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StrategieSpecials

Alternative Lernmethoden


Einleitung

Diese Woche habe ich mir überlegt einmal nicht die "faden" Beispielhände oder das innovativere Quiz für die fortgeschrittenen User zu machen.
Die meisten finden zwar besonders die lehrreichsten Beispielhände in Quizform sehr lehrreich, doch ist die Frage, ob durch die Eintönigkeit der immer gleichen Formate nicht irgendwas die Lust am Lernen stirbt.

Und mit diesem Satz wären wir auch gleich beim Thema des Lernens wozu ich indirekt durch Milambers Kolumne gekommen bin, die letzte Woche erschien.
Für alle die es nicht gelesen haben, sei kurz erwähnt, dass er darin versucht zu erläutern, wie man am besten seinen Skill verbessert.

Doch werde ich oft über ICQ, Skype oder auch im Coaching danach gefragt, wie man denn am besten seinen Skill verbessert wenn man nicht soviel Theorie büffeln möchte, oder ich bekomme Fragen wie "Welche Artikel muss ich denn unbedingt lesen?".
Ich selbst war auch immer einer der faulen Pokerspieler, die nicht die Lust oder vielleicht auch Disziplin haben sich Stundenlang vor den PC zu setzen und Artikel zu lesen.

Im folgenden Artikel möchte ich versuchen zu analysieren wie gut man mit alternativen Lernmethoden diese Faulheit auszugleichen, beziehungsweise ob dies überhaupt möglich ist.


Wie sollte ich lernen?

Nur ganz kurz möchte ich hier auch erwähnen, wie es natürlich optimal wäre zu lernen.
Hier halte ich mich ganz an die Angaben von Pokerstrategy, welche ich für sehr gut halte. Eine Kombination aus Erfahrung durch Spielen zu sammeln und parallel dazu sein Wissen durch Artikel zu verbessern, wird hier vorgeschlagen. Hierzu kommen natürlich noch Handbewertungen und Coaching, welche ja speziell von Pokerstrategy angeboten werden.

Doch Spielen macht natürlich Spaß, was man vom Artikellesen nicht wirklich behaupten kann!




Alternativen und was sie ausgleichen

Handbewertungen

Das ist natürlich eine Methode des Lernens, die standardmäßig im Programm von Pokerstrategy enthalten ist und auch für die "fleißigen" Lerner essentiell ist.
Doch auch für die faulen Menschen unter uns ist sie sehr gut geeignet. Einerseits haben wir die Möglichkeit diese Handbewertungen nebenbei zu erledigen (auch neben dem Pokerspielen) und wir werden selbst aktiv.

Das heißt wir posten entweder selbst unsere Hände und bekommen eine Bewertung, oder wir bewerten selbst, was oft sogar Spaß machen kann.
Auch wenn nicht, kann man sich diese "Arbeit" gut einteilen. So kann man sich auch einfach mal 10 Minuten hinsetzen, ein paar Handbewertungen lesen oder selbst Hände posten oder gar bewerten und dann einfach aufhören.

Wenn man am nächsten Tag erneut startet, werden eh schon neue Hände auf uns warten und die Abwechslung ist, anders als bei den immer gleichen Artikeln, viel mehr gegeben.

Neben den Spielkenntnissen, die man dadurch erlangt, erreicht man jedoch noch etwas anderes:
In den meisten Fällen vermitteln die Handbewerter mit ihren Erklärungen/Bewertungen genau das, was auch in den, dem Thema zugehörigen, Artikeln steht.

Bei den meisten Nachfragen, die man zu einer Bewertung des Handbewerter stellt, antwortet entweder dieser selbst oder ein anderer User darauf.
Das kann man dazu nutzen, Erklärungen, die man wegen "nichtlesens" der Artikel nicht versteht, sich erneut erklären zu lassen.

Da ich selbst Handbewerter bin, merke ich jedoch an, dies nach Möglichkeit nicht zu übertreiben. Denn irgendwann fällt auf, dass ihr einfach nur zu faul seid, diese Artikel zu lesen, was ja nicht unbedingt im Sinne des Erfinders ist.
Jedoch kann man sich mittels kleiner Nachfragen oft abseits der Artikel leicht zusätzlich bilden.
Doch eins sollte man nicht machen: Es gibt "Grundwissen", was man sich mittels Artikel aneignen sollte. Denn es gibt Sachen, auf die man beim Spiel nicht verzichten kann und was man sich auch schlecht selbst aneignen kann. Wenn ihr hierzu Fragen stellt, die zu "primitiv" sind, werdet ihr meist nur ein "Lies dir bitte erneut die Artikel durch" erhalten.

Daher ein kleiner Einschub:


Essentielle Artikel

Diese Artikel sollten unbedingt gelesen werden. Hierzu zähle ich einfach das Grundwissen oder Artikel mit Tabellen.

Beispiele: Preflopspiel (SHC), Odds und Outs, Postflopspiel, Bankrollmanagement, Grundlagen und ähnliche.

Die komplette Anfängersektion beziehungsweise die grundlegenden Sachen zu einer bestimmten Strategie müssen immer gelesen werden.


Alternative Artikel

Diese Artikel kann man lesen oder sich anderweitig beibringen. Hierzu zähle ich Artikel, die während dem Spiel zwar hilfreich sind, aber nicht unbedingt benötigt werden/die man sich leicht alternativ erklären lassen oder beibringen kann. Die Artikel selbst sind natürlich sehr hilfreich, doch gibt es hier die Möglichkeit, sie sich, wenn man es denn so möchte, anderweitig beizubringen.
Vor allem sollte man hierzu keine Artikel zählen, die essentiell für das eigene Spiel sind, wie zum Beispiel ein SHC.

Beispiele: Reverse Implied Odds, LAG oder TAG, Pokertracker Stats, Reads und ähnliche.


Doch nun weiter zu alternativen Lernmethoden:


Private Coaching

Eine Methode, die ich persönlich lange Zeit sehr aktiv genutzt habe und noch immer nutze. Sie ist wohl das, was dem faulen Spieler am meisten entgegen kommt.
Man kann immer selbst spielen und hat nebenbei sogar noch jemanden, mit dem man reden kann. Außerdem wird einem der private Coach jede Frage beantworten, selbst wenn diese nur eine Erklärung eines Artikels ist, was im public Coaching und bei den Handbewertungen meist nicht gemacht wird.
Pokerstrategy bietet zu nahezu jedem Spielstil und jedem Limit einen private Coach an!

Der einzige Nachteil hierbei sind natürlich die entstehenden Kosten die es bei allen anderen Alternativen nicht gibt. Man sollte jedoch immer bedenken, dass man hierdurch seine Winrate meist erhöhen kann und sich so die Kosten leicht ausgleichen.
Und außerdem ist es meiner Meinung nach durchaus akzeptabel, seine Faulheit mit verhältnismäßig geringen Kosten auszugleichen.


Videos

Auch sehr hilfreich. Man kann einem Spieler, der die Limits, auf denen er spielt, bereits geschlagen hat, dabei zuschauen.
So kann man sich einerseits seinen teils abweichenden Spielstil genau anschauen, aber auch, was sehr wichtig ist, dabei sein Spiel anschauen und dabei überlegen, was man anders gemacht hätte. Durch die beigefügten Erklärungen kann man hierbei oft Fehler in seinem eigenen Spiel erkennen.
Außerdem erklären die Coaches in freier Zeit zwischen den Händen oft noch einmal bestimmte Strategie-Artikel oder ähnliches. (Beispiel: Odds und Outs oder Reads)


Public Coaching

Im Endeffekt das gleiche wie bei den Videos, nur dass ein grundlegendes Problem der Videos hier nicht vorhanden ist.
Man kann auch Fragen stellen, die meist sehr breit gefächert sind und bei denen die Coaches auch immer versuchen, diese möglichst verständlich zu erklären.


Last but not Least: Spielen und DENKEN!!!

Hierdurch kann man sich wohl die meiste Arbeit ersparen. Wenn man spielt, sollte man mitdenken und versuchen, Situationen danach auch noch einmal im Kopf durchzugehen.

Was kann man besser machen, wo habe ich vielleicht einen Fehler gemacht?
Und versuchen, auch für den Gegner mitzudenken, die Gegner einzuschätzen oder die Gegner zu readen.

Damit erspart man sich relativ leicht Artikel wie Reads. Und auch Sachen wie Gegnereinteilung (Artikel LAG oder TAG) oder Way ahead oder Way behind kann man sich sparen.

Damit wären wir jedoch auch schon beim letzten Punkt dieses Artikels.


Was für Probleme entstehen durch alternative Lernmethoden?

Einerseits entsteht das Problem, dass man meist in Sachen Wissen ein wenig anderen, die alle Artikel wiederholt durcharbeiten, hinterher ist, da diese unsere Lernmethoden ja auch nutzen können. Dies ist aber meist nicht sehr stark von Nachteil.

Was jedoch ganz klar von Nachteil ist: Man kennt einfach die Definitionen, die sonst in den Artikeln aufgestellt werden, nicht unter diesem Namen.

Das heißt, man kennt diese Sachen aus seinem Spiel, kann sie aber nicht so rüberbringen und verstehen wie Leute, die die Artikel gelesen haben.

2 Beispiele:
1) Man teilt die Gegner ganz automatisch nach Typen ein. Doch was ist nun genau ein TAG und was ein LAG laut eigener Einteilung?

2) Man weiß zwar im Endeffekt genau, was Way ahead und Way behind eigentlich ist. Doch hört man diese Wörter, kennt man die Definitionen davon nicht.


Kurzum sollte klar geworden sein, dass man auch als fauler Pokerspieler weit kommen kann und dies ausgleichen kann, man dabei aber auf Probleme eingestellt sein muss, weil man schlicht nicht den optimalen Weg wählt. Zusätzlich stellt es ein Problem dar, wenn man sich von einem Bekannten einen Sachverhalt erklären lässt. Hier wird oft Halbwissen weitergegeben, welches euch dann oft mehr schadet als hilft.
 

Kommentare (4)

#1 neolt1983LT, 10.08.09 14:38

Nice Artikel

#2 JerichoGW, 23.11.10 19:25

Guter Artikel , aber die Prozentzahlen einen Gutshot zu treffen sind jawohl geringer als einen OESD, glaub da ist ein Zahlendreher drin ;)

#3 Generaldirektor, 15.10.11 23:04

Meines Erachtens ist es für einen Anfänger absolut unausweichlich die theoretischen Artikel durchzuarbeiten und zu verstehen. Sie bilden das Fundament auf dem aufgebaut werden kann. Ohne Fundament gibt es kein stabiles Haus.<br /> Bis in hohe Limits und in hohen Limits noch viel wichtiger ist das Verständnis des theoretischen Hintergrundes des Spiels.<br /> Natürlich wende auch ich nicht alles zu hundert Prozent an (way ahead/way behind habe ich nie in mein Repertoire übernommen), aber dann muss man auch wissen warum. Und genau das kann man nur wissen, wenn man die theoretischen Grundlagen kennt. Das praktische Spiel und die mathematisch fundierte Theorie bedingen sich gegenseitig.

#4 DavidRodriguez1111, 24.10.14 23:09

(y)