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Warum spielt er so gegen mich?

» KOLUMNE

Warum spielt er so gegen mich?

von Tri Nguyen

Dieser Artikel ist ein übersetztes Exzerpt aus
Tri „SlowHabit“ Nguyens Buch
How I Made My
First Million from Poker”.

Am Pokertisch suche ich mir am liebsten einen bestimmten Gegner, dem ich immer und immer wieder zusetze. Der Grund ist einfach: Er wird anfällig für Tilt und sobald er damit anfängt, wird er schlechter spielen und sein Geld an mich verlieren.

Jemand bestimmten auf dem Schirm zu haben zwingt mich dazu, besser zu spielen, denn ich schenke ihm permanente Aufmerksamkeit, um zu sehen, ob er die Kontrolle verliert. Umgekehrt lerne ich auf die gleiche Weise auch etwas über mein eigenes Spiel, wenn ein Winning Player kontinuierlich gegen mich agieren muss - ganz egal wie gut oder schlecht seine Strategie ist.

Ich erinnere mich, gegen einen Spieler gespielt zu haben, der mich anscheinend jedes Mal reraiste, wenn ich aus später Position openraiste. Ich callte jedes Mal, denn dieser Typ schien mich einfach immer zu 3-betten, und ich glaubte nicht, dass er jedes Mal etwas haben könnte. Nach einigen Tagen wurde mir aber klar, dass ich es zu persönlich nahm. Ich hatte daher gar nicht mehr darüber nachgedacht, warum er eigentlich so unablässig gegen mich 3-bettete.

Der Hauptgrund, warum er das tat, war eigentlich ganz einfach: Weil ich gegen ihn in 3-bettet Pots auf verlorenem Posten stand. Jedes Mal wenn er mich in eine solche Situation brachte, machte er damit Gewinn. Also war es nur zu seinem Vorteil, mich so oft es ging in diese Situation zu bringen. Ich war beleidigt, denn von all den Spielern, die er herumschubsen konnte, wählte er mich. Letztendlich habe ich dann aber eingesehen, dass wir Poker spielen und hier nur das Geld zählt. Wenn ich wollte, dass er aufhört, mich zu 3-betten, musste ich mir überlegen, wie ich ihn dazu bringen könnte, in 3-bettet Pots gegen mich Geld zu verlieren.

Passe dich gegnerischen Anpassungen an

Ich begann darauf zu achten, mit welchen Händen er mich 3-bettet, und siehe da, ich stellte fest, dass er mich immer for Value 3-bettete. Im PLO ist es schwer, preflop auf 3-Bets zu folden, also calle ich immer. Dieser Spieler hat das erkannt und nur mit Händen ge-3-bettet, die meine Callingrange dominieren und spielte diese dann postflop weiter aggressiv. Ich war grundsätzlich drawing dead. Wie habe ich mich also an seine Strategie angepasst? Ich habe mir ein paar Mittel und Wege einfallen lassen.

Was erwartet dich? Hier ist eine
Übersicht aller Kapitel des Buches
:
Foreword by Barry Greenstein
Introduction
Preparation
A Poker Journal
Balance Between Life and Poker
The Learner
The Happiness Scale
Mindfulness
What's Your Edge?
The Routine
Working on My Game
Working on Your Game
Poker Coaching
Side Income
The Downswing
Building a Bankroll
Bankroll Management
Why Do You Play Poker?
The Command Center
You Don't Choose The Game
A-ha Moment
Recommended Video Series
Recommended Software
Recommended Readings

Eine Möglichkeit war es, meine Preflopraises kleiner ausfallen zu lassen, so dass das Stack-to-Pot-Verhältnis größer wurde und es ihm schwerer machte, die Hand auf zwei Streets mit einer C-Bet und einer Turnbet zu beenden. Durch das Verringern meiner Preflop-Betsize war ich nun öfter in der Lage, den River in Position zu spielen. Allerdings war es ein bisschen aufwendiger, weniger als das Dreifache zu raisen, denn ich musste die Zahlen von Hand eingeben, anstatt auf den Raisebutton zu klicken. Also habe ich es gelassen.

Stattdessen habe ich angefangen, zu 4-betten. Ob es theoretisch korrekt war, mit schwachen Händen zu 4-betten, wusste ich nicht und es war mir auch egal. Ich wollte ihm lediglich klarmachen, dass er mit mir nicht so umspringen konnte. Ich sagte mir: Wenn er sich auf eine varianzreiche Auseinandersetzung einlassen wollte, dann mal los. Da ich noch ein zusätzliches Einkommen habe, werde ich manchmal eben ein wenig übermütig.

Dennoch ist es in solchen Fällen die beste Strategie, öfter zu folden und nur mit Monstern zu 4-betten. Da er mich jedes Mal 3-bettet, wenn er etwas Ordentliches auf der Hand hatte, passte ich mich an, indem ich viele schwache Hände foldete. Das Ergebnis war, dass er seine Valuehands nun gegen meine neu angepasste Range aus Monsterhänden spielte. Und dazu noch out of Position.

Das ist ein Beispiel dafür, wie ich am Tisch dazulerne, wenn ich Poker spiele. Ich beobachte, wie bessere Spieler mich exploiten und versuche zu verstehen, was sie denken. Ich weiß, was ich denke. Ich muss nur herausfinden warum sie so spielen, wie sie es tun, denn mit Sicherheit versuchen sie immer irgendeine Schwäche in meinem Spiel auszunutzen. Wenn ich Spieler schlagen will, die eine ähnliche Strategie spielen wie ich, muss ich auf die Situationen achten, in denen sie mich zu schwierigen Entscheidungen zwingen. Spieler mit einem ähnlichen Stil wie meinem haben höchstwahrscheinlich auch die gleichen Schwierigkeiten wie ich.

Wertvolle Informationen in ungewöhnlichen Spots

Es gibt noch weitere Situationen, in denen eine Post-Game Analyse mir helfen kann, die gegnerische Sicht auf mein Spiel zu verstehen. Wenn ich am River bette und sofort von einer Hand gecallt werde, die nicht die Nuts oder wenigstens annähernd die Nuts sind, ist das eine erstklassige Gelegenheit für ein bisschen Selbstanalyse. Obwohl der Call mir nicht unbedingt viel über die Gedankengänge meines Gegners sagt, sagt er definitiv eine Menge über mein Spiel aus. Irgendwo im Laufe der Hand muss ich ihm einen Timing- oder Betsize-Tell gegeben haben, der es ihm ermöglichte einen solchen Hero-Call zu machen, ohne groß darüber nachzudenken.

Der schnelle Call am River bedeutet, ich muss an Flop oder Turn irgendetwas getan haben, das ihm den Read gab, dass ich eine schwache Range hatte. Auf jeden Fall würde ich mir die Hand History ansehen und versuchen herauszufinden, was er denkt. Möglicherweise gibt es ein Leak in meinem Spiel, das er erkannt hat.

Im Gegenzug sollte man niemals selbst einen Snap-Call am River machen, wenn man nicht die Nuts hat. Natürlich ist es super, wenn man Recht hat und gewinnt. Aber warum solltest du deinem Gegner diese kostenlose Information über sein Spiel geben? Lass ihn den gleichen Fehler immer und immer wieder machen.

Ein anderer Spot nach dem ich Ausschau halte ist einer, in dem mein Gegner dünn valuebettet. Zunächst zeigt das nur, dass er die beste Hand hat. Aber auf den zweiten Blick gibt es mir eine Menge Informationen über mein eigenes Riverplay. In seinen Augen bin ich nicht in der Lage, ihm am River Ärger zu machen und ihn von einer dünnen Valuebet abzuhalten. Mit anderen Worten: Er denkt, dass er gegen mich grünes Licht hat, zu betten wann immer er will. Das bedeutet entweder, dass ich gegen ihn nicht sehr oft mit starken Händen zum River gehe, oder dass er mir kein Bluff-Checkraise am River zutraut.

Sobald ich jemanden dünn gegen mich valuebetten sehe, ist die erste Frage, die ich mir stelle: Wie verwandle ich meine Hand nächstes Mal in einen Bluff, wenn seine Betsize für mich nach einer Valuebet aussieht. In gewisser Weise ist das eine oberflächliche Analyse, aber es gibt mir einen Ansatzpunkt, woran ich arbeiten muss.

Es heißt, dass Poker ein Spiel der Informationen ist und zu jeder Zeit entweder der Gegner oder man selbst einen Vorteil aus diesen Informationen zieht. Du unternimmst etwas gegen ihn anhand der gesammelten Informationen und er tut das gleiche anhand der Informationen, die er über dich gesammelt hat. Indem du darauf achtest, was er tut, kannst du herausfinden, welche Art von Information er über dich besitzt und wie du daraus wiederum einen Vorteil für dich ziehen kannst.

Lass den Gegner ab und zu gewinnen

Das führt mich zu einem weiteren Punkt. Der übliche Rat ist, eine Schwäche des Gegners immer und immer wieder auszunutzen, wenn er nichts dagegen tut oder tun kann. Wie auch immer, gegen gute Spieler, die in der Lage sind sich zu verbessern, solltest du in Betracht ziehen, seinen Fehler nicht jedes Mal zu exploiten, da er sonst dahinterkommen und das Leak ausbügeln wird.

Wenn ich zum Beispiel gegen einen bestimmten Spieler zum River komme und immer eine große Bet sehe, heißt das, er denkt, dass ich oft folde oder oft calle. Niemand hat so viele gute Hände, um unentwegt Riverbets zu setzen. Wenn ich also calle und gewinne oder verliere, mache ich mir eine Note über die Stärke seiner Hand. Wenn es ein Monster war, bedeutet das, dass er ständig gute Hände spielt, weil er denkt, ich sei eine Callingstation. Wenn er mir einen Bluff zeigt, denkt er, ich folde zu oft auf große Riverbets. Was es auch ist, es gibt mir einen Eindruck davon, was er über meine Range am River denkt. Und wenn er mir weiterhin am River Geld abnehmen möchte, sollte er mich hin und wieder gewinnen lassen, damit ich nicht misstrauisch werde, während er einen heimlichen Einblick in mein Poker-Hirn hat.

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Kommentare (4)

#1 BurneyGumble, 15.12.11 18:55

Nice!!!

#2 SniffvsSnaf, 16.12.11 06:48

Megusta! Aber wirklich! :-)

#3 Floridachris, 16.12.11 10:13

sehr schön. Könnte mnan sich mehr von antun.

#4 angdom70, 25.12.14 19:20

Gut