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StrategieNo-Limit BSS

Woche 41 (SSS): 40 BB vs. 20 BB Buy-In


Einleitung

In letzter Zeit sehe ich häufiger Beispielhände, die auf dem Limit NL 5 auf Partypoker gespielt wurden. Man muss sich aber auf diesem Limit mit mindestens 2$ einkaufen und hat somit 40 große Zwangseinsätze (auch Big Blinds genannt), was nicht gut ist. Warum das so ist, möchte ich euch heute versuchen zu zeigen.


Ein Beispiel

Wie liest man eine Beispielhand?

Hero: 2 $
Alle anderen mehr als 2 $.

Preflop: Hero is MP2 with K, K
3 folds, Hero raises to $0,2$, 3 folds, SB calls, 1 folds.

Stellen wir uns einmal die Situation mit 20 Big Blinds und einmal mit 40 Big Blinds vor:

Haben wir nur 20 Big Blinds, so sind bereits 1/5 unserer Chips in die Mitte gewandert. Bei 40 Big Blinds hingegen nur 1/10 der Chips.

Bereits hier kann man erkennen, dass in der ersten Variante der Gegner viel weniger Chips im weiteren Verlauf der Hand gewinnen kann. Bei der Zweiten hingegen ist die Anzahl der Chips noch sehr groß, die gewonnen werden kann.

Wenn unser Gegner beispielsweise mit einem Paar in der Hand (Pocketpair) bezahlt, so ist das im ersten Beispiel mit 20 Big Blinds sehr schlecht für sie und er wird dabei sehr viel Geld verlieren. In der zweiten Variante hingegen ist es noch nicht gut, aber er wird die Hand wohl höchstens mit einem geringen Verlust spielen, vielleicht sogar einem Gewinn.

Warum ist das so?

Nun, wenn man mit einem kleinen Pocketpair bezahlt, so hofft man darauf einen Drilling zu treffen. Dies geschieht nicht oft, aber in etwa jedes 7.-8. Mal. Und hier liegt auch das Geheimnis der Strategie:

Wenn er das Pocket jetzt trifft und wir nur einen sehr kleinen Reststack haben, kann er maximal das 4fache der Erhöhung gewinnen, braucht aber das 7-8-fache, um überhaupt +-0 spielen zu können. Haben wir aber einen 10 mal so großen Stack, kann der Gegner noch sehr viel gewinnen und die Hand sogar mit einem leichten Plus spielen, da wir ja bei allen Flops ohne ein Ass All-In gehen werden bei Gegenwehr.

Und genau das ist das gute an der SSS:

Durch unseren kleinen Stack haben die Gegner keine Möglichkeit, in zukünftigen Setzrunden noch viel Geld zu gewinnen. Da wir weiterhin nur die besten Starthände spielen, sind unsere Starthände denen der Gegner im Durchschnitt überlegen. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig und man erkennt nur anhand dieses Beispiels, dass man die SSS nicht mit 40 Big Blinds spielen sollte.

Es gibt dafür zahlreiche weitere Beispiele und regelmäßig vorkommende Handkombinationen. Freut euch in Zukunft wenn eure Gegner eure Hände mit kleinen Pockets mitgehen, da sie damit immer Verlust machen werden. Es ist praktisch nicht möglich, profitabel zu spielen.


Für die Interessierten:

Um mit einem kleinen Paar in der Hand profitabel eine Prefloperhöhung callen zu können, sollte man in etwa das 15-fache des zu zahlenden Betrages als Rest haben (und der Raiser natürlich auch). Man sollte nämlich beachten, dass man nicht jedes Mal den Gegner stackt, wenn man hittet. In unserem Beispiel würden wir maximal eine Folgebet am Flop machen, wenn dort ein Ass ist. Auch kommt die Situation Drilling über Drilling vor, so dass man mehr Geld braucht.
 

Kommentare (8)

#1 labinos2, 26.05.08 12:14

15-fache?? ich dachte, dass man das 20-fache haben muss

#2 OberLaui, 01.06.08 21:53

auf dem neuen SHC steht 20, früher waren das mal 15 :D

#3 Matheking89, 29.01.09 00:14

Das klingt realistisch schließlich stimmt das mit der SSS.<br /> Habe es selbst ausprobiert. Gute Hände spielen und dann sinnvoll pre flop raisen.

#4 ThankU88, 31.05.09 07:42

Ja, ich habe es auch getestet und der Artikel spiegelt gut meine Erfahrungen wieder! Aber kann mir wer sagen, warum man sich z.B. bei Pokerstars und Partypoker mit so viel Einkaufen muss? Machen die das, um die SSS zu unterbinden? <br />

#5 Huckebein, 31.05.09 14:32

@4: Viele Spieler wissen sich nicht gegen die SSS zu wehren. Für diese Spieler wurden auf den Plattformen teilweise 50BB Tische eingeführt, damit sie nicht gegen SSSler antreten müssen.

#6 Martschl, 06.06.09 12:08

Mitlerweile kann man übrigens bei Party auch NL 1ct/2ct spielen.<br /> Dort kann man sich auch mit 20BB einkaufen. Ist zwar krank dort zu grinden, für Menschen, die auf NL10 den tausend anderen Shorties oder zu vielen Suckouts zum Opfer gefallen sind aber immerhin eine Alternative, wenn man bei der SSS bleiben möchte.<br /> <br /> Außerdem ist es dort halt arg fischig, wenn auch der Ertrag nicht hoch ist, selbst bei 7BB/100h.<br /> <br /> Hätte ich diesen Artikel übrigens früher entdeckt, wäre ich nicht so tief abgesunken :) Guter Artikel und sehr verständlich, wenn man sich für die Gedanken offen machen kann und will!

#7 Wizzzl65, 21.07.09 18:29

Finde es toll dass ihr den Artikel hier gemacht habt. Ich zweifle auch nicht an der Richtigkeit des Inhaltes, doch wirklich begriffen habe ich die Begründungen nicht 100%ig.<br /> <br /> Am ehesten stellt sich mir die Frage, weshalb beide in dem genannten Beispiel das 15 fache des Preflopraises haben sollten.<br /> <br /> wenn in etwa 7,5 fällen das Set getroffen wird, geht ihr davon aus dass der Preflopraiser nicht jedes mal unsere Bets mitgeht sondern im Durschnitt jedes zweite mal?<br /> <br /> Oder habe ich hier gerade den totalen Denkfehler?

#8 Huckebein, 23.07.09 13:16

@7: Ja, das 15-fache ist einfach ein Richtwert, da du nicht immer ausbezahlt wirst, wenn du dein Set triffst. Der Wert ist ein Schätzwert, mit dem du aber auf der sicheren Seite bist. Wenn du so deep bist, ist ein Call for Setvalue immer profitabel.