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StrategieNo-Limit BSS

Woche 35 (BSS): Playing AK


Einleitung

Kennt nicht jeder den Spruch über AK? Anna Kurnikowa, sieht gut aus, gewinnt aber selten. Was ist an dem Spruch dran?


Das Spiel vor dem Flop

Zunächst möchte ich einige Überlegungen zu dem Spiel vor dem Flop mit AK anstellen. Mit AK erhöhen wir natürlich aus jeder Position, wenn vorher alle ausgestiegen sind. Ferner erhöhen wir, wenn nur Limper (Spieler, die in die Hand ohne eine Erhöhung eingstiegen sind) vor uns sind und erhöhen mit AK eine Erhöhung in normaler Größe vor uns. Aber warum machen wir das? Wenn wir einmal den Equilator befragen, so haben wir gegen jedes Pocketpaar (außer KK und AA) einen Coinflip (Münzwurf: ~50/50-Entscheidung). Gegen AA und KK sind wir sogar klar hinten. Was macht also eine Erhöhung mit AK so profitabel?
Zum einen deutet eine Erhöhung unserseits auf eine starke Hand hin. Würden wir immer nur mit JJ+ erhöhen, so würden wir recht lesbar für unsere Gegner sein. Durch eine größere Raiserange (Hände, mit denen wir erhöhen, also raisen) kann uns der Gegner schlecht auf eine bestimmte Hand setzen. Ferner erzeugen wir durch eine Erhöhung, je nach Position mehr oder weniger, Fold Equity. Schließlich wollen wir mit AK am Flop möglichst HeadsUp sein oder den Pot schon vor dem Flop für uns entscheiden.
Aus den gleichen Gründen erhöhen wir auch eine Erhöhung mit AK.

Wir treffen am Flop in etwa zu 33% einen König oder ein Ass. Durch unsere Erhöhung haben wir vor dem Flop eine starke Hand repräsentiert, so dass wir auch oft den Pot am Flop mit der Continuation Bet gewinnen können, ohne den Flop getroffen zu haben. Schließlich würden wir zum Beispiel mit einem Überpaar wie KK auch an den jeweiligen Flops setzen.


Hand 1

Wie liest man eine Beispielhand?

Hero: $10,09
MP1: $4,63

0,05/0,10 No-Limit Hold'em (9 handed)

Preflop: Hero is BU with K, A
2 folds, MP1 calls $0,10, 3 folds, Hero raises to $0,50, 2 folds, MP1 calls $0,40.

Flop: ($1,15) 3, 9, A (2 players)
MP1 checks, Hero bets $0,80, MP1 folds

Hier haben wir eine Standard Situation. Vor dem Flop erhöhen wir auf 5 BB nach einem Limper und treffen nach dem Call des Limpers am Flop unser Top Paar Top Kicker. Das Board bietet außer einem Flushdraw kaum Draws, so dass wir eine Contibet in etwa 3/4 Potsize wählen.


Hand 2

Wie liest man eine Beispielhand?

UTG+1: $16,29
Hero: $10,09

0,05/0,10 No-Limit Hold'em (9 handed)

Preflop: Hero is CO with K, A
UTG+1 raises to $0,40 ,4 folds, Hero raises to $1,20, 4 folds.

Final Pot: $1,75

Hier haben wir einen Spieler in früher Position, der erhöht hat und wir erhöhen mit AKs aus dem CO. Die möglichen Hände von einem TAG als Erhöher in früher Position wird JJ-AA und AK (evtl. TT und AQ) sein.
Gegen JJ-AA und AK liegen wir aber mit 43:57 hinten. Also doch lieber aussteigen? Nein, denn nach unserer Erhöhung wird unser Gegner Hände wie AQ, TT und JJ weglegen. Mit AK und QQ wird er unsere Erhöhung wohl mitgehen und mit AA und KK erneut erhöhen. Somit können wir seine Hand recht genau eingrenzen und so den maximalen Profit erzielen.
Da wir nach einem Call am Flop die Initiative haben, können wir oft den Pot durch die Continuationbet für uns entscheiden. Denn sollte der Gegner unsere Erhöhung mit AK oder QQ mitgegangen sein, so wird er sich sehr gut überlegen auf einem Lowcard Board den Einsatz unsererseits mitzugehen. Denn schließlich würden wir auch mit KK oder AA so spielen.
Somit ist auf den zweiten Blick die weitere Erhöhung vor dem Flop +EV. Zum einen durch die FoldEquity (Wahrscheinlichkeit, dass bessere Hände aussteigen) vor dem Flop und zum anderen durch unsere ContinuationBet am Flop.


Hand 3

Wie liest man eine Beispielhand?

Hero: $10.92
CO: $8.90
UTG: $12.73

0.05/0.10 No-Limit Hold'em (10 handed)

Preflop: Hero is SB with A, K
UTG calls $0.10, 5 folds, CO calls $0.10, BU folds, Hero raises to $0.70, BB folds, UTG calls $0.60, CO calls $0.60.

Flop: ($2.20) 5, 8, 3 (3 players)
Hero checks, UTG bets $1.90, CO calls $1.90, Hero folds.

Hier erhöhen wir vor dem Flop nach 2 Limpern im SB. Da wir nach dem Flop vor allen anderen handeln müssen (wir haben also keine Position, sind out of Position), entscheiden wir uns, einen BB mehr zu erhöhen als üblich. Beide Limper gehen jedoch unsere Erhöhung mit.
Am Flop sind wir nun Out of Position (OOP) gegen zwei Gegner und das Board bietet kaum Draws, dafür sind aber ausschließlich Lowcards im Flop. Da ein limp/call oft ein PP bedeutet, verzichten wir auf die Continuation Bet. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass beide Gegner aussteigen werden. Daher ist in dieser Situation ein einfacher c/f der bessere Zug.


Hand 4

Wie liest man eine Beispielhand?

Hero: $157.41
UTG: $96.14

0.50/1 No-Limit Hold'em (10 handed)

Preflop: Hero is CO with A, K
UTG calls $1.00, 2 folds, MP1 calls $1.00, 2 folds, Hero raises to $6.00, 3 folds, UTG calls $5.00, MP1 folds.

Flop: ($14.50) 8, 5, 6 (2 players)
UTG checks, Hero bets $10, UTG calls $10.00.

Turn: ($34.50) T (2 players)
UTG checks, Hero checks.

River: ($34.50) 2 (2 players)
UTG bets $28, Hero folds.

Final Pot: $62.50

Auch wenn von einem anderen Limit, so ist doch ein Vergleich zu der Hand zuvor zu sehen. Jedoch sind wir hier nach dem Flop In Position (wir haben Position, kurz IP) und wir spielen Heads Up.
Heads Up können wir mit AK fast immer die Continuation Bet machen. Außer wir wissen, dass unser Gegner fast jede Continuation Bet mitgeht, da würden wir lieber die Freecard nehmen und hoffen, am Turn zu improven.
In der Beispielhand geht unser Gegner nun den Einsatz mit, so dass wir am Turn ohne uns zu verbessern, auf check/fold umstellen. Hier eine second Barrel (ein zweiter Bluff-Einsatz) zu feuern halte ich für sinnlos, denn nur bessere Hände gehen mit. Der River hilft uns auch nicht. Womit der Gegner hier am River setzt, sollte uns egal sein. Es sollte aber klar sein, dass wir keinen Einsatz mehr zahlen können, denn Ass Hoch wird hier nicht oft genug die beste Hand sein.


Fazit

Ich werde den meisten hier nichts neues erzählt haben, aber dennoch kommen immer wieder problemematische Hände mit AK in den Beispielhand-Foren auf.
Abschließend läßt sich sagen, dass AK zwar sehr gut aussieht, man aber auch je nach Situation die "Schönheit" rechtzeitig loslassen muss.
 

Kommentare (12)

#1 Tobra1971, 13.12.07 06:50

Wirklich nichts Neues eigentlich. Und doch hat es mir nochmal nachdrücklich veranschaulicht, warum ich mit AK so große Probleme habe und wo meine Fehler - vermutlich - liegen, wenn ich diese Hand spiele. Danke dafür!

#2 Alex87onfire, 12.02.08 21:50

Ja, dem kann ich mich nur anschließen. Oft ärgert man sich auch über die gegner die mit trash callen und trotzdem A-K schlagen!

#3 spectacle, 23.05.08 10:23

zum thema second barrel:<br /> wie würdet ihr hand 4 auf draw-heavy boards spielen? flop etwas unter potsize contibetten und turn ebenfalls, vorausgesetzt ein möglicher draw ist nicht angekommen? wäre zumindest meine std-line...

#4 Gurkha, 07.07.08 14:48

@ #3<br /> hängt davon ab, wie Du Deine MadeHands sonst auf einem wet Flop im heads-up spielst. Solltest Du hier mit einer MadeHand normalerweise knapp Potsize betten, dann mach's auch mit AK. Am Turn brauchst Du dann nicht mehr so hoch betten. Du gibst ihm ja keine Implied Odds falls sein Draw ankommt. Also reicht hier schon 1/2 - 2/3 Potsize.

#5 dmars, 06.07.09 15:09

Finde den artikel nicht sehr hilfreich.. ok hab mir auch jetzt vorgestellt das themen behandelt werden, wie AK oop preflop wird man ge3betet oder man 3 betet IP und bekommt ne 4 bet oder sowas wos wirklich knifflig wird

#6 Huckebein, 07.07.09 13:57

@dmars: Der Artikel ist eine Kolumne. Die sind meistens nicht so ausführlich. AK spielt sich preflop aber relativ einfach. Du kannst das folgende Chart aus dem Artikel Einführung in die Bigstackstrategie zu Hilfe nehmen. <br /> http://resources.pokerstrategy.com/Strategy/pdf/ps_nl_bss_de.pdf<br /> <br /> Wenn du mit AK bereits eine 3-Bet gemacht hast, solltest du mit 100BB Stacks eigentlich auch auf eine 4-Bet nicht mehr folden.

#7 thoschi12, 01.10.09 05:42

@ #6<br /> Laut Kommentar in Beispielhand 2, erhöhen in der Situation AA und KK, gegen die Range hat AK ungefähr 20%. Und das soll ich nicht folden?

#8 Huckebein, 01.10.09 16:02

@7: Wenn du mit Sicherheit weißt, dass der andere AA oder KK hat, dann kannst du die Hand sicherlich folden. Aber der Artikel behauptet das nur. Ich denke, dass an den realen Tischen du viel Geld von misplayten schlechteren Händen bekommst. <br /> <br /> Das Spiel hat sich in der Zeit seit dem der Artikel geschrieben wurde, auch merklich verändert. Preflop wird jetzt sehr viel losser erhöht und broke gegangen. Darauf hat sich auch mein v.a. Comment bezogen, denn wenn die Ranges weiter als AA,KK only werden, kannst du auch AK nicht mehr weglegen.

#9 Murphy08, 06.10.09 16:12

hallo...<br /> <br /> ist hero im beispiel 2 nicht am CO statt am CU??? ;)<br /> <br /> ansonsten nice work man...

#10 schoxx, 01.08.10 18:05

Sollte es nicht profitbaler sein,<br /> ein UTG oR von einem FS mit AKs am CO nur <br /> zu callen for domination?

#11 ridersonthedonkey, 26.10.10 13:18

@10 dir fehlt die Initiative, da du nur in 33% der Fälle hittest, was machst du wenn du nicht hittest? Dir fehlt die Möglichkeit zu Contibetten und durch einen Bluff den Pot abzugreifen, und domination würde ja nur gelten wenn er entweder at+ oder kj+ hielte und du die a oder den king hittest, kommt auch wieder selten vor, natürlich kannst du dein spiel abwechseln um nicht lesbar zu werden, aber gegen einen standard-nothinking-fish auf den mikros ist eine 3bet wesentlich profitabler: du bekommst mehr value von schlechteren händen, hast initiative und mehr information über die hand deines gegners

#12 OMGLIONAGAIN, 27.11.10 18:53

Absolut richtig durch eine 3bet Preflop bekommst du wesentlich mehr Foldequity für die Cbet am Flop