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StrategieNo-Limit BSS

Woche 42 (BSS): Valuemaximierung im Unraised Pot


Einleitung

Vor einigen Wochen hatte ich mich mit dem Thema "FreePlay" beschäftigt. Hierzu kam die Anregung, etwas über bestimmte Lines mit starken Händen Postflop zu schreiben. Diesen Wunsch möchte ich diese Woche umsetzen.

Hierzu möchte ich einfach die möglichen Lines aufführen und deren Vor- und Nachteile erläutern.


Beispielhand

Wie liest man eine Beispielhand?

Stacks sind bei allen 100BB, also $10.

0.05/0.10 No-Limit Hold'em (10 handed)

Preflop: Hero is BB with 7, 3
2 folds, UTG+2 calls $0.10, MP1 calls $0.10, 5 folds, Hero checks.

Flop: ($0.35) 7, 7, 3 (3 players)
Hero???

Diese Hand nehmen wir als gegeben. Nach den beiden Limpern haben wir mit unserer Hand im BB natürlich eine einfache Entscheidung. Am Flop treffen wir dann das bestmögliche Fullhouse. Keine andere Kartenkombination kann uns zu diesem Zeitpunkt schlagen. Die entscheidende Frage ist nun, wie wir am meisten Geld von unseren Gegnern extrahieren können.

Zunächst spielen wir, gerade wenn der SB nicht mit in der Hand ist, Out of Position. Wir müssen also stets vor unseren Gegnern agieren.
Betrachten werde ich nun die diversen Möglichkeiten an Flop und Turn, die Action am River gilt dann je nach Board neu zu entscheiden. Ferner hätten wir auch nichts dagegen, bereits am Turn unser Geld in die Mitte geschoben zu haben.

Check/raise Flop:
Die Vorteile sind, sofern einer der Gegner setzt, wir schon am Flop einen recht großen Pot aufbauen können. Allerdings könnten unsere Gegner ebenfalls nur schieben und somit haben wir bis zum Turn die Potgröße nicht verändert.
Sollte jedoch ein Gegner setzen, so würden wir diesen durch unsere Erhöhung oft verschrecken, so dass er seine Hand aufgibt.

Check/call Flop, Donkbet Turn:
Hier besteht der Vorteil, dass die Gegner oft in der Hand bleiben, aber auch hier besteht für die Gegner die Möglichkeit zu schieben, wodurch der Pot weiterhin klein bleibt. Allerdings wird unsere Bet am Turn gerade nach einer Freecard nicht unbedingt als Stärke angesehen, sondern als Versuch, den Pot zu stehlen.

Check/call Flop, Check/raise Turn:
Am Flop besteht wie auch bei den beiden Lines zuvor die Gefahr, dass der Pot klein bleibt weil die Gegner schieben. Wenn wir nun am Turn auch wieder schieben, so geben wir quasi eine weitere Chance für die Gegner, sich eine Freecard zu nehmen und haben bis zum River den Pot nicht aufgebaut. Sollte aber einer der Gegner am Turn setzen, sieht unser Check/raise sehr stark aus. Dadurch werden wir viele Gegner ihre Hand aufgeben.

Check/call Flop, Check/call Turn
Am Flop haben wir das selbe Problem wie in der Hand zuvor. Entscheiden wir uns am Turn auch wieder dazu, check/call zu spielen, so geben wir zum einen wieder die Möglichkeit einer Freecard und selbst wenn der Gegner setzt, werden wir durch unseren Call den Pot nicht sonderlich aufbauen, so dass wir es nicht schaffen werden, am River All-In zu kommen.

Bet/reraise Flop:
Bei dieser Line zeigen wir sehr viel Stärke, bauen aber gleichzeitig auch den Pot auf. Durch die gezeigte Stärke, werden allerdings sehr viele Gegner ihre Hand aufgeben. Ferner bekommen unsere Gegner durch die direkte Bet am Flop nicht die Möglichkeit, den Pot durch eine Bet am Flop zu stehlen.

Bet/call Flop, Donkbet Turn:
Hier haben wir den Vorteil, dass die Line nicht ganz so stark aussieht und somit den Pot aufbauen können. Jedoch geben wir durch den direkten Einsatz am Flop den Gegnern nicht die Möglichkeit, durch einen Einsatz den Pot zu stehlen.

Bet/call Flop, Check/raise Turn
Am Flop zeigt der Gegner durchaus Interesse am Pot, so dass man meinen könnte am Turn ein check/raise zu spielen. Allerdings wird der Gegner sich oft fragen, warum wir am Flop seine Erhöhung mitgehen und dann am Turn zu ihm schieben. Oft wird er uns auf eine starke Hand setzen und daher lieber nur schieben, um einem check/raise auszuweichen und somit wird auch der Pot gegen unserem Interesse klein gehalten.


Fazit

Welche Line die Beste ist, kann man nicht allgemein sagen. Dies hängt auch stets von den Gegnern ab, die mit in der Hand sind.
Gegen aggressiven Gegner bietet sich eher eine Line an, wo der Gegner das Geld in die Mitte schiebt. Gegen passive Gegner müssen wir natürlich selbst Initiative ergreifen, um den Pot aufzubauen.
Allerdings muss man ehrlich sagen, dass gerade bei solchen Situationen oft nicht viel Value zu bekommen ist. Denn mit welchen Händen soll uns der Gegner auszahlen? Wir können bei der Beispielhand eigentlich nur hoffen, dass einer der Gegner eine 7 hält, oder sich mit einem PP wie z.B. 88 noch vorne sieht.
 

Kommentare (1)

#1 K1llingKing, 10.08.10 19:12

Kommt immer d'rauf an ...