne liegen. Im zweiten Fall jedoch laufen wir meist gegen eine Monsterhand, die nun erst anfängt, zu betten. Diese Unterscheidung fällt relativ schwer und muss mit weiteren Anhaltspunkten, die wir über unseren Gegner gesammelt haben, kombiniert werden.

Gerade Maniacs mit einem einem hohen VPIP, aber ebenso einem hohen PFR müssen natürlich häufig genug versuchen, uns aus der Hand zu drängen, da die relative Handstärke von Villain gegenüber unseren meist weit hinten liegt. Da die Aggression bei fast allen Spielern am River deutlich abfällt, ist der River ein geeigneter Ort für diese Spieler, um die verrücktesten Bluffs zu platzieren. Ein weiterer Anhaltspunkt ist ein niedriger „Went to showdown“-Wert.

Maniacs, die zwar einen hohen VPIP haben, aber nicht sonderlich häufig preflop raisen, zeigen dort schon an, dass sie leichte Tendenzen zur Calling Station haben. Ein hoher „Went to showdown“-Wert komplettiert das Bild, so dass wir hier bei übermäßiger Agression am River eher von einem slowgeplayten Monster ausgehen sollten.

Gehen wir nun einmal in die Praxis und schauen uns einige Beispiele an.

BEISPIELHAND 1

PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)

Stacks & Stats
MP ($25)
CO ($25)
UTG ($25) (weak-tighter Typ (Nr.2))
BB ($25)
SB ($25)
Hero ($25)

Preflop: Hero is Button with A , K
UTG calls $0.25, 2 folds, Hero raises to $1.25, 2 folds, UTG calls $1.25

Flop: ($2.85) J, 3, 2 (2 players)
UTG checks, Hero bets $2.25, UTG calls $2.25

Turn: ($7.35) K (2 players)
UTG checks, Hero bets $5.00, UTG calls $5.00

River: ($17.35) 6 (2 players)
UTG bets $11.00, Hero ???

Bis zum River haben wir ein Standard-Play. Preflop raist Hero, er contibettet den Flop und barrelt ebenso am Turn, da er keine Freecards verteilen möchte.

Am River bekommen wir nun eine Donkbet. Wir haben den Gegner als weak-tighten Typ klassifiziert, er hat klare Tendenzen Richtung Calling Station und ist bislang am River kaum durch Aggression aufgefallen.

Die Rivercard ist mittelprächtig, ein möglicher Straightdraw käme an, dafür bleibt der Flushdraw unimproved.

Was sind nun unsere Optionen?

Sollten wir callen, so müssen wir in einem von ca. 3,5 Fällen vorne liegen. Sollten wir raisen (in diesem Fall shoven), so erzeugen wir keinerlei Foldequity mehr. Villain kann hier kaum noch etwas folden, außer eventuell einem pure Bluff (von dem wir demnach nicht mal Value bekommen würden). Bliebe der Fold.

Unsere Handstärke ist eher als mittelstark einzuordnen, gegen einen recht passiven Spieler muss man hier nicht um Stacks spielen. Das einzige, was möglich wäre, ist ein busted Draw, das Flop- und Turn-Play würde durchaus passen. Allerdings würde Villain Hände wie KQ- auch am River eher c/c spielen. Zudem gibt es hier viele Hände, die uns beat haben, zu allererst natürlich ein Set. Selten versuchen Calling Stations, ihr Set zu protecten. Am River haben sie dann aber doch Angst vor einem Checkbehind und betten. Es gibt hier insgesamt betrachtet nicht viele Hände, gegen die wir noch vorne liegen. Ein Fold wäre hier durchaus eine angemessene Option!

BEISPIELHAND 2

PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)

Stacks & Stats
MP ($25)
CO ($25)
UTG ($25)
BB ($25) (aggressiver Typ, Richtung “Bluffer” (Nr.3))
SB ($25)
Hero ($25)

Preflop: Hero is Button with 9 , 9
3 folds, Hero raises to $1.00, 1 fold, BB calls $1.00

Flop: ($2.35) 4, 4, 7 (2 players)
UTG checks, Hero bets $1.60, UTG calls $1.60

Turn: ($5.55) K (2 players)
UTG checks, Hero checks

River: ($5.55) J (2 players)
UTG bets $5.00, Hero ???

Am Turn entscheidet sich Hero für einen Checkbehind. Wir haben Villain als einen recht aggressiven Bluff-Typen eingestuft, der demnach lieber noch mal am River bluffen könnte, als eine Turnbet zu callen. Aufgrund des Boards müssen wir auch nicht protecten.

Am River kommt dann die Bet, die nahe Potsize liegt. Wir müssen hier grob in einem von drei Fällen vorne liegen.

Hier können wir davon ausgehen, dass dies der Fall ist. Durch unseren Checkbehind am Turn haben wir sehr häufig einen Bluff induziert. Villain kann hier viele schlechtere Hände haben, mit denen er versucht, uns aus dem Pot zu drängen. Ein Fold wäre demnach zu weak. Ebenso macht ein Raise natürlich wenig Sinn, da Villain nur mit einer tatsächlich stärkeren Hand callen würde, alles Schwächere aber foldet. Wir sollten hier einfach unsere Hand zum Showdown führen.

Was wäre nun, hätten wir es in dieser Situation mit einem „Standard-Typen“ bzw. mit einem „Slowplayer“ zu tun?

Ein „Standard-Typ“ hat, wie erwähnt, ebenfalls eine recht gesunde River-Aggressivität und könnte ebenso versuchen, einen Bluff zu platzieren. Auch hier ist ein Call sicherlich noch im +EV-Bereich, wobei ein Fold bei zwei Overcards auf dem Board durchaus in Betracht zu ziehen wäre.

Gegen den Slowplayer wird es schon enger. Für ihn wäre es wohl Standard, eine Hand wie 4x/77/TT+(bei solchen Spielern immer möglich!) erstmal nur zu check/callen am Flop. Hände wie Kx würde er wohl auch am Turn nur checken, eventuell mit der Absicht zu c/r. Die Bet am Turn ist hier schon etwas ekliger für uns, es wird wohl wesentlich häufiger eine Valuebet sein wie in den vorherigen Beispielen. In dieser Situation halte ich einen Fold für vertretbar.

In beiden Fällen hatten wir nun eine made Hand und wurden mit einer River-Bet konfrontiert. In Abhängigkeit von den Odds sowie unseres Gegnertypen und natürlich der relativen Handstärke mussten wir recht knappe Entscheidungen treffen.

BEISPIELHAND 3

Schauen wir uns nun ein Beispiel an, in dem wir uns überlegen könnten, einen Bluff zu setzen.

PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)

Stacks & Stats
MP ($25)
CO ($25)
UTG ($25) (???)
BB ($25)
SB ($25)
Hero ($25)

Preflop: Hero is Button with 7 , 8
UTG calls $0.252 folds, Hero raises to $1.25, 2 folds, UTG calls $1.25

Flop: ($2.85) 5, 3, J (2 players)
UTG checks, Hero bets $2.25, UTG calls $2.25

Turn: ($7.35) 2 (2 players)
UTG checks, Hero checks

River: ($7.35) 5 (2 players)
UTG checks, Hero...???

Preflop entscheiden wir uns dafür, unseren suited Connector vom Button aus zu raisen. Den Flop contibetten wir, am Turn nehmen wir uns die Freecard und verfehlen am River unserem Draw. Villain checkt zu uns.

An dieser Stelle bietet sich grundsätzlich ein Bluff an. Zum einen liegen wir hier mit 8-high nahezu niemals vorne, würden durch einen Checkbehind also die Hand aufgeben.

Gegen welche Gegner-Typen bietet sich nun eine Bluffbet an?

In erster Linie sicherlich gegen den „Standard-Typen“, denn die Line zeugt schon von deutlicher Schwäche. Ein stärkerer Draw ist möglich, ebenso wie eine sehr mittelmäßige Hand. Mit einer starken made Hand hätte dieser Typ sicherlich die Initiative übernommen und versucht, zu protecten. Eine River-Bluffbet ist hier durchaus erfolgsverprechend, aber keine Pflicht.

Gegen den weak-tighten Typen wird es schon enger, denn wer am River nicht sonderlich aggressiv ist, geht demnach häufiger zum Showdown. Ein kleines PP könnte hier durchaus im c/c-Modus sein, es bestünde aber auch die Möglichkeit eines Folds. Einen besseren Draw würden wir wohl zum Folden bewegen (auch gegen fast jeden anderen Draw liegen wir meistens hinten). Letztlich wird von diesem Gegner-Typen unsere Riverbet wohl am häufigsten gecallt und ist somit vergleichsweise am wenigstens erfolgsverprechend.

Gegen die jeweils sehr aggressiven Typen sehe ich hier eine Pflichtbet. Wer meistens den River bettet, nun aber darauf verzichtet, gibt meistens seine Hand auf. Auch hier sei noch mal erwähnt, dass wir nahezu keinen Showdownvalue haben und den Pot nur durch einen Bluff gewinnen können. Gegen beide Gegner, egal ob Bluffer oder Slowplayer, sollten wir hier den River betten.

» ZUSAMMENFASSUNG

Wir haben heute weitere Grundgedanken gesammelt und versucht, unsere Gegner und ihr River-Play etwas einzuordnen. Wir haben gesehen, dass das Spiel in Position einige Möglichkeiten bietet und jeweils genauer Analyse bedarf. „Blinde“ Calls machen am River keinen Sinn, sondern die jeweilige Range des Gegners ist mitentscheidend. Wer gerne am River blufft, den sollte man auch häufiger callen. Wer am River zu weak wird, den sollte man bestrafen.

Daraus ergibt sich natürlich, dass das Spiel out of position wesentlich komplizierter ist. Um genau diese Problematik werden wir uns nächstes Mal kümmern.

 

Kommentare (6)

#1 TheEvilFu, 20.05.08 12:05

first... <br /> <br /> Zweimal K(h) in Hand 1. Hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen.

#2 KingTexaz, 20.05.08 12:56

Letzte Hand: Es sei nur mal so erwähnt, aber jeder thinkin Player wird uns mit any Pair callen. Wir können einfach nichts reppen, da wir jede made Hand am Turn for Oritection gebettet hätten.<br /> <br /> Mfg.

#3 crt32, 20.05.08 14:07

In der letzten Hand: Die 5 ist so ziemlich die schlechteste Karte zum Bluffen. Wenn der Gegner nicht gerade weak-tight ist, ist das burning money.

#4 coachCG, 20.05.08 17:04

zweite hand: verstehe nicht ganz warum man da nen easy call hat. der typ ist zwar aggressiv, aber mit was außer vllt. dem draw callt er denn den flop oop um dann den river letztendlich zu bluffen? kann schon sein, dass man am river oft vorne liegt, aber wird der gegner denn z.b. PPs hier in nen bluff verwandeln?

#5 NeeDWeeD, 20.05.08 23:20

ich denke als thinking player sollte man wissen das hero am river bei hand 3 nur bluffen kann. sieht meiner meinung nach ziemlich offensichtlich aus. keine made hand kann sich erlauben den turn dort behind zu checken und nicht zu protecten und dann den river zu betten.höchstens mit A:spade: A:spade: oder sowas. <br /> also fast schon sinnlos die line oder nicht?

#6 MiiWiin, 21.05.08 06:29

@4 Es geht nicht nur darum dass er aggressiv ist, sondern dass wir ihn als den Spielertypen ausgemacht haben der recht häufig am River blufft (was natürlich der hohe River-AF aussagt). Was wir also schlagen? Any2. <br /> <br /> @1,2,5 Kann man sicherlich drüber diskutieren, "ideal" ist die Karte mit Sicherheit nicht. Es kommt recht häufig vor, dass am Flop c/c gespielt wird, da sehe ich auch durchaus häufig einen Draw (eher Flushdraw), ein kleines Pocket (22[würde natürlich am Turn hitten],44) oder ein suited connector der ein middle Pair+evtl. Backdoordraw hat. Ein mittleres Pocket (66-TT) könnte mir am Flop auch schon mehr Action geben, eine bessere Hand sehe ich kaum.<br /> <br /> Die Problematik in dieser Hand ist, dass wir nun den Gegner grob klassifizieren. Einen "guten thinking-player" kann man hier schon schwer annehmen, da Villain preflop immerhin limp/call spielt, was bei SH ja nun keine expert line ist. Wir gehen also nur davon aus, dass er postflop zu keinen waghalsigen Moves greifen will. Limp/call heisst für mich, dass hier eine recht schwache Hand unterwegs ist und ich sehe hier häufiger Hände der Kategorie 1 (schwache Hand oder unimproved) als eine Hand wie 88. Natürlich kann er hier im c/c-Modus sein mit einem kleinen PP. Fakt ist aber, wir haben absolut Null showdown-value. Sicherlich muss man hier nicht zwanghaft betten, aber ich bekomme ihn hier noch von sehr vielen Händen runter.<br /> <br /> Wenn es darum geht, was wir reppen, wirds natürlich wieder eng. Maximal ein am Turn auf pot control gespieltes Toppair oder ebenfalls ein middle pair. Evtl. glaubt man uns auch eine 5 (als SC gespielt, ist nun keine Seltenheit). <br /> <br /> Haben wir es wirklich mit einem guten Spieler zu tun, kann man sicherlich abwägen, wissen wir nur dass er recht tight ist macht seine line auch nicht gerade viel Sinn, ich sehe eine Bet am River als durchaus möglich an.