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StrategieNo-Limit BSS

Woche 53 (BSS): Suited Connectors

Einleitung

Suited Connectors sind in No Limit Holdem Hände, mit denen man ,bei akurater Spielweise, langfristig viel Geld gewinnt.

Wir wollen uns heute mit ein paar allgemeinen Gedanken zu diesem Thema beschäftigen.

 

Fakten über Suited Connectors

  • Am Flop wird man selten eine Made Hand halten, sondern meistens das Board verfehlen.
  • Trifft man den Flop, dann hält man meistens einen Draw, schwaches Toppair, 2nd oder 3rd Pair
  • in ungefähr 5% der Fälle floppt man eine starke Made Hand (Twopair oder besser)
  • Suited Connectors spielen sich am besten In Position, da sich so am besten Value extrahieren lässt und wir am meisten Kontrolle über den Pot haben

 

Was bedeutet das für uns?

-> Investieren wir vor dem Flop Geld mit einem Suited Connector, dann müssen wir diese Investition langfristig decken.

Dazu ein kurzes Beispiel:

Preflop: Hero is CO with Q, T

UTG calls $0,10, 4 folds, MP3 calls $0,10, Hero calls $0,10, BU folds, SB calls $0,05, BB checks .

Um unsere Preflopinvestition zu decken, müssen wir bei einem Treffer (Twopair oder besser) im Schnitt 20 mal den zu bringenden Betrag von unseren Gegnern gewinnen. (5% = 1/20 = 19:1)

Im Beispiel investieren wir 1BB um 4BB zu gewinnen. Wir müssen also bei einem Treffer noch ~16BB gewinnen.

Lines um diese ~16BB zu gewinnen:

  • eine Potsize Bet am Flop (5BB) -> Pot wird am Turn 15BB groß sein
    eine 2/3 Potsize Bet am Turn (11BB)
  • eine 2/3 Potsize Bet am Flop (3BB)-> Pot wird am Turn 11BB groß sein
    eine 2/3 Potsize Bet am Turn (7BB) -> Pot wird am River 25BB groß sein
    eine 2/3 Potsize Bet am River (14BB)

 

Schlussfolgerungen

  • je mehr Gegner in der Hand sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand bereit ist uns zumindest unsere Preflopinvestition zu decken.
  • alles was wir zusätzlich gewinnen, ist unserer Reingewinn.

Die Problematik mit Suited Connectors

  • Wenn wir einen Flush/Straight/Twopair o.ä. treffen, dann ist es schwer ausbezahlt zu werden, da der Gegner selber etwas treffen muss, um weiter Geld zu investieren.
  • Wenn wir ein Twopair treffen, dann muss der Gegner auch erstmal einen Teil des Boards getroffen haben, um überhaupt weiterspielen zu wollen.
  • Wenn wir ein Twopair treffen, dann hat der Gegner manchmal ein Set oder starken Draw und verbessert sich in ~30% der Fälle bis zum River.
  • Wir werden in manchen Fällen gegen einen höheren Flush oder die Nutstraight verlieren.

Heisst das jetzt, dass wir Suited Connectos doch nicht spielen sollten?

Trifft unser Gegner einen Teil seiner Hand, dann wird er seine Made Hands oft protecten wollen, da unsere Monsterhände typischerweise auf Drawheavy Boards treffen werden. (die Gegner werden also nicht immer nur stupide callen, sondern auch selbsttätig aktiv)

 

Die hohe Spielbarkeit von Suited Connectors

Wir werden mit Suited Connectors also Monsterhände (Twopair+), Trashände (Toppair Weak Kicker, 2nd Pair, nichts etc.) oder Straight-/Flush-/Combodraws floppen:

  • Mit Monsterhänden ( ~5% der Fälle) ist unser Ziel möglichst viel Geld zu investieren.
  • Mit Trashhänden ( ~70 der Fälle) wollen wir kein weiteres Geld investieren.
  • Mit Straight und Flushdraw (20% der Fälle) wollen wir nach Odds und Outs spielen.
  • Mit Draws die mehr als 14 Outs haben (5% der Fälle), werden wir vom Flop bis zum River in 50% der Fälle gewinnen.

Die Strategie zur Spielweise (Value aus Suited Connectors extrahieren) wird nächste Woche behandelt.

 

Zwischenfazit

Um Suited Connectors profitabel spielen zu können, brauchen wir im Falle eines Treffers also Gegner, die bereit sind uns mit schlechteren Händen auszubezahlen.

Diese Gegner finden sich an jedem Microlimittisch in rauen Mengen.

 

Ein aggressiver Ansatz zum Spiel mit Suited Connectors

Wieso werden Suited Connectors dann auch in höheren Limits gespielt? Die Gegner dort sind alle sehr stark, es wird wenig gelimpt und sie bezahlen Dich sehr selten mit schlechteren Händen aus.

Das gesamte Konzept ändert sich, wenn man mit Suited Connectors schon beginnt Preflop aggressiv zu spielen.

Wenn wir einen Blick in den SHC werfen, dann ist dieses Konzept schon teilweise dort eingeführt worden (Suited Connectors werden in Late Position ohne Limper erhöht).

Wenn wir nämlich aus dieser Situation im Raised Pot einen Flop treffen, dann können folgende Szenarien eintreten:

  • Der Gegner wird auf unsere Continuationbet folden (in vielen Fällen hat uns dann ein Blind gecalled und wird aufgrund seiner schlechten Position viele Hände folden müssen)
  • Der Gegner wird unsere Continuationbet Callen/Raisen
  • Wir treffen den Flop und der Gegner wird uns callen oder raisen.

 

Schlussfolgerung

  • Diese aggressive Spielweise ist eine gute Möglichkeit, um auch gegen stärkere Spieler profitabel mit Suited Connectors spielen zu können.
  • Diese aggressive Spielweise erlaubt es uns im Falle von Postflop Action, einen viel größeren Pot zu spielen.
  • Schlechte Gegner zahlen und sowohl im raised, als auch im unraised Pot gut aus.
  • Man zwingt etwas bessere Spieler zu schwierigen Entscheidungen, weil wir sie unter Druck setzen.

 

Vorschau auf die nächste Woche:

  • Postflopspiel mit Suited Connectors mit Beispielen
  • aggressives Preflopspiel gegen unterschiedliche Gegnertypen mit Suited Connectors mit Beispielen
 

Kommentare (2)

#1 norenore, 10.01.08 21:14

Wow, bis hierhin schonmal sehr gut. *THUMBS UP*<br /> <br /> Gruß<br /> David

#2 fehl2k, 10.12.08 18:59

Kommen die angekündigten Teile auch irgendwann mal raus?