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StrategieNo-Limit BSS

Woche 48 (BSS): Made Hands am Flop ohne Initiative

Einleitung

Diese Woche möchte ich mich mit einem gewünschten Thema beschäftigen.

"Wie spiele ich eine Madehand ohne Initiative am Flop."

 

Hierzu möchte ich zunächst darstellen, welche Gruppen von Händen hier häufig eine Rolle spielen. Ferner möchte ich dann auf die Unterschiede Postflop in Abhängigkeit der Position, des Boards und der Gegner eingehen.

 

Die möglichen Situationen am Flop

Es gibt zwei Möglichkeiten ohne Initiative am Flop zu stehen:

  • Es wurde Preflop nicht erhöht und man hat selbst nur gelimpt oder hat z.B. im BB ein Freeplay bekommen.
  • Es wurde Preflop erhöht, man selbst hat die Erhöhung bezahlt und spielt somit Postflop gegen einen Preflopaggressor.

 

Heute möchte ich mich hauptsächlich mit der zweiten Situation befassen, in welcher wir am Flop mit einer starken Hand gegen einen Preflopaggressor spielen.

 

 

Potenzielle Hände

Hier fallen einem spontan Pocketpaare ein, schließlich können wir mit diesen Händen Preflop nach der Call20 Regel oft einen Raise callen, um am Flop ein Set zu treffen und somit eine Madehand zu erhalten.

Ferner bieten sich noch SuitedConnectors an, denn gerade wenn nach einem Raise bereits ein oder gar zwei Spieler die Erhöhung bezahlt haben, ist es durchaus profitabel mit diesen Händen mitzugehen. Auch kann man mit diesen Händen oft eine Erhöhung bezahlen, wenn man selbst und der Aggressor deepstacked sind, weil dadurch die implied Odds groß sind. Allerdings treffen wir mit diesen Händen eher einen starken Draw, als direkt eine starke Hand, wie z.B. eine Strasse oder einen Flush.

Gelegentlich haben wir, gerade in Blindstealing Situationen, Hände wie KQs oder JTs. Sicherlich spielen hier oft Reads eine Rolle, aber dennoch möchte ich diese Kategorie nicht außen vorlassen.

 

Boardtexturen

Stellen wir uns vor, dass wir mit einem Pocketpaar Preflop eine Erhöhung bezahlt haben und am Flop ein Set treffen. Somit haben wir in der Regel eine sehr starke Hand, oft sogar die zu dem Zeitpunkt bestmögliche Hand.

Allerdings gibt es gerade auf sehr drawlastigen Boards die Notwendigkeit seine Hand sehr stark schützen zu müssen und muss daher verstärkt auf die Protection achten.

 

Ich möchte hier noch eine paar mögliche Kombinationen des Flops darstellen, um das eben genannte zu verdeutlichen.

 

  • 2 7 Q Hier sind keine Draws möglich, somit müssen wir kaum auf Protection achten.
  • A 3 8 Hier sind einige Draws möglich, z.B. ein Flushdraw oder ein Gutshot mit 54.
  • J T 9 Hier sind sehr viele Draws möglich, ferner ist unser Set hier oft nicht die beste Hand.

 

 

Lines IP

Im Folgenden möchte ich unsere möglichen Spielzüge darstellen und die Vor- und Nachteile erläutern. Zunächst die Action des Gegner (Aggressor) und dann unsere Action.

 

  • Check/Check

Ein großer Nachteil ist, dass der Pot klein bleibt. Allerdings gibt es durchaus Situationen, wo ein Checkbehind gut ist, weil wir somit eine schwache Hand signalisieren und der Gegner sich noch vorne sehen kann. Allerdings sollten wir dies nur dann machen, wenn wir keine Angst vor einer Freecard haben.

 

  • Check/Bet

Dies bietet sich eigentlich immer an, wenn der Aggresor nicht selbst bettet. Schließlich wollen wir den Pot aufbauen und müssen je nach Textur des Flops eventuell auch unsere Hand vor Draws schützen.

Ein Nachteil ist, dass der Gegner oft folden wird.

 

  • Bet/Call

Oft macht der Gegner hier einfach nur die Continuation Bet. Gerade auf einem ungefährlichen Board bietet es sich an nur zu callen, um ihm die Möglichkeit zu geben am Turn nochmals zu betten oder gar seine Hand zu verbessern, z.B. mit AK. Jedoch bleibt so der Pot relativ klein.

 

  • Bet/Raise

Dies bietet sich gerade auf drawheavy Flops an, wo wir unsere Hand stark beschützen müssen. Oft wird der Gegner nach unserem Raise seine Hand aufgeben. Allerdings kann man, um sein Spiel nicht durchschaubar zu machen, auch auf einem ungefährlichem Board mit einer starken Hand raisen.

 

  • Der Gegner spielt Check/Raise

Hier haben wir eine einfache Entscheidung: Wir setzen ihn all-in.


Die Option zu folden habe ich nicht mit betrachtet, da wir eine starke Hand wie z.B. ein Set nicht aufgeben werden.

 

 

Lines OOP

Nun möchte die selben Überlegungen für die Situation OOP darstellen. Hier stelle ich ferner noch die Aussicht auf eine mögliche Turnaction dar.

 

  • Check/raise Flop

Der Vorteil ist, sofern der Gegner bettet, dass wir schon am Flop einen recht großen Pot aufbauen können. Allerdings wird der Preflopaggressor oft folden, weil er oft nur die ContiationBet gemacht hat. Sollte der Gegner aber sehr oft die ContinuationBet machen, bietet es sich auch bei drawlastigen Boards an einen c/r zu spielen. Schließlich können wir so zumindest noch das Geld von der Continuation Bet einsammeln.

Der Nachteil ist, dass dieser Spielzug sehr stark aussieht und somit sehr viele Hände aufgeben werden. Jedoch kann sich somit ein Preflopaggressor auch oft die Freecard nehmen, wodurch wir mit einer starken Hand am Turn noch nicht den Pot aufbauen konnten, und auf drawlastigen Flops verteilen wir Freecards.

 

  • Check/call Flop, Donkbet Turn:

Hier ist der Vorteil, dass wir dem Gegner erneut die Chance zur ContinationBet geben und ihm durch den Check/Call eine durchaus schwache Hand signalisieren. Allerdings wirkt der Turndonk im Anschluß sehr stark, so dass viele Gegner nun ihre Hand aufgeben werden: wir haben aber wieder das Geld von der ContinuationBet eingesammelt. Dieser Spielzug bietet sich auf eher ungefährlichen Flops an.

 

  • Check/call Flop, Check/raise Turn:

Am Flop besteht, wie auch bei den beiden Lines zuvor, die Gefahr, dass der Pot relativ klein bleibt. Wenn wir nun am Turn auch wieder checken, so geben wir quasi eine weitere Chance für den Gegner, sich eine Freecard zu nehmen und haben bis zum River Probleme den Pot aufzubauen. Sollte der Gegner am Flop die Continuation Bet gemacht haben und neigt er ferner dazu, oft am Turn nochmals zu barreln, so ist ein c/r am Turn eine sehr gute Alternative.

 

  • Check/call Flop, Check/call Turn

Am Flop haben wir das selbe Problem wie in der Hand zuvor. Entscheiden wir uns am Turn auch wieder check/call zu spielen, so geben wir zum einen wieder die Möglichkeit einer Freecard und selbst wenn der Gegner bettet, werden wir durch unseren Call den Pot nicht sonderlich aufbauen, so dass wir es nicht schaffen werden am River all-in zu kommen.

 

  • Bet/reraise Flop

 

Bei dieser Line zeigen wir sehr viel Stärke, bauen aber gleichzeitig auch den Pot auf. Durch die gezeigte Stärke werden allerdings sehr viele Gegner ihre Hand aufgeben. Ferner bekommt der Gegner durch die direkte Bet am Flop nicht die Möglichkeit den Pot mit der Continuation Bet einzusammeln.

Aber gerade auf einem sehr drawlastigem Board sollten wir direkt betten, schließlich wollen wir keine Freecard verteilen.

 

  • Bet/call Flop, Donkbet Turn

Hier haben wir den Vorteil, dass die Line nicht ganz so stark aussieht und wir somit den Pot aufbauen können. Jedoch geben wir wieder dem Gegner nicht die Chance den Pot durch die ContinuationBet einzusammeln.

 

  • Bet/call Flop, Check/raise Turn

Am Flop zeigt der Gegner trotz unser Bet Interesse am Pot, so dass man meinen könnte am Turn ein check/raise zu spielen. Allerdings wird der Gegner sich oft fragen warum wir am Flop seinen Raise callen und dann am Turn zu ihm checken. Oft wird er uns auf eine starke Hand setzen und daher lieber nur checken, um einem check/raise auszuweichen und somit wird auch der Pot gegen unserem Interesse klein gehalten.

 


Fazit

Ich hoffe ich konnte Euch näher bringen, wie man mit einer starken Hand am Flop und auch Turn versuchen kann Value zu extrahieren. Dennoch ist es immer wichtig auch die Spielweise des Gegners mit einzubeziehen. Allerdings ist es, gerade aufgrund der großen Anzahl von Spielern auf den Microlimits, sehr schwer einzelne Reads zu sammeln.

Solltet ihr euch nicht sicher sein, ob es die richtige Line war, so schaut euch die Hand nach der Session nochmals an und postet sehr fragliche Hände im Beispielhandforum.

 

Kommentare (5)

#1 Lena1990, 09.01.09 10:41

OOP-Bet/call Flop, Check/raise Turn:<br /> <br /> check turn nach gecallter bet am flop geht klar auf drawheawy board mit nem draw und ner blank am turn. <br /> ich meine was willste sonst mit deinem draw noch machen, bluffbetten?? macht vielleicht sinn, ist aber ne andere line.

#2 thop5574, 16.01.10 21:45

irgendwie sehe ich die seite nicht... kein text usw...

#3 thop5574, 16.01.10 21:46

äh... jetzt geht es.

#4 Huckebein, 19.01.10 09:02

@thop5574: Das passiert ab und zu, meistens hilft einfaches Reloaden der Seite, damit der Artikel wieder angezeigt wird.

#5 MGF001, 26.07.11 18:53

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass sich der Artikel nur auf Sets bezieht.<br /> Die oben erwähnten mittelstarken Hände werden einfach unter den Tisch fallen gelassen.<br /> Schade, denn da wirds interessant!<br /> Gruße